Mittwoch, 24. Mai 2017

Crenova FM-02 Nebelmaschine für Partys und natürlich Halloween

Alle Jahre wieder kommt bei uns zwar auch das Christkind, aber dafür brauchen wir die Nebelmaschine nicht. Wir verwenden sie hauptsächlich für die Halloween-Deko und dann meistens im Freien. Daher müssen unsere (mittlerweile 4 Stück) Nebelmaschinen eine ordentliche Leistung liefern, da sonst nicht die richtige Stimmung aufkommt.

Die FM-02 ist ein sehr kleines Gerät, was auch der Grund für den Kauf war. Die anderen Nebelmaschinen sind ziemlich groß und lassen sich daher kaum verdeckt in unsere Deko integrieren. Da wir nun aber eine Nebelmaschine benötigen, die in einem Grab (siehe Bild) Platz findet, musste diese kleiner sein als herkömmliche Maschinen. Trotz der kleinen Bauform liefert diese Nebelmaschine eine dichten Nebel und steht den größeren Modellen auch bei der Nebelmenge je Heizvorgang um Nichts nach.

Im Lieferumfang enthalten ist die Nebelmaschine, ein Montagebügel und zwei Sets mit je 2 Rändelschrauben für die Montage des Bügels. Außerdem gibt es eine Fernbedienung mit Kabelanschluss und Bereitschaftsanzeige, ein Ansnschlusskabel und eine Bedienungsanleitung.

Um loslegen zu können braucht man nur noch Nebelfluid einfüllen, die Kabel anstecken und das Gerät über den Schalter an der Rückseite einschalten. Hier offenbart sich eines der beiden Mankos, die mir aufgefallen sind. Denn die Aufheizdauer der Nebelmaschine ist mit etwas über 5 Minuten ziemlich lang. Da das Gehäuse recht klein ist wird es an der Außenseite auch ziemlich heiß. Nicht so, dass man sich verbrennen würde, aber doch erheblich. Zudem sind bei den ersten Verwendungen ziemlich unangenehme Gerüche aus der MAschine aufgestiegen. Ein bisschen wie verbrannter Lack, oder wenn elektronische Bauteile abrauchen.

Der zweite Nachteil ist meiner Meinung nach der etwas klein geratene Fluid-Behälter dessen Deckel dann auch noch schlacht schließt. Vor allem beim Deckel würde ich mal von einer eher schleißigen Verarbeitung ausgehen. Dafür funktioniert bei der Maschine etwas, was wir bei unserer Deko dringend brauchen, nämlich das automatische Nebelausstoßen, wenn die Zwischenheizphase beendet ist. Dazu fixieren wir den Auslöse-Taster mit einer Klemme und halten ihn permanent gedrückt. Wenn fertig aufgeheizt ist, wird für etwa 30-40 Sekunden Nebel produziert. Dann folgt wieder eine etwa 2-3 Minuten lang dauernde Heizphase. Mit mehreren Maschine entsteht auf diese Weise eine Eigendynamik, weil sie unterschiedlich lange brauchen um aufzuheizen.



FAZIT


+ sehr kleine Bauform und leicht unterzubringen
+ dichter Nebel mit weitem Ausstoß
+ Maschine kann aktiviert bleiben und startet nach der Heizphase automatisch
+ Maschine selbst wirkt gut verarbeitet

+/- Zwischenheizphasen von ca. 2-3 Minuten sind etwas lang (ist aber nur ein Problem, wenn man einen kompletten Nebelstoß mit etwa 30-40 Sekunden durchführt)
+/- ziemlich kleiner Behälter (nur 250ml), der für etwa 600 Sekunden Nebel reicht
+/- Deckel des Behälter schließt nicht dicht und geht leicht auf

Also um es kurz zusammen zu fassen: diese Nebelmaschine hat zwei kleine Nachteile: Der Deckel des Behälters und dessen geringe Größe bzw. die etwas lange Aufheizdauer. Dafür ist die Nabelmaschine extrem klein, lässt sich gut verstecken und integrieren (oder auch lagern) und wenn man, so wie wir, den Schlauch der in den Fluidbehälter führt verlängert und in einen 5 Liter Kanister einhängt, dann nebelt das Teil bis zu 12.000 Sekunden oder (mit den Heizphasen gerechnet) mehr als 24 Stunden durchgehend.

