Donnerstag, 12. Mai 2016

Smart Weight SBS500 Körper-Analyse-Waage

Seit Jahren kämpfe ich mit meinem Gewicht und eben so lange kämpfe ich mit ungenauen digitalen Waagen. Meine Frau und ich haben bereits mehrere Wagen wegen ihrer, eher auf dem Zufallsprinzip basierenden, Messgenaugigkeiten entsorgt. Am spektakulärsten war vermutlich der Tod der letzten Digitalwaage, die durch einen Pflasterstein ihr ende fand. Man kann in unserem Fall also von einer gewissen Skepsis gegenüber digitaler Waagen sprechen.


Umso gespannter war ich auf diese Waage, die wir als Rezensionsexemplar vergünstigt angeboten erhielten. Würde sie sich in die lange Reihe der Messfehler einordnen und ebenso gewaltsam aus der Welt scheiden, oder könnte sie sich durch korrekte Messungen behaupten.

Der Lieferumfang

Nach einer kurzen Lieferzeit erhielten wir die, in einem Karton verpackte, Analyse-Waage inklusiver der beiden benötigten C2032 Batterien und einer mehrsprachigen Bedienungsanleitung die zwar eine brauchbare deutsche Übersetzung enthält, von der Gliederung her jedoch ein bisschen schwieriger zu lesen ist. Zum Schutz der Oberfläche wurde die Waage in einem dünnen Kunststoffbeutel verwahrt. Der Rest der Verpackung kam jedoch ohne Plastik aus, was vor allem die Umwelt freut.

Das Aussehen

Vom Look & Feel kann ich schon mal sagen, dass man nicht enttäuscht wird. Die Oberfläche ist in schwarzem Hochglanz-Finish gehalten und wird maßgeblich durch die vier Edelstahl-Kontaktflächen für die Körperanalyse geprägt. Dass eine schwarz glänzende Oberfläche nun im Bad vermutlich nicht die beste Wahl ist lasse ich in der Bewertung außen vor, denn jeder muss für sich selbst entscheiden ob er gerne regelmäßig die Flecken wegwischen will oder nicht.

Die Inbetriebnahme

Um die Waage in Betrieb zu nehmen musste ich lediglich den Trenner zwischen den Batterien rausnehmen und sie erwachte zum Leben. An der Unterseite befindet sich ein Taster mit dem man die Einheiten der Waage umschalten kann sobald sie in Betrieb ist. Meine war anfangs auf lbs eingestellt.

Die Einstellungen

Nun kann man die Waage auch einfach zum Wiegen verwenden. Dafür muss man nichts einstellen, sondern sich lediglich auf die Waage stellen. Fertig. Aber wer kauft sich schon eine Analyse-Waage um nur sein Gewicht zu checken?
Also muss man vorerst mal seine Daten eingeben. Dazu berührt man an der ausgeschalteten Waage (Display dunkel) die Set-Taste unter dem Display. Nun kann mann mit den (AUF) und (AB) Tasten die sich daneben befinden einen der 8 Speicherplätze auswählen. Dies bestätigt man wieder mit der (SET) Taste.
Als nächstes kann man sowohl das Geschlecht als auch die grundsätzliche Statur (normal/sportlich) einstellen. Sämtliche Änderungen werden nun mit den (AUF) und (AB) Tasten eingestellt und dann mit (SET) bestätigt.
Es folgt die Einstellung der Körpergröße in Zentimetern und des Alters, welches zwischen 10 und 85 Jahren liegen kann.

Nachdem man das Alter bestätigt hat, ist die Einstellung abgeschlossen und die Waage geht in den Wiege-Modus (eine 0 wird am Display angezeigt). Nun muss man sich drauf stellen und die erste Wägung vornehmen. Damit wird das Körpergewicht diesem Speicherplatz zugeordnet.

Ich legte bei uns alle Familienmitglieder an und ließ jeden mal auf die Waage steigen um damit die Werte zuzuordnen. Später kann die Waage selbständig feststellen welche Person sich gerade auf der Waage befindet, wenn die Gewichtsunterschiede groß genug sind. Sollten im gleichen Haushalt mehrere Personen leben, deren Gewicht sich nicht um mehr als 1-2 kg unterscheidet, dann wird es schwierig für die Waage. Man muss dann vor dem Wiegen seinen Speicherplatz auswählen, damit man korrekte Ergebnisse bekommt. Die Waage macht sonst keine Analyse.

Bei uns ist das aber kein Problem, weil wir eine durchschnittliche Familie mit ebenso durchschnittlichen Gewichtsunterschieden sind :-)

Die Analyse

Nach dem Wiegen wird das Gewicht angezeigt und wenige Sekunden später zeigt die Waage den Analysevorgang im Display an. Diese Messung erfolgt, wie bei anderen Analyse-Waagen, durch elektrischen Strom der durch die Beine fließt. Entsprechend muss man sich im Karen sein, dass man mit dieser Waage lediglich die Beine analysiert bekommt und somit die Werte mit Vorsicht zu genießen sind. Personen deren Beine sich in irgend einer Form vom Oberkörper unterscheiden (stark trainiert bei Radsportlern oder anderen beinlastigen Sportarten, oder schlank im Verhältnis zum Oberkörper bei Männern mit klassischem Kugelbauch aber dünnen Beinen, etc.) sollten die Messergebnisse nicht zu ernst nehmen oder sich nach eine Waage umsehen die neben den Fußkontakten auch über in zusätzliches Handgerät verfügen. Diese Waagen beziehen bei der Messung den Oberkörper mit ein und liefern viel genauere und auch plausiblere Ergebnisse.



Uns reicht jedoch die Analyse dieser Waage, die nach wenigen Sekunden einen ungefähren Aufschluss über Körperfettanteil, Muskelanteil, Wasseranteil, BMI und Knochengewicht gibt. Wobei der BMI (Body Mass Index) natürlich auf der Angabe der Größe, des Alters und des gemessenen Gewichts basiert und keine Rücksicht auf den Trainingsgrad eines Menschen nimmt.

Die Messgenauigkeit

Genau in diesem Bereich waren wir in den letzten Jahren massiv frustriert von unseren Waagen, da diese meist Abweichungen von bis zu +/- 2 kg bei den Ergebnissen zeigten. Wohl gemerkt bei Messungen die hinter einander und sogar am gleichen Aufstellort statt fanden. Hier sind digitale Waagen scheinbar recht anfällig auf Umgebungstemperatur, Luftdruck und möglicherweise sogar auf die Planetenkonstellation, zumindest hