Montag, 13. Februar 2017

Amazon Echo Dot - Nun haben wir auch das kleine Modell

Nachdem sich unsere Tochter ein bisschen mit dem Amazon Echo beschäftigte, wollte sie sofort einen eigenen haben. Nun ist der große Echo doch etwas teuer, daher bestellte sie sich einen Echo Dot zu einem verhältnismäßig geringen Preis. Im Gegensatz zu der ersten Einladungsanforderung, dauerte es diesmal nur knapp zwei Wochen bis wir die Einladung zum Kauf erhielten. Mittlerweile bekommt man beide Modelle ohne Einladung.



Geliefert wurde auch der Amazon Echo Dot innerhalb von weniger als 24 Stunden nach der Bestellung. Im Lieferumfang enthalten war:

* der WiFi Lautsprecher
* ein Netzteil
* eine Kurzanleitung

Erster Eindruck

Amazons Echo Dot ist sehr gut verpackt und ordentlich mit Folien geschützt. Der Dot ist sehr kompakt und leicht und wirkt auf den ersten Blick sehr hochwertig verarbeitet.  

Sehr sauber verarbeitete Gehäuseteile und Tasten an der Oberfläche. Im Gegensatz zum großen Echo gibt es keinen Drehregler für die Lautstärke, sondern zwei Tasten (+) und (-). Ebenfalls ein unterschied zum großen Modell ist die Stromversorgung. Diese geht beim Echo Dot nämlich über einen Micro-USB Anschluss wie er bei den meisten Smartphones genutzt wird. Und natürlich nur ein kleiner Lautsprecher eingebaut.

Die Inbetriebnahme

Wie schon beim großen Echo ist die Installation kaum weiter zu vereinfachen. Ich steckte den Lautsprecher am Stromnetz an und öffnete die Alexa App, die ich ja schon für den großen Echo aus dem Playstore geladen hatte. Als ich in der App auf Gerät hinzufügen ging, war der Lautsprecher innerhalb weniger Sekunden vorhanden. ich musste nur noch das WLAN-Passwort eingeben und schon verband sich Alexa mit dem Internet. Das alles passiert begleitet von Audiohinweisen, die ein Display auf dem Lautsprecher ersetzen.

Kurz blinkte der Leuchtring rot und daraufhin orange. Nach der Aktivierung der deutschen Sprache ging der Leuchtring kurz auf blau und der Echo war bereit. Da unsere Tochter sich beschwerte, dass unser großer Echo im Wohnzimmer auf 'ECHO' hört (schließlich antwortet der Echo auf die Frage Wie heißt du? mit ALEXA), beließ ich das Aktivierungswort bei ihrem Dot bei ALEXA. Wirklich einfach das Ganze. Verliert der Echo die Netzwerkverbindung und kann daher Anweisungen nicht interpretieren oder ausführen, so leuchtet der Ring jedes Mal rot. Beim kleinen ist uns das bislang allerdings nicht passiert.

Die Bedienung

Alexa oder Echo wird grundsätzlich per Spracheingabe bedient. Jedoch gibt es zusätzlich die Möglichkeit die Lautstärke direkt am Lautsprecher über die beiden Tasten (+) und (-) an der Oberseite zu regulieren. Zusätzlich gibt es eine Taste mit der man die Mikrofone ausschalten kann, mit denen Echo in den Raum hinein hört, und eine weitere Taste mit der man Echo dazu bringt aktiv Befehle entgegen zu nehmen. 

Da die zentrale Funktion von Alexa die Verarbeitung von Sprachbefehlen ist, hört das Gerät auch ständig mit. Nur so kann Amazons Echo permanent bereit sein und Anweisungen ausführen. Um zu etwas mehr Privatsphäre zu erhalten, kann man dafür mittels Tastendruck die Mikrofone ausschalten. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man damit wirklich die Mikrofone ausschaltet, oder Echo nur die Ausführung der Befehle unterbindet. Mittlerweile habe ich mit Wireshark gecheckt, dass der Lautsprecher wirklich nur mit dem Internet kommuniziert nachdem man ihn mit dem Aktivierungswort aktiviert hat.

