Montag, 20. Mai 2019

Audew Alkoholtester für Autofahrer


Viele kennen das Problem mit Alkohol am Steuer. Vor allem, wenn man mal bei Freunden eingeladen ist, oder überraschend noch einen Trinken geht. Alkohol und das lenken eines Fahrzeugs verträgt sich num al überhaupt nicht. Neben der Gefahr, die ein alkoholisierter Lenker für sich selbst und für andere Menschen darstellt, ist es auch für den Besitz eines Führerschein schädlich sein.

Bei uns ging es bei der Anschaffung um etwas anderes, denn unser Sohn macht derzeit die Führerschein-Ausbildung, und bei uns in Österreich gibt es dazu die Möglichkeit des sogenannten L17, einer dualen Ausbildung bei der Fahrschüler mit einer Begleitperson mindestens 3.000 km zurücklegen bevor sie zur Führerscheinprüfung antreten.
Da es bei der Ausbildung sehr strenge Richtlinien für die Begleitperson gibt, zu der auch eine Promillegrenze von 0,1 Promille Blutalkohol gehört.

Damit wir hier keine Übertretung begehen, schafften wir uns dieses Audew Testgerät an, um sicherzustellen, dass die Begleitperson auch an Tagen an denen man mal ein Bier zum Essen getrunken nicht über dem erlaubten Promillewert liegt.

Leider werden keine Batterien mitgeliefert, weshalb man zuerst mal 2 Stück AAA-Batterien braucht. Zudem fehlt meines Erachtens ein Aufbewahrungsbeutel für das Gerät und die 5 mitgelieferten Mundstücke. Aber mal abgesehen davon, macht das Gerät das wozu wir es gekauft haben.

Nachdem man die Power-Taste länger gedrückt gehalten hat, erfolgt die Kalibrierung während der ein schneller Countdown am Display angezeigt wird. Das dauert ca. 10 Sekunden. Dannach ist das Gerät einsatzbereit und zeigt das am Display durch die Anzeige 'blo' an.

Nun führt man das Mundstück an die Lippen und bläst so lange bis der Messwert angezeigt wird. Leider ist das Signal für die fertige Messung etwas schlecht zu hören, weshalb ich dann mit einem Auge auf das Display schiele.

Je nachdem ob die Messung eine Alkoholisierung feststellt oder nicht, wird unter dem Messwert eine rote oder grüne LED angezeigt. Allerdings konnte ich nicht feststellen, ob die grüne LED nur bei 0,00 Promille oder auch noch darüber bis zu einem bestimmten Wert leuchtet.

Die Obergrenze für die Messung liegt bei 1,99 Promille, wobei auch bei diesem Wert definitiv eine Fahruntüchtigkeit vorliegt. Ich persönlich könnte auch mit 0,4 Promille nicht mehr fahren. und bei uns in Österreich sind 0,5 Promille erlaubt.

Bei einem Versuch direkt nach dem Alkoholkonsum wurde die Obergrenze bereits erreicht, weil der Alkohol über die Schleimhäute an die Atemluft abgegeben wird. Auch längere Zeit nach dem Konsum ließ sich noch Alkohol feststellen. Erst etwa eine Stunde nach 1cl Schnaps wurde wieder 0,00 Promille angezeigt.

In wie weit die Messungen stimmen kann ich natürlich nicht sagen, aber ich erhalte durch das Gerät zumindest eine Information, ob das Beifahren bei einer Ausbildungsfahrt grundsätzliche eine gute oder eher schlechte Idee für den Fahrschüler und mich wäre.

Somit ist alles soweit in Ordnung, der Preis stimmt und mir fehlt lediglich ein Täschchen für die Aufbewahrung und eventuell Batterien, damit man den Alkoholtester gleich verwenden kann.

Zu bekommen ist der Tester direkt im Shop von Audew und auf Amazon


Donnerstag, 9. Mai 2019

GIRA Homeserver 3 - der schleichende Tod


Die Grundidee des GIRA Homeserver hat mir sehr gut gefallen, da sich damit wirklich viele Aktionen in der häuslichen Elektroinstallation umsetzen lassen, die ohne Programmierlogik einfach nicht machbar wären.

Unser GIRA Homeserver 3 (der schon seit Jahren EOL - End Of Life - ist, und bereits durch den GIRA Homeserver 4 abgelöst wurde)  steuert so gut wie jeden bereich des Hauses. Genauere Infos über die Funktionen, die ich mit dem Homeserver umsetzte findest du im Hausbau-Blog im Beitrag über KNX. Wir kümmern uns kaum mehr manuell um irgend welche Rollläden oder Beleuchtungen, denn das meiste läuft voll autonom ab. Zudem spricht unser Homeserver seit etwa zwei Jahren mit Alex unserer Amazon Echos im Haus. Näheres dazu findest du wieder in einem Beitrag in unserem Hausbau-Blog. So wurde der Komfort durch spezielle Routinen noch erweitert. Mit einem einzelnen Kommando werden nun morgens zum Frühstück die richtigen Rollläden geöffnet, bestimmte Beleuchtungen eingeschaltet, der Strom der Espressomaschine eingeschaltet, die aktuelle Außentemperatur und die kommenden Termine des Tages angesagt und schlussendlich unser Lieblingssender aufgerufen.

Es ist also offensichtlich, dass unser GIRA Homeserver bereits voll integriert war und es mehr als betrüblich ist, wenn er nicht funktioniert. Leider ist es aber nun so, dass die Hardware, die GIRA für ihre Homeserver verwendet nicht zwingend für einen 24/7 Betrieb über mehrere Jahre ausgelegt ist. Vor allem mit dem Power-Board, der Platine die das Mainboard und den Speicherchip mit Energie versorgt, dürfte es in sehr vielen Fällen Probleme geben.

Symptome

Unser Homeserver hatte in letzter Zeit immer wieder Probleme mit der Netzwerkverbindung. Die schob ich eigentlich auf den Provider und die Tatsache, dass der Server über eine Powerline-Verbindung mit dem Netzwerk verbunden ist. Ich dachte also nicht dran, dass es ein Problem mit dem Server selbst geben könnte.

In letzter Zeit kam es dann ab uns zu vor, dass der Server nach einem Update nicht wieder hochfuhr. Nach einem Ausschalten und Wiedereinschalten ging das aber dann, also dachte ich eher an ein Problem beim Booten, das womöglich durch die Update-Routine hervorgerufen sein könnte.