5 von 5 Sternen



Montag, 22. Mai 2017

Magicsee P3 VR360 4K Panoramakamera

Für eine Städtereise nach New York kauften wir uns letztes Jahr eine 360° Kamera, um außergewöhnliche Erinnerungen festzuhalten. Dabei handelte es sich um den Vorgänger dieser Cam mit einer geringeren Auflösung. Trotz der geringen Auflösung erhielten wir einmalige Erinnerungen an unsere Reise. Des Besondere daran erschließt sich zuhause bei der Verwendung einer virtuellen Brille, denn so fühlt man sich wieder zurückversetzt an den Ort der Aufnahme. Wir machten zum Beispiel eine Rundfahrt mit einem Sightseeing Bus und filmten dabei. Man kann sich später im Video umsehen und entdeckt Details die direkt bei der Fahrt oft nicht zu erkennen waren.

Der Lieferumfang dieser Kamera ist ziemlich umfangreich, im Vergleich zu anderen Panorama-Kameras:

* die Vollsphären-Kamera
* ein Unterwassergehäuse wie man es von Actioncams kennt
* diverses Montagematerial für die Helmmontage
* ein austauschbarer Akku
* ein USB Ladekabel
* eine Englischsprachige Kurzanleitung
* eine stabile Tasche für die Aufbewahrung

Inbetriebnahme

Theoretisch kann man die Kamera auch ohne Smartphone-App benutzen, da die Einstellungen direkt an der Kamera über das kleine Display und die vier Bedientasten eingestellt werden können. Es ist sogar die Sprache Deutsch vorhanden, was die Benutzung vereinfacht.

So lassen sich direkt an der Kamera die Auflösung der Foto- und Videoaufnahmen einstellen, das Datum, die Uhrzeit und viele andere Parameter festlegen. Es gibt Zeitraffer und zeitversetzte Aufnahmen und vieles mehr. Jedoch muss man bei direktem Auslösen über die Kamera in Kauf nehmen, dass man die Hand auf der Aufnahme sieht.

Besser lässt sich die Kamera mit der passenden App betreiben.

Die App

Es beginnt ziemlich holprig, weil die App 'Magicsee360' im Playstore nicht gefunden werden kann. Nach einer etwas längeren Suche auf der Website des Herstellers konnte ich die APK finden für deren Installation man die Sicherheitseinstellungen des Android-Smartphones übergehen muss und Apps von unbekannten Orten zulassen.

Hat man die App installiert, dann muss man die Kamera mit dem Smartphone via WLAN verbinden. Ist das erledigt, dann können die Einstellungen der Kamera über das Smartphone geändert werden, Videos und Fotos von der Kamera geladen und die Aufnahmen ausgelöst werden.

Beim Abrufen der Videos und Bilder kann man unter unterschiedlichsten Darstellungsformen, wie Panorama, Vollsphäre, etc. wählen und theoretisch die Inhalte direkt über verschiedene Plattformen teilen. Leider ist genau das ein echtes Problem bei dieser App, weil die Metadaten nicht korrekt gesetzt werden und zB. auf Facebook sowie auf Youtube keine Panorama-Darstellung erfolgt. Bei unserer letzten Kamera konnte das durch eine Verwendung einer App eines Drittanbieters oder durch das nachträgliche Einfügen von Metadaten am PC behoben werden.

Die Aufnahmen

So, wenn man nun von 4K spricht, dann denkt man sofort an super-hochauflösende Fernseher und gestochen scharfe Bilder. Das trifft auf eine Vollsphärenkamera leider nicht zu, weil sich die 4K-Auflösung auf beide Linsen aufteilt. Durch das Fischauge-Objektiv verteilen Sich die vorhandenen Bildpunkte dann auch noch auf einen viel größeren Bildausschnitt. Also wirken Aufnahmen dieser Kamera selbst mit 4K noch ein bisschen unscharf und verwaschen. Dieser Effekt verstärkt sich umso mehr, wenn die Beleuchtung schwach ist.

Im hellen Tageslicht sind die Bilder und Videos wirklich sehr gut anzusehen und detailliert genug, wenngleich sie natürlich nicht mit Full-HD Aufnahmen vergleichbar sind. Zwar hat jeder Chip eine Full-HD Auflösung, aber eben wieder auf 180° Blickwinkel vertikal und horizontal.

Bei schnellen Bewegungen sind trotz der 30fps leichtes Shadowing und Fading zu erkennen. Dabei entsteht der Effekt einer schwachen Kantenschärfe.

