Freitag, 10. Januar 2020

MELOFUN Powerbuds - wireless Earpods

Mein Sport-Headset dürfte nach fast vier Jahren intensiver Nutzung langsam den Geist aufgeben. Zumindest hält der Akku nicht mehr so lange wie er schon hielt. Auf der Suche nach einem Ersatz wollte ich eigentlich wieder ein Modell mit Nackenband kaufen, weil ich damit sehr zufrieden war. Da meine Tochter seit Weihnachten allerdings Earbuds hat und mit denen sehr zufrieden ist bezog ich die in meine Suche ein.

Die Wahl fiel auf dieses Modell weil die Earbuds laut Beschreibung IP5X geschützt sein sollen, was für die Verwendung beim Laufen ein Must-Have ist. Schließlich laufe ich auch mal bei Regen und das Schwitzen lässt sich auch nicht ganz ausschließen. Zudem sah die Produktpräsentation sehr professionell aus. (Ja auch darauf lege ich Wert, weil es oft einiges über den Anbieter aussagt)

Lieferung schnell, Verpackung top - das können auch Markenhersteller nicht mehr besser machen. Der Lieferumfang ist sehr gut. Die Earbuds stecken in einer Ladeschale mit Magnetverschluss, die eine angenehm wertige Oberfläche besitzt. Obwohl ich Gold nicht so gerne mag, wirkt es in Kombination mit dem grauen Softtouch-Material recht gut. Zudem ist eine Bedienungsanleitung in Deutsch und ein USB-C Kabel dabei. Natürlich auch unterschiedlich große Silikon-Aufsätze.

Die Powerbuds selbst sehen super aus und wirken wirklich gut verarbeitet. Sie besitzen an der Außenseite jeweils eine Sensorfläche die auf Berührung reagiert. Das ist angenehm, weil ich schon earbuds gesehen habe, die einen Taster an der Stelle haben. Dadurch schiebt man sich das Teil jedes Mal in den Gehörgang, wenn man die Taste drückt. Nicht so angenehm. Diese liegen angenehm im Gehörkanal und drücken nicht, obwohl sie den Gehörgang dicht abschließen, was für die Wahrnehmung der Bässe wichtig ist.

Mit der Verwendung gibt es keine Rätsel. Die Buds aus der Ladeschale nehmen und sie schalten sich ein. Gleich darauf versuchen sie ein Pairing, wenn sie bereits gekoppelt wurden. Wenn nicht kann man sie im BT-Menü des Smartphones finden und koppeln. Lediglich die Funktionen auszuwählen benötigt etwas Übung. 1x Drücken (links oder rechts) PLAY/PAUSE/Rufannahme, 2x Drücken (links: Titel zuück / rechts: Titel vor), 2 Sekunden Drücken (links oder rechts) startet den Sprachassistenten, 3 Sekunden Drücken (links oder rechts) schaltet die Earbuds ein oder aus. Ich denke, dass man die Lautstärke nicht über die Buds regeln kann, aber über den Sprachassistenten.

Der Klang ist für die Bauart ausgezeichnet, denn es liegt in der Natur Konstruktion, dass die Bässe etwas schwächer ausfallen. Over-Ear Kopfhörer schließen die Ohrmuschel perfekt ab und ermöglichen so einen höheren Bassdruck. Das können In-Ear-Modelle natürlich nicht so gut. Und gemessen an den Möglichkeiten muss ich sagen, dass die Bässe wirklich ordentlich sind und die Höhen klar rüber kommen. Die verwendete Bluetooth-Technologie sorgt dann noch für geringere Verzerrungen bei der Übertragung.

Über die Akkulaufzeit kann ich nichts sagen, da die Powerbuds jedes Mal aufgeladen werden, sobald man sie in die Aufbewahrungsbox einlegt.




