Montag, 3. Oktober 2016

Vakuumierer und Folienschweißgerät von uPow

Natürlich ist es mir als leidenschaftlichen Hobby-Koch nicht entgangen, dass es einen Trend zum Sous-vide Kochen, also das Garen unter Vakuum gibt. Doch wollte ich dieses Folienschweißgerät eigentlich aus einem anderen Grund, nämlich zum platzsparenden Verwahren von Lebensmitteln, wenn ich wieder eine große Menge vorkoche und zum portionsweisen Erwärmen einfriere.

Grundsätzlich ist die Idee des Vakuumierens und Verschweißens nichts neues und auch schon in der Küche meiner Eltern im vorigen Jahrtausend durchaus gebräuchlich gewesen. Dazwischen wurde diese Art der Verpackung durch wiederverwendbare Plastikdosen aller Arten abgelöst.

Durch das Sous-vide-Garen, die im Privatbereich relativ neue Art des Garens unter Vakuum, erleben Vakuum-Folienschweißgeräte derzeit einen wahren Boom, und verbreiten sich nun auch wieder mehr in privaten Haushalten.

Das Gerät das ich im Test hatte wurde gemeinsam mit 20 Folien geliefert um mal testweise ein Sous-vide Beutel zu kaufen, die auch höhere Temperaturen verkraften. Wobei das Sous-vide Garen bei Temperaturen unter 100° passiert. Daher sollte es eigentlich für keine Folie ein Problem sein, aber wer weiß es schon genau. Also verwende ich dafür lieber Folien die als geeignet angeschrieben sind. bisschen was einzuschweißen. Die mitgelieferten Folien sind nicht dezidiert hitzebeständig und sollten somit auch nicht zum Kochen verwendet werden. Dafür gibt es eigene.

Mit der Bedienung dieses Schweißgerätes bekommt man keine besonders schwierige Aufgabe gestellt. Sobald man das Gerät ansteckt ist es bereit. Ich hätte keinen Hauptschalter gefunden. Allerdings wird wohl kaum jemand ein derartiges Gerät permanent in der Küche stehen und am Netz angeschlossen haben wollen. Über drei Tasten wird nun die Folierung gemacht.

Um Lebensmittel einzuschweißen muss man diese nun in einen geeigneten Beutel füllen, den Beutel dann in das Schweißgerät einlegen und den Deckel fest schließen bis er einrastet. Möchte man lediglich den Beutel verschweißen, dann genügt ein Druck auf die linke Taste 'Seal only' wodurch nur eine Schweißnaht erzeugt und der Beutel verschlossen wird. Während des Versiegelns leuchtet eine LED, die auf den aktiven Vorgang hinweist.




Für das Vakuumieren muss zuvor noch eine Auswahl getroffen werden. Nämlich ob es sich um trockene oder feuchte Lebensmittel handelt. Wobei mit feuchten Lebensmitteln eher Suppen, Saftfleisch, Gulasch und Ähnliches gemeint ist. Diese Auswahl erfolgt mit der mittleren Taste und wird durch eine LED angezeigt. Wählt man 'Dry', dann wird der Beutel wirklich solange leer gesaugt, bis ein absolutes Vakuum vorherrscht. Erst dann wird der Beutel versiegelt. Wählt man 'Moist', dann würde ein zu langes
Abpumpen dazu führen, dass die Flüssigkeit aus dem Beutel gepumpt würde, also wird der Vorgang viel früher beendet. Bei meinen Versuchen mit Gulasch wurde immer eine kleine Menge des Gulaschsafts aus dem Beutel gesaugt. Dieser landet in der Auffangrinne und kann leicht mit einem Stück Küchenrolle weg gewischt werden.

Für das Sous-vide Garen muss man natürlich ein vollkommenes Vakuum erzeugen. Ich persönlich gare nicht wirklich Sous-vide sondern packe große Mengen von vorgekochtem Essen portionsweise ab, friere die Beutel dann ein und werfe dann die Beutel in kochendes Wasser um das Essen darin zu erwärmen. So können wir Essen in großen mengen vorbereiten, damit die Kinder, wenn sie alleine daheim sind, nicht immer nur Pizza und Fertiggerichte zu sich nehmen, sondern was Gescheites zu essen bekommen.

Seitens der Qualität dieses Vakuum-Folienschweißgerätes gibt es nichts negatives zu sagen. Es erzeugt ein ordentliches Vakuum, und das auch noch recht schnell. Außerdem verschweißt es die Beutel ordentlich. Nichts stinkt, es gibt keine Fehler. Somit bin ich sehr zufrieden.



5 von 5 Sternen


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