Auf den RTR-Displays stand plötzlich eine falsche Uhrzeit und ein falsches Datum, und wegen der falschen Zeit versagte die Rollladensteuerung komplett und öffnete alle Rollläden bereits um 4:30 morgens. Und das obwohl der Dämmerungssensor zu diesem Zeitpunkt sicher noch einen zu geringen Wert für das Öffnen sendete. Spätestens jetzt war ich leicht in Panik, weil es erstmals zu massiven Fehlfunktionen im System kam.

Zuletzt reagierte der Homeserver dann nicht mehr auf den Tastendruck des Power-Knopfes, wobei auch hier interessanter Weise der Klick am Druckpunkt des Schalters ausblieb. Hätte also auch der Taster sein können. Leider reagierte der Server auch nicht, nachdem ich die kleine Platine mit dem Schalter ausbaute und den Steuerkontakt direkt herstellte.

Das Gerät ließ sich nun unter keinen Umständen mehr starten und zeigte absolut keine Reaktion.

Die Fehlersuche

In meiner ersten Panik kontaktierte ich mal GIRA per Mail....auf diese Anfrage habe ich bis heute keine Reaktion erhalten, aber es ist ja auch erst zwei Wochen her. Eigentlich wollte ich ja nur wissen, ob es außer dem Mainboard noch andere Ursachen für das Verhalten geben könnte.

Nun wählte ich die Telefonnummer, die ich auf der GIRA Website fand und rief dort direkt in der Technik an. Der freundliche Techniker erklärte mir in kurzen Worten, dass die die Hardware des Homeserver 3 bereits seit 2012 End Of Life wäre, also nicht mehr supportet wird, und es aus diesem Grund auch nicht möglich wäre das Gerät zu ihnen einzuschicken. Es gäbe nur eine Lösung und zwar wäre das der Kauf des GIRA Homeserver 4 oder des GIRA Facility Server, die sich nur durch die Bauform und den Preis unterscheiden. Cool habe ich in diesem Zusammenhang die Aussage des Technikers gefunden, dass die Software des Homeserver lizenzfrei und kostenlos herunter zu laden wäre und man dafür nicht bezahlt. Man bezahlt nur für die Hardware, daher gäbe es auch keine Möglichkeit den HS3 kostengünstiger zu ersetzen als durch einen Neukauf. Lustig ist, dass die verwendete Industrie-Hardware beim HS3 und HS4 nicht mal 500 Euro Wert ist und dann mit einer Spanne von mindestens 1.300,- Euro verkauft wird. So kann man es auch machen.

Somit wäre laut GIRA die einzige Möglichkeit unser Smart-Home wieder zum Laufen zu bringen, die Neuanschaffung des rund 1.800,- Euro teuren HS4. Die Tatsache, dass die verbaute Hardware im HS4 bereits seit Anfang 2019 End Of Life ist und es daher auch nur Ersatzteile aus Restbeständen gibt machte mir die Entscheidung dahingehend jedoch nicht leicht.

Also begann ich mit einem Multimeter durchzumessen wo nun eigentlich die Spannung oder der Strom fehlen würden und stellte fest, dass am Anschluss des Mainboards keine Spannung anliegt und der Fehler daher bereits in der Platine davor liegen musste. Das machte mich ein wenig zuversichtlicher, da ich bis zu diesem Zeitpunkt auch schon auf der Suche nach einer alten VIA  Epia-LN Platine war, dem EOL Mainboard, das im Homeserver verbaut ist. Da das Linus des HS genau auf diese Hardware gebrandet ist, kann leider keine andere Hardware verwendet werden. Auf Aliexpress fand ich das Board gebraucht zu einem Preis von mindestens $ 180,- natürlich immer mit dem Risiko, dass die Platine nicht richtig funktioniert, die BIOS Einstellungen nicht passen oder einer der Treiber nicht passt, weil unter Umständen ein anderer Chip verwendet wurde.

Die Suche nach einer Lösung

Da sich die Power-Platine als Hauptschuldiger für meine Probleme nahezu aufdrängte, musst ich nun nach einer Lösung suchen, die einerseits günstig und andererseits dauerhaft wäre. Nun dürften die Platinen der Stromversorgung im HS3 oft wegen thermischer Belastung den Geist aufgeben. Also wollte ich eigentlich die Verwendung eines vergleichbaren Gehäuses vermeiden, auch wenn ich die niedrige Bauform des Gehäuses schätze, denn so lässt es sich bei uns im Verteilerschrank unterbringen. Um jetzt aber thermische Probleme auszuschließen wählte ich als Ersatz ein Cooler Master Cube-Gehäuse im Mini-ITX Faktor inklusive 120mm Lüfter und für Standard-ATX Netzteile geeignet. Das Thermaltake Netzteil ist mit über 500W wesentlich überdimensioniert, da der GIRA Homeserver 3 sich mit rund 20-30W begnügen würde. Hier war hauptsächlich der Preis und die Eignung zum Dauerbetrieb ausschlaggebend für die Entscheidung. In Summe habe ich nun knapp über 90 Euro ausgegeben.

Der Umbau der Komponenten war nun reine Formsache. Mainboard raus, Stromversorgungen kappen und alles im Cooler Master Gehäuse einbauen. Die Front-USB-Anschlüsse des Gehäuses habe ich sicherheitshalber nicht mit dem Mainboard verbunden, da es möglich wäre, dass es während des Bootvorganges mangels Treiber zu Problemen kommen könnte. Die beiden Anschlüsse an der Rückseite reichten bislang ja schließlich auch.

Nach dem Umbau ist mein GIRA Homeserver 3 nun doppelt so hoch wie ursprünglich und verfügt neben einem integrierten und belüfteten Netzteil auch über einen 120mm Lüfter an der Gehäuseseite, der die passiv gekühlten Komponenten nun wesentlich kühler hält als sie zuvor waren. Unser Homeserver hatte im Normalbetrieb meist eine Temperatur von 38-40° Celsius an der Gehäuse-Außenseite. Nun ist das Gerät nicht mal mehr handwarm. Ja dafür macht es jetzt Geräusche und braucht fast doppelt so viel Energie wie zuvor. Das sind zwar Mehrkosten beim Strom von fast 20 Euro pro Jahr, dafür aber gut 1.700,- Euro Einsparung, weil ich keinen neuen Homeserver kaufen musste. Und wenn durch den höheren Energieverbrauch die Elektronik des Servers länger halten sollte, dann sind mir die höheren Stromkosten mehr als recht.

