Deenkee Akku Staubsauger – der günstige Zyklon

Der Haushalt und dessen Reinigung ist die tägliche Herausforderung, vor allem wenn man gemeinsam mit Kindern und/oder Tieren lebt. Da kann die Sauberkeit des Bodens schnell zur Sisyphos-Arbeit ausarten.

Nun haben wir seit vielen Jahren die Bodenreinigung mit unseren Beiden Dyson-Saugern erledigt. Der große, kabelgebundene Sauger hat eine ausgezeichnete Saugleitung, hat sich aber aufgrund seines Gewichts und der unhandlichen Nutzung vor allem seit unseren Umzug aus einer Wohnung in ein zweigeschoßiges Haus nie wirklich in unsere Herzen saugen können. Meine Frau findet ihn einfach zu schwer, um ihn jedes Mal in den Oberstock zu schleppen. Der Akkusauger von Dyson hat nun auch schon einige Jahre am Buckel (ich denke so an die 8 Jahre), saugt dafür allerdings noch verhältnismäßig gut. Trotzdem sind beide eigentlich outdated.

Daher ersetzen wir vor einiger zeit bereits den Akku-Sauger durch einen neuen, wesentlich günstigeren Akku-Sauger eines no-Name Anbieters. Dieser Sauger verrichtet auch durchaus brav seinen Dienst, reicht aber nicht aus, um den kabelgebundenen Sauger zu ersetzen.

Grundsätzlich war meine Idee ja, beide alten Sauger durch einen neuen Dyson zu ersetzen. Alleine die Tatsache, dass der neue Sauger inklusive Zubehör im Angebot gut 700,- Euro gekostet hätte hielt uns letztendlich davon ab. Die Alternative war nun folgende:

Ein Schelm wer hier an Dyson denkt 🙂

Der Akku-Sauger wurde ersetzt durch den zuvor angesprochenen Sauger. Und den kabelgebundenen ersetzten wir durch diesen Deenkee Akku-Sauger, der zugegebener Maßen durchaus Ähnlichkeiten mit dem britischen Markenprodukt aufweist.

Neben der optischen Ähnlichkeit lässt sich auch beim Arbeitsprinzip die eine oder andere Parallele finden, auch wenn natürlich das patentierte Leistungsprinzip des Originals nicht mal im Ansatz erreichen lässt. Natürlich muss es Unterschiede geben die eine Preisdifferenz von über 500,- Euro zumindest in irgend einer Form rechtfertigen würden.

Beim Auspacken des Deenkee Akku-Saugers erkennt man nicht auf dem ersten Blick, dass es sich um ein klassisches China-Produkt handelt. Die Aufmachung ist sehr professionell und auch die Bedienungsanleitung ist für Europäer lesbar. So manche Chinesische Betriebsanleitung verursacht ja schon beim Lesen alles Mögliche zwischen Lachanfällen und Augenkrebs. Auch das erste Look & Feel des Deenkee ist nicht schlecht. Es greift sich alles wertig an und wirkt ganz und gar nicht billig (gut das ist er ja auch nicht). Lediglich die Wandhalterung und die Düsenaufsätze könnten etwas besser in der Hand liegen. Die wirken für meinen Geschmack etwas sehr nach Hartplastik und strahlen dadurch eine geringere Hochwertigkeit aus als der Rest des Pakets.

Deenkee Paperwork

Sehr praktisch finde ich die Tatsache, dass sich der Akku tauschen lässt. In Kombination mit dem (im Angebot vergünstigen) Zusatzakku kann man die Laufzeit so verdoppeln. Etwas unpraktisch dabei ist wieder, dass man den Zusatzakku nur im Sauger selbst aufladen kann. So kann er nicht geladen werden, während man den Sauger mit dem anderen Akku verwendet. Das ginge besser, ist aber leider nicht zu vermeiden, weil es dem Akku einfach am entsprechenden Anschluss fehlt. Mit einem voll geladenen Akku läuft der Sauger bei uns übrigens gut 20 Minuten auf der schwächeren Leistungsstufe und immer noch mehr als 10 Minuten auf der Turbo-Stufe.

4-stufige Ladestandsanzeige

Wir haben im haus hauptsächliche glatte Böden (Fliesen und Dielen) und nur wenige Teppiche, die dann dafür aber ziemlich hochflorig sind. Mit den glatten Böden hatt der Sauger nun überhaupt keine Probleme. Vor allem durch die Motorbürste, die den Schmutz schön in das Saugrohr befördert, werden die Böden wirklich sauber und staubfrei. Auch größerer Schmutz wie Brösel und Haare haben dem Sauger nichts entgegen zu setzen.

Etwas schwieriger hat der Sauger es bei den Teppichen da ihm dafür meiner Meinung nach einfach die Saugleistung fehlt. Gerade das ist ja die Paradedisiplin des britischen Vorbildes, der aus einem Teppich sogar noch Staub raussaugt, wenn andere Geräte nicht mal mehr das kleinste Stäubchen darin finden. Zudem ist die Motorbürste in solchen Fällen nicht ganz praktisch, weil sich darin dann gerne die Fasern des Teppichs verwickeln. Dafür gibt es aber auch eine etwas feinere Bürste.

Bodendüse mit LED Beleuchtung

Die Handhabung ist hingegen wirklich sehr praktisch, da sich der Sauger durch einen Tastedruck einschalten lässt. Ein weiterer Tastendruck schaltet auf die Turbostufe und wieder ein Tastendruck schaltet das Gerät dann wieder aus. So muss man die Taste während des Saugens nicht gedrückt halten, was wirklich praktisch ist. Außerdem wird an der Oberseite des Saugers der aktuelle Akku-Ladestand in vier Stufen angezeigt, was auch recht praktisch ist. Die LED-Beleuchtung in der Bodensaugdüse ist nicht unbedingt notwendig, aber ein praktisches Feature, weil sich dadurch so wirklich jeder Staub am Boden lokalisieren lässt. Auch die Führung der Bodendüse ist recht genau möglich und der Sauger liegt, nicht zuletzt wegen des nicht zu hohen Gewichts, recht gut in der Hand.

praktische Wandhalterung

Durch den zusätzlichen Akku können wir das komplette Haus, mit rund 200 Quadratmetern auf zwei Ebenen, in einem durch saugen, was meiner Meinung nach mit nur einem Akku knapp würde. Grundsätzlich ersetzt dieser Sauger unsere beiden alten Markensauger aber perfekt, und reicht völlig aus. Mit ein Grund warum der zuletzt angeschaffte No-Name-Sauger vermutlich weitergegeben werden wird, weil wir mit diesem Sauger nun alles für die tägliche Grundreinigung des Hauses haben.

5 von 5 Sternen für
diesen Sauger

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