Montag, 17. Oktober 2016

EleCam 360 Vollsphärenkamera

Vor ziemlich genau 17 Jahren begannen wir damit digital zu fotografieren. Damals wurden wir wegen der schlechten Qualität der Aufnahmen und der doch eher einfachen Objektiv-Technik belächelt. Mittlerweile gibt es kaum noch Fotoapparate die mit Kleinbildfilmen eingesetzt werden und selbst die besten Fotografen haben sich mit der digitalen Fotografie angefreundet.

Der große Vorteil, den wir nun haben ist, dass wir unsere Fotos mit Sicherheit häufiger ansehen, als wenn wir sie in analoger Form vorliegen hätten. Egal ob sie im digitalen Bilderrahmen per Zufallsauswahl angezeigt werden oder ob uns eine App anbietet die Bilder "Heute vor .... Jahren" anzusehen, wir bekommen unsere Erinnerung auf jeden Fall häufig zu sehen.

Nun gab es in letzter Zeit einen Trend dazu, möglichst viele Aktivitäten per Action Cam festzuhalten. Natürlich machten wir hier auch bedingt mit, aber nicht ganz so exzessiv wie andere, weil Erinnerungen an eine Skiabfahrt sich kaum ändern, egal ob ich die Abfahrt ein Mal oder 30 Mal mitfilme. Trotzdem bin ich immer interessiert an neuen Entwicklung.

Für eine bevorstehende Städtereise  nach New York City plante ich daher die Anschaffung einer Vollsphärenkamera. Warum? Nun ja, es geht mir dabei wieder einmal um Erinnerungen, die auch in vielen Jahren noch speziell sein sollten. Fotos werden wir mit dem Handy machen, denn hier ist die Auflösung meist schon ausreichend und wir wollen ja vermutlich keine Poster von den Aufnahmen herstellen lassen. Fotos können aber gewisse Dinge nicht festhalten. Unser Plan ist es, und dessen Umsetzung hängt dann leider sehr stark vom Wetter ab, die Wege in New York mit dem City Bike anstatt mit der U-Bahn zurück zu legen. So bekommt man viel mehr von der Stadt zu sehen als bei der Fortbewegung im Untergrund. Allerdings erfordert der Stadtverkehr eine hohe Aufmerksamkeit und lässt das Umherschweifen des Blicks eigentlich nicht wirklich zu. Also dachte ich mir, dass eine Video-Aufnahme der Fahrten mit einer Panoramakamera perfekt wäre, um sich nachher die Umgebung in einer VR Brille in Ruhe ansehen zu können.

Die Idee war geboren und die Umsetzung stand aus. Zuerst wollte ich mir die Gear360 kaufen, was aber am exorbitant hohen Preis scheiterte. Also suchte ich nun schon lange nach einer leistbaren Alternative und dachte schon nicht mehr daran eine zu finden bis die Reise los ginge. Mit der EleCam 360 kam aber dann doch noch eine günstigere Alternative auf den Markt, und ich konnte ein paar Versuche damit starten.

Geliefert wurde die Kamera für Amazon typisch innerhalb eines Tages. Die Kamera inklusive Zubehör war sehr kompakt, in einem ansehnlichen Karton verstaut.
Im Lieferumfang enthalten waren:

* die 360° Kamera mit eingebautem Akku
* eine 32GB Micro-SD Karte
* eine Halterung für die Montage an einer Stange (zB. Fahrrad-Lenker)
* eine Halterung mit Textilband
* ein Adapter für die Verwendung von GoPro-Zubehör
* ein Micro USB Ladekabel
* ein einfaches Tripod-Stativ
* eine englischsprachige Betriebsanleitung
* ein Stift für den Reset der Kamera


Erster Eindruck

Auf den ersten blick wirkt die Kamera wie eine Action Cam bei der an der Rückseite statt einem LC-
Display einfach ein weiteres Objektiv eingebaut wurde. An der Oberseite befinden sich neben einem einfachen Display die Tasten zum Ein/Ausschalten, für die Aktivierung des WiFi (wird auch für das Menü verwendet) und ein Auslöser. Seitlich ist dann unter einem Deckel der Slot für die TF-Karte, der Micro-USB Anschluss und das Loch unter dem sich der Reset-Knopf befindet versteckt.

Die Kamera hat mit knapp über 100 Gram ein gutes Gewicht und ist nicht zu schwer. Sie fühlt sich wertig an und wirkt sehr gut verarbeitet. An der Unterseite befindet sich ein Stativ-Gewinde wodurch die Kamera sehr gut einsetzbar wird.


Die Bedienung

Einfach und doch kompliziert. Viel kann man bei dieser Kamera nicht konfigurieren. Dadurch wird die Bedienung auch wirklich sehr einfach gehalten. Ein/ausschalten kann man die Kamera indem man den Power-Button für etwa 3 Sekunden drückt und hält. Drückt man den Knopf kurz, dann wird zwischen Video- und Fotoaufnahme hin und her geschaltet.

