Donnerstag, 26. September 2019

UNIQA & VVD die Versicherung für Masochisten und Paragraphenreiter

Kurze Vorgeschichte: Wir hatten bereits sieben PKW über die Porsche Bank AG finanziert, und dabei unterschiedliche Finanzierungsvarianten gewählt. Unter anderem das in Österreich sehr beliebte Restwert-Leasing und in den letzten Verträgen das für uns interessantere Depot-Leasing. Beide Fahrzeuge waren auch über die Porsche Versicherung versichert. Die Haftpflicht wird dabei über den VVD abgewickelt hinter dem wiederum die UNIQA und die Gernerali Versicherung stehen. In diesem Jahr liefen nun zwei unserer Depot-Leasingverträge aus, wodurch sich auch die Versicherungsverträge änderten.

So und nun zum speziellen Fall:

Der Seat Ibiza meiner Frau war über den VVD versichert. Als der Leasingvertrag fällig wurde, kündigten wir die Kasko bei der Porsche Versicherung. Zeitgleich kam am 5.7.2019 ein Schreiben von der UNIQA in dem wir davon in Kenntnis gesetzt wurden, dass auf Grund der Vertragsänderung sich neben den Bedingungen auch die Prämie der Haftpflicht ändern würden.

In diesem Schreiben wurden wir auf das einmonatige Kündigungsrecht nach §14a hingewiesen, wenn wir mit der einseitigen Änderung durch die UNIQA nicht einverstanden wären.

Natürlich machten wir von dem Kündigungsrecht Gebrauch und sandten ein Mail an die allgemeine Adresse der UNIQA. Darin sprachen wir die Kündigung 'bezugnehmend auf das Schreiben vom 5.7.2019' aus und schlossen einen Vertrag mit der Wiener Städtischen über Haftpflicht- und Kaskoversicherung ab, weil wir sämtliche Versicherungen dort haben und ausgezeichnet betreut werden.

Über den Verbleib des Kündigungsmails kam keine Information. Weder ob es beim Empfänger ankam oder nicht, ob es durch den Empfänger gelesen wurde oder nicht und erst recht nicht ob der Empfänger die Kündigung bearbeitet hätte.

Nach einigen Wochen fragte ich bei unserem Versicherungsberater der Städtischen nach, wann denn die Polizze kommen würde, erfuhren wird, dass die UNIQA die Haftpflicht noch nicht gekündigt hätte und daher die Versicherungsbestätigung bei der Zulassungsstelle nicht gelöscht wurde.

Also sendeten wir erneut eine Kündigung an die UNIQA, diesmal jedoch über das Kontaktformular der Website. Wieder keine Info über Erhalt oder sonst irgend etwas seitens der UNIQA.

Wieder verging einige Zeit ohne eine Reaktion der UNIQA, bis ich versuchte telefonisch nachzufassen. Das Gespräch begann um 16:25 mit 7 Minuten Schleifenmusik bis ich bei der Vermittlung war. Dort nannte ich dann die Polizzennummer und wurde in die Schleife für die Fachabteilung gehängt. Nach 23 Minuten Musik in der Warteschleife fiel ich wieder zurück zur Vermittlung. Die fragte mich erneut nach der Polizzennummer und schaltete mich wieder in die Schleife der Fachabteilung, wo ich dann nach einer Minute aus der Leitung flog und ein Besetztzeichen erhielt. Sofort darauf rief ich wieder and und erfuhr, dass ich 'außerhalb der Bürozeiten von 8 bis 17 Uhr' anrief. Ok, ich muss zugeben, dass ich echt verärgert war deshalb.

Am nächsten Tag rief ich erneut an. Hier wurde mir zuerst gesagt, dass keinerlei Kündigung eingegangen sei. Bei weiterer Nachfrage wurde dann doch eine Kündigung gefunden, die jedoch zu spät eingelangt sei. Eine unterjährige Kündigung sei nicht möglich. Wir könnten unseren Vertrag erst per 1.7.2020 kündigen, da dann die jährliche Bindung ablaufen würde.

Also leitete ich das Mail vom 15.7.2019 an die UNIQA weiter, damit diese auf Basis der richtigen Kündigung arbeiten können. Daraufhin erhielt ich ein Mail mit der Info, dass die Kündigung zu spät erfolgt sei. Also rief ich erneut an und erreichte den Sachbearbeiter natürlich nicht, aber eine Dame die mir erklärte, dass die UNIQA die Kündigung im Juli nicht zeitgerecht erhalten hätte. Nun las ich der Dame den Passus aus dem Schreiben vom 5.7.2019 vor, in dem auf unser Kündigungsrechts nach §14a hingewiesen wurde.

Jetzt kommt der Hit. Die Kündigung wurde von der UNIQA nicht akzeptiert, weil wir im Mail den folgenden Satz nicht geschrieben haben:

Ich kündige auf Grund meines Sonderkündigungsrechts nach §14a


Darauf ließ ich natürlich die Sache natürlich nicht beruhen, da ich diese Begründung ziemlich frech finde, also rief ich bei unserem Rechtschutz an und erkundigte mich über die mögliche Auslegung der Rechtslage. Und wie zu erwarten war ist die doch ziemlich eindeutig, da wir in unserem Kündigungsmail bezugnehmend auf das Schreiben vom 5.7.2019 in dem das Sonderkündigungsrecht nach §14a explizit angesprochen wird kündigten, erfüllten wir die Anforderung des Bezuges.

Dies teilte ich dem Sachbearbeiter der UNIQA per Mail mit, gleich mit einem entsprechenden Hinweis, dass ich den Fall unserem Vertragsrechtschutz übergeben werde und die UNIQA alle daraus entstehenden Kosten zu tragen haben wird. 

Kurz später erhielt ich einen Anruf des Sachbearbeiters der UNIQA. Er erklärte mir, dass eine Kündigung zum Monatsende (Juli 2019) nicht möglich sei, aber natürlich eine Kündigung zum 15.8.2019, weil wir das Mail ja erst am 15.7.2019 schickten und ein Monat Kündigungsfrist bestünde. Ein Mail zuvor war der erste mögliche Kündigungstermin zum 1.7.2020. Offensichtlich gab es ein Missverständnis.

Wie auch immer. Der Vertrag ist gekündigt und die Versicherungsbestätigung wird gelöscht, wodurch wir endlich zur Wiener Städtischen wechseln können. Mich kostete die ganze Angelegenheit mehr als 2 Stunden an Telefonaten und Mailkommunikation. Am liebsten würde ich der UNIQA die verlorene Lebenszeit in Rechnung stellen, aber das geht ja leider nicht.


Freitag, 9. August 2019

Porsche Bank Leasing - versteckte Kosten

Wir hatten bereits sieben PKW über die Porsche Bank AG finanziert, und dabei unterschiedliche Finanzierungsvarianten gewählt. Unter anderem das in Österreich sehr beliebte Restwert-Leasing und in den letzten Verträgen das für uns interessantere Depot-Leasing.

In diesem Jahr liefen nun zwei unserer Depot-Leasingverträge aus, und ich stellte dabei erstmals fest, dass diese Verträge nicht, wie wir es annahmen, eine fixe Anzahl von Monatsraten haben, sondern abhängig vom Vertragseröffnungsdatum bis zu einer vollen Rate mehr kosten können.

Wie funktioniert das Depot-Leasing?


  • Für die Berechnung des Finanzierungsbetrages wird der Kaufpreis beim Vertragshändler herangezogen. In unserem Fall war es SEAT in Wiener Neustadt (Porsche Wiener Neustadt)
  • Beim Depot-Leasing wird der Restbetrag abhängig vom Depot festgesetzt. Zahlt man also zum Beispiel 10.000 Euro Depot an, so ist der Restbetrag in der Höhe des Depot inkl. 20% USt. also in diesem Beispiel 12.000 Euro.
  • Es wird eine Laufzeit vereinbart (meist zwischen 24 und 60 Monaten) und für diese Laufzeit ein monatliches Leasingentgelt vereinbart. 
  • Am Ende der Laufzeit ist nur noch die Umsatzsteuer der Anzahlung also in diesem Beispiel 2.000 Euro zu bezahlen.
Die Berechnung des Gesamtbetrages der Finanzierung, der auf dem Leasingoffert ausgewiesen wird,  erfolgt nun nach einer einfachen Formel: 

Gesamtbelastung = (Laufzeit x Leasingentgelt) + (Depot x 1,2) + Vertragsgebühr + Bearbeitskosten

Als Beispiel nehme ich die Finanzierung unseres Seat Ibiza, die eben erst abgerechnet wurde. Diese Angaben beziehen sich auch den Leasingantrag.

(36 x 224,-) + (6.500,- x 1,2) + 109,- + 100,- = 16.073,-

Effektiv zahlten wir allerdings um 191,- Euro mehr. Bezogen auf die Gesamtsumme der Finanzierung sind das also um 1,2%  mehr. Man könnte also sagen, dass wir entsprechend weniger Rabatt auf den Neuwagen bekamen. 

Ähnlich stellte es sich bei unserem Seat Leon ST dar, der im Jänner abgerechnet wurde. Allerdings zahlten wir dort 'nur' 97,- Euro drauf.


Wie kommt es zu der Mehrbelastung? 

Das ist einfach, wenn man es sich bei der Porsche Bank erklären lässt, denn im Vorfeld weist man seine Kunden ja ohnehin in den AGBs darauf hin, die ich zwar überflogen habe, jedoch ohne einen für mich erkennbaren Hinweis auf diese Vorgehensweise.

Es sieht nämlich so aus, dass die Porsche Bank den Finanzierungszeitraum von der Vertragslaufzeit unabhängig sieht. Die Finanzierung läuft ab dem Monatsersten, und zwar dem nächst möglichen Monatsersten. Wird das Fahrzeug also am Ersten eines Monats zugelassen, so beginnt der Finanzierungsvertrag bereits ab diesem Tag zu laufen. Sollte die Zulassung des KFZ nach dem Monatsersten erfolgen, so startet die Finanzierung mit dem nächsten Monatsersten. 

Und jetzt kommt der Hit! Der Zeitraum zwischen der Zulassung und dem Beginn der Finanzierung wird von der Porsche Bank als Mietzeitraum betrachtet. Daher wird für diesen Zeitraum eine Mietgebühr in der Höhe des 365. Teil des jährlichen Leasingentgelts verrechnet. 

Wir nun das Fahrzeug, wie in unserem Fall, am 5.7. zugelassen, so Beginnt der Leasingvertrag am 5.7. und die Finanzierung am 1.8. Für den Zeitraum von 26 Tagen zwischen Zulassung und Finanzierungsbeginn werden nun 26 x (224,- x 12 / 365) fällig. In unserem Fall also rund 191,- Euro. Der Vertrag läuft immer bis zum Monatsletzten des Zulassungsmonats. 

Das kann natürlich bei höheren Leasingraten so richtig teuer werden, wenn man dann schon mal 500,- Euro oder mehr für die Überbrückung zahlt.

Was kann man tun?

Angeblich kann man die Porsche Bank auffordern den Finanzierungsbeginn rückwirkend mit Monatsersten des Zulassungsmonats zu beginnen. Dann endete der Finanzierungsvertrag mit Monatsletzten des Monats vor der Zulassung, und man würde sich das Mietentgelt ersparen. Diese Information sollte man vom Verkaufsberater erhalten, wenn der darüber bescheid wüsste. Mangels ausreichender Schulungen der Porsche Bank ist das aber leider nicht der Fall.


Dienstag, 9. Juli 2019

Donkey Republic - Mieträder

Eine Stadt zu besichtigen kann anstrengend werden, wenn man sich wie wir vornimmt möglichst wenige Wege in öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar dem Auto zurückzulegen. Wenn wir eine Stadt besichtigen, dann gehen wir nach Möglichkeit meistens zu Fuß.

Bei unserem Berlin-Tripp war das dann nicht mehr möglich, da ein Ziel - die Gärten der Welt - rund 17 km von unserem Hotel entfernt lag, was uns zum Gehen einfach zu weit war. Mit den Öffis hätte die Fahrt knapp eine Stunde gedauert und mit Rädern brauchten wir in etwa gleich lange, hatten jedoch den Vorteil mehr von der Stadt zu sehen und zu erleben.

Nun gibt es in Berlin viele Möglichkeiten. Sowohl eScooter und eBikes als auch die klassische Variante des Rades, bei dem man noch selbst treten muss. Räder und Scooter stehen und liegen an jeder Ecke der Stadt, in nahezu jeder Rasenfläche und eigentlich wirklich überall herum. Das ist nicht besonders hübsch, aber ehrlich gesagt auch nicht unpraktisch.

Unter den vielen Anbietern entschied ich mich für Donkey Republic, da MoBike den zweifelhaften Ruf besitzt die persönlichen Daten zu verkaufen und man für Deezer und Uber Jump Mitgliedschaften oder zumindest eine etwas aufwendigere Anmeldung benötigt hätte.

Um ein Fahrrad von Donkey Republic zu leihen muss man die App herunterladen und dann eine kurze Registrierung machen (oder die App mit Facebook verknüpfen). Dann wird eine Verifizierung über die Telefonnummer gemacht bei der man über SMS einen Freischaltcode bekommt. Damit ist der Anmeldeprozess erledigt.

In der App bekommt man nun die Standorte der Räder angezeigt. Dort angekommen, wählt man sich die gewünschte Zahl an Rädern aus (bei uns waren es 2) und muss noch eine Kreditkartenummer angeben. Um das Rad zu verwenden klickt man auch 'ausleihen' und startet somit die Leihdauer. Die app verbindet sich mit dem Schloss des Rades und öffnet dieses. Wenn man nach kurzer Überprüfung mit dem Rad zufrieden ist kann man es beliebig lange verwenden. Dabei richtet sich der Gesamtpreis nach der Mietdauer. Je länger, desto günstiger wird der Stundentarif. Wir hatten die Räder 5 Stunden ausgeliehen und zahlten pro Rad 8 Euro. Für 3,- Euro pro Rad und Tag kann man eine Haftungsbeschränkung bei Diebstahl des Rades dazu nehmen. Dann würde man im Falle eines Diebstahls nur 30,- Euro statt 180,- Selbstbehalt zahlen.

Donkey neben MoBike
Die Räder waren grundsätzlich ganz gut, hatten Luftreifen (manche Anbieter haben Vollgummiräder, wie das MoBike am rechten Bildrand) eine Dreigangschaltung, Scheibenbremsen, eine Halterung fürs Handy und einen Gepäckträger. Der Sattel war auch ordentlich, allerdings bei beiden Rädern in der Neigung leider ziemlich verstellt. Beim einen Rad war der Sattel nach unten geneigt und beim anderen Rad nach oben. beides nicht besonders bequem und leider ohne Werkzeug nicht zu ändern.

Bei einem Zwischenstopp wollten wir die Räder natürlich nicht zurückgeben, sondern für uns behalten. Zu diesem Zweck kann man das Schloss über die App verriegeln und zur Weiterfahrt wieder entriegeln. Das klappe auch sehr gut, da neben dem Felgenschloss auch ein integriertes Kettenschloss enthalten ist.

Nach Abschluss der Fahrt klickt man in der App auf zurückgeben und schließt das Schloss ab. Fertig. Das ganzen lief also einfach und unkompliziert ab und die Räder waren in einem guten Zustand.


Dienstag, 18. Juni 2019

Aspen Laptop Rucksack

Es ist unglaublich was Schüler heute schon alles mitschleppen müssen. Ich hätte gedacht, dass es durch den Einsatz von notebooks in der Schule weniger Bücher und Hefte geben sollte, aber da lag ich wohl falsch.

Der Rucksack unseres Sohnes hat mittlerweile um die 12 Kilogramm und ist bis zum Rand mit Schulbüchern und Heften gefüllt. Zudem muss er jetzt auch noch täglich sein notebook dabei haben, für den Fall das es benötigt wird.

Leider geben Rucksäcke bei der Belastung oft schon nach einem Schuljahr den Geist auf. Dabei ist es völlig egal ob der Preis des Rucksacks hoch oder niedrig ist. Wir hatten schon alles von 20 Euro bis 100 Euro und alle hielten in etwa gleich lang. Daher beschloss ich auch diesmal wieder auf ein günstigere Modell zu setzen.

Dieser Rucksack hat ausreichend Fächer und Stecktaschen für
Taschenrechner, Stifte, Geldtasche, Schlüssel und vieles Mehr. Es passen im Hauptfach A4-Ordner hinein und es ist groß genug für die vielen Bücher unseres Sohnes. Der Grund für die Entscheidung zu diesem Modell war allerdings die große,
komplett aufklappbare Laptoptasche an der Rückseite des Rucksacks. So muss er nun nicht  mehr das Gerät mühsam einfädeln, sondern kann das komplette Fach aufzippen.

Die gepolsterten Trageriemen sind angenehm und stabil und die Verarbeitung wirkt hochwertig. Außerdem hat der Rucksack beim Auspacken aus der Plastikhülle nicht nach Chemie gestunken, was ein gutes Zeichen ist. Somit sind wir zufrieden damit, weil Preis und Leistung stimmt. Und wenn der Rucksack auch wieder nach einem Schuljahr hin ist, dann ist der der Verlust weitaus geringer als bei so manch anderem den wir bislang hatten.



Montag, 20. Mai 2019

Audew Alkoholtester für Autofahrer


Viele kennen das Problem mit Alkohol am Steuer. Vor allem, wenn man mal bei Freunden eingeladen ist, oder überraschend noch einen Trinken geht. Alkohol und das lenken eines Fahrzeugs verträgt sich num al überhaupt nicht. Neben der Gefahr, die ein alkoholisierter Lenker für sich selbst und für andere Menschen darstellt, ist es auch für den Besitz eines Führerschein schädlich sein.

Bei uns ging es bei der Anschaffung um etwas anderes, denn unser Sohn macht derzeit die Führerschein-Ausbildung, und bei uns in Österreich gibt es dazu die Möglichkeit des sogenannten L17, einer dualen Ausbildung bei der Fahrschüler mit einer Begleitperson mindestens 3.000 km zurücklegen bevor sie zur Führerscheinprüfung antreten.
Da es bei der Ausbildung sehr strenge Richtlinien für die Begleitperson gibt, zu der auch eine Promillegrenze von 0,1 Promille Blutalkohol gehört.

Damit wir hier keine Übertretung begehen, schafften wir uns dieses Audew Testgerät an, um sicherzustellen, dass die Begleitperson auch an Tagen an denen man mal ein Bier zum Essen getrunken nicht über dem erlaubten Promillewert liegt.