Mittwoch, 8. Januar 2020

VANKYO Performance V630 Full HD Beamer

Nun besitzen wir bereits eine stattliche Anzahl an Beamern für unsere alljährliche Halloween-Deko. Diese sind jedoch alle nicht besonders lichtstark und auch durch die Bank mit einer grenzwertig schlechten Auflösung ausgestattet, dafür waren sie billig, Der Nachteile der geringen Lichtstärke zwang mich jetzt dazu einen helleren Beamer zu kaufen, da ich für Vorträge einen Projektor brauchte, der auch bei Tageslicht noch vernünftige Bilder an die Wand wirft.

Anforderungen an das Gerät waren: Full-HD, Hell, günstig, transportabel

Nach kurzer Suche stieß ich auf dieses Gerät. Die Specs versprechen ja die eierlegende Wollmilchsau und das zu einem unschlagbaren Preis. Risikoloses Bestellen erleichtert die Entscheidung, weil ich den Beamer ja zurück schicken kann, wenn er für meine zwecke nicht taugt. So genug der Vorgeschichte, denn dieser Beamer lag unter dem Weihnachtsbaum (weil ich ihn selbst dort hingelegt habe für mich :-)

Die Ausstattung ist überschaubar, aber ok. Neben dem Beamer
befindet sich in der Schachtel noch eine Fernbedienung (IR), ein Kaltgerätestecker, ein HDMI-Kabel (ich denke 2m lang), ein AV-Anschlusskabel, eine Bedienungsanleitung und eine Transporttasche. Mehr braucht man ja auch nicht wirklich.

Das Gerät wirkt beim Auspacken etwas weniger wertig als erhofft. Großes Gehäuse, aber ziemlich leicht. Es ist alles da, um loszulegen (auch ohne Fernbedienung, da die meisten Funktionen direkt über die Tasten am Beamer gesteuert werden können)

Anschlüsse: 2x HDMI, 1x VGA, SD-Karte, 1x USB (der 2. USB-
Anschluss dürfte nur als Stromanschluss dienen)

Im Beamer sind Lautsprecher verbaut die für kurze Sequenzen mit Ton in einer Vorlesung vollkommen ausreichen. Für einen Filmabend würde ich dann doch eher zur Surround-Anlage greifen, da man bei einem Action-Film sicher nicht glücklich wird mit dem blechernen Sound.

Die Bedienung und die Einstellungen sind einfach und leicht zu verstehen (weil es nicht besonders viele Möglichkeiten gibt) und das Menü ist gestaltet wie bei den günstigen China-Modellen die ich für Halloween verwende. Hier wäre eine modernere und zeitgemäße Menüführung wünschenswert. Auf Nachfrage beim Verkäufer wurde mir aber mitgeteilt, dass es derzeit kein Update für das Beamer-OS gibt. Vielleicht lassen sie sich ja irgendwann mal dazu hinreißen was ordentliches raus zubringen. Die Markenhersteller zeigen hier vor wie es aussehen könnte, aber scheinbar ist der Leidensdruck noch nicht hoch genug, um hier nachzuziehen.

Das Bild, was ja das wichtigste bei einem Beamer ist, ist wirklich OK, vor allem wenn der Beamer gerade vor der Projektionswand aufgestellt werden kann. Sobald man den Beamer seitlich versetzt  aufstellt und die horizontale elektronische Winkelkorrektur durchführt, dann wird das Bild mit zunehmenden Winkel von den Seitenrändern her richtig unscharf. Somit finde ich, dass diese Funktion völlig unbrauchbar ist. Wer den Beamer also seitlich versetz aufstellen will, sollte sich ein Markengerät mit einer vernünftigen Linse zulegen. Günstig geht in diesem Fall dann nicht mehr. Auch habe ich keine Möglichkeit gefunden die Bildgröße mechanisch anzupassen. Man kann das Bild lediglich elektronisch verkleinern, was dazu führt, dass an den Rändern ein leichtes Leuchten zu erkennen ist, da das Bild nur in der Darstellung verkleinert und der Rand dann mit Schwarz aufgefüllt wird. Die Winkelkorrektur für die Montage an der Decke, oder wenn der Beamer auf einem Tisch steht kann physisch am Projektor durchgeführt und für größere Winkel dann auch noch elektronisch (was wieder zu Unschärfe an den Bildrändern führt) verstärkt werden.