Über einen kurzen Druck auf den WiFi-Button aktiviert oder deaktiviert man das WiFi und drückt man den Knopf lang, dann kommt man ins Konfigurationsmenü. Dort zu navigieren und Einstellungen zu verändern ist ein bisschen mühsam, aber unerlässlich, weil man die Parameter nicht über die App ändern kann. Allerdings lassen sich dort ohnehin nur das Datum, die Uhrzeit, die Displaysprache und das Wlan-Passwort ändern. Außerdem kann man die Aktivierung des Energiesparmodus dort einstellen. Standard ist 1 Minute Inaktivität.

Der Auslöser lässt sich nicht konfigurieren und löst sofort aus, wenn der Knopf gedrückt wurde. Das ist absolut unpraktikabel, da man auf diese Weise auf den Fotos immer die Hand und die Finger im Bild hat. Selbst bei Videos finde ich es nicht besonders prickelnd, wenn man beim Start und Ende der Aufnahme die Hand sieht. Das lässt sich nur durch die Nutzung der App zur Steuerung umgehen.

Die App

Womit wir bereits bei der App angelangt wären. Im Manual wird auf die EleCam App verwiesen. Diese ist aber gelinde gesagt unbrauchbar, denn man kann mit dieser App die Aufnahmen nicht direkt teilen, sondern muss sie zuerst auf einen PC laden um sie dort mit dem EleCam Converter ins richtige Format zu bringen.

Mit der SYVR360 App bekommt man zumindest dieses Problem gelöst, da diese App die Aufnahmen bereits beim Download von der Kamera entsprechend bearbeitet. Damit kann man dann die Aufnahmen direkt auf FB, You Tube und Co. direkt posten. Das klappte bei Videos perfekt. Was ich allerdings nicht hinbekommen habe ist das Posten von 360° Fotos. Diese wurden einfach nicht als solche erkannt, was angeblich an den fehlenden Metadaten liegen soll. Keine Ahnung wie das geht, bei mir bleiben die Aufnahmen auf jeden Fall platt, wenn sie gepostet sind.

Grundsätzlich lassen sich über die App Fotos und Videos aufnehmen und von der Kamera herunter laden. Sie ist einfach zu bedienen und kann nicht viel.

Die Aufnahmen

Für manche ist die Qualität der Aufnahmen der größte Kritikpunkt. Das kann ich allerdings nur bedingt nachvollziehen, denn was einem bei Vollsphärenaufnahmen klar sein muss ist, dass die Auflösung sich nicht auf das sichtbare Bild bezieht, sondern auf das komplette Bild durch das man virtuell navigieren kann. Das bedeutet, dass auch der nicht sichtbare Bereich mitgerechnet wird. Videos werden bei der Elecam 360 mit 1920*1080P@30FPS erstellt. Hat also eine Action Cam eine Auflösung von 1080p, dann hat man einen sichtbaren Bereich mit 170° Betrachtungswinkel. Bei der EleCam 360 sind es bei gleicher Auflösung 2 x 220° Betrachtungswinkel, weil ja das Gesamtbild aus zwei Aufnahmen zusammen gesetzt wird. Daher würde ich sagen, und das habe ich nicht berechnet, dass die sichtbare Aufnahme nur etwa 1/3 der Pixeldichte haben kann wie eine Aufnahme einer Action Cam mit gleicher Auflösung. Und das sieht man.

Das Problem kann nur durch entsprechend leistungsstarke Bildsensoren gelöst werden, die natürlich erheblich höhere Kosten verursachen würden. Daher meine ich, dass es derzeit kaum möglich sein wird in diesem Preisbereich eine entsprechend hochwertige Auflösung zu erhalten.

Fotos werden in der Auflösung  3008*1504 gespeichert. Das sind 4,52 Megapixel, also nicht unbedingt das, was man heutzutage von Kameras gewohnt ist. Dafür bekommt man über 2.500 Fotos auf eine Speicherkarte mit 32GB. Das ist ja auch schon was.

Die Aufnahmen der vorderen und der hinteren Linse werden später elektronisch zusammen gesetzt. Das kann entweder in der SYVR360 App oder über den EleCam 360 Video Converter erfolgen. In beiden Fällen nennt man den Vorgang Stiching, und es kommt auch in beiden Fällen zu einer leichten Überlagerung der Aufnahmen im Nahtbereich. Dort erkennt man dann Ungenaugigkeiten. Damit kann ich aber an Betracht des Preises durchaus leben. Würde ich die Kamera beruflich einsetzen, dann wäre mir sowohl die Auflösung als auch das ungenaue Stiching ein Dorn im Auge. In diesem Fall müsste man eben zu einer wesentlich teureren Lösung greifen.



Bei schlechten Lichtverhältnissen wird das Bild schnell unscharf und pixelig. Auch bei künstlichem Licht tut sich dieses Kamera ein bisschen schwer, obwohl man den Weißabgleich über die App einstellen kann. Dafür liefert die Kamera bei hellem Licht und vor allem bei Tageslicht ziemlich gute Aufnahmen.