Leider werden keine Batterien mitgeliefert, weshalb man zuerst mal 2 Stück AAA-Batterien braucht. Zudem fehlt meines Erachtens ein Aufbewahrungsbeutel für das Gerät und die 5 mitgelieferten Mundstücke. Aber mal abgesehen davon, macht das Gerät das wozu wir es gekauft haben.

Nachdem man die Power-Taste länger gedrückt gehalten hat, erfolgt die Kalibrierung während der ein schneller Countdown am Display angezeigt wird. Das dauert ca. 10 Sekunden. Dannach ist das Gerät einsatzbereit und zeigt das am Display durch die Anzeige 'blo' an.

Nun führt man das Mundstück an die Lippen und bläst so lange bis der Messwert angezeigt wird. Leider ist das Signal für die fertige Messung etwas schlecht zu hören, weshalb ich dann mit einem Auge auf das Display schiele.

Je nachdem ob die Messung eine Alkoholisierung feststellt oder nicht, wird unter dem Messwert eine rote oder grüne LED angezeigt. Allerdings konnte ich nicht feststellen, ob die grüne LED nur bei 0,00 Promille oder auch noch darüber bis zu einem bestimmten Wert leuchtet.

Die Obergrenze für die Messung liegt bei 1,99 Promille, wobei auch bei diesem Wert definitiv eine Fahruntüchtigkeit vorliegt. Ich persönlich könnte auch mit 0,4 Promille nicht mehr fahren. und bei uns in Österreich sind 0,5 Promille erlaubt.

Bei einem Versuch direkt nach dem Alkoholkonsum wurde die Obergrenze bereits erreicht, weil der Alkohol über die Schleimhäute an die Atemluft abgegeben wird. Auch längere Zeit nach dem Konsum ließ sich noch Alkohol feststellen. Erst etwa eine Stunde nach 1cl Schnaps wurde wieder 0,00 Promille angezeigt.

In wie weit die Messungen stimmen kann ich natürlich nicht sagen, aber ich erhalte durch das Gerät zumindest eine Information, ob das Beifahren bei einer Ausbildungsfahrt grundsätzliche eine gute oder eher schlechte Idee für den Fahrschüler und mich wäre.

Somit ist alles soweit in Ordnung, der Preis stimmt und mir fehlt lediglich ein Täschchen für die Aufbewahrung und eventuell Batterien, damit man den Alkoholtester gleich verwenden kann.

Zu bekommen ist der Tester direkt im Shop von Audew und auf Amazon


Donnerstag, 9. Mai 2019

GIRA Homeserver 3 - der schleichende Tod


Die Grundidee des GIRA Homeserver hat mir sehr gut gefallen, da sich damit wirklich viele Aktionen in der häuslichen Elektroinstallation umsetzen lassen, die ohne Programmierlogik einfach nicht machbar wären.

Unser GIRA Homeserver 3 (der schon seit Jahren EOL - End Of Life - ist, und bereits durch den GIRA Homeserver 4 abgelöst wurde)  steuert so gut wie jeden bereich des Hauses. Genauere Infos über die Funktionen, die ich mit dem Homeserver umsetzte findest du im Hausbau-Blog im Beitrag über KNX. Wir kümmern uns kaum mehr manuell um irgend welche Rollläden oder Beleuchtungen, denn das meiste läuft voll autonom ab. Zudem spricht unser Homeserver seit etwa zwei Jahren mit Alex unserer Amazon Echos im Haus. Näheres dazu findest du wieder in einem Beitrag in unserem Hausbau-Blog. So wurde der Komfort durch spezielle Routinen noch erweitert. Mit einem einzelnen Kommando werden nun morgens zum Frühstück die richtigen Rollläden geöffnet, bestimmte Beleuchtungen eingeschaltet, der Strom der Espressomaschine eingeschaltet, die aktuelle Außentemperatur und die kommenden Termine des Tages angesagt und schlussendlich unser Lieblingssender aufgerufen.

Es ist also offensichtlich, dass unser GIRA Homeserver bereits voll integriert war und es mehr als betrüblich ist, wenn er nicht funktioniert. Leider ist es aber nun so, dass die Hardware, die GIRA für ihre Homeserver verwendet nicht zwingend für einen 24/7 Betrieb über mehrere Jahre ausgelegt ist. Vor allem mit dem Power-Board, der Platine die das Mainboard und den Speicherchip mit Energie versorgt, dürfte es in sehr vielen Fällen Probleme geben.

Symptome

Unser Homeserver hatte in letzter Zeit immer wieder Probleme mit der Netzwerkverbindung. Die schob ich eigentlich auf den Provider und die Tatsache, dass der Server über eine Powerline-Verbindung mit dem Netzwerk verbunden ist. Ich dachte also nicht dran, dass es ein Problem mit dem Server selbst geben könnte.

In letzter Zeit kam es dann ab uns zu vor, dass der Server nach einem Update nicht wieder hochfuhr. Nach einem Ausschalten und Wiedereinschalten ging das aber dann, also dachte ich eher an ein Problem beim Booten, das womöglich durch die Update-Routine hervorgerufen sein könnte.

Auf den RTR-Displays stand plötzlich eine falsche Uhrzeit und ein falsches Datum, und wegen der falschen Zeit versagte die Rollladensteuerung komplett und öffnete alle Rollläden bereits um 4:30 morgens. Und das obwohl der Dämmerungssensor zu diesem Zeitpunkt sicher noch einen zu geringen Wert für das Öffnen sendete. Spätestens jetzt war ich leicht in Panik, weil es erstmals zu massiven Fehlfunktionen im System kam.

Zuletzt reagierte der Homeserver dann nicht mehr auf den Tastendruck des Power-Knopfes, wobei auch hier interessanter Weise der Klick am Druckpunkt des Schalters ausblieb. Hätte also auch der Taster sein können. Leider reagierte der Server auch nicht, nachdem ich die kleine Platine mit dem Schalter ausbaute und den Steuerkontakt direkt herstellte.

Das Gerät ließ sich nun unter keinen Umständen mehr starten und zeigte absolut keine Reaktion.

Die Fehlersuche

In meiner ersten Panik kontaktierte ich mal GIRA per Mail....auf diese Anfrage habe ich bis heute keine Reaktion erhalten, aber es ist ja auch erst zwei Wochen her. Eigentlich wollte ich ja nur wissen, ob es außer dem Mainboard noch andere Ursachen für das Verhalten geben könnte.