Fazit

Ein Unternehmen wie GIRA sollte meiner Ansicht über den Support-Prozess von eigenen Produkten nachdenken. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein hochpreisiges Produkt wie der Homeserver nicht mehr supportet wird, weil das neue Gerät bereits am Markt ist und die Hardware EOL ist. End Of Life war das Zeug schon als ich es kaufte, nämlich bei VIA, dem Hersteller des Boards. Mein nächstes Projekt ist jetzt das Studieren der KNX-API. Vielleicht kann ich mir meine Logik in C# umsetzen und über Kurz oder Lang den Homeserver loswerden. Mir wäre ohnehin eine Lösung auf unabhängiger Hardware lieber, dann könnte ich mir ein Backup-Gerät anschließen und einfach umschalten, wenn wieder mal der Server ausfällt.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Bowflex Max Trainer M3i

Über viele Jahre haben Sabine und ich nun bereits einiges versucht um unser Gewicht in Griff zu bekommen. Und in den meisten Fällen haben unsere Bestrebungen zu den gewünschten Ergebnissen geführt.

Wir machten diverse Diäten und verbrachten unzählige Stunden im Fitness-Center. Was wir aus all den Bestrebungen gelernt haben ist, dass es keine Erfolge ohne Verzicht oder Anstrengungen gibt.

Die größten Fortschritte konnten wir mit einer 10-wöchigen ketogenen Diät erzielen. Damals reduzierte ich mein Gewicht um mehr als 10kg  mit lange anhaltendem Effekt. Es trat kein Jojo-Effekt ein. Allerdings ist nun Jahre später wieder fast alles an Gewicht zurück, weil wir nach der Diät unsere Ernährung nicht umstellten. Mit einer Umstellung hätte es auch nachhaltig was gebracht.

Da wir nun keine Einschränkung mehr in Form einer Diät haben wollen, und geringe sportliche Aktivität nicht ausreichen um den Status zu verbessern, sondern lediglich um diesen zu halten, suchte ich nach einer Alternative. Diese sollte eine sportliche Betätigung mit möglichst geringem Zeitaufwand und gutem Trainingseffekt sein. Das Training mit dem Ellipsen-Stepper Bowflex Max Trainer M3i verspricht genau das.

Dieses HIIT Trainingsgerät ist eine Kombination aus Ellipsentrainer (Crosstrainer) und Stepper und schont durch die flüssige Bewegung die Gelenke bei gleichzeitig hohem Energiebedarf.  HIIT steht für High Intensity Intervall Training, einer Trainingsform bei der sich intensive Traininigsphasen mit Relax-Phasen abwechseln. Bowflex hat sich hier auf 14 minütige Trainings spezialisiert. Und genau das hat mich am meisten angesprochen, weil es absolut keine Ausrede dafür gibt, um ein Training an einem Tag auszulassen.

Die Auswahl des Max Trainers

Vom Bowflex Max Trainer gibt es drei unterschiedliche Modelle. Diese unterscheiden im Wesentlichen nur in Bereich der Komfort-Ausstattung. Allen gemein ist das Trainingsprinzip, der grundsätzliche Aufbau, das coole Aussehen und dass sie nur sehr wenig Platz brauchen . Die Modelle M5 und M7 (und in naher Zukunft deren Nachfolger M6 und M8) haben folgende zusätzliche Features.

Bowflex Max Trainer M3i:

  • 8-stufige Magnetbremse mit manueller Verstellung
  • Herzfrequenzmonitor über Brustgurt (im Lieferumfang enthalten)
  • Matrixdisplay ohne Beleuchtung
  • 2 Userprofile
  • 14 Minuten Max Intervall Training / manuelles Training
  • Größe: 117,1 cm x 63,5 cm Grundfläche und 159,8 cm Höhe

Bowflex Max Trainer M5i - Unterschiede zum M3:

  • 16-stufige Magnetbremse mit elektrischer Verstellung (feinere Abstufung der 8 Stufen vom M3)
  • 6 zusätzliche Workout Programme
  • Herzfrequenzmessung über Handgriffe
  • Matrixdisplay mit Beleuchtung
  • Bluetooth + kostenlose Tracking App
  • hochwertige ergonomische Griffe
  • hochwertigere Pedalmatten
  • Gehäuseteile silber statt schwarz
Bowflex Max Trainer M7i - Unterschiede zum M5:
  • 20-stufige Magnetbremse mit elektrischer Verstellung
  • 2 zusätzliche Workout Programme
  • Handgriffe in Fitness-Center Qualität mit spezieller Formgebung
  • Sportperformance Pedale
  • 2 zusätzliche Userprofile
  • komplettes Gehäuse silber
  • volldigitales Display
  • Tabletthalter
  • etwas Größer: 124,5cm x 77,5 cm Grundfläche und 166,4 cm Höhe
Wir haben uns für den Bowflex Max Trainer M3i entschieden, weil meiner Meinung nach der Aufpreis von jeweils 700,- Euro je Modell für die relativ geringen zusätzlichen Features nicht gerechtfertigt ist. Natürlich würde mir das Topmodell gut gefallen, aber der Preis ist dann doch mehr als doppelt so hoch. Dabei ist das wichtigste Feature schon ab dem M3 an Bord, nämlich das 14-Minuten High Intensity Intervall Training, und die grundsätzliche Konstruktion ist vergleichbar mit dem Topmodell.

Der Zusammenbau des Max Trainers

Die Lieferung erfolgte innerhalb von nicht ganz zwei Wochen mit dem Paketdienst. Das Gerät wird in zwei Paketen verpackt geliefert. In einem Paket befindet sich der Body, der auf einer Holzplatte befestigt ist. Im zweiten Paket befinden sich die restlichen Teile, die Anleitungen sowie sämtliche Schrauben und Werkzeuge, die zum Aufbau benötigt werden. 
Der Aufbau ist nicht besonders kompliziert und wird ausführlich und in deutscher Sprache erklärt. Allerdings muss man einige Handgriffe zu zweit erledigen, weshalb der Aufbau nicht alleine gemacht werden sollte. Vor allem um den Body auf das Grundgestell zu stellen sollten zwei Personen Hand anlegen, auch wenn der Body nicht besonders schwer ist, ist es wesentlich einfacher und sicherer. Außerdem besteht während des Aufbaus das Risiko sich an manchen Stelle einzuklemmen, weil die Verkleidungen erst nach und nach geschlossen werden.

Nach knapp 40 Minuten war der Max Trainer zusammengebaut und einsatzbereit.

 Die Einstellungen

Der Bowflex Max Trainer M3i ist besonders leicht zu bedienen. Am rechten Handgriff kann man den Widerstand durch Drehen des Griffes in 8 Stufen einstellen.