Das erste Video wurde bei wolkigem Wetter und diffusem Licht aufgenommen. Vor allem an der Straße erkennt man dann doch einen Hang zum Verschwimmen der Pixel. Auch die Schärfe lässt stark zu wünschen übrig. Allerdings ist alles drauf was man benötigt, um sich ein bild vond er Situation zu machen. In einigen Jahren werde ich für solche Erinnerungen dankbar sein :-)

Der Ton ist in jedem Fall übrigens sehr gut und nur bei starkem Wind (zB. Gegenwind beim Radfahren) getrübt. Dabei hilft es, dass die Kamera nur an einer Seite ein Mikrofon hat. Montiert man nun die Cam entgegen der Fahrtrichtung, minimieren sich die Windgeräusche drastisch.

Das Video am Fahrradlenker zeigt zum Einen die Probleme mit dem Stiching, weil die Nahtstellen eindeutig erkennbar sind. Zum Anderen bekommt man ein Gefühl dafür wie stark der Fahrtwind in das Mikrofon bläst, wenn bereits bei etwa 15km/h derartig laute Windgeräusche zu hören sind.



Zubehör

Mit dem mitgelieferten Zubehör ist man schon recht gut dabei, da sich die Kamera so aus einer Stange oder durch das Band relativ flexibel an vielen anderen Orten befestigen lässt. Vor allem der Montagewinkel für die Stange ist sehr praktisch, wenn man die Kamera am Fahrrad, Mototrrad, etc. verwenden möchte.

Ein interessantes Detail am Rande ist, dass auf der Cam ein blauer Pfeil aufgedruckt ist. Ich dachte, dass dies die Vorderseite der Kamera markieren würde. In Wirklichkeit dürfte es sich dabei aber um die Rückseite der Cam handeln, da die Aufnahmen vor dem Umwanden in VR an dieser Stelle getrennt sind.

Akkulaufzeit

Ein Schwachpunkt dieser Kamera ist der Akku, denn dieser fällt mit nur 1.400mAh nicht besonders üppig aus und ist nach einer knappen Stunde Betriebszeit erschöpft. Das wäre ja nicht besonders schlimm. Allerdings ist er fix eingebaut und kann nicht einfach gegen einen vollen Akku getauscht werden. Daher ist es besonders tragisch, dass das Aufladen des Akkus dann über 1,5 Stunden dauert.

Virtuelle Realität
Genau das ist nun der Punkt der für mich am interessantesten ist, weil ich ja nach dem Städtetripp die Stadt virtuell erkunden möchte. Dafür ist diese Kamera gemacht und auch wirklich geeignet. Dabei darf man nicht vergessen, dass die Auflösung etwas gering ist und die Aufnahmen daher in der VR Brille eben wie SD Aufnahmen wirken. Früher wäre das kein problem gewesen, doch heute mit all den HD und Ultra HD Devices fällt es natürlich stark auf, wenn die Darstellung der Videos und Bilder derart ungenau und leicht verschwommen ist. Für meine Zwecke recht es allerdings.

FAZIT

Beruflich würde ich diese Kamera nicht verwenden wollen, da die Bilder zu unscharf oder zumindest zu schlecht aufgelöst sind und die Nahtstellen zwischen den Bildern der beiden Objektive auch ungenau sind. Das mag natürlich auch an der Software liegen, die die Bilder zusammen setzt, aber wenn die Aufnahmen nicht 100% passen, dann wird es für die Software schwieriger.

Trotzdem finde ich, das man mit dieser Kamera ein solides Stück Technik erhält mit dem man sich mal in die Welt der Virtuellen Realität vorwagen und ein paar Aufnahmen im 360° Raum machen kann. Ist man erstmal hinein gekippt in die VR-Welt und hat man dann auch noch Gefallen an dieser mehr oder weniger interaktiven Art der Betrachtung gefunden, dann ist der Schritt zu einem teureren und vor allem besseren Modell vorprogrammiert. Als Einsteigermodell ist die EleCam360 jedoch wirklich sehr gut geeignet.

Für Urlaubserinnerungen und einen erweiterten Blick auf die Sehenswürdigkeiten ist diese Kamera mit Sicherheit eine gute Wahl. Und der Preis ist wohl als wirklich günstig zu bezeichnen.

Nur bei der App sollte man nicht auf die originale App setzen, sondern die SYVR360 nehmen, da diese ein direktes Teilen auf diversen Plattformen und auch das Sichern auf einem Online-Laufwerk erlaubt.

5 von 5 Sternen


Donnerstag, 6. Oktober 2016

August WiFi Lautsprecher mit Bluetooth

Auch wenn die Funktionalität weit über die eines normalen drahtlosen Lautsprechers hinaus geht, gibt es dennoch ein paar kleine Einschränkungen. Aber mal von Vorne.

Geliefert wurde der Lautsprecher in einem Karton gemeinsam mit einem USB-Ladekabel, einem AUX-Kabel und einer Bedienungsanleitung.

Der Lautsprecher ist in seiner simplen und geradlinigen Aufmachung ein sehr schön anzusehendes Gerät. Das graue umlaufende Gitter unterbricht dabei die obere und untere schwarze Fläche des Lautsprechers. Die schwarzen Bereiche sind leicht gummiert und fühlen sich gut an.