Steht der Beamer aber zentral vor der Projektionswand (zB.
verkehrt an der Decke montiert) dann ist das Bild ausgezeichnet und vor allem, und das ist jetzt genau das was ich benötige, richtig lichtstark. Selbst bei Tageslicht ist das Bild super intensiv und detailgetreu (als Beispiel sieht man das Bild im Football-Stadion das bei normalem Tageslicht an die Wand projiziert wurde). Dazu muss ich auch noch sagen, dass bei meinen Vorträgen oft keine Leinwand zur Verfügung steht, sondern das Bild an eine weiße Wand oder an weiß lackierte Wandteile projiziert wird. Trotzdem steht bei dieser Anwendung die Qualität völlig außer Frage.
Auch bei schnellen Bewegungen hält sich die Bildung von Farbschlieren (keine Ahnung wie der Fachbegriff dafür ist) in Grenzen. Das Bild wirkt auch dann immer noch scharf. Erst wenn in einem Raum vollkommene Festbeleuchtung eingeschaltet ist, wird das Bild etwas schwächer (auf dem Bild mit dem Stadion das so bräunlich wirkt sind die Lichtspots direkt auf die Projektionswand gerichtet. Trotzdem kann man noch erkennen worum es geht)

Bei einem Versuch den Beamer ab und zu mal auch im Schlafzimmer aufzustellen, um in Ruhe ein Match zu sehen, stellte ich fest, dass 50dB wesentlich lauter sind als ich dachte, denn das Lüftergeräusch ist sehr präsent, wenn man die Lautstärke der Wiedergabe gering hält. erst auf Stufe 30 (sind das 30% der Maimallautstärke?)  tritt das Lüftergeräusch in den Hintergrund. Damit ist es für meine Anwendung bei Vorträgen kein Problem, und auch wenn man den Beamer im Wohnzimmer zum Filmschauen mit einer Surround-Anlage verwendet wird das Geräusch nicht stören. Fürs Schlafzimmer ist der Beamer aber dann doch ungeeignet (hier würde ich eher auf ein Modell mit geringeren Lüfterbedarf zurück greifen)

FAZIT: Alles in Allem wäre jetzt die Bewertung vermutlich mit vier Sternen fällig, weil der Beamer gut ist, aber eben nicht herausragend, und weil er doch die eine oder andere Schwäche hat. Doch es gibt ein Aber in dieser Bewertung, denn es kommt immer darauf an, was man mit dem Gerät vor hat. Ich verwende den Beamer für Vorträge in Räumen mit Tageslicht. Dafür muss er besonders lichtstark und transportabel sein. Und genau das macht dieses Gerät ausgezeichnet. in der mitgelieferten Tasche lässt er sich sehr gut transportieren (auch wenn die Tasche etwas klein ist, um das mitgelieferte Zubehör ordentlich darin zu verstauen) und der Beamer macht ein richtig helles und kontrastreiches Bild. Das alles dann zu einem doch vergleichsweise günstigen Preis, denn ich habe bisher keinen Beamer gefunden der diese Leistung zu dem Preis bietet. Und so betrachtet ist dieser Projektor die ideale Wahl für mich.



Donnerstag, 5. Dezember 2019

feuer.kraft 25

Nachdem bei unserem wassergeführten Kamin die Dichtschnur um die Schiebetüre herum undicht wurde, rußte der Ofen in der letzten Heizperiode ziemlich stark. Da wir dieses Jahr auch noch den Außenbereich umbauten, hatten wir keinen Platz für Brennholz. Aus diesem Grund hatten wir auch keines gekauft.

Nun wurde die Ofentüre früher fertig als gedacht, und ich konnte sie bereits vorgestern einbauen. Somit können wir nun doch bereits jetzt schon mit Holz heizen, und das Dach im Außenbereich wurde auch schon fertig. Der Grund für eine Bestellung von Brennholz. Leider ist es nicht leicht trockenes Holz zu finden. Vor allem mitten in der Heizperiode.

Auf der Suche nach Brennholz stieß ich vor einiger Zeit auf die Glock Gut und Fortsverwaltung GmbH. Dort kann man im Onlineshop kammergetrocknetes Brennholz bestellen. Der Preis ist sehr gut und die gestaffelten Tarife für die Lieferung sind durchaus fair. Besonders anzumerken ist, dass der Preis unabhängig von der Scheitlänge ist. 33cm und 25cm Scheitlänge werden zum gleichen Preis verkauft. Auch die kleineren Verpackungsgrößen sind eine tolle Sache.

Richtig erstaunt war ich aber, dass die Lieferung nicht einmal 36 Stunden nach der Bestellung erfolgte. Die 2 Paletten mit feuer.kraft.magnum 25 wurden vom Fahrer, der auf die Minuten pünktlich ankam, mit dem motorisierten Hubwagen bis an die Stelle gebracht, wo wir später das Holz schlichten werden. Auch wenn das Holz 'nur' getrocknet und nicht in der Trommel gereinigt wurde, ist es sehr sauber, staubfrei und frei von Ungeziefer. Zudem ist an den meisten Holzscheiten die Rinde entfernt. Somit ist dieses Holz die absolut bessere Alternative zum Brennholz der Kaimholz GmbH, das wir vor zwei Jahren kauften. Deren Preise sind bereits so exorbitant gestiegen, dass wir das Brennholz dort einfach nicht mehr kaufen können. Wir zahlten vor zwei Jahren für 6 Srm 760,00 Euro. Jetzt kostet dort die gleiche Menge 1.369,90 Euro, das ist eine Preissteigerung um 80%

Für die gleiche Menge Brennholz verlangt feuerkraft 615,00 Euro, also weniger als die Hälfte. Da kann man gerne darüber hinwegsehen, dass das feuer.kraft 25 nicht völlig splitterfrei ist.

Donnerstag, 26. September 2019

UNIQA & VVD die Versicherung für Masochisten und Paragraphenreiter

Kurze Vorgeschichte: Wir hatten bereits sieben PKW über die Porsche Bank AG finanziert, und dabei unterschiedliche Finanzierungsvarianten gewählt. Unter anderem das in Österreich sehr beliebte Restwert-Leasing und in den letzten Verträgen das für uns interessantere Depot-Leasing. Beide Fahrzeuge waren auch über die Porsche Versicherung versichert. Die Haftpflicht wird dabei über den VVD abgewickelt hinter dem wiederum die UNIQA und die Gernerali Versicherung stehen. In diesem Jahr liefen nun zwei unserer Depot-Leasingverträge aus, wodurch sich auch die Versicherungsverträge änderten.

So und nun zum speziellen Fall:

Der Seat Ibiza meiner Frau war über den VVD versichert. Als der Leasingvertrag fällig wurde, kündigten wir die Kasko bei der Porsche Versicherung. Zeitgleich kam am 5.7.2019 ein Schreiben von der UNIQA in dem wir davon in Kenntnis gesetzt wurden, dass auf Grund der Vertragsänderung sich neben den Bedingungen auch die Prämie der Haftpflicht ändern würden.

In diesem Schreiben wurden wir auf das einmonatige Kündigungsrecht nach §14a hingewiesen, wenn wir mit der einseitigen Änderung durch die UNIQA nicht einverstanden wären.

Natürlich machten wir von dem Kündigungsrecht Gebrauch und sandten ein Mail an die allgemeine Adresse der UNIQA. Darin sprachen wir die Kündigung 'bezugnehmend auf das Schreiben vom 5.7.2019' aus und schlossen einen Vertrag mit der Wiener Städtischen über Haftpflicht- und Kaskoversicherung ab, weil wir sämtliche Versicherungen dort haben und ausgezeichnet betreut werden.