Die beiden Userprofile lassen sich leicht anpassen. Dazu muss man lediglich das Userprofil anwählen (durch Drücken der 'USER' Taste) und dann die 'USER' Taste lange drücken. Nun kann man das Alter, das Geschlecht, das Gewicht und die Körpergröße einstellen.

Für die Trainingseinheiten kann man die Dauer der Intensivphasen und die Dauer der Relaxphasen sowie das Trainingsziel in Kalorien/Minute einstellen. Dieses Training wird später durch Druck auf den 'MAX' Button abgerufen. Das ist auch schon alles was man einstellen kann. Alles Andere ergibt sich während der Benutzung des Trainingsgerätes.


Das Training

Um das Max-Training zu starten muss man nur auf die 'MAX' Taste drücken. Daraufhin wird auf der Kalorien-Anzeige durch LEDs ein zu erreichender Sollwert angezeigt. Man muss nun die Geschwindigkeit so wählen, dass sich der Zeiger in dem angezeigten Bereich befindet. Jede Intensiv-Phase wird durch eine Relax-Phase abgelöst. Nach 14 Minuten ist das Training vorbei und die verbrauchten Kalorien werden in roten Zahlen angezeigt.

Jede Phase wird durch einen 3-sekündigen Countdown eingeleitet. Dieser Countdown motiviert noch mal zusätzlich alles zu geben. Außerdem sind die einzelnen Abschnitte vond er Dauer her überschaubar und dementsprechend zu schaffen.

Das Training selbst ist sehr intensiv und geht ganz schön an die Substanz. Ich hätte nicht gedacht, dass 14 Minuten Training so anstrengend sein können. Wobei meiner Meinung nach die Relax-Phasen fast schon schwieriger zu halten waren, weil man die flüssige Bewegung eher langsam halten muss. Am nächsten Tag spürte ich meine Muskeln vor allem in den Beinen schon ziemlich. Bei geringem Widerstand trainiert man hauptsächliche die Beinmuskulatur und bei steigendem Widerstand braucht es dann auf jeden Fall auch die Arme. Vor allem für die intensiven Trainingsphasen. Dadurch wird der ganze Körper trainiert, von den Beinen bis zur Schulter.

Ergebnis

Wie erfolgreich das Training sein wird, weiß ich in rund 10 Wochen, denn so lange werde ich jetzt mal  täglich 14 Minuten lang mit dem Max Trainer trainieren. Dann gibt es einen Zwischenbericht mit Körpermaßen und entsprechenden Vergleichen. Spätestens dann wird klar sein, ob sich die Investition gelohnt hat.

Donnerstag, 7. März 2019

Eurowings und der Flug in die Service-Wüste

Gleich vorweg muss ich sagen, dass bislang wirklich alles geklappt hat mit der Eurowings. Wir sind schon oft mit dieser Airline geflogen und hatten bisher keinen Grund zur Beschwerde. Allerdings sind wir bekannter Maßen auch keine Leute die sich beschweren, wenn es nicht wirklich große Probleme gibt.

Und genau das ist jetzt der Fall. Wir kommen im Moment in den zweifelhaften Genuss, regelmäßig mit der sogenannten Hotline der Eurowings zu telefonieren. Der Grund dafür ist einfach, aber umso unverständlicher für uns. Aber dazu gleich mehr.

MitarbeiterInnen in Call-Centern und auch jene in den dahinter arbeitenden Fachabteilungen sehen sich nicht mehr als Dienstleister, sondern pochen auf ihr Recht als MitarbeiterIn und als Person. Dabei vergessen sie nur zu gerne, dass die Anrufer ihre Freizeit wegen solcher Probleme opfern müssen. die Anrufer werden nicht dafür bezahlt mit den Leuten der Hotline zu telefonieren. Kundinnen und Kunden haben das Gefühl gegen eine Wand anzurennen, denn die Zeiten in denen Kundinnen und Kunden noch Könige waren sind längst vorbei. In Zeiten in denen man an jeder Ecke um sein Recht als Verbrauchen kämpfen muss, liegt es mir am Herzen meine Erfahrungen mit anderen Usern zu teilen.

Was bisher geschah

Wir hatten eine Flugreise mit unseren Kindern nach Florida geplant. Da diese im Spätsommer stattfinden soll und wir gerne frühzeitig buchen, kaufte ich die Tickets bereits Ende Dezember und musst natürlich die Tickets auch gleich bezahlen. Mit über 5.000,- Euro kein Schnäppchen mehr, aber wir wollen ja verreisen, also soll der Preis hier kein Thema sein.

Ich erhielt wenige Minuten nach der Buchung die Buchungsbestätigung in der die Flüge - wir fliegen mit Zwischenlandung in Düsseldorf - und die auf den entsprechenden Flügen reservierten Sitzplätze angegeben waren, die Flüge wurden ind er APP angezeigt und das Geld wurde vom Konto abgebucht. Für mich war somit alles in Ordnung.

Nur durch Zufall checkte ich am 28.2.2019 in der App unsere Flugreise und musste feststellen, dass die Sitzplatzreservierungen meiner Familienmitglieder für den letzten Flug von Düsseldorf nach Wien nicht mehr angezeigt wurden. Also versuchte ich die Plätze wieder zu reservieren und erhielt die Information über die App, dass in dem Flugzeug nicht mehr ausreichend Sitzplätze zur Verfügung stehen würden.

Was ich nicht sofort, sondern erst nach meinem ersten Anruf bei der Hotline erkannte war, dass sich nicht die Reservierung der Plätze sondern der Flug geändert hatte. Wir wurden auf einen späteren Flug umgebucht und das obwohl der Flug zu diesem Zeitpunkt bereits ausgebucht war. Zudem wurden wir darüber nicht in Kenntnis gesetzt, erhielten kein Mail, keinen Anrufen, einfach keine Information.

Der erste Kontakt zur Hotline am 28.2.2019

Zuerst dachte ich an einen Fehler in der App und rief bei der Hotline der Eurowings an. Die Dame war freundlich, aber in ihren Möglichkeiten eingeschränkt, da sie mir zwar bestätigen konnte, dass die Sitze nicht reserviert werden könnten weil nicht mehr ausreichend Plätze zur Verfügung standen, jedoch keine Lösung anbieten konnte. Sie versuchte mir zu erklären, dass es sich um einen Maschinentausch zu einer kleineren Maschine handelte und das passieren könnte. Ihr Lösungsansatz war, dass wir einfach mal fliegen sollten und am Flughafen in Düsseldorf bei der Heimreise dann einfach schauen sollten ob Plätze frei wären. Es gäbe immer wieder Leute die den Flug nicht antreten würden, wodurch Plätze frei würden. Sollten keine Plätze frei sein, dann müsste ich alleine fliegen (und ja ich müsste fliegen, da ich ja einen reservierten Platz habe) und meine Familie bliebe zurück in Düsseldorf wofür wir dann eine Erstattung des Flugpreises erhalten würden. Sie würde aber noch die Fachabteilung kontaktieren und versuchen spätestens nächsten Tag noch eine andere Lösung anzubieten.

Der zweite Kontakt zur Hotline am 1.3.2019

Nachdem kein Anruf kam, ich aber trotzdem eine Lösung wollte, rief ich erneut bei der Hotline an. Interessant war, dass laut der Aussage der ebenso freundlichen Dame am Vortag nichts weiter passiert wäre. Auch sie versuchte mir das Märchen des Maschinentauschs aufzutischen. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sich die Flugnummer geändert hatte und es sich nicht um einen Tausch des Fluggeräts, sondern um eine Umbuchung auf einen anderen Flug handelt. Meiner Bitte mit jemanden sprechen zu dürfen der sowohl die Kompetenz als auch die Berechtigung besäße um mir zu helfen wurde nicht nachgekommen. Jedoch erklärte mir die Dame, dass ohnehin nur was getan werden könne, wenn ich mich schriftlich an die Fluglinie wenden würde. Sie würde 30 Minuten nach unserem Telefonat ins System sehen und meine Mail rauspicken, um diese zur Fachabteilung weiterzuleiten. Was sollte ich also anderes tun als ein Mail zu schreiben.

Der dritte Kontakt diesmal per Mail am 1.3.2019

Also schrieb ich ein Mail mit der Darstellung des Sachverhaltes und mehreren Lösungsvorschlägen, die von unserer Seite aus akzeptabel wären. Und da mir die Dame an der Hotline ja versicherte mein Mail sofort weiter zu leiten, legte ich noch die Bitte einer schnellen Bearbeitung innerhalb von 24 Stunden und meine Telefonnummer bei.

Der vierte Kontakt jetzt wieder zur Hotline am 2.3.2019

Wieder eine freundliche Dame, und wieder keine Berechtigungen eine Lösung für mein Problem herbei zu führen. Aber diese Dame hatte zumindest mal Verständnis für mein Dilemma bekundet und mir versprochen gleich am Montag mit meinem Anliegen zu ihrem Vorgesetzten zu gehen, damit dieser sich des Problems annehmen könne. Auf meine Frage wie lange das dauern würde, sagte sie, dass das Problem im Laufe der Woche gelöst sein müsste. Also sagte ich ihr, dass ich am Mittwoch der kommenden Woche wieder anrufen würde.

Der fünfte Kontakt zur Hotline am 6.3.2019

Wie versprochen rief ich am 6.3.2019 wieder an, nur um zu erfahren, dass in der Angelegenheit nichts passiert ist. Aber der diesmal männliche und ebenso freundliche Mitarbeiter versprach mir sich sofort mit der Fachabteilung auseinander zu setzen und mich noch im laufe des Tages zurück zu rufen. Oder zumindest würde ich einen Anruf aus der Fachabteilung erhalten. Euch jetzt raten zu lassen ob ich angerufen wurde, wäre eigentlich lächerlich, da ihr es sicher schon vermutet habt, dass natürlich niemand von Eurowings bei mir anrief. Das traurige daran ist, dass ich mir fast sicher bin, dass nicht einmal eine entsprechende Fachabteilung gibt, die mehr ausrichten kann am System als die Call-Center-MitarbeiterInnen, ich aber immer mit dem Bullshit vertröstet werde, dass sich aus dieser ominösen 'Salzamt'-Abteilung jemand kümmern würde. Wie auch immer, wartete ich natürlich wieder 24 Stunden ab bevor ich mich wieder meldete.

Der sechste Kontakt zur Hotline am 7.3.2019

Diesmal bekam ich wieder eine freundliche Dame an den Hörer, die mir die gleichen sinnbefreiten Floskeln über die Telefonleitung  schickte, wie ihre Kollegen an den Tagen davor. Sie könne keine Sitze reservieren, sie könne den Flug nicht ändern und sie werde es an die Fachabteilung weiterleiten. Ich möge ihr doch bitte meine Telefonnummer für einen Rückruf hinterlassen, damit sie sich sofort melden kann, wenn die Fachabteilung den Fall abgeschlossen hat. Das könnte noch im Laufe des Tages sein, aber sicher innerhalb der nächsten sechs Wochen. Echt jetzt? 6 Wochen? 42 Tage?
Wenn einer meiner Mitarbeiter mir erklärt, dass er für einen Aufgabe wie diese, die langsam ausgeführt in etwa 10-20 Minuten Bearbeitungszeit benötigt, bis zu 6 Wochen benötigt, dann muss ich mich wohl oder übel von diesem Mitarbeiter trennen. Denn so eine Person ist wirtschaftlich nicht tragbar. Bei einer Fluglinie sehen die Verantwortlichen das jedoch scheinbar anders. Wie auch immer führte mich das nun zu meinem nächsten Kontaktversuch.

Der siebente Kontakt diesmal wieder per Mail auch am 7.3.2019

Mittlerweile hat mich die Geduld verlassen, weil ich für dieses Blockadeverhalten absolut kein Verständnis aufbringen kann. Daher schrieb ich erneut ein Email an die Email-Adresse der Eurowings service@eurowings.com . Darin beschrieb ich erneut den Sachverhalt und führte auch wieder Lösungsvorschläge an. Zusätzlich gab ich diesmal auch die Information über meine Liebe zum Schreiben und zur Öffentlichkeit bekannt. Und auch wenn es den MitarbeiterInnen der Eurowings ziemlich egal sein wird, weil die sich vorrangig um bessere Dienstverträge und Arbeitsbedingungen bemühen müssen, so sind reale negative Erfahrungen im Netz ein herber Schlag für Unternehmen die Ihre Dienstleistungen vorwiegend online verkaufen. Es gibt bereits einige wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema, die versuchen die Kosten für ein Unternehmen in Zahlen zu fassen, die anfallen, um negative Erfahrungsberichte von Kunden durch Marketingmaßnahmen zu egalisieren. Auch wenn ich selbst nichts davon habe, so ist der Schaden durch negative Stimmungen im Netz enorm.

Die Lösung

Lästig sein zahlt sich aus, denn am 8.3.2019 kam nun endlich ein Mail von Eurowings in der sie sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigten und die positive Erledigung meiner Beschwerde bestätigten. Nahezu gleichzeitig kam die neue Buchungsbestätigung nun auch wieder mit zugewiesenen Sitzplätzen. Somit ist nun alles in Ordnung. Schade ist nur, dass es erst nötig war mehrfach anzurufen, zu schreiben und den Hinweis über negative Berichterstattung in den Raum zu stellen. Hier besteht durchaus Potential für Verbesserungen.


Mittwoch, 20. Dezember 2017

Zhiyun Q3 Smooth - 3-Achsen Stabilisator

Ich wollte so ein Gerät haben, um meine Kinder beim Skifahren zu filmen und mit Ihnen dann diese Aufnahmen gemeinsam ansehen zu können und eventuell ein paar Verbesserungen beim Fahrstil zu schaffen. Da probierte ich zuvor mit meinem Handy und dann mit meiner Action Cam. Der Nachteil bei beiden Varianten war, das wackelige Bild und vor allem die Tatsache, dass ich beim Vorbeifahren das Objektiv nicht ordentlich auf die gefilmten Personen ausrichten konnte. Also bestellte ich mir dieses Gimbal-Teil.

Lieferung war schnell und beim Auspacken machte das Gerät einen sehr guten Eindruck. Untergebracht in einer ordentlichen Tasche, mit einer ausführlichen Anleitung auf Englisch und einem Ladekabel.

Das Gerät hat eine gute Haptik, fühlt sich wertig und gut an und lässt sich leicht halten, durch den massiven Griff. Zudem gäbe es eine Möglichkeit das Smartphone über einen USB-Ausgang mit Strom zu versorgen, was natürlich zu Lasten der Gimbal-Laufzeit geht.

Für die Grundsätzliche Nutzung braucht es keinerlei Vorbereitungen, da man das Gerät nach dem Einlegen des Smartphones einfach einschalten muss und es nach Aktivierung des Ausgleichs sofort das Smartphone stabilisiert. Hier kann man den Joystick am Griff nutzen, um die Lage zu justieren. Nett, aber nicht das was ich brauchte.

Um aber die erweiterte Funktionalität nutzen zu können, muss man die App installieren. Diese gibt es im Playstore zum kostenlosen Download. Dieser App muss man so gut wie alle Rechte auf dem Phone freischalten, weil sie nicht nur auf Kameras und Mikrofon sondern auch noch auf die Anrufverwaltung, Nachrichten und so weiter reagieren will. Wozu man dann eine Freigabe 'darf Anrufe tätigen' braucht, weiß ich allerdings nicht. Nun bin ich kein besonderer Freund von speziellen App, die das machen, was andere Apps (Kamera) bei meinem S8 ohnehin perfekt machen, aber ohne geht es leider nicht.

Also installierte ich die App und verband den Stick damit, was wenigstens schnell und problemlos
klappte. Nun kann man vom Stick aus direkt zwischen den Kameras (Front / Hauptkamera) umschalten, digital zoomen, auswählen ob man Videos oder Fotos machen möchte und nicht zuletzt die Aufnahme starten und stoppen. Natürlich lässt sich mit dem Joystick auch weiterhin der Winkel und die Position nachführen. Das alles klappt auch wirklich gut, was meiner Meinung nach bis hier hin absolute Zufriedenheit bedeuten würde.

Der erste Dämpfer für mich kam bei der Kalibrierung, denn diese klappte mit meinem S8 zumindest nicht. Dazu muss man in der App den Punkt Kalibrierung aufrufen und dann in 6 Schritten das Gimbal in verschiedenen Lagen auf eine ebene Fläche, wie die Tischplatte legen. Sobald eine Lage eindeutig identifiziert wurde, wird sie gespeichert und man muss es in die nächste Lage bringen. Und genau das funktionierte bei mir leider nicht. Der erste Schritt wurde noch erkannt und das Symbol wurde grün. Der zweite Schritt wurde schon nicht mehr erkannt und ich musste die Kalibrierung nach mehreren Versuchen und knapp 30 Minuten  erfolglos abbrechen. Keine Ahnung woran das liegt.Auch mit der aktuellsten Version vom 20.12. klappt die Kalibrierung einfach nicht.

Wobei die Kalibrierung für mich noch kein großes Problem darstellte, nachdem das Gerät ohnehin ordentlich kalibriert zu sein schien. Viel schlimmer wo für mich die Tatsache, dass ein Fokussieren auf eine Person in der App nicht ordentlich funktioniert. Dazu gibt es grundsätzlich ein Symbol links unten auf dem Screen. Drück man dieses, dann kann man ein Ziel auswählen, das dann in weiterer Folge verfolgt wird, indem man ein Quadrat darüber zieht. Also nicht einfaches Antippen, sondern tippen und ziehen. Genau diese Funktionalität ist für mich der Kaufgrund für ein derartiges Gerät gewesen. Ist ein Objekt fixiert, dann führt das Gimbal die Kamera dem Objekt nach. Das klappt aber wirklich nur dann gut, wenn sich das gewählte Objekt stark von der Umgebung abhebt. In meinem Fall geht es, weil ich Personen mit Skikleidung in kräftigen Farben auf weißem Hintergrund filme. Bewegt sich aber eine Person vor einem Wald, dann hilft die bunteste Skikleidung nichts mehr, weil dann das Gerät wie wild nach dem Objekt sucht und im schlimmsten Fall komplett aus der Spur gerät und schlussendlich mit dem Smartphone wie ein gestörter Roboter am Griff anschlägt....immer und immer wieder.

Also klappt es für meine Anwendung in den meisten Fällen gut, aber eben weit entfernt von perfekt. Und ein weiterer Mangel bremst meine Euphorie ein wenig: Die App ist ein Akkufresser. Mir ist schon klar, dass ein Smartphone beim Filmen mehr Strom benötigt als sonst, aber ich denke doch, dass nach 40 Minuten Filmen ein voller S8 Akku nicht komplett leer gesaugt sein sollte. Nun ist mir auch klar, warum es eine Power Bank Funktionalität bei dem Gimbal gibt, denn einige Smartphones würden sonst vermutlich nach wenigen Minuten den Geist aufgeben.

Der 3-Achsen Griff ist meiner Ansicht nach wirklich gut verarbeitet und macht auch genau das, was ich mir erwartet hätte, aber wie schon so oft bei günstigeren Nachbau-Produkte krankt es an der App, die alles Andere als ausgereift ist. Derzeit bin ich auf der Suche nach einer funktionierenden App für dieses Gerät, denn der Preis für die Hardware ist meiner Ansicht nach sehr fair.