Nun wählte ich die Telefonnummer, die ich auf der GIRA Website fand und rief dort direkt in der Technik an. Der freundliche Techniker erklärte mir in kurzen Worten, dass die die Hardware des Homeserver 3 bereits seit 2012 End Of Life wäre, also nicht mehr supportet wird, und es aus diesem Grund auch nicht möglich wäre das Gerät zu ihnen einzuschicken. Es gäbe nur eine Lösung und zwar wäre das der Kauf des GIRA Homeserver 4 oder des GIRA Facility Server, die sich nur durch die Bauform und den Preis unterscheiden. Cool habe ich in diesem Zusammenhang die Aussage des Technikers gefunden, dass die Software des Homeserver lizenzfrei und kostenlos herunter zu laden wäre und man dafür nicht bezahlt. Man bezahlt nur für die Hardware, daher gäbe es auch keine Möglichkeit den HS3 kostengünstiger zu ersetzen als durch einen Neukauf. Lustig ist, dass die verwendete Industrie-Hardware beim HS3 und HS4 nicht mal 500 Euro Wert ist und dann mit einer Spanne von mindestens 1.300,- Euro verkauft wird. So kann man es auch machen.

Somit wäre laut GIRA die einzige Möglichkeit unser Smart-Home wieder zum Laufen zu bringen, die Neuanschaffung des rund 1.800,- Euro teuren HS4. Die Tatsache, dass die verbaute Hardware im HS4 bereits seit Anfang 2019 End Of Life ist und es daher auch nur Ersatzteile aus Restbeständen gibt machte mir die Entscheidung dahingehend jedoch nicht leicht.

Also begann ich mit einem Multimeter durchzumessen wo nun eigentlich die Spannung oder der Strom fehlen würden und stellte fest, dass am Anschluss des Mainboards keine Spannung anliegt und der Fehler daher bereits in der Platine davor liegen musste. Das machte mich ein wenig zuversichtlicher, da ich bis zu diesem Zeitpunkt auch schon auf der Suche nach einer alten VIA  Epia-LN Platine war, dem EOL Mainboard, das im Homeserver verbaut ist. Da das Linus des HS genau auf diese Hardware gebrandet ist, kann leider keine andere Hardware verwendet werden. Auf Aliexpress fand ich das Board gebraucht zu einem Preis von mindestens $ 180,- natürlich immer mit dem Risiko, dass die Platine nicht richtig funktioniert, die BIOS Einstellungen nicht passen oder einer der Treiber nicht passt, weil unter Umständen ein anderer Chip verwendet wurde.

Die Suche nach einer Lösung

Da sich die Power-Platine als Hauptschuldiger für meine Probleme nahezu aufdrängte, musst ich nun nach einer Lösung suchen, die einerseits günstig und andererseits dauerhaft wäre. Nun dürften die Platinen der Stromversorgung im HS3 oft wegen thermischer Belastung den Geist aufgeben. Also wollte ich eigentlich die Verwendung eines vergleichbaren Gehäuses vermeiden, auch wenn ich die niedrige Bauform des Gehäuses schätze, denn so lässt es sich bei uns im Verteilerschrank unterbringen. Um jetzt aber thermische Probleme auszuschließen wählte ich als Ersatz ein Cooler Master Cube-Gehäuse im Mini-ITX Faktor inklusive 120mm Lüfter und für Standard-ATX Netzteile geeignet. Das Thermaltake Netzteil ist mit über 500W wesentlich überdimensioniert, da der GIRA Homeserver 3 sich mit rund 20-30W begnügen würde. Hier war hauptsächlich der Preis und die Eignung zum Dauerbetrieb ausschlaggebend für die Entscheidung. In Summe habe ich nun knapp über 90 Euro ausgegeben.

Der Umbau der Komponenten war nun reine Formsache. Mainboard raus, Stromversorgungen kappen und alles im Cooler Master Gehäuse einbauen. Die Front-USB-Anschlüsse des Gehäuses habe ich sicherheitshalber nicht mit dem Mainboard verbunden, da es möglich wäre, dass es während des Bootvorganges mangels Treiber zu Problemen kommen könnte. Die beiden Anschlüsse an der Rückseite reichten bislang ja schließlich auch.

Nach dem Umbau ist mein GIRA Homeserver 3 nun doppelt so hoch wie ursprünglich und verfügt neben einem integrierten und belüfteten Netzteil auch über einen 120mm Lüfter an der Gehäuseseite, der die passiv gekühlten Komponenten nun wesentlich kühler hält als sie zuvor waren. Unser Homeserver hatte im Normalbetrieb meist eine Temperatur von 38-40° Celsius an der Gehäuse-Außenseite. Nun ist das Gerät nicht mal mehr handwarm. Ja dafür macht es jetzt Geräusche und braucht fast doppelt so viel Energie wie zuvor. Das sind zwar Mehrkosten beim Strom von fast 20 Euro pro Jahr, dafür aber gut 1.700,- Euro Einsparung, weil ich keinen neuen Homeserver kaufen musste. Und wenn durch den höheren Energieverbrauch die Elektronik des Servers länger halten sollte, dann sind mir die höheren Stromkosten mehr als recht.

Fazit

Ein Unternehmen wie GIRA sollte meiner Ansicht über den Support-Prozess von eigenen Produkten nachdenken. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein hochpreisiges Produkt wie der Homeserver nicht mehr supportet wird, weil das neue Gerät bereits am Markt ist und die Hardware EOL ist. End Of Life war das Zeug schon als ich es kaufte, nämlich bei VIA, dem Hersteller des Boards. Mein nächstes Projekt ist jetzt das Studieren der KNX-API. Vielleicht kann ich mir meine Logik in C# umsetzen und über Kurz oder Lang den Homeserver loswerden. Mir wäre ohnehin eine Lösung auf unabhängiger Hardware lieber, dann könnte ich mir ein Backup-Gerät anschließen und einfach umschalten, wenn wieder mal der Server ausfällt.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Bowflex Max Trainer M3i

Über viele Jahre haben Sabine und ich nun bereits einiges versucht um unser Gewicht in Griff zu bekommen. Und in den meisten Fällen haben unsere Bestrebungen zu den gewünschten Ergebnissen geführt.

Wir machten diverse Diäten und verbrachten unzählige Stunden im Fitness-Center. Was wir aus all den Bestrebungen gelernt haben ist, dass es keine Erfolge ohne Verzicht oder Anstrengungen gibt.

Die größten Fortschritte konnten wir mit einer 10-wöchigen ketogenen Diät erzielen. Damals reduzierte ich mein Gewicht um mehr als 10kg  mit lange anhaltendem Effekt. Es trat kein Jojo-Effekt ein. Allerdings ist nun Jahre später wieder fast alles an Gewicht zurück, weil wir nach der Diät unsere Ernährung nicht umstellten. Mit einer Umstellung hätte es auch nachhaltig was gebracht.

Da wir nun keine Einschränkung mehr in Form einer Diät haben wollen, und geringe sportliche Aktivität nicht ausreichen um den Status zu verbessern, sondern lediglich um diesen zu halten, suchte ich nach einer Alternative. Diese sollte eine sportliche Betätigung mit möglichst geringem Zeitaufwand und gutem Trainingseffekt sein. Das Training mit dem Ellipsen-Stepper Bowflex Max Trainer M3i verspricht genau das.

Dieses HIIT Trainingsgerät ist eine Kombination aus Ellipsentrainer (Crosstrainer) und Stepper und schont durch die flüssige Bewegung die Gelenke bei gleichzeitig hohem Energiebedarf.  HIIT steht für High Intensity Intervall Training, einer Trainingsform bei der sich intensive Traininigsphasen mit Relax-Phasen abwechseln. Bowflex hat sich hier auf 14 minütige Trainings spezialisiert. Und genau das hat mich am meisten angesprochen, weil es absolut keine Ausrede dafür gibt, um ein Training an einem Tag auszulassen.

Die Auswahl des Max Trainers

Vom Bowflex Max Trainer gibt es drei unterschiedliche Modelle. Diese unterscheiden im Wesentlichen nur in Bereich der Komfort-Ausstattung. Allen gemein ist das Trainingsprinzip, der grundsätzliche Aufbau, das coole Aussehen und dass sie nur sehr wenig Platz brauchen . Die Modelle M5 und M7 (und in naher Zukunft deren Nachfolger M6 und M8) haben folgende zusätzliche Features.

Bowflex Max Trainer M3i:

  • 8-stufige Magnetbremse mit manueller Verstellung
  • Herzfrequenzmonitor über Brustgurt (im Lieferumfang enthalten)
  • Matrixdisplay ohne Beleuchtung
  • 2 Userprofile
  • 14 Minuten Max Intervall Training / manuelles Training
  • Größe: 117,1 cm x 63,5 cm Grundfläche und 159,8 cm Höhe

Bowflex Max Trainer M5i - Unterschiede zum M3:

  • 16-stufige Magnetbremse mit elektrischer Verstellung (feinere Abstufung der 8 Stufen vom M3)
  • 6 zusätzliche Workout Programme
  • Herzfrequenzmessung über Handgriffe
  • Matrixdisplay mit Beleuchtung
  • Bluetooth + kostenlose Tracking App
  • hochwertige ergonomische Griffe
  • hochwertigere Pedalmatten
  • Gehäuseteile silber statt schwarz
Bowflex Max Trainer M7i - Unterschiede zum M5:
  • 20-stufige Magnetbremse mit elektrischer Verstellung
  • 2 zusätzliche Workout Programme
  • Handgriffe in Fitness-Center Qualität mit spezieller Formgebung
  • Sportperformance Pedale
  • 2 zusätzliche Userprofile
  • komplettes Gehäuse silber
  • volldigitales Display
  • Tabletthalter
  • etwas Größer: 124,5cm x 77,5 cm Grundfläche und 166,4 cm Höhe
Wir haben uns für den Bowflex Max Trainer M3i entschieden, weil meiner Meinung nach der Aufpreis von jeweils 700,- Euro je Modell für die relativ geringen zusätzlichen Features nicht gerechtfertigt ist. Natürlich würde mir das Topmodell gut gefallen, aber der Preis ist dann doch mehr als doppelt so hoch. Dabei ist das wichtigste Feature schon ab dem M3 an Bord, nämlich das 14-Minuten High Intensity Intervall Training, und die grundsätzliche Konstruktion ist vergleichbar mit dem Topmodell.

Der Zusammenbau des Max Trainers

Die Lieferung erfolgte innerhalb von nicht ganz zwei Wochen mit dem Paketdienst. Das Gerät wird in zwei Paketen verpackt geliefert. In einem Paket befindet sich der Body, der auf einer Holzplatte befestigt ist. Im zweiten Paket befinden sich die restlichen Teile, die Anleitungen sowie sämtliche Schrauben und Werkzeuge, die zum Aufbau benötigt werden. 
Der Aufbau ist nicht besonders kompliziert und wird ausführlich und in deutscher Sprache erklärt. Allerdings muss man einige Handgriffe zu zweit erledigen, weshalb der Aufbau nicht alleine gemacht werden sollte. Vor allem um den Body auf das Grundgestell zu stellen sollten zwei Personen Hand anlegen, auch wenn der Body nicht besonders schwer ist, ist es wesentlich einfacher und sicherer. Außerdem besteht während des Aufbaus das Risiko sich an manchen Stelle einzuklemmen, weil die Verkleidungen erst nach und nach geschlossen werden.

Nach knapp 40 Minuten war der Max Trainer zusammengebaut und einsatzbereit.

 Die Einstellungen

Der Bowflex Max Trainer M3i ist besonders leicht zu bedienen. Am rechten Handgriff kann man den Widerstand durch Drehen des Griffes in 8 Stufen einstellen.

Die beiden Userprofile lassen sich leicht anpassen. Dazu muss man lediglich das Userprofil anwählen (durch Drücken der 'USER' Taste) und dann die 'USER' Taste lange drücken. Nun kann man das Alter, das Geschlecht, das Gewicht und die Körpergröße einstellen.

Für die Trainingseinheiten kann man die Dauer der Intensivphasen und die Dauer der Relaxphasen sowie das Trainingsziel in Kalorien/Minute einstellen. Dieses Training wird später durch Druck auf den 'MAX' Button abgerufen. Das ist auch schon alles was man einstellen kann. Alles Andere ergibt sich während der Benutzung des Trainingsgerätes.