Die Bedienung dieses Lautsprechers ist denkbar einfach, obwohl er natürlich eine umfassende Funktionalität bietet. So kann er einfach durch den Mikroschalter an der Rückseite ein/ausgeschaltet werden. Dieser Schalter ist jedoch so klein, dass ich ihm keine besonders lange Lebensdauer attestieren würde. Ich vermute, dass es besser wäre, den Lautsprecher über den daneben liegenden Micro-USB Anschluss dauerhaft mit Strom zu versorgen und ihn nicht auszuschalten.

Ebenfalls an der Rückseite befindet sich der AUX (Line-In) Anschluss und ein Steckplatz für eine
Micro-SD Karte. Die restlichen Bedienelemente sind in der Oberfläche der Oberseite eingelassen. So findet man dort die Steuertasten wie PLAY/PAUSE, vorwärts, rückwärts, lauter und leiser aber auch die Tasten zum Wechseln des Betriebsmodus, zur Verbindung mit Bluetooth und eine WPS Taste über die man schnell eine Verbindung mit einem geeigneten Netzwerk herstellen kann. Dazu muss man lediglich die WPS-Taste am Router und am Lautsprecher drücken. Innerhalb von wenigen Sekunden wird eine WLAN-Verbindung etabliert.

Natürlich kann man den Lautsprecher ohne WLAN verwenden, dann läuft er wie ein herkömmlicher Bluetooth-Speaker. So kann man den Speaker mit einem Smartphone koppeln und einfach Musik abspielen. Außerdem kann man natürlich auch Musik von der TF-Karte oder über den Line-In spielen. Das ist nichts besonderes und wird wie bei anderen Geräten durch Sprachmitteilungen bestätigt.

Aber gerade die Netzwerkfunktion ist doch der Hit dieses Lautsprechers. Ist er mit dem Netzwerk verbunden, dann muss man allerdings eine APP (von August) für die Verwendung des Lautsprechers installieren. Diese gibt es als APK aber auch im App Store zum Download. Wenn man die App am Smartphone oder auf einem Tablet hat, dann kann man den Lautsprecher in der selben finden. Hat man den Lautsprecher hinzugefügt kann man ihn einem Raum zuordnen und festlegen ob er als Einzelgerät (LR) oder im Verbund mit einem weiteren Lautsprecher als Stereo-Speaker (L/R) verwendet werden soll.

Außerdem besteht die Möglichkeit über die App die Speaker im Multi-Room-Betrieb oder Single-Room-Betrieb zu betreiben. Dadurch kann man auf verschiedenen Geräten verschiedene Inhalte wiedergeben oder eben im Multi-Room-Betrieb auf allen Lautsprechern die gleichen Inhalte. Dabei ist die Lautstärkenregelung für alle Geräte individuell.

Gibt man auf dem Lautsprecher Inhalte aus dem Internet aus, dann genügt es den Stream in der App anzustoßen. Der weitere Betrieb erfolgt dann ohne App und vom Smartphone unabhängig. Dabei sind die gängigen Dienste wie TuneIn, Spotify, Tidal und iHeartRadio verfügbar. Außerdem können Inhalte vom Smartphone über die WLAN Verbindung wiedergegeben werden. Das Streaming und die Steuerung laufen flüssig und problemlos. Zudem gibt es die Möglichkeit gewisse Funktionen direkt am Lautsprecher zu steuern.

Der Sound ist im Prinzip der einzige Kritikpunkt von meiner Seite. Auch wenn über die drahtlosen
Verbindungen wirklich klare und kaum verzerrte Töne ausgegeben werden, die in einem recht großen Frequenzbereich zwischen 24Hz und etwa 15.100Hz liegen. Allerdings ist die Basswiedergabe trotz der beiden 10 Watt Treiber etwas gering und auch die maximale Lautstärke könnte durchaus höher sein. Dennoch kann man von einem recht ausgewogenen Klangbild sprechen. Top ist es aber nicht.

Mit der Akkulaufzeit kommt man zwar sehr lange durch, allerdings sollte man darauf achten, dass der Speaker über Nacht angeschlossen ist, wenn er eingeschaltet bleibt, denn auch ohne Wiedergabe ist der Akku bei bestehender WLAN Verbindung nach etwa 12 Stunden leer. Wenn das passiert, dann alarmiert der Speaker im Minutentakt, was vor allem in einer ruhigen Umgebung ind er Nacht etwas störend sein kann. Dieser Lautsprecher ist aber ohnehin eher dafür geeignet fix am Netz angeschlossen zu bleiben.

Alles in Allem ist dieser Lautsprecher also ein richtig gutes und leicht bedienbares Stück Technik mit leichten Einschränkungen beim Klang, die möglicherweise der kompakten Bauform geschuldet sind. Trotzdem bekommt einen wirklich guten Lautsprecher zu einem vernünftigen Preis. Jedoch würde ich etwas mehr für einen besseren Sound ausgeben. Eine Mehrausgabe lohnt sich hier sicher.

4 von 5 Sternen


Dienstag, 4. Oktober 2016

Yokkao Android 4.4 Beamer mit WiFi 800x480

Ich persönlich bin zwar nicht zu 100% glücklich mit diesem Projektor, muss aber eingestehen, dass es vermutlich kaum bessere gibt in diesem Preissegment. Dazu sollte ich vielleicht erwähnen wofür ich diesen Beamer bestellt habe, denn meiner Ansicht nach ist er als Home-Cinema-Beamer nicht perfekt geeignet.

Ich war auf der Suche nach einem sehr günstigen Beamer der autark, also ohne weitere Geräte arbeiten kann. Das hauptsächlich, weil er für Vorträge und Events sowie verschiedene Dekozwecke (wie zB. zu Halloween) eingesetzt werden soll.

Dieser sollte eben folgende Anforderungen erfüllen:

  • hohe Lichtstärke, da er tagsüber in abgedunkelten Seminarräumen verwendet werden sollte. Da die Verdunkelung nicht immer perfekt ist, braucht es höhere Lichtstärken.
  • Autarker Betrieb möglich. In diesem Fall über das Android Betriebssystem.
  • WLAN Zugriff, da ich oft Inhalte aus dem Weg wiedergeben muss.
  • möglichst viele unterschiedliche Anschlussmöglichkeiten, damit ich bei Kunden auch mit deren Geräten arbeiten kann
  • halbwegs einfach zu bedienen

möglichst günstiger Preis, weil bei Vorträgen schon der eine oder andere Beamer Füße bekommen hat und verschwunden ist

Was ein Beamer für mich definitiv nicht erfüllen muss ist:

  • leise im Betrieb (wer zuhause Romanzen mit dem Beamer schaut, weiß wie störend ein lauter Lüfter sein kann)
  • gut für schnelle Bildwechsel geeignet (Action-Film Cineasten brauchen das dringend)
  • absolute Kantenschärfe


Für diesen Beamer entschied ich mich vor allem..... richtig, wegen des günstigen Preises bei vergleichsweise guten Spezifikationen. Natürlich wäre mir ein Markengerät lieber gewesen, aber vermutlich steckt durch die gleiche Technik drin und der Preis ist dann doch ein starkes Argument.

Geliefert wurde der Beamer (amazontypisch) schnell und sicher verpackt. Wobei ich gerade bei solchen Geräten immer ein bisschen Sorge habe, dass sie auf dem Transportweg leiden.

Im Lieferumfang enthalten waren:

  • der Beamer natürlich
  • eine Fernbedienung
  • ein Kaltgeräte-Anschlusskabel
  • ein HDMI Flachbandkabel
  • ein AV-Kabel mit Stereo-Audio Anschluss
  • ein Tüchlein zum Linsenreinigen
  • zwei Sicherungen
  • eine Schraube als Fuß
  • eine englischsprachige Bedienungsanleitung


Die Inbetriebnahme

Eine wirklich einfache Sache. Stecker rein, Powerknopf drücken fertig. Der Beamer starte gleich in eine Android-Oberfläche für Mediengeräte. Diese ist etwas vereinfacht und für die Bedienung über eine Fernbedienung gestaltet. Der Bootvorgang dauert für meinen Geschmack etwas zu lange. Vom Einschalten bis zur fertigen Oberfläche dauerte es etwas mehr als 3 Minuten. Kann man damit leben, es dürfte aber gerne schneller gehen.

Gesteuert werden kann der Beamer zum Teil direkt am Gerät über die Tasten an der Oberseite und etwas komfortabler über die beiliegende Fernbedienung. Wobei diese nicht immer reagiert, da der Sensor an der Oberseite des Beamers etwas vertieft liegt und man aus einem Abstand von 3-4 Metern schon sehr genau zielen muss, damit die Anweisungen richtig erkannt werden. Sehr unpraktisch kann das werden, wenn man versucht über die Fernbedienung mit dem On Srceen-Keyboard einen Text
einzugeben.

Das Android Betriebssystem ist einfach zu bedienen und gibt einem zu keiner Zeit Rätsel auf. Hier lässt sich auch ein großer Range an unterschiedlichen Medientypen wiedergeben in dem man ganz einfach Inhalte online oder von einem der beiden USB Anschlüsse abruft.

Die Bildqualität

In dieser Kategorie trennen sich beim Beamern Spreu vom Weizen. Und man muss der Ehrlichkeit halber sagen, dass es sich bei diesem Beamer für meine Begriffe eher um Spreu handelt. Warum ist leicht erklärt.

Natürlich hängt die Bildschärfe sehr stark von dem Medium ab auf dem das Bild angezeigt wird. Eine weiße Wand ist eben nicht das Gleiche wie eine Leinwand. Mir stehen in vielen Räumlichkeiten aber nur weiße Wände zur Verfügung. Nur selten habe ich den Luxus einer hochwertigen Leinwand. Also versuche ich es zuhause auf der denkbar schlechtesten Wand, einer Wand mit grobem Putz und matter Wandfarbe. Wenn es jier klappt, dann geht es überall.

Gleich vorweg....ich hatte ein Bild und bekam davon auch nicht sofort Kopfschmerzen. Also schon mal ein Erfolg. Allerdings reagiert die Scharfstellung (Fokus) und die Verstellung des Betrachtungswinkels (wie auch immer das heißt) extrem empfindlich und man spielt sich schon ordentlich bis man das Bild so hat, dass es oben und unten in etwa gleich scharf ist. Dabei bekam ich es nie völlig scharf, denn mit einem Abstand von etwa 4 Metern von der Wand bekam ich nur den mittleren Bildbereich wirklich scharf. Oben und unten gab es leichte Unschärfen, die natürlich vond er schlechten Wand noch verstärkt wurden. Um Texte mit einer Bilddiagonale von über 2 Metern darzustellen ist dieses
Gerät meiner Ansicht nach nur bedingt geeignet.

Die Helligkeit ist nicht überragend, aber für einen Projektor dieser Preisklasse sehr passabel. Auch das verwendete LCD Panel ist in der Reaktion etwas verlangsamt. Das führt bei schnellen Bildwechseln zu Fading und Schlierenbildung. Ich würde mir mit diesem Projektor also keine Filme wie Fast & Furious anschauen wollen.

Wobei ich sagen muss, dass die Qualität viel besser ist, wenn man eine HDMI-Quelle verwendet. Hier dürfte Android als Quelle nicht unbedingt ideal funktionieren, da auch der Start-Screen und der Datei-Explorer oben und unten Unschärfen aufwiesen.

Sound & Geräusch

Über den eingebauten Lautsprecher kann ein richtig brauchbar lauter und hörbarer Sound wiedergegeben werden. Natürlich klingt es nach mono und Smartphone-Lautsprecher ohne großartige Bässe, aber für Präsentationen reicht es. Als Video-Beamer zum Filmschauen braucht es dann doch eine HiFi-Anlage zur Sound-Wiedergabe. Diese braucht es nicht nur wegen des eher blechernen Sounds des integrierten Lautsprechers sondern auch wegen des, für meine Begriffe, sehr lauten Lüftergeräuschs des Beamers. Also mal ehrlich, wenn das 25dB sind, dann ist die Lautstärke unseres Bezinrasenmähers auch nicht mehr als etwa 70dB.

Ich würde mal eher vermuten, dass die Lüfterlautstärke im Bereich von ca. 35-40dB liegt. Damit ist das Geräusch schon ziemlich präsent. Filme mit vielen Szenen auf niedrigem Geräuschniveau würde ich mir mit diesem Beamer nicht ansehen wollen, denn in den ruhigen Phasen des Films summt einem der Lüfter durchs Hirn.

FAZIT

So, wer nun bis hier hin gelesen hat, müsste der Meinung sein, dass ich dem Beamer nur ein vernichtendes Urteil geben kann und stellt sich die Frage warum ich über 200 Euro bezahlt habe, eine ziemlich indifferente Meinung über das Produkt habe und trotzdem 5 Sterne vergebe. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Kann es doch, denn wie ich bereits erwähnte, verwende ich den Beamer für Vorträge und brauche gewisse Funktionen die selbst teurere Projektoren teilweise nicht erfüllen können. Dafür stört mich das starke Lüftergeräusch und die leichte Unschärfe an den oberen und unteren Bildrändern nicht so sehr. Andere Beamer können das mit Sicherheit besser. Dennoch sollte man bei einer ehrlichen Bewertung auch den Preis im Auge behalten. Es wird nie möglich sein einen Polo zu zahlen und eine S-Klasse zu fahren. Ebenso wird es in diesem Preisbereich auch nicht möglich sein ein perfektes Gerät zu bekommen. Ich habe versucht die Negativa darzustellen und so kann sich jeder vor dem Kauf überlegen, ob er/sie diese Dinge in Kauf nehmen will oder statt dessen lieber zu einem Beamer greift der mind. eine Klasse höher und damit auch mindestens doppelt so teuer ist. Für meine Zwecke erfüllt dieser Beamer alle Anforderungen zu einem niedrigen Preis. Daher erhält er von mir auch eine gute Wertung.

5 von 5 Sternen




Montag, 3. Oktober 2016

Ctronics drahtloses 2.4G Video-Überwachungssystem mit 9" Touchscreen

Seit etwa einem halben Jahr habe ich die Hinterseite unseres Hauses im wachsamen Blick einer Ctronics Kamera die Ihre Daten drahtlos über unser WLan überträgt und damit über das Internet abrufbar ist. Die Cam war nicht besonders teuer und ich wagte daher einen Versuch, bei dem ich nicht enttäuscht wurde.

Die Kamera, die baugleich mit den Kameras aus diesem Set ist hat mich überzeugt. Sowohl die Bildqualität als auch die Nachtsicht und die Bewegungserkennung sind sehr gut und zuverlässig. Es gab nie Probleme mit der Übertragung und die Kamera ist in den Monaten der Benützung kein einziges Mal ausgefallen.

Da nun Kameras an anderen Stellen des Hauses (von anderen Herstellern) nach einigen Jahren den Geist aufgaben, musste ich diese nun ersetzen. Ich überlegte kurz und entschied mich schlussendlich dazu die Kameras durch Ctronics Modelle zu ersetzen. Da mir das Handling über die Handy-App jedoch ein bisschen zu umständlich ist, und ich auch nicht wirklich wollte, dass die Kameras in unser WLan eingebunden werden müssen, wählte ich schlussendlich dieses doch eher teure Set. Vor allem, weil die bestehende Kamera auch eingebunden werden kann.

