Dienstag, 9. Juli 2019

Donkey Republic - Mieträder

Eine Stadt zu besichtigen kann anstrengend werden, wenn man sich wie wir vornimmt möglichst wenige Wege in öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar dem Auto zurückzulegen. Wenn wir eine Stadt besichtigen, dann gehen wir nach Möglichkeit meistens zu Fuß.

Bei unserem Berlin-Tripp war das dann nicht mehr möglich, da ein Ziel - die Gärten der Welt - rund 17 km von unserem Hotel entfernt lag, was uns zum Gehen einfach zu weit war. Mit den Öffis hätte die Fahrt knapp eine Stunde gedauert und mit Rädern brauchten wir in etwa gleich lange, hatten jedoch den Vorteil mehr von der Stadt zu sehen und zu erleben.

Nun gibt es in Berlin viele Möglichkeiten. Sowohl eScooter und eBikes als auch die klassische Variante des Rades, bei dem man noch selbst treten muss. Räder und Scooter stehen und liegen an jeder Ecke der Stadt, in nahezu jeder Rasenfläche und eigentlich wirklich überall herum. Das ist nicht besonders hübsch, aber ehrlich gesagt auch nicht unpraktisch.

Unter den vielen Anbietern entschied ich mich für Donkey Republic, da MoBike den zweifelhaften Ruf besitzt die persönlichen Daten zu verkaufen und man für Deezer und Uber Jump Mitgliedschaften oder zumindest eine etwas aufwendigere Anmeldung benötigt hätte.

Um ein Fahrrad von Donkey Republic zu leihen muss man die App herunterladen und dann eine kurze Registrierung machen (oder die App mit Facebook verknüpfen). Dann wird eine Verifizierung über die Telefonnummer gemacht bei der man über SMS einen Freischaltcode bekommt. Damit ist der Anmeldeprozess erledigt.

In der App bekommt man nun die Standorte der Räder angezeigt. Dort angekommen, wählt man sich die gewünschte Zahl an Rädern aus (bei uns waren es 2) und muss noch eine Kreditkartenummer angeben. Um das Rad zu verwenden klickt man auch 'ausleihen' und startet somit die Leihdauer. Die app verbindet sich mit dem Schloss des Rades und öffnet dieses. Wenn man nach kurzer Überprüfung mit dem Rad zufrieden ist kann man es beliebig lange verwenden. Dabei richtet sich der Gesamtpreis nach der Mietdauer. Je länger, desto günstiger wird der Stundentarif. Wir hatten die Räder 5 Stunden ausgeliehen und zahlten pro Rad 8 Euro. Für 3,- Euro pro Rad und Tag kann man eine Haftungsbeschränkung bei Diebstahl des Rades dazu nehmen. Dann würde man im Falle eines Diebstahls nur 30,- Euro statt 180,- Selbstbehalt zahlen.

Donkey neben MoBike
Die Räder waren grundsätzlich ganz gut, hatten Luftreifen (manche Anbieter haben Vollgummiräder, wie das MoBike am rechten Bildrand) eine Dreigangschaltung, Scheibenbremsen, eine Halterung fürs Handy und einen Gepäckträger. Der Sattel war auch ordentlich, allerdings bei beiden Rädern in der Neigung leider ziemlich verstellt. Beim einen Rad war der Sattel nach unten geneigt und beim anderen Rad nach oben. beides nicht besonders bequem und leider ohne Werkzeug nicht zu ändern.

Bei einem Zwischenstopp wollten wir die Räder natürlich nicht zurückgeben, sondern für uns behalten. Zu diesem Zweck kann man das Schloss über die App verriegeln und zur Weiterfahrt wieder entriegeln. Das klappe auch sehr gut, da neben dem Felgenschloss auch ein integriertes Kettenschloss enthalten ist.

Nach Abschluss der Fahrt klickt man in der App auf zurückgeben und schließt das Schloss ab. Fertig. Das ganzen lief also einfach und unkompliziert ab und die Räder waren in einem guten Zustand.