Speicherplatz

Ich verwende eine 32GB Class10 Micro-SD Karte, die schnell genug ist für durchgehende Aufnahmen. Da ein Foto rund 3MB Speicherplatz benötigt, kann man fast 10.000 Bilder auf einer entsprechenden Karte speichern. Für Videoaufnahmen in höchster Qualität werden 100MB/Minute belegt. Somit finden rund 320 Minuten oder mehr als 5 Stunden Videomaterial auf einer 32GB-Karte Platz. Die Kamera kann mit maximal 64GB Micro-SD Karten betrieben werden.

FAZIT

Auch wenn diese Kameras noch nicht zu 100% ausgereift sind, ist es eine wunderbare Möglichkeit besondere Aufnahmen von Feiern oder bei Städtereisen zumachen, die einen erweiterten Blickwinkel zulassen. In einigen Jahren wird 360° Fotografie und Filmen zum Standard gehören. Bis dahin liefert diese Kamera aber bereits eine sehr gute Möglichkeit für spezielle Aufnahmen und einzigartige Erinnerungen. und das bekommt man auch noch zu einem vernünftigen Preis. Das Besondere an dieser Kamera ist dann neben der Auflösung auch noch das unterwassertaugliche Sportgehäuse mit dem man die Kamera so gut wie überall bedenkenlos verwenden kann.

5 von 5 Sternen



Donnerstag, 18. Mai 2017

iO4 720p Mini-DLP Beamer von iOWCHOW

Möglicherweise ist euch ja schon aufgefallen, dass ich derzeit massiv in der Vorbereitung der diesjährigen Halloween-Deko stecke, und im Zuge dessen unzählige Projektoren kaufe und ausprobieren.

Warum?
Die letzten Jahre bauten wir diverse Deko-Elemente selbst und versuchten immer wieder etwas Neues zu bringen und kommen nun leider zu dem Punkt, wo wir alle die Dinge nicht mehr lagern können. Also muss ein neuer Ansatz her .Der größte Teil der Deko wird dieses Jahr aus digitaler Dekoration bestehen. Dabei werden in den Fenstern des Hauses Gruselszenen gezeigt, im Garten auf ein 3D-Modell Szenen projiziert und wahrscheinlich ein kleiner "Grusel-Parcours" aufgebaut.

Der Vorteil der digitalen Deko ist, das man die Projektoren leicht verstauen kann, und es nur noch ein paar Leinwände und Spezialstoffe braucht. Natürlich haben Digitale Dekos auch einen Nachteil....den Preis, denn die Projektoren sind zwar schon sehr günstig zu bekommen, aber geschenkt sind sie auch nicht.

So und jetzt zu diesem Mini-Beamer, der mit Abstand das teuerste Modell in meiner Projektor-Sammlung ist. Und gleich vorweg kann ich sagen, dass dieser Beamer auch jeden Cent wert ist.

Lieferumfang

Schon die Box in der dieses Gerät geliefert wird, ist derart klein, dass manches größere Smartphone darin Platzangst bekommen würde. Darin ist dann auch noch eine Menge Zubehör hoch professionell geschlichtet (ich glaube nicht, dass man das jemals wieder verpackt bekommt, wenn man alles raus genommen hat).

* der Mini-Beamer mit schöner glänzender Oberfläche
* eine Fernbedienung, die vermutlich über Bluetooth verbunden wird (inkl. 2 AAA-Batterien)
* ein Dreibeinstativ
* ein Netzteil mit USB Typ-C Anschluss und EU sowie UK Stecker-Aufsatz
* ein USB Typ-C Ladekabel mit 120cm Länge
* ein HDMI-Kabel mit 100cm Länge
* eine englischsprachige Betriebsanleitung

Somit bekommt man alles mitgeliefert was benötigt wird, um den Projektor zu verwenden.

Die Anschlüsse

Trotz der ultrakompakten Bauweise ist alles da was man braucht. Mehr als die Möglichkeiten aufzuzählen braucht es hier nicht, sie sprechen für sich.