Das Training

Um das Max-Training zu starten muss man nur auf die 'MAX' Taste drücken. Daraufhin wird auf der Kalorien-Anzeige durch LEDs ein zu erreichender Sollwert angezeigt. Man muss nun die Geschwindigkeit so wählen, dass sich der Zeiger in dem angezeigten Bereich befindet. Jede Intensiv-Phase wird durch eine Relax-Phase abgelöst. Nach 14 Minuten ist das Training vorbei und die verbrauchten Kalorien werden in roten Zahlen angezeigt.

Jede Phase wird durch einen 3-sekündigen Countdown eingeleitet. Dieser Countdown motiviert noch mal zusätzlich alles zu geben. Außerdem sind die einzelnen Abschnitte vond er Dauer her überschaubar und dementsprechend zu schaffen.

Das Training selbst ist sehr intensiv und geht ganz schön an die Substanz. Ich hätte nicht gedacht, dass 14 Minuten Training so anstrengend sein können. Wobei meiner Meinung nach die Relax-Phasen fast schon schwieriger zu halten waren, weil man die flüssige Bewegung eher langsam halten muss. Am nächsten Tag spürte ich meine Muskeln vor allem in den Beinen schon ziemlich. Bei geringem Widerstand trainiert man hauptsächliche die Beinmuskulatur und bei steigendem Widerstand braucht es dann auf jeden Fall auch die Arme. Vor allem für die intensiven Trainingsphasen. Dadurch wird der ganze Körper trainiert, von den Beinen bis zur Schulter.

Ergebnis

Wie erfolgreich das Training sein wird, weiß ich in rund 10 Wochen, denn so lange werde ich jetzt mal  täglich 14 Minuten lang mit dem Max Trainer trainieren. Dann gibt es einen Zwischenbericht mit Körpermaßen und entsprechenden Vergleichen. Spätestens dann wird klar sein, ob sich die Investition gelohnt hat.

Donnerstag, 7. März 2019

Eurowings und der Flug in die Service-Wüste

Gleich vorweg muss ich sagen, dass bislang wirklich alles geklappt hat mit der Eurowings. Wir sind schon oft mit dieser Airline geflogen und hatten bisher keinen Grund zur Beschwerde. Allerdings sind wir bekannter Maßen auch keine Leute die sich beschweren, wenn es nicht wirklich große Probleme gibt.

Und genau das ist jetzt der Fall. Wir kommen im Moment in den zweifelhaften Genuss, regelmäßig mit der sogenannten Hotline der Eurowings zu telefonieren. Der Grund dafür ist einfach, aber umso unverständlicher für uns. Aber dazu gleich mehr.

MitarbeiterInnen in Call-Centern und auch jene in den dahinter arbeitenden Fachabteilungen sehen sich nicht mehr als Dienstleister, sondern pochen auf ihr Recht als MitarbeiterIn und als Person. Dabei vergessen sie nur zu gerne, dass die Anrufer ihre Freizeit wegen solcher Probleme opfern müssen. die Anrufer werden nicht dafür bezahlt mit den Leuten der Hotline zu telefonieren. Kundinnen und Kunden haben das Gefühl gegen eine Wand anzurennen, denn die Zeiten in denen Kundinnen und Kunden noch Könige waren sind längst vorbei. In Zeiten in denen man an jeder Ecke um sein Recht als Verbrauchen kämpfen muss, liegt es mir am Herzen meine Erfahrungen mit anderen Usern zu teilen.

Was bisher geschah

Wir hatten eine Flugreise mit unseren Kindern nach Florida geplant. Da diese im Spätsommer stattfinden soll und wir gerne frühzeitig buchen, kaufte ich die Tickets bereits Ende Dezember und musst natürlich die Tickets auch gleich bezahlen. Mit über 5.000,- Euro kein Schnäppchen mehr, aber wir wollen ja verreisen, also soll der Preis hier kein Thema sein.

Ich erhielt wenige Minuten nach der Buchung die Buchungsbestätigung in der die Flüge - wir fliegen mit Zwischenlandung in Düsseldorf - und die auf den entsprechenden Flügen reservierten Sitzplätze angegeben waren, die Flüge wurden ind er APP angezeigt und das Geld wurde vom Konto abgebucht. Für mich war somit alles in Ordnung.

Nur durch Zufall checkte ich am 28.2.2019 in der App unsere Flugreise und musste feststellen, dass die Sitzplatzreservierungen meiner Familienmitglieder für den letzten Flug von Düsseldorf nach Wien nicht mehr angezeigt wurden. Also versuchte ich die Plätze wieder zu reservieren und erhielt die Information über die App, dass in dem Flugzeug nicht mehr ausreichend Sitzplätze zur Verfügung stehen würden.

Was ich nicht sofort, sondern erst nach meinem ersten Anruf bei der Hotline erkannte war, dass sich nicht die Reservierung der Plätze sondern der Flug geändert hatte. Wir wurden auf einen späteren Flug umgebucht und das obwohl der Flug zu diesem Zeitpunkt bereits ausgebucht war. Zudem wurden wir darüber nicht in Kenntnis gesetzt, erhielten kein Mail, keinen Anrufen, einfach keine Information.

Der erste Kontakt zur Hotline am 28.2.2019

Zuerst dachte ich an einen Fehler in der App und rief bei der Hotline der Eurowings an. Die Dame war freundlich, aber in ihren Möglichkeiten eingeschränkt, da sie mir zwar bestätigen konnte, dass die Sitze nicht reserviert werden könnten weil nicht mehr ausreichend Plätze zur Verfügung standen, jedoch keine Lösung anbieten konnte. Sie versuchte mir zu erklären, dass es sich um einen Maschinentausch zu einer kleineren Maschine handelte und das passieren könnte. Ihr Lösungsansatz war, dass wir einfach mal fliegen sollten und am Flughafen in Düsseldorf bei der Heimreise dann einfach schauen sollten ob Plätze frei wären. Es gäbe immer wieder Leute die den Flug nicht antreten würden, wodurch Plätze frei würden. Sollten keine Plätze frei sein, dann müsste ich alleine fliegen (und ja ich müsste fliegen, da ich ja einen reservierten Platz habe) und meine Familie bliebe zurück in Düsseldorf wofür wir dann eine Erstattung des Flugpreises erhalten würden. Sie würde aber noch die Fachabteilung kontaktieren und versuchen spätestens nächsten Tag noch eine andere Lösung anzubieten.

