Montag, 22. Mai 2017

Magicsee P3 VR360 4K Panoramakamera

Für eine Städtereise nach New York kauften wir uns letztes Jahr eine 360° Kamera, um außergewöhnliche Erinnerungen festzuhalten. Dabei handelte es sich um den Vorgänger dieser Cam mit einer geringeren Auflösung. Trotz der geringen Auflösung erhielten wir einmalige Erinnerungen an unsere Reise. Des Besondere daran erschließt sich zuhause bei der Verwendung einer virtuellen Brille, denn so fühlt man sich wieder zurückversetzt an den Ort der Aufnahme. Wir machten zum Beispiel eine Rundfahrt mit einem Sightseeing Bus und filmten dabei. Man kann sich später im Video umsehen und entdeckt Details die direkt bei der Fahrt oft nicht zu erkennen waren.

Der Lieferumfang dieser Kamera ist ziemlich umfangreich, im Vergleich zu anderen Panorama-Kameras:

* die Vollsphären-Kamera
* ein Unterwassergehäuse wie man es von Actioncams kennt
* diverses Montagematerial für die Helmmontage
* ein austauschbarer Akku
* ein USB Ladekabel
* eine Englischsprachige Kurzanleitung
* eine stabile Tasche für die Aufbewahrung

Inbetriebnahme

Theoretisch kann man die Kamera auch ohne Smartphone-App benutzen, da die Einstellungen direkt an der Kamera über das kleine Display und die vier Bedientasten eingestellt werden können. Es ist sogar die Sprache Deutsch vorhanden, was die Benutzung vereinfacht.

So lassen sich direkt an der Kamera die Auflösung der Foto- und Videoaufnahmen einstellen, das Datum, die Uhrzeit und viele andere Parameter festlegen. Es gibt Zeitraffer und zeitversetzte Aufnahmen und vieles mehr. Jedoch muss man bei direktem Auslösen über die Kamera in Kauf nehmen, dass man die Hand auf der Aufnahme sieht.

Besser lässt sich die Kamera mit der passenden App betreiben.

Die App

Es beginnt ziemlich holprig, weil die App 'Magicsee360' im Playstore nicht gefunden werden kann. Nach einer etwas längeren Suche auf der Website des Herstellers konnte ich die APK finden für deren Installation man die Sicherheitseinstellungen des Android-Smartphones übergehen muss und Apps von unbekannten Orten zulassen.

Hat man die App installiert, dann muss man die Kamera mit dem Smartphone via WLAN verbinden. Ist das erledigt, dann können die Einstellungen der Kamera über das Smartphone geändert werden, Videos und Fotos von der Kamera geladen und die Aufnahmen ausgelöst werden.

Beim Abrufen der Videos und Bilder kann man unter unterschiedlichsten Darstellungsformen, wie Panorama, Vollsphäre, etc. wählen und theoretisch die Inhalte direkt über verschiedene Plattformen teilen. Leider ist genau das ein echtes Problem bei dieser App, weil die Metadaten nicht korrekt gesetzt werden und zB. auf Facebook sowie auf Youtube keine Panorama-Darstellung erfolgt. Bei unserer letzten Kamera konnte das durch eine Verwendung einer App eines Drittanbieters oder durch das nachträgliche Einfügen von Metadaten am PC behoben werden.

Die Aufnahmen

So, wenn man nun von 4K spricht, dann denkt man sofort an super-hochauflösende Fernseher und gestochen scharfe Bilder. Das trifft auf eine Vollsphärenkamera leider nicht zu, weil sich die 4K-Auflösung auf beide Linsen aufteilt. Durch das Fischauge-Objektiv verteilen Sich die vorhandenen Bildpunkte dann auch noch auf einen viel größeren Bildausschnitt. Also wirken Aufnahmen dieser Kamera selbst mit 4K noch ein bisschen unscharf und verwaschen. Dieser Effekt verstärkt sich umso mehr, wenn die Beleuchtung schwach ist.

Im hellen Tageslicht sind die Bilder und Videos wirklich sehr gut anzusehen und detailliert genug, wenngleich sie natürlich nicht mit Full-HD Aufnahmen vergleichbar sind. Zwar hat jeder Chip eine Full-HD Auflösung, aber eben wieder auf 180° Blickwinkel vertikal und horizontal.

Bei schnellen Bewegungen sind trotz der 30fps leichtes Shadowing und Fading zu erkennen. Dabei entsteht der Effekt einer schwachen Kantenschärfe.

Speicherplatz

Ich verwende eine 32GB Class10 Micro-SD Karte, die schnell genug ist für durchgehende Aufnahmen. Da ein Foto rund 3MB Speicherplatz benötigt, kann man fast 10.000 Bilder auf einer entsprechenden Karte speichern. Für Videoaufnahmen in höchster Qualität werden 100MB/Minute belegt. Somit finden rund 320 Minuten oder mehr als 5 Stunden Videomaterial auf einer 32GB-Karte Platz. Die Kamera kann mit maximal 64GB Micro-SD Karten betrieben werden.

FAZIT

Auch wenn diese Kameras noch nicht zu 100% ausgereift sind, ist es eine wunderbare Möglichkeit besondere Aufnahmen von Feiern oder bei Städtereisen zumachen, die einen erweiterten Blickwinkel zulassen. In einigen Jahren wird 360° Fotografie und Filmen zum Standard gehören. Bis dahin liefert diese Kamera aber bereits eine sehr gute Möglichkeit für spezielle Aufnahmen und einzigartige Erinnerungen. und das bekommt man auch noch zu einem vernünftigen Preis. Das Besondere an dieser Kamera ist dann neben der Auflösung auch noch das unterwassertaugliche Sportgehäuse mit dem man die Kamera so gut wie überall bedenkenlos verwenden kann.

5 von 5 Sternen



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