Über den Verbleib des Kündigungsmails kam keine Information. Weder ob es beim Empfänger ankam oder nicht, ob es durch den Empfänger gelesen wurde oder nicht und erst recht nicht ob der Empfänger die Kündigung bearbeitet hätte.

Nach einigen Wochen fragte ich bei unserem Versicherungsberater der Städtischen nach, wann denn die Polizze kommen würde, erfuhren wird, dass die UNIQA die Haftpflicht noch nicht gekündigt hätte und daher die Versicherungsbestätigung bei der Zulassungsstelle nicht gelöscht wurde.

Also sendeten wir erneut eine Kündigung an die UNIQA, diesmal jedoch über das Kontaktformular der Website. Wieder keine Info über Erhalt oder sonst irgend etwas seitens der UNIQA.

Wieder verging einige Zeit ohne eine Reaktion der UNIQA, bis ich versuchte telefonisch nachzufassen. Das Gespräch begann um 16:25 mit 7 Minuten Schleifenmusik bis ich bei der Vermittlung war. Dort nannte ich dann die Polizzennummer und wurde in die Schleife für die Fachabteilung gehängt. Nach 23 Minuten Musik in der Warteschleife fiel ich wieder zurück zur Vermittlung. Die fragte mich erneut nach der Polizzennummer und schaltete mich wieder in die Schleife der Fachabteilung, wo ich dann nach einer Minute aus der Leitung flog und ein Besetztzeichen erhielt. Sofort darauf rief ich wieder and und erfuhr, dass ich 'außerhalb der Bürozeiten von 8 bis 17 Uhr' anrief. Ok, ich muss zugeben, dass ich echt verärgert war deshalb.

Am nächsten Tag rief ich erneut an. Hier wurde mir zuerst gesagt, dass keinerlei Kündigung eingegangen sei. Bei weiterer Nachfrage wurde dann doch eine Kündigung gefunden, die jedoch zu spät eingelangt sei. Eine unterjährige Kündigung sei nicht möglich. Wir könnten unseren Vertrag erst per 1.7.2020 kündigen, da dann die jährliche Bindung ablaufen würde.

Also leitete ich das Mail vom 15.7.2019 an die UNIQA weiter, damit diese auf Basis der richtigen Kündigung arbeiten können. Daraufhin erhielt ich ein Mail mit der Info, dass die Kündigung zu spät erfolgt sei. Also rief ich erneut an und erreichte den Sachbearbeiter natürlich nicht, aber eine Dame die mir erklärte, dass die UNIQA die Kündigung im Juli nicht zeitgerecht erhalten hätte. Nun las ich der Dame den Passus aus dem Schreiben vom 5.7.2019 vor, in dem auf unser Kündigungsrechts nach §14a hingewiesen wurde.

Jetzt kommt der Hit. Die Kündigung wurde von der UNIQA nicht akzeptiert, weil wir im Mail den folgenden Satz nicht geschrieben haben:

Ich kündige auf Grund meines Sonderkündigungsrechts nach §14a


Darauf ließ ich natürlich die Sache natürlich nicht beruhen, da ich diese Begründung ziemlich frech finde, also rief ich bei unserem Rechtschutz an und erkundigte mich über die mögliche Auslegung der Rechtslage. Und wie zu erwarten war ist die doch ziemlich eindeutig, da wir in unserem Kündigungsmail bezugnehmend auf das Schreiben vom 5.7.2019 in dem das Sonderkündigungsrecht nach §14a explizit angesprochen wird kündigten, erfüllten wir die Anforderung des Bezuges.

Dies teilte ich dem Sachbearbeiter der UNIQA per Mail mit, gleich mit einem entsprechenden Hinweis, dass ich den Fall unserem Vertragsrechtschutz übergeben werde und die UNIQA alle daraus entstehenden Kosten zu tragen haben wird. 