Geliefert wurde das Set in einer hochwertigen Verpackung in die Teile in einer Plastikschale liegend
gesichert waren.

Im Lieferumfang befanden sich:
* ein 9" Monitor mit Touchscreen inkl. Netzteil
* zwei Drahtlose Kameras mit großer Antenne und jeweils ein Netzteil
* ein Fuß für die Wandmontage des Monitors
* eine gute Bedienungsanleitung
* Montagematerial für die Kameras und den Monitor
* ein Netzwerkkabel

Die Installation

Also einfacher geht es nicht mehr. Das schwierigste ist dabei die Montage der Kameras und eventuell des Monitors an der Wand. Wenn das erledigt ist, muss man nur noch die Kameras und den Monitor mit dem Stromnetz zu verbinden. Dann dauert es ungefähr 10 Sekunden bis man die Bilder der Kameras am Monitor hat. Etwas schwieriger ist dann das Verbinden einer weiteren Kamera. In meinem Fall war es die bestehende Außenkamera von Ctronics. Es dauerte etwas länger als zwei Minuten bis ich die Kamera im System hatte. Die Anleitung dazu ist einfach und gut verständlich.

Die Bildqualität

Es gibt Kameras die höher auflösen. Die Frage ist allerdings wozu das gut sein soll, wenn die Kamera
nicht sehr hoch oder weit entfernt vom aufzunehmenden Bereich entfernt ist. Ist der Abstand sehr groß, kann es von Vorteil sein weit ins Bild hinein zoomen zu können. Das geht bei diesen Kameras nicht so gut, weil sie nur 720p auflösen. Rund um das Objektiv sind die IR-LEDs angebracht und schaffen dadurch eine sehr gute Nachtsichteigenschaft. Die Bilder in der Nacht sind sehr brauchbar. Zu jeder Zeit erkennt man die Gesichter der gefilmten Personen recht gut. Jedoch sind bei uns die Kameras auf nur 3m Höhe montiert und damit nicht zu weit weg von den Aufnahmebereichen.

Speichermöglichkeit

Um die Aufnahmen nicht nur live sondern auch später anzusehen, falls Bewegung im Kamerabereich
detektiert wurde, muss man eine Möglichkeit für die Speicherung schaffen. Dazu kann man entweder eine 2,5 Zoll Festplatte (am besten wäre eine SSD) oder eine Micro-SD Karte einlegen. Die Festplatte ist sicher die bessere Lösung, da man mehr Speicherplatz zum günstigeren Preis bekommt. Eine SSD ist etwas teurer, aber durch die geringere Wärmeentwicklung und die höhere Übertragungsgeschwindigkeit eher zu empfehlen. Ich persönlich entschied mich aus Bequemlichkeit für eine 32GB Micro-SD Karte, da man für eine Festplatte die Rückenplatte des Monitors abnehmen. Diese Micro-SD Karte mit maximal 32GB hat  etwas weniger Speicherplatz zur Verfügung und löscht somit früher die Aufnahmen, wenn man Loop-Aufzeichnungen macht. Dann wird die jeweils älteste Aufnahme verworfen und durch eine neue ersetzt.

Die Bedienung

Über den 9" Touchmonitor lässt sich das System einfach konfigurieren und zum Beispiel über einen
Router mit dem Internet verbinden. Dort kann man die Aufnahme sowie die Verbindungen konfigurieren. Einfach über den Touchscreen und ohne großes Überlegen. Plug & Play ist bei diesem Set absolut Programm.

Auf dem Bildschirm werden maximal 4 Kamerabilder gleichzeitig angezeigt. Ich weiß nicht ob es möglich ist mehrere Kameras auf unterschiedlichen Bildschirmen anzuzeigen. Wenn ich mal mehr als vier Kameras habe, dann kann ich dazu ein Update schreiben.

Die vier Kameras werden auf dem Bildschirm angezeigt und können durch einfaches Berühren des jeweiligen Bildes vergrößert werden. Im vergrößerten Bild kann die Helligkeit eingestellt und zum Beispiel eine Aufnahme getriggert werden. Durch eine weitere Berührung wechselt der Modus wieder zurück in die Anzeige aller Kamerabilder.

Qualität

Die Kameras wirken durch die massiven und wetterfesten Metallgehäuse sehr hochwertig und höchst professionell. Leider kann die Haptik und die Qualitätsanmutung des Monitorgehäuses nicht ganz mithalten, da dieses aus weißem Plastik ist. Es wäre schöner, wenn das Gehäuse an der Rückseite etwas hochwertiger wirken würde. Trotzdem ist das Erscheinungsbild des kompletten Sets sehr hochwertig und professionell.