4 von 5 Sternen


Dienstag, 12. Dezember 2017

MLITER Kaffeemaschine - Fast ein Caffé Americano

Es gibt viele Arten Kaffee zuzubereiten. Mir persönlich schmeckt Espresso aus der Barista-Maschine am besten, allerdings trinke ich auch gerne den 'gewöhnlichen' Espresso aus dem Vollautomaten. Filterkaffee ist eigentlich weniger mein Ding. Nach dem letzten USA-Aufenthalt hat sich das aber in wenig geändert. Da es in den USA nur sehr selten Barista-Espresso gibt, und man sich in den meisten Fällen mit Kaffee aus der überdimensionalen Filterkaffeemaschine zufrieden geben muss, stellte ich fest, dass der Filter-Kaffee oft bekömmlicher war, als die gleiche Menge Espresso.

Ja ich trinke viel Kaffee, an vielen Tagen sind es schon mal 10 Espresso oder mehr. Dieser Kaffeekonsum schlägt sich ab und zu schon mal auf den Magen. Nun sind Filterkaffees nicht zwingend besser für den Magen, aber es kommt doch wesentlich mehr Wasser auf die gleiche Menge Kaffee. Filterkaffee wir leider meistens aus gemahlenem Kaffee gebrüht. Will man frisch gemahlenen Kaffee, dann braucht man zusätzlich noch eine Kaffeemühle. Also alles nicht ganz einfach.

Für Freunde des Filterkaffees gibt es mit solchen Maschinen wie dieser hier eine durchaus brauchbare
Lösung für das Problem. So schlägt man nämlich gleich drei Fliegen mit einer Klappe. Diese Maschine besitzt einen Timer, ein integriertes Mahlwerk und einen Dauerfilter. Dazu später mehr.

Geliefert wurde die Kaffeemaschine in einem nicht allzu großen Karton. Im Lieferumfang war außer der Kaffeemaschine nur noch die dazugehörige Glaskanne, der Portionierer und eine Betriebsanleitung. Die Maschine war gut geschützt für den Transport.

Die MLITER Maschine besteht aus einem Hauptgerät, einer herausnehmbaren Mahleinheit mit integriertem Tropfstopper, wenn
die Kanne aus der Maschine entnommen wird, einem entnehmbaren Dauerfilter und der Glaskanne.

An der Vorderseite ist eine einfache Bedieneinheit bei der man die Uhrzeit einstellen, und dann einen Einschaltzeitpunkt programmieren kann. So besteht die Möglichkeit sich morgens mit dem Duft von frisch gemahlenem und gebrühtem Kaffee wecken zu lassen. Zu dem gibt es zwei Tasten für die Auswahl ob man die Maschine mit gemahlenem Kaffee oder mit Kaffeebohnen befüllt hat. Die Programmierung ist einfach und auch ohne Bedienungsanleitung zu schaffen. Vor der ersten Verwendung rate ich 2-3 Mal eine komplette Kanne voll Wasser ohne Kaffee durchlaufen zu lassen, um einen etwaigen Kunststoffgeschmack im Kaffee zu vermeiden. Anfangs riecht die Maschine auch noch ein bisschen nach Plastik. Nach einer halben Stunden und rund 2 Liter Wasser war der Geruch verflogen. Im ersten Kaffee schmeckte und roch ich zumindest kein Plastik.

Um nun zu frischen Filterkaffee zuzubereiten genügt es frisches Wasser in den eingebauten Wasserbehälter zu füllen und in den Dauerfilter eine entsprechende Menge Bohnen zu geben. Jetzt nur noch die Zeit programmieren und fertig.

Wer nun hofft, morgens durch den intensiven Geruch von frisch gebrühtem Kaffee zu erwachen, wird vermutlich ein wenig enttäuscht sein, dass die eingebaute Kaffeemühle ziemlich laut ist. Sollte man das Bett also in geringer Entfernung zur Küche haben, so wird man vermutlich bereits durch das Mahlgeräusch aus dem Schlaf gerissen. Der panische Sprung aus dem Bett, und die Suche nach der Ursache für den Lärm fällt vermutlich nach den ersten Tagen mit der Maschine weg, weil man nach einiger Zeit weiß, was den Lärm verursacht.

Die Mühle mahlt den Kaffee sehr fein und nach Bedarf jedes Mal frisch. Nachdem der etwa 1-minütige Mahlvorgang beendet ist, beginnt die Maschine mit dem Brühen. Klassischer Filterkaffe eben. Nach etwa 10 Minuten ist der Filterkaffee fertig in die Kanne gelaufen und bleibt dort für ca. 40 Minuten lang warm gehalten, obwohl sich die Heizplatte bereits nach etwa 30 Minuten ausschaltet.

Der Kaffee ist wirklich mehr als in Ordnung. Selbst für mich als Espresso-Trinker ist dieser Kaffee durchaus eine vorübergehende Alternative, wenn auch kein völliger Ersatz. Die Wassertemperatur ist offensichtlich sehr gut gewählt, da der Kaffee aromatisch und nicht zu bitter wird. Das liegt natürlich auch am frischen Mahlen. Außerdem ist die Heizplatte nicht zu heiß, was ein schnelles bitter werden ebenfalls reduziert. Auf heißen Wärmeplatten neigt der Filterkaffee oft zu einem schnellen Aromaverlust. Ich bin fast geneigt zu sagen, dass der Kaffee geschmacklich ein bisschen was von einem Caffé Americano hat, also wie ein mit Wasser gestreckter Espresso schmeckt. Rund und vollmundig. Natürlich kommt es auf den Kaffee an - ich verwende den Jacobs Momente Crema Classico

Um die Brüheinheit zu reinigen, kann man diese komplett aus der Maschine entnehmen und sie entleeren. Natürlich bleibt hier gerne man ein Rest Kaffeesatz übrig, den man dann über das Spülbecken entsorgen muss. Ich habe sowohl den Brühteil als auch den Dauerfilter in den Geschirrspüler gegeben, und beide haben das unbeschadet überstanden.

Der Dauerfilter ist übrigens fein genug, um kaum Kaffeesatz durch zu lassen. Das erkannt man anhand einer geleerten Tasse, in der sich nach dem Trinken kaum Satzreste befanden. Dieses Filtersystem ist toll, weil es keinen Müll verursacht. Man kann den Satz einfach in den Biomüll entleeren, den Filter spülen und das nächste Mal wieder verwenden.