Kurz später erhielt ich einen Anruf des Sachbearbeiters der UNIQA. Er erklärte mir, dass eine Kündigung zum Monatsende (Juli 2019) nicht möglich sei, aber natürlich eine Kündigung zum 15.8.2019, weil wir das Mail ja erst am 15.7.2019 schickten und ein Monat Kündigungsfrist bestünde. Ein Mail zuvor war der erste mögliche Kündigungstermin zum 1.7.2020. Offensichtlich gab es ein Missverständnis.

Wie auch immer. Der Vertrag ist gekündigt und die Versicherungsbestätigung wird gelöscht, wodurch wir endlich zur Wiener Städtischen wechseln können. Mich kostete die ganze Angelegenheit mehr als 2 Stunden an Telefonaten und Mailkommunikation. Am liebsten würde ich der UNIQA die verlorene Lebenszeit in Rechnung stellen, aber das geht ja leider nicht.


Freitag, 9. August 2019

Porsche Bank Leasing - versteckte Kosten

Wir hatten bereits sieben PKW über die Porsche Bank AG finanziert, und dabei unterschiedliche Finanzierungsvarianten gewählt. Unter anderem das in Österreich sehr beliebte Restwert-Leasing und in den letzten Verträgen das für uns interessantere Depot-Leasing.

In diesem Jahr liefen nun zwei unserer Depot-Leasingverträge aus, und ich stellte dabei erstmals fest, dass diese Verträge nicht, wie wir es annahmen, eine fixe Anzahl von Monatsraten haben, sondern abhängig vom Vertragseröffnungsdatum bis zu einer vollen Rate mehr kosten können.

Wie funktioniert das Depot-Leasing?


  • Für die Berechnung des Finanzierungsbetrages wird der Kaufpreis beim Vertragshändler herangezogen. In unserem Fall war es SEAT in Wiener Neustadt (Porsche Wiener Neustadt)
  • Beim Depot-Leasing wird der Restbetrag abhängig vom Depot festgesetzt. Zahlt man also zum Beispiel 10.000 Euro Depot an, so ist der Restbetrag in der Höhe des Depot inkl. 20% USt. also in diesem Beispiel 12.000 Euro.
  • Es wird eine Laufzeit vereinbart (meist zwischen 24 und 60 Monaten) und für diese Laufzeit ein monatliches Leasingentgelt vereinbart. 
  • Am Ende der Laufzeit ist nur noch die Umsatzsteuer der Anzahlung also in diesem Beispiel 2.000 Euro zu bezahlen.
Die Berechnung des Gesamtbetrages der Finanzierung, der auf dem Leasingoffert ausgewiesen wird,  erfolgt nun nach einer einfachen Formel: 

Gesamtbelastung = (Laufzeit x Leasingentgelt) + (Depot x 1,2) + Vertragsgebühr + Bearbeitskosten

Als Beispiel nehme ich die Finanzierung unseres Seat Ibiza, die eben erst abgerechnet wurde. Diese Angaben beziehen sich auch den Leasingantrag.

(36 x 224,-) + (6.500,- x 1,2) + 109,- + 100,- = 16.073,-

Effektiv zahlten wir allerdings um 191,- Euro mehr. Bezogen auf die Gesamtsumme der Finanzierung sind das also um 1,2%  mehr. Man könnte also sagen, dass wir entsprechend weniger Rabatt auf den Neuwagen bekamen. 

Ähnlich stellte es sich bei unserem Seat Leon ST dar, der im Jänner abgerechnet wurde. Allerdings zahlten wir dort 'nur' 97,- Euro drauf.


Wie kommt es zu der Mehrbelastung? 

Das ist einfach, wenn man es sich bei der Porsche Bank erklären lässt, denn im Vorfeld weist man seine Kunden ja ohnehin in den AGBs darauf hin, die ich zwar überflogen habe, jedoch ohne einen für mich erkennbaren Hinweis auf diese Vorgehensweise.