Ist das Mikrofon aktiv, oder man hat die Taste für die Befehlsannahme gedrückt, dann ist Echo bereit eine Anweisung entgegen zu nehmen. Dafür stehen vier Aktivierungsworte: AMAZON / ECHO / ALEXA / COMPUTER zur Verfügung aus denen man eines wählen kann. Sobald man dieses Aktivierungswort ausspricht erwacht Alexa und zeigt durch einen leuchtenden Ring, dass das Gerät bereit ist eine Anweisung zu empfangen. Der Ring leuchtet dunkelblau und an der Stelle an dem eines der Mikrofone aktiv ist hellblau. Damit sieht man aus welcher Richtung die erkannten Befehle kommen. 

Die Erkennung der Sprache funktioniert natürlich ebenso gut wie beim großen Modell. 

Wie der große Echo lässt sich auch der Echo Dot im Backend über die Website oder über die Smartphone-App konfigurieren und überwachen. Neben den Einstellungen kann kann man die aktuelle Wiedergabe steuern und die Lautstärke anpassen. Das ist auch ganz praktisch, wenn Alexa im Kinderzimmer oder im Schlafzimmer eingesetzt wird. So kann man die Steuerung auch bedingt ohne Sprachbefehle durchführen. 

Wie der Echo Dot klingt

In der Review des großen Echo gehe ich ein bisschen auf die Sprachausgabe ein. Hier geht es mir nur noch um den Klang an sich. Im Echo Dot ist nämlich ein Lautsprecher eingebaut, damit man den kleinen auch ohne Ausgabegerät, wie eine Stereo-Anlage oder einen Verstärker nutzen kann. Da der Klang nun natürlich etwas schwächer ist, findet man an der Rückseite des Dot einen AUX-Ausgang (Line-Out) über den man den Dot mir einer Stereoanlage verbinden kann. Dabei sollte man allerdings
beachten, dass der interne Lautsprecher des Echo Dot ausgeschaltet wird, wenn an diesem Ausgang ein Kabel angesteckt wird. Somit kann der kleine Echo nichts mehr wiedergeben, wenn der Verstärker nicht eingeschaltet ist.

Das kann man umgehen, indem man sich für kleines Geld einen Bluetooth-Empfänger kauft und diesen an der Stereo-Anlage anschließt. Ist der Empfänger aktiv, dann wird der Ton über die Anlage ausgegeben und ist er ausgeschaltet, dann kommt der ton aus dem eingebauten Lautsprecher des Echo Dot. Das ist vor allem interessant, wenn man das kleine Gerät für mehr als reine Musik-Wiedergabe nutzt. Wer will schon für die Abfrage der Uhrzeit oder der täglichen Termine jedes Mal die Audio-Anlage einschalten.

Außerdem ist der Klang des integrierten Lautsprecher erstaunlich gut. Ich hatte schon einige teurere Bluetooth-Lautsprecher die weitaus schwächer waren als der Echo Dot. Meine Tochter verwendet das Gerät für Hörbücher und Musik und stellt ab und zu Fragen, die sich über eine Internetsuche beantworten lassen. Dafür reicht der eingebaute Speaker völlig aus, auch wenn er bei einer Lautstärke ab 7 aufwärts schon sehr blechern klingt und natürlich nicht besonders starke Bässe liefern kann.


FAZIT

Wie bereits beim Echo in unserem Wohnzimmer muss ich sagen, dass die gebotene Leistung meine Erwartungen übertroffen hat. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass man sich so schnell an die verbale Eingabe gewöhnt und das Gerät damit in kürzester Zeit zu einem wertvollen Bestandteil unserer Unterhaltungselektronik wird.

Vor allem unsere achtjährige Tochter geht völlig selbstverständlich damit um, und wünscht sich neben dem Spielen im Zimmer einfach Hörbücher und verschiedene Playlists von Alexa. Sie behandlet das Gerät wie ihre persönliche Assistentin und übergeht etwaige bestehende Unzulänglichkeiten einfach. Wenn was nicht sofort klappt, dann fragt sie einfach noch Mal.

Auch wenn unser Smart-Home noch nicht verknüpft ist, so sind die beiden Echos bereits ein fixer Bestandteil in unserem Tagesablauf. Termine erfragen, Wecker stellen, News abrufen und natürlich Radio spielen sowie Bücher und Musik wiedergeben sind derzeit die Hauptaufgabengebiete. Die Rollladen der Fenster und die Beleuchtungen in den Zimmern werden in den nächsten Wochen folgen und spätestens dann werden wir noch ein paar Dots mehr anschaffen um in jedem Wohn- und Schlafraum die Audio-Steuerung des Hauses nützen zu können.

5 von 5 Sternen


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