Der zweite Kontakt zur Hotline am 1.3.2019

Nachdem kein Anruf kam, ich aber trotzdem eine Lösung wollte, rief ich erneut bei der Hotline an. Interessant war, dass laut der Aussage der ebenso freundlichen Dame am Vortag nichts weiter passiert wäre. Auch sie versuchte mir das Märchen des Maschinentauschs aufzutischen. Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sich die Flugnummer geändert hatte und es sich nicht um einen Tausch des Fluggeräts, sondern um eine Umbuchung auf einen anderen Flug handelt. Meiner Bitte mit jemanden sprechen zu dürfen der sowohl die Kompetenz als auch die Berechtigung besäße um mir zu helfen wurde nicht nachgekommen. Jedoch erklärte mir die Dame, dass ohnehin nur was getan werden könne, wenn ich mich schriftlich an die Fluglinie wenden würde. Sie würde 30 Minuten nach unserem Telefonat ins System sehen und meine Mail rauspicken, um diese zur Fachabteilung weiterzuleiten. Was sollte ich also anderes tun als ein Mail zu schreiben.

Der dritte Kontakt diesmal per Mail am 1.3.2019

Also schrieb ich ein Mail mit der Darstellung des Sachverhaltes und mehreren Lösungsvorschlägen, die von unserer Seite aus akzeptabel wären. Und da mir die Dame an der Hotline ja versicherte mein Mail sofort weiter zu leiten, legte ich noch die Bitte einer schnellen Bearbeitung innerhalb von 24 Stunden und meine Telefonnummer bei.

Der vierte Kontakt jetzt wieder zur Hotline am 2.3.2019

Wieder eine freundliche Dame, und wieder keine Berechtigungen eine Lösung für mein Problem herbei zu führen. Aber diese Dame hatte zumindest mal Verständnis für mein Dilemma bekundet und mir versprochen gleich am Montag mit meinem Anliegen zu ihrem Vorgesetzten zu gehen, damit dieser sich des Problems annehmen könne. Auf meine Frage wie lange das dauern würde, sagte sie, dass das Problem im Laufe der Woche gelöst sein müsste. Also sagte ich ihr, dass ich am Mittwoch der kommenden Woche wieder anrufen würde.

Der fünfte Kontakt zur Hotline am 6.3.2019

Wie versprochen rief ich am 6.3.2019 wieder an, nur um zu erfahren, dass in der Angelegenheit nichts passiert ist. Aber der diesmal männliche und ebenso freundliche Mitarbeiter versprach mir sich sofort mit der Fachabteilung auseinander zu setzen und mich noch im laufe des Tages zurück zu rufen. Oder zumindest würde ich einen Anruf aus der Fachabteilung erhalten. Euch jetzt raten zu lassen ob ich angerufen wurde, wäre eigentlich lächerlich, da ihr es sicher schon vermutet habt, dass natürlich niemand von Eurowings bei mir anrief. Das traurige daran ist, dass ich mir fast sicher bin, dass nicht einmal eine entsprechende Fachabteilung gibt, die mehr ausrichten kann am System als die Call-Center-MitarbeiterInnen, ich aber immer mit dem Bullshit vertröstet werde, dass sich aus dieser ominösen 'Salzamt'-Abteilung jemand kümmern würde. Wie auch immer, wartete ich natürlich wieder 24 Stunden ab bevor ich mich wieder meldete.

Der sechste Kontakt zur Hotline am 7.3.2019

Diesmal bekam ich wieder eine freundliche Dame an den Hörer, die mir die gleichen sinnbefreiten Floskeln über die Telefonleitung  schickte, wie ihre Kollegen an den Tagen davor. Sie könne keine Sitze reservieren, sie könne den Flug nicht ändern und sie werde es an die Fachabteilung weiterleiten. Ich möge ihr doch bitte meine Telefonnummer für einen Rückruf hinterlassen, damit sie sich sofort melden kann, wenn die Fachabteilung den Fall abgeschlossen hat. Das könnte noch im Laufe des Tages sein, aber sicher innerhalb der nächsten sechs Wochen. Echt jetzt? 6 Wochen? 42 Tage?
Wenn einer meiner Mitarbeiter mir erklärt, dass er für einen Aufgabe wie diese, die langsam ausgeführt in etwa 10-20 Minuten Bearbeitungszeit benötigt, bis zu 6 Wochen benötigt, dann muss ich mich wohl oder übel von diesem Mitarbeiter trennen. Denn so eine Person ist wirtschaftlich nicht tragbar. Bei einer Fluglinie sehen die Verantwortlichen das jedoch scheinbar anders. Wie auch immer führte mich das nun zu meinem nächsten Kontaktversuch.

Der siebente Kontakt diesmal wieder per Mail auch am 7.3.2019

Mittlerweile hat mich die Geduld verlassen, weil ich für dieses Blockadeverhalten absolut kein Verständnis aufbringen kann. Daher schrieb ich erneut ein Email an die Email-Adresse der Eurowings service@eurowings.com . Darin beschrieb ich erneut den Sachverhalt und führte auch wieder Lösungsvorschläge an. Zusätzlich gab ich diesmal auch die Information über meine Liebe zum Schreiben und zur Öffentlichkeit bekannt. Und auch wenn es den MitarbeiterInnen der Eurowings ziemlich egal sein wird, weil die sich vorrangig um bessere Dienstverträge und Arbeitsbedingungen bemühen müssen, so sind reale negative Erfahrungen im Netz ein herber Schlag für Unternehmen die Ihre Dienstleistungen vorwiegend online verkaufen. Es gibt bereits einige wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema, die versuchen die Kosten für ein Unternehmen in Zahlen zu fassen, die anfallen, um negative Erfahrungsberichte von Kunden durch Marketingmaßnahmen zu egalisieren. Auch wenn ich selbst nichts davon habe, so ist der Schaden durch negative Stimmungen im Netz enorm.

Die Lösung

Lästig sein zahlt sich aus, denn am 8.3.2019 kam nun endlich ein Mail von Eurowings in der sie sich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigten und die positive Erledigung meiner Beschwerde bestätigten. Nahezu gleichzeitig kam die neue Buchungsbestätigung nun auch wieder mit zugewiesenen Sitzplätzen. Somit ist nun alles in Ordnung. Schade ist nur, dass es erst nötig war mehrfach anzurufen, zu schreiben und den Hinweis über negative Berichterstattung in den Raum zu stellen. Hier besteht durchaus Potential für Verbesserungen.