Es sieht nämlich so aus, dass die Porsche Bank den Finanzierungszeitraum von der Vertragslaufzeit unabhängig sieht. Die Finanzierung läuft ab dem Monatsersten, und zwar dem nächst möglichen Monatsersten. Wird das Fahrzeug also am Ersten eines Monats zugelassen, so beginnt der Finanzierungsvertrag bereits ab diesem Tag zu laufen. Sollte die Zulassung des KFZ nach dem Monatsersten erfolgen, so startet die Finanzierung mit dem nächsten Monatsersten. 

Und jetzt kommt der Hit! Der Zeitraum zwischen der Zulassung und dem Beginn der Finanzierung wird von der Porsche Bank als Mietzeitraum betrachtet. Daher wird für diesen Zeitraum eine Mietgebühr in der Höhe des 365. Teil des jährlichen Leasingentgelts verrechnet. 

Wir nun das Fahrzeug, wie in unserem Fall, am 5.7. zugelassen, so Beginnt der Leasingvertrag am 5.7. und die Finanzierung am 1.8. Für den Zeitraum von 26 Tagen zwischen Zulassung und Finanzierungsbeginn werden nun 26 x (224,- x 12 / 365) fällig. In unserem Fall also rund 191,- Euro. Der Vertrag läuft immer bis zum Monatsletzten des Zulassungsmonats. 

Das kann natürlich bei höheren Leasingraten so richtig teuer werden, wenn man dann schon mal 500,- Euro oder mehr für die Überbrückung zahlt.

Was kann man tun?

Angeblich kann man die Porsche Bank auffordern den Finanzierungsbeginn rückwirkend mit Monatsersten des Zulassungsmonats zu beginnen. Dann endete der Finanzierungsvertrag mit Monatsletzten des Monats vor der Zulassung, und man würde sich das Mietentgelt ersparen. Diese Information sollte man vom Verkaufsberater erhalten, wenn der darüber bescheid wüsste. Mangels ausreichender Schulungen der Porsche Bank ist das aber leider nicht der Fall.


Dienstag, 9. Juli 2019

Donkey Republic - Mieträder

Eine Stadt zu besichtigen kann anstrengend werden, wenn man sich wie wir vornimmt möglichst wenige Wege in öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar dem Auto zurückzulegen. Wenn wir eine Stadt besichtigen, dann gehen wir nach Möglichkeit meistens zu Fuß.

Bei unserem Berlin-Tripp war das dann nicht mehr möglich, da ein Ziel - die Gärten der Welt - rund 17 km von unserem Hotel entfernt lag, was uns zum Gehen einfach zu weit war. Mit den Öffis hätte die Fahrt knapp eine Stunde gedauert und mit Rädern brauchten wir in etwa gleich lange, hatten jedoch den Vorteil mehr von der Stadt zu sehen und zu erleben.

Nun gibt es in Berlin viele Möglichkeiten. Sowohl eScooter und eBikes als auch die klassische Variante des Rades, bei dem man noch selbst treten muss. Räder und Scooter stehen und liegen an jeder Ecke der Stadt, in nahezu jeder Rasenfläche und eigentlich wirklich überall herum. Das ist nicht besonders hübsch, aber ehrlich gesagt auch nicht unpraktisch.

Unter den vielen Anbietern entschied ich mich für Donkey Republic, da MoBike den zweifelhaften Ruf besitzt die persönlichen Daten zu verkaufen und man für Deezer und Uber Jump Mitgliedschaften oder zumindest eine etwas aufwendigere Anmeldung benötigt hätte.

Um ein Fahrrad von Donkey Republic zu leihen muss man die App herunterladen und dann eine kurze Registrierung machen (oder die App mit Facebook verknüpfen). Dann wird eine Verifizierung über die Telefonnummer gemacht bei der man über SMS einen Freischaltcode bekommt. Damit ist der Anmeldeprozess erledigt.