* WLAN
* USB
* HDMI
* Audio-Out
* USB Typ-C für die Stromversorgung


Los geht´s

Netzteil mit dem EU-Aufsatz versehen, Typ-C Kabel am Netzteil und am Projektor anstecken. Fertig.Natürlich kann man, so wie ich auch gleich das Dreibeinstativ anbringen und die Batterien in die Fernbedienung einlegen. Vor allem die Fernbedienung sollte man unbedingt verwenden, weil sich der Mini-Beamer sonst nämlich nicht wirklich bedienen lässt. Er hat zwar an der Oberseite Touch-Tasten für die Lautstärke (-) und (+) sowie einen Menü-Button, aber das wird an Betracht der Funktions-Fülle dieses Geräts etwas schwierig mit der Bedienung, wenn man die Fernbedienung nicht hätte.


Seitlich am Projektor befindet sich der Taster zum Einschalten. Lange drücken und los geht´s.
Das Erlebnis beginnt mit einem geführten Setup bei dem man gleich zu Beginn die Fernbedienung verbinden muss. Dazu muss man auf der FB nur die (-) und (+) Tasten gleichzeitig drücken, der Rest geht automatisch. Sobald die Fernbedienung gekoppelt ist wird man nach der Wunschsprache gefragt. Hier wählte ich Deutsch aus und konnte gleich feststellen, dass die Programmierer der Beamer-Software Fans des Google-Translators waren, denn die Deutsche Übersetzung ist teilweise etwas holprig. Da der größte Teil der Bedienung aber ohnehin über Icons und Symbole geht stört das überhaupt nicht.

Im nächsten Schritt wurden mir sämtliche WLAN Netzwerke der näheren Umgebung angezeigt und ich konnte meines wählen. Da die Fernbedienung über eine "Air-Mouse" verfügt, ist die Eingabe von Passwörtern usw. verhältnismäßig komfortabel. Diesen Schritt könnte man überspringen, wird aber nicht umhin kommen, wenn man Netflix oder Amazon Prime streamen will.

Hat man das Netzwerk verbunden, ist die Einrichtung auch schon fertig. Zuerst suchte ich am Projektor noch nach einer Möglichkeit den Fokus oder die Keystone-Korrektur vorzunehmen. Gebraucht hab ich sie nicht, weil das Bild bereits von Anfang an passte. in meiner Naivität war mir nicht ganz klar warum. Erst als ich auf der Fernbedienung die Taste "AF" entdecke wurde mir klar, dass es eine automatische Einstellung von Fokus und Keystone gibt. Einfacher geht es wirklich nicht mehr.

Die Bedienung

So klein dieser Beamer auch ist, so hochwertig ist seine Ausstattung und das Bedienkonzept. Klar, ohne Fernbedienung geht nichts, aber mit dem kleinen Steuerelement geht alles einfach von der Hand. Grund dafür ist sicher auch, dass der Projektor nicht mr irgendeiner Firmware sondern mit einem Betriebssystem auf Android-Basis ausgestattet ist.

Der Hauptbildschirm ist bunt und sehr einfach gehalten. So kann man mit der Wippe oder der Air-Mouse schnell zu Quellen navigieren, Medien wählen oder Apps öffnen. Außerdem wird angezeigt welche Verbindungen bestehen und wie die Verbindungsqualität ist und auch der Akkustand wird angezeigt. Moment, Akkustand? Ja wirklich, dieser Beamer hat einen eingebauten Akku mit dem er in den ersten Testläufen jeweils fast 2,5 Stunden ohne Netzteil durchgehalten hat. Also ein Fußballmatch oder ein Film ohne Stromversorgung ist drin. Und das macht diesen Beamer wirklich zu einem mobilen Projektor.

Die Auswahl von Quellen und Medien ist ebenso einfach wie das Abrufen von Inhalten direkt über das Internet. In wenigen Minuten war Netflix aktualisiert und verbunden. Ebenso einfach klappte es mit Prime Video. Echt cool.

Zusätzliche Apps lassen sich leicht über den App-Manager ohne Account installieren und können natürlich auch über den Google Playstore bezogen werden, wobei man dann einen Google-Account besitzen oder anlegen muss. Im Prinzip lässt sich der Beamer wie ein Tablet verwenden.

Der Ton

Was erwartet man sich von einem eingebauten Lautsprecher in einem Mini-Projektor? Hoffentlich nicht zuviel, denn mal ehrlich: wer ordentlichen Sound will, muss einen externen Lautsprecher über den Audio-Anschluss verbinden. Und das nicht nur bei dem kleinen Beamer, sondern bei jedem Projektor, weil so gut wie keiner einen guten Klang bietet.

