Montag, 5. Dezember 2016

NYC Städtetrip - Carlo's Bakeshop

Leider ist es immer wieder so, dass Empfehlungen die auf einem Hype basieren eher nach Hinten los gehen können. So verheilt es sich bei Carlo's Bake Shop. Von einer Freundin erhielten wir den Tipp den Bake Shop zu besuchen weil die Kreationen sowohl optisch als auch geschmacklich besonders sein sollten.

Da es uns für ein Frühstück zu wenig gewesen wäre, besuchten wir die Bakery am späten Vormittag für einen kleinen süßen Snack.

Wie bei allem in New York was sich einer größeren Beliebtheit erfreut gibt es auch hier  eine Schlange in der man sich anstellen kann. Je länger die Schlange umso beliebter ist etwas. Also dürfte das Ziel sein, dass man als Lokal oder Sehenswürdigkeit immer eine möglichst lange Warteschlange hat. Als wir kamen, war allerdings gerade nicht los und nur etwa 5 Kunden in der Bakery, die aber alle bereits ihre Bestellung erhalten hatten und so konnten wir ungehindert zur Vitrine vordringen.

Fast ungehindert, denn wir wurden vom Cake-Host aufgehalten der sofort unsere Bestellung aufnahm. Sehr bemüht....leider ziemlich arrogant und unfreundlich, aber das mag ja zum Style der Bakery gehören. Als nächstes durften wir uns in der Nähe des Cashiers hinstellen um auf unsere Bestellung (2 Coffee to go, ein NY Cheesecake und einen Choclate Cake) zu warten. Dabei durften wir nicht direkt bei der Kasse stehen....warum weiß kein Mensch, war ja sonst keiner da.

Hinter der Vitrine waren vier Angestellte zu Gange von denen sich allerdings keiner um unsere Bestellung kümmerte. Es dauerte geschlagene 12 Minuten bis unsere zwei Cakes und die Kaffees fertig waren, und das obwohl wir zu dem Zeitpunkt die einzigen Kunden waren die auf ihre Bestellung warteten. In der Zwischenzeit kamen dann doch noch weitere Kunden und so baute sich auch endlich die (vermutlich ersehnte) Warteschlange auf, die man als gefragte Location braucht.

Wir durften auch erst zahlen als die Bestellung fertig war und als wir dann noch eine Gabel oder einen Löffel wollten um die Leckereien direkt zu verspeisen mussten wir auf die zuständige Person warten, denn der Host konnte uns leider das Plastikbesteck nicht aushändigen, das direkt neben ihm stand. Diese Tätigkeit war ihm scheinbar zu minder. Dafür schlichtete der Fan-Tassen und T-Shirts ins Regal dahinter ein und ich wartete eben bis der zuständige Löffelreicher vorbei kam.

Um die Leckereien direkt in der Bakery zu konsumieren bietet sich ein Stehpult an. Leider fand sich an diesem Tag scheinbar kein Mitarbeiter der mit dem Umgang eines Reinigungstuches betraut war, denn die Oberfläche des Pults klebte von verschüttetem Kaffe und Resten von Kuchen.

So und nun noch zur Qualität der Backwaren. Diese ist ok, allerdings hätte ich mir vom Cake Boss, wie die Show des Protagonisten heißt, etwas mehr erwartet. Nicht zuletzt, weil der Preis durchaus heftig war. Cheesecake für $12, Choclate Cake für $13 und dann noch ein doppelter Mocca (der in zwei Bechern serviert wurde) und ein Latte für insgesamt $34 ist weit entfernt von einem guten Preis/Leistung Verhältnis. Der Cheesecake hatte keinen Boden sondern war einfach trockene Topfenmasse in einem Papierschälchen und der Chocolate Cake war einfach eine Garnache in Tortenform gebracht und mit Glasur überzogen. Extrem fett und ziemlich süß.

Alles in allem muss ich sagen, dass sich meine Begeisterung sehr in Grenzen hielt und ich mit einem Gefühl aus der Bakery gegangen bin, so richtig über den Tisch gezogen worden zu sein.  Von uns also keine Empfehlung für diese Bakery!


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