Für Freunde des Filterkaffees mit einer Neigung zu frisch gemahlenen Bohnen ist diese Maschine durchaus eine Empfehlung, obwohl es vermutlich noch etwas praktischer wäre, wenn die Maschine über einen eingebauten Bohnenbehälter verfügen würde. Dennoch ist vor allen der Preis ein Argument, weil ja auch bereits die Mühle eingebaut ist und man so zwei Geräte in einem bekommt.

5 von 5 Sternen


Montag, 11. Dezember 2017

Sous Vide Garen mit dem OMorc Stick

Obwohl ich gerne koche, hatte ich bis vor kurzer Zeit noch nichts vom Kochen unter Vakuum gehört. Eigentlich kam ich zum Sous Vide Garen, weil ich die perfekten Steaks am Griller zubereiten wollte. Da es dort sehr schwer ist die perfekte Garstufe zu erreichen, versuchte ich es mit dem Einschweißen der Steaks in Vakuum. Dann legte ich die Steaks in ein Wasserbad im Backofen und versuchte den Ofen so einzustellen, dass die Temperatur bei konstant 58 Grad Celsius lag. Bei dieser Temperatur ließ ich die Steaks zwei Stunden lang im Wasserbad liegen. Danach legte ich sie auf den sehr heißen Griller, wo ich mit ein paar Räucherchips zusätzlich eine Rauchnote ans Fleisch brachte. Die  Steaks waren absolut perfekt.

Der Vorteil vom Sous Vide Garen ist, dass die Lebensmittel unter Vakuum kaum an Saftigkeit verlieren, weil die Flüssigkeit im Kern erhalten bleibt. So ist der Geschmack meist wesentlich intensiver als beim herkömmlichen Kochen. Das liegt im Prinzip auf der Hand, denn wenn ein Stück Rindfleisch in der Suppe gekocht wird, dann werden die Fleischaromen teilweise an die Suppe abgegeben, was in diesem Fall ja auch so gewünscht wird. Zudem kann man die Lebensmittel langsamer und damit schonender erhitzen. Bei Fleischgerichten machte ich die Erfahrung, dass das Fleisch wesentlich zarter wird und bei Gemüse zerkocht sich die Struktur des Gemüses nicht so, wie es beim Kochen im Wasser oft der Fall ist.

Alles in Allem schmecken Speisen die Sous Vide gegart werden intensiver und natürlicher. Vermutlich enthalten sie auch noch mehr Vitamine, aber das kann ich nicht bestätigen, weil man das nicht schmecken kann :-)

Nachdem das garen im Backrohr recht gut geklappt hat, jedoch im Bezug auf die Einstellung und das halten einer genauen Temperatur mehr als mühsam war, war der nächste logische Schritt die Anschaffung eines Sous Vide Sticks. Diese Sticks arbeiten nach dem Prinzip eines, aus früheren Zeiten bekannten, Wasserkochers, haben jedoch eine ausgeklügelte Regelelektronik an Bord.

Also bestellt und ausgepackt. Im Lieferumfang war neben dem Stick auch noch eine Halterung für die Topfmontage und eine Bedienungsanleitung auch mit Deutscher Sprache.

Der Kochstick ist monumental groß und besteht aus einem, unter einer Blechabdeckung versteckten, Heizstab, einem ebenfalls dort befindlichen
Quirl und einem Temperaturfühler, der neben dem Heizstab die Temperatur überwacht. An der Oberseite des Griffs befindet sich die Regelelektronik mit den entsprechenden Bedienelementen. Dort lässt sich mit einem Klick die Temperatur von Fahrenheit auf Grad Celsius wechseln.

Die Einstellungen, die für das Kochen notwendig sind, lassen sich mit einer Taste und einem seitlichen Scrollrad erledigen. Dazu wählt man zuerst die gewünschte Kochtemperatur und dann in weiterer Folge die Kochzeit. Sobald man das gemacht hat genügt es den Play-Button zu drücken und es geht los.

Der Sous Vide Stick beginnt langsam aber kontinuierlich mit dem Aufheizen des Wassers, wobei der Quirl die Wärme sehr gut im Topf verteilt. Sobald die Solltemperatur erreicht ist, beginnt der Timer zu laufen. Der Stick hält die Temperatur perfekt bis die eingestellte Zeit abgelaufen ist. Das wir auch permanent an dem Digital-Display angezeigt. Stichprobenartige Überprüfung der Temperatur ergab eine geringe Abweichung von der Solltemperatur von etwa 0,8 Grad Celsius, obwohl man hier auch dem Infrarot-Thermometer eine entsprechende Messungenauigkeit vorwerfen könnte.

Die Bedienung des Sticks ist denkbar einfach und die Verwendung und Reinigung ebenso. Vor allem, weil beim Sous Vide Garen ja nur Wasser in Kontakt mit dem Stick kommt. Zudem ist ein Vorteil, dass man theoretisch keine Kochplatte braucht, weil man den Stick ja in jeden beliebigen Topf an jedem beliebigen Ort mit Stromanschluss einhängen kann. Der Topf muss allerdings groß genug sein, da der Stick wie bereits erwähnt riesig ist.

Nun noch ein paar Worte zur Haptik. Der OMorc Stick liegt schwer und wertig in der Hand. Allerdings vermittelt das seitliche Scrollrad ebenso wie die flackernde Temperaturanzeige nicht ganz den hochwertigen Eindruck, den ich mir erwartet hätte. Jedoch darf man hierbei nicht außer Acht lassen, dass es sich bei diesem Modell um ein Gerät handelt, das nicht mal die Hälfte von vergleichbaren 'marken-Produkten' kostet. So gesehen, darf es kleine Unpässlichkeiten geben, die man so auch eher verzeihen kann.

Meiner Meinung nach bekommt man mit diesem Modell genau das, was von einem Sous Vide Stick zu erwarten ist, und das auch noch zu einem vernünftigen Preis. So lässt sich diese Arte zu Kochen ausprobieren. Allerdings sollte man dabei bedenken, dass man auch einen Vakuum-Schweißgerät braucht, weil der Stick sonst eigentlich keinen Sinn macht. und noch etwas gibt es zu bedenken: Die Anschaffung eines Dampfgarers, der zwar wesentlich teurer ist, ist auf jeden Fall sinnvoller. Sollte ein Dampfgarer eine Option sein, dann gäbe es für mich nichts zu überlegen, allerdings haben wir keinen Platz für einen Dampfgarer, weshalb dieser Stick die beste Möglichkeit zum vernünftigsten Preis war.

5 von 5 Sternen