Aber der Ton ist ziemlich laut, wenn man auf maximale Lautstärke geht und reicht völlig, um den Fußballkommentator bei einem improvisierten Semipublic-Viewing mit 10 Leuten noch verstehen zu können. Dass dabei der Sound nicht wirklich prickelnd ist und wie aus dem Lautsprecher eines Smartphones klingt sollte man in diesem Fall vernachlässigen können. Einfach einen mobilen Lautsprecher anschließen und fertig.

Was beim Klang auch sofort auffällt ist, dass der Lüfter zwar präsent, aber durchaus erträglich laut ist. Sobald Ton vom Lautsprecher kommt, wird das Lüftergeräusch so gut wie vollständig übertönt.

Das Bild

Was gibt es Wichtigeres bei einem Beamer als das Bild? Nichts!
Und das Bild ist bei diesem Projektor schon fast übernatürlich gut und kann locker mit größeren und auch teureren Projektoren mithalten (man muss natürlich immer im Blick behalten, dass es sich um ein Gerät in der Größe einer Powerbank handelt).

Die Bildauflösung ist 720p und übertrifft alleine damit schon den größten Teil der am Markt befindlichen Mini-Beamer, die meist nur 800x480 auflösen. Klar ist, dass auch dieser Beamer ein 1080p Signal verarbeiten kann. Wie bei anderen, die diese Auflösung angeben, kann er den Eingang zwar verarbeiten, rechnet das Bild aber auf die geringere Anzahl an Bildpunkten herunter. Aber wie gesagt: 720p ! und die sind echt.

Bei der Helligkeit war ich echt überrascht. Auf der Fernbedienung gibt es eine Taste für die Auswahl zweier Helligkeitsstufen. Im Akkubetrieb konnte ich die heller Stufe nicht wählen. Aber auch in der dunkleren Stufe ist das Bild selbst in nicht abgedunkelten Räumen gut zu erkennen. Bei Tageslicht im Raum bekommt man ein sehr gutes und helles Bild in der helleren Einstellung. Unter allen bislang getesteten Projektoren ist dieser mit Abstand der hellste gewesen.

Lüftergeräusch / Lautsprecher

Mit der Bildschärfe bin ich ebenfalls mehr als zufrieden. Selbst ohne spezielle Leinwand ist das Bild sehr gut und hat bis zum äußeren Rand eine gute Kantenschärfe. Die Einstellung der Schärfe erfolgt ebenso wie die Keystone-Korrektur automatisch, nur durch einen Druck auf den "AF" Button der Fernbedienung. Dazu wird ein Raster eingeblendet und vom Projektor erkannt. Das funktioniert selbst bei schräger Projektion an eine Zimmerdecke, bei der das Bild trapezförmig sein muss damit die Proportionen stimmen.

Auch schnelle Bewegungen und Bildsequenzen bereiten dem verwendeten DLP-Panel keine großen Probleme. Ich konnte auch bei Action-Sequenzen mit Explosionen und schnellen Bildfolgen kaum Fading oder verschwimmen des Bildes erkennen. Nur bei meinem Testvideo (eine Aufnahme tanzender Heilsarmee-Spendensammler in der 5th Avenue in NYC) zeigt ein leichtes Fading bei schnelleren Übergängen zwischen dunkel und hell.

Zudem ist der Kontrast wirklich sehr gut und Schwarz wirkt auch wirklich wie Schwarz ohne, wie bei vielen anderen Geräten, ins dunkle Grau zu verschwimmen.

Die mögliche Bilddiagonale entspricht in etwa der Entfernung des Beamers von der Wand. Bis zu einem Abstand von 3,5m war das Bild noch brauchbar, wenn auch schon etwas schwach aufgelöst. Aber schließlich hatte das Bild dann auch schon eine Diagonale von knapp 3,5m. Begnügt man sich mit 200-250 cm Diagonale, dann ist das Bild ausgezeichnet.

FAZIT

Auch wenn ich es bei der Bestellung nicht zu hoffen gewagt hätte, hat sich dieser Mini-Beamer als bester Projektor in unserem Haushalt herausgestellt. Eigentlich wollte ich das Gerät nur zum Ausprobieren bestellen um dann festzustellen, dass es nicht unseren Ansprüchen gerecht werden würde. Jetzt kann ich den Projektor auf keinen Fall zurück senden, weil ich ihn einfach nicht mehr hergeben möchte. Schon alleine wegen der Tatsache, dass wir damit einfach eine Urlaubsfoto oder -videoshow machen und den Projektor dazu einfach zu Freunden oder Verwandten mitnehmen können. Das alleine ist Grund genug den nicht ganz unerheblichen Kaufpreis in Kauf zu nehmen und das Gerät zu behalten.

