Montag, 5. Dezember 2016

NYC Städtetrip - Applejack Diner

Wenn man einen Aufenthalt in NYC plant, dann sollte man schon vorher ein bisschen recherchieren, wo man zu vernünftigen Preisen essen kann, ohne täglich in diversen Burger-Lokalen absteigen zu müssen.

Für uns war es in Bezug auf das Frühstück einfach, da wir im ca. 50m entfernten Hotel Ameritania wohnten. Das Hotel-Frühstück wäre zwar in den meisten Fällen günstiger, aber entspricht nicht dem was wir uns für ein ordentliches Frühstück erwarten. Schließlich wollen wir mit dieser Mahlzeit bis zum späten Nachmittag auskommen ohne dazwischen zu hungern.

Sehr entgegen kamen uns die Öffnungszeiten des Applejacks, da unser Schlafrhythmus etwas durcheinander war und wir daher sehr früh zum Frühstücken gingen. Von Dienstag bis Samstag hat das Diner nämlich rund um die Uhr geöffnet und nur am Montag sperren sie später auf.

Das Diner ist so eingerichtet, wie man sich ein New Yorker Diner vorstellt. Verschiedene Nischen für 2 oder 4 Gäste mit gemütlichen Bänken sowie ein paar Bistrotische für maximal 4 Gäste, die man auch zusammen stellen kann. An den Wänden hängen Fotos von lokalen und internationalen Promis die sich teilweise im oder vor dem Diner ablichten ließen.

Beim Service gibt es nicht zu meckern und man bekommt einen Querschnitt über die unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Vom etwas mürrischen New Yorker Original (mit vermutlich italienischen Wurzeln) über den super freundlichen und fröhlichen Hispano bis hin zur osteuropäischen Kellnerin bekommt man zu jeder Tages(Nacht)zeit immer eine andere, aber immer sehr gute Bedienung.

Die Küche ist gut und sehr schnell. Gerade beim Frühstück (bei uns meist zwischen 5 und 6 morgens) dauertes es nicht länger als 2-3 Minuten bis die Eier mit Speck und Röstkartoffeln am Tisch standen. Die Qualität der Speisen war sehr gut und die Größe der Portionen mehr als angemessen. Eine
Portion Eier mit Speck und eine halbe Portion Pancakes war für einen langen Tag auf den Beinen mehr als ausreichend.

Der Kaffee Americano (wie üblich 'free refill') ist übrigens so stark, dass fast der Löffel darin stecken bleibt. Trotzdem würde ich die Finger von jeglichen (teureren) Milchkaffee Variationen, wie Café Latte lassen. Die dafür verwendete Cream entwickelt einen etwas ungewöhlichen Beigeschmack, wenn sie aufgeschäumt wird.

Preislich ist das Applejacks nach New Yorker Maßstäben als eher günstig anzusehen. Für ein ausgiebiges Frühstück bestehend aus zwei Portionen Rührei aus 3 Eiern mit Bacon und Röstkartoffeln sowie je zwei Stück Toast mit Butter und Marmelade, einem Small Stack Pancakes, einem Glas Orangensaft, einem Clubsoda und Kaffee wurden inklusive Trinkgeld (das hier bereits fix in die Rechnung eingerechnet wird) knapp $50 fällig. Eine Straße weiter hatten wir genau das gleiche gegessen und zahlten dafür um $40 mehr (bei etwas feinerem Ambiente und noch etwas höherer Qualität)

Von unserer Seite aus kann dieses Diner vorbehaltlos empfohlen werden.

5 von 5 Sternen


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