In der App bekommt man nun die Standorte der Räder angezeigt. Dort angekommen, wählt man sich die gewünschte Zahl an Rädern aus (bei uns waren es 2) und muss noch eine Kreditkartenummer angeben. Um das Rad zu verwenden klickt man auch 'ausleihen' und startet somit die Leihdauer. Die app verbindet sich mit dem Schloss des Rades und öffnet dieses. Wenn man nach kurzer Überprüfung mit dem Rad zufrieden ist kann man es beliebig lange verwenden. Dabei richtet sich der Gesamtpreis nach der Mietdauer. Je länger, desto günstiger wird der Stundentarif. Wir hatten die Räder 5 Stunden ausgeliehen und zahlten pro Rad 8 Euro. Für 3,- Euro pro Rad und Tag kann man eine Haftungsbeschränkung bei Diebstahl des Rades dazu nehmen. Dann würde man im Falle eines Diebstahls nur 30,- Euro statt 180,- Selbstbehalt zahlen.

Donkey neben MoBike
Die Räder waren grundsätzlich ganz gut, hatten Luftreifen (manche Anbieter haben Vollgummiräder, wie das MoBike am rechten Bildrand) eine Dreigangschaltung, Scheibenbremsen, eine Halterung fürs Handy und einen Gepäckträger. Der Sattel war auch ordentlich, allerdings bei beiden Rädern in der Neigung leider ziemlich verstellt. Beim einen Rad war der Sattel nach unten geneigt und beim anderen Rad nach oben. beides nicht besonders bequem und leider ohne Werkzeug nicht zu ändern.

Bei einem Zwischenstopp wollten wir die Räder natürlich nicht zurückgeben, sondern für uns behalten. Zu diesem Zweck kann man das Schloss über die App verriegeln und zur Weiterfahrt wieder entriegeln. Das klappe auch sehr gut, da neben dem Felgenschloss auch ein integriertes Kettenschloss enthalten ist.

Nach Abschluss der Fahrt klickt man in der App auf zurückgeben und schließt das Schloss ab. Fertig. Das ganzen lief also einfach und unkompliziert ab und die Räder waren in einem guten Zustand.


Dienstag, 18. Juni 2019

Aspen Laptop Rucksack

Es ist unglaublich was Schüler heute schon alles mitschleppen müssen. Ich hätte gedacht, dass es durch den Einsatz von notebooks in der Schule weniger Bücher und Hefte geben sollte, aber da lag ich wohl falsch.

Der Rucksack unseres Sohnes hat mittlerweile um die 12 Kilogramm und ist bis zum Rand mit Schulbüchern und Heften gefüllt. Zudem muss er jetzt auch noch täglich sein notebook dabei haben, für den Fall das es benötigt wird.

Leider geben Rucksäcke bei der Belastung oft schon nach einem Schuljahr den Geist auf. Dabei ist es völlig egal ob der Preis des Rucksacks hoch oder niedrig ist. Wir hatten schon alles von 20 Euro bis 100 Euro und alle hielten in etwa gleich lang. Daher beschloss ich auch diesmal wieder auf ein günstigere Modell zu setzen.

Dieser Rucksack hat ausreichend Fächer und Stecktaschen für
Taschenrechner, Stifte, Geldtasche, Schlüssel und vieles Mehr. Es passen im Hauptfach A4-Ordner hinein und es ist groß genug für die vielen Bücher unseres Sohnes. Der Grund für die Entscheidung zu diesem Modell war allerdings die große,
komplett aufklappbare Laptoptasche an der Rückseite des Rucksacks. So muss er nun nicht  mehr das Gerät mühsam einfädeln, sondern kann das komplette Fach aufzippen.

Die gepolsterten Trageriemen sind angenehm und stabil und die Verarbeitung wirkt hochwertig. Außerdem hat der Rucksack beim Auspacken aus der Plastikhülle nicht nach Chemie gestunken, was ein gutes Zeichen ist. Somit sind wir zufrieden damit, weil Preis und Leistung stimmt. Und wenn der Rucksack auch wieder nach einem Schuljahr hin ist, dann ist der der Verlust weitaus geringer als bei so manch anderem den wir bislang hatten.