Wir hatten den Beamer bei meinen Eltern mit um ihnen die neusten Fotos und Videos von den Kindern zu zeigen. Einfach auf einer freien weißen Wand, ohne Leinwand, ohne Verdunklung und ohne Netzteil. Aufstellen, einschalten und abspielen. Für Filme zwischendurch, für ein Fußballmatch auf der großen Leinwand im Garten oder eben als superportabler Projektor zum Präsentieren ist der Beamer einfach eine Wucht. Nicht zuletzt wegen des eingebauten Akkus, der eine netzunabhängige Nutzung erlaubt.

Mit einem sehr gut aufgelösten Bild ohne merkbares Fading und mit sehr guter Kantenschärfe sowie mit hoher Helligkeit und sehr gutem Bildkontrast ist der Beamer mehr als nur ein Spielzeug, sondern durchaus auch für die tägliche Verwendung im privaten Cineasten-Umfeld geeignet. Hier hilft natürlich auch die gute Bedienbarkeit des auf Android basierenden Betriebssystems und die ausgezeichnet reagierende Fernbedienung.

Aus diesen Blickwinkeln auch jeden Cent des nicht ganz billigen Kaufpreises wert!  Ich bin von diesem Mini-Beamer überzeugt und finde, dass man ihn absolut empfehlen kann.

5 von 5 Sternen


Terra Master F2-220 NAS mit 2 SATA-Einschüben

Ich muss zugeben, dass ich früher (und damit meine ich noch vor der Jahrtausendwende) absolut darauf versessen war mein Netzwerk komplett selbst zu verwalten und damals hatte ich sogar privat mehrere Rechner und einen Server im Windows-Home-Netzwerk. Doch im Laufe der Jahre ändern sich die Anforderungen. Vor allem die Verbreitung von Tablets und Smartphones sowie die massive Einbindung von Cloud-Spaces hatte großen Einfluss auf die schrittweise Reduktion der Server-Hardware in unserem Haushalt. Spätestens als unser Windows Homeserver, den wir mit 4 Stück 2TB Harddisks im Raid5 betrieben, aus unerfindlichen Gründen Teile der Daten zerstörte, verlagerte ich unsere Daten fix auf einen Cloudspeicher. Die Hoffnung keine Daten mehr zu verlieren überwog hier der Angst, dass unsere Daten im WWW von jedem gelesen werden könnten.

Allerdings hat die Cloud auch einen Nachteil, denn die Transferraten steigen dadurch extrem an. Vor allem, wenn wird Urlaubsfilme oder ähnliches ansehen, und die Aufnahmen nicht komprimiert gestreamt werden, sondern bei Bedarf komplett herunter geladen werden müssen. Hier ist eine lokale Lösung durchaus zu bevorzugen. Also warum keine Kombination verwenden?

Da wir nun so ziemlich auf die Sicherheit der Cloud vertrauen und nur eine lokale Lösung mit Standard-Datensicherheit für schnellen Datenzugriff brauchen, reicht mir ein NAS mit 2 Laufwerken, damit wir ein Raid0 einrichten können.

Das Terra Master NAS bot sich an, weil der Preis ok ist und die
Bewertungen wirklich gut sind. Die Lieferung erfolgte flott wie immer.

Geliefert wurde das NAS in einem stabilen Karton in dem neben dem NAS auch noch ein Netzteil mit EU-Stecker, ein zusätzlicher UK-Stecker, ein Netzwerkkabel, die Schrauben für die Befestigung von 3,5" oder 2,5" Festplatten und ein Kreuzschraubendreher.

Einrichtung

Wie bereits im Titel erwähnt ist das Setup des NAS absolut Dummy-Sicher. Zuerst muss man die beiden HDD-Docks aus dem NAS nehmen (einfach entriegeln und raus ziehen) und darin die HDDs (3,5" oder 2,5" SATA) befestigen. Durch die Schraublöcher an der Unterseite der Käfige kann man hier schon mal nichts falsch machen.