Fazit

Auch wenn der Preis nun nicht mehr ganz günstig ist, so ist dieses Set, nicht zuletzt durch die umfangreichen Erweiterungsmöglichkeiten, eine absolute Empfehlung. Neben guter, wenn auch nicht hervorragender, Bildqualität und einer sehr stabilen, vom hauseigenen WLan unabhängigen, drahtlosen Verbindung besticht dieses Set vor allem auch durch die absolut kinderleichte Installation und Konfiguration. Die Speicherung der Aufnahmen ist dabei ebenso einfach möglich wie die Verbindung des Systems mit dem Internet. Alles in allem hat mich dieses Set bereits innerhalb der ersten Tage überzeugt. Ich hoffe, dass es für lange Zeit so bleibt.

5 von 5 Sternen

Vakuumierer und Folienschweißgerät von uPow

Natürlich ist es mir als leidenschaftlichen Hobby-Koch nicht entgangen, dass es einen Trend zum Sous-vide Kochen, also das Garen unter Vakuum gibt. Doch wollte ich dieses Folienschweißgerät eigentlich aus einem anderen Grund, nämlich zum platzsparenden Verwahren von Lebensmitteln, wenn ich wieder eine große Menge vorkoche und zum portionsweisen Erwärmen einfriere.

Grundsätzlich ist die Idee des Vakuumierens und Verschweißens nichts neues und auch schon in der Küche meiner Eltern im vorigen Jahrtausend durchaus gebräuchlich gewesen. Dazwischen wurde diese Art der Verpackung durch wiederverwendbare Plastikdosen aller Arten abgelöst.

Durch das Sous-vide-Garen, die im Privatbereich relativ neue Art des Garens unter Vakuum, erleben Vakuum-Folienschweißgeräte derzeit einen wahren Boom, und verbreiten sich nun auch wieder mehr in privaten Haushalten.

Das Gerät das ich im Test hatte wurde gemeinsam mit 20 Folien geliefert um mal testweise ein Sous-vide Beutel zu kaufen, die auch höhere Temperaturen verkraften. Wobei das Sous-vide Garen bei Temperaturen unter 100° passiert. Daher sollte es eigentlich für keine Folie ein Problem sein, aber wer weiß es schon genau. Also verwende ich dafür lieber Folien die als geeignet angeschrieben sind. bisschen was einzuschweißen. Die mitgelieferten Folien sind nicht dezidiert hitzebeständig und sollten somit auch nicht zum Kochen verwendet werden. Dafür gibt es eigene.

Mit der Bedienung dieses Schweißgerätes bekommt man keine besonders schwierige Aufgabe gestellt. Sobald man das Gerät ansteckt ist es bereit. Ich hätte keinen Hauptschalter gefunden. Allerdings wird wohl kaum jemand ein derartiges Gerät permanent in der Küche stehen und am Netz angeschlossen haben wollen. Über drei Tasten wird nun die Folierung gemacht.

Um Lebensmittel einzuschweißen muss man diese nun in einen geeigneten Beutel füllen, den Beutel dann in das Schweißgerät einlegen und den Deckel fest schließen bis er einrastet. Möchte man lediglich den Beutel verschweißen, dann genügt ein Druck auf die linke Taste 'Seal only' wodurch nur eine Schweißnaht erzeugt und der Beutel verschlossen wird. Während des Versiegelns leuchtet eine LED, die auf den aktiven Vorgang hinweist.




Für das Vakuumieren muss zuvor noch eine Auswahl getroffen werden. Nämlich ob es sich um trockene oder feuchte Lebensmittel handelt. Wobei mit feuchten Lebensmitteln eher Suppen, Saftfleisch, Gulasch und Ähnliches gemeint ist. Diese Auswahl erfolgt mit der mittleren Taste und wird durch eine LED angezeigt. Wählt man 'Dry', dann wird der Beutel wirklich solange leer gesaugt, bis ein absolutes Vakuum vorherrscht. Erst dann wird der Beutel versiegelt. Wählt man 'Moist', dann würde ein zu langes
Abpumpen dazu führen, dass die Flüssigkeit aus dem Beutel gepumpt würde, also wird der Vorgang viel früher beendet. Bei meinen Versuchen mit Gulasch wurde immer eine kleine Menge des Gulaschsafts aus dem Beutel gesaugt. Dieser landet in der Auffangrinne und kann leicht mit einem Stück Küchenrolle weg gewischt werden.

Für das Sous-vide Garen muss man natürlich ein vollkommenes Vakuum erzeugen. Ich persönlich gare nicht wirklich Sous-vide sondern packe große Mengen von vorgekochtem Essen portionsweise ab, friere die Beutel dann ein und werfe dann die Beutel in kochendes Wasser um das Essen darin zu erwärmen. So können wir Essen in großen mengen vorbereiten, damit die Kinder, wenn sie alleine daheim sind, nicht immer nur Pizza und Fertiggerichte zu sich nehmen, sondern was Gescheites zu essen bekommen.

Seitens der Qualität dieses Vakuum-Folienschweißgerätes gibt es nichts negatives zu sagen. Es erzeugt ein ordentliches Vakuum, und das auch noch recht schnell. Außerdem verschweißt es die Beutel ordentlich. Nichts stinkt, es gibt keine Fehler. Somit bin ich sehr zufrieden.



5 von 5 Sternen