Die Kurzanleitung, die dem Paket beiliegt enthält lediglich einen Link zur Website des Hersteller. Dort kam ich anfangs gleich mal auf die chinesische Website. Rechts oben lässt sich die Sprache umstellen (auch Deutsch ist vorhanden). Der Link zur Videoanleitung ist übrigens sinnlos, weil dort nur ein Marketing-Clip läuft der erklärt was das Teil alles kann, aber nicht wie man es einrichtet. Also ging ich auf die Hauptseite des Herstellers und klickte dort auf Support. Dort kann man dann für das NAS die Software downloaden mit dem man im lokalen Netzwerk nach dem NAS suchen kann. Sobald man dieses gefunden hat, kann man mit der Einrichtung beginnen. Dazu wird  man auf das Webinterface des NAS geleitet wo man nach Auswahl der Sprache und Eingabe der gewünschten Credentials loslegen kann.

Hinweis: verwendet man bereits gebrauchte Festplatten (wie ich zum Testen - 2 x 250GB HDD), dann muss man das NAS ohne Festplatten starten, damit es gefunden werden kann. Erst wenn man sich mit dem NAS verbindet, darf man die Festplatten einschieben.

Durch den Einrichtungsvorgang inklusive Aktualisierung des NAS-OS wird man Schritt für Schritt durchgeführt. Es werden die Festplatten überprüft. Man kann auswählen unter welchem Modus das NAS betrieben wird, woraufhin schlussendlich die Formatierung der Festplatten durchgeführt wird.

Hinweis: Sobald die Formatierung der Platten gestartet ist (dauert je nach Größe der Platten bis zu einer Stunde - die 250GB Platten waren in 4 Minuten fertig) wird das NAS in den Anmeldebildschirm versetzt und erfordert die Eingabe der Credentials. Hier ist unter Benutzername der Name des NAS schon vorausgefüllt. Das ist aber nicht der Benutzername, diesen hat man bei der Einrichtung vergeben. Irgendwie bin ich über diesen Umstand gestolpert :-)

Verwendung

As simple as it can be! Über das Webinterface des NAS kann man Konfigurationen ändern,
Funktionen aktivieren und deaktivieren und natürlich Files up- und downloaden.

Es lässt sich DynDNS einstellen und aktivieren und der Remotezugriff über TNAS.online einrichten und überwachen. So hat man auch von unterwegs aus Zugriff auf seine eigene Cloud.

Es stehen unterschiedliche Apps zur Verfügung, die eine vielseitige Verwendung des NAS erlauben. So hat man folgende Optionen:

  • WordPress Server
  • Sugar CRM
  • Apache Tomcat
  • Node.js
  • Aria2
  • DLNA-Multimedia-Server
  • Net2FTP
  • Gluster Dateisystem
  • Gcc build tools
  • SVN Server
  • Java Virtual Machine
  • Plex Mediaserver
  • Dropbox Sync
  • Clam Antivirus
  • Media Server (UPnP)
  • Mail-Server
  • MySQL Server
  • iTunes Server
Über die Einrichtung der verschiedenen Dienste schreibe ich hier nicht, weil ich sie vorerst nicht verwenden werde. Vielleicht später mal.

Konfiguration

Es ist wirklich alles da was man für den Betrieb braucht.
  • Benutzer
  • Benutzergruppen
  • Ordnerfreigaben
  • Netzwerkdienste
  • Speicher-Manager
  • uvm.

Geschwindigkeit

So ich muss zugeben, dass ich keine Tools zum Testen der Übertragungsgeschwindigkeit habe. Benchmark-Tests überlasse ich anderen. Aber natürlich habe ich auch meine eigenen Erfahrungen gemacht und kann sagen, dass ich mit der Geschwindigkeit absolut zufrieden bin. So wurden beispielsweise 588 Dateien mit insgesamt 911MB innerhalb von 3 Minuten und 2 Sekunden auf das NAS übertragen. Das ist schon ganz OK wie ich finde. Vor allem an Betracht der Anzahl an Files.

Eine einzelne Datei mit 3,2GB brauchte 4 Minuten und 33 Sekunden. Das ginge vermutlich schneller, 

FAZIT

Für meine Zwecke absolut ausreichend und preislich vollkommen OK, vor allem weil die Einrichtung einfach und leicht zu erledigen war und es umfassende Konfigurationsmöglichkeiten gibt.

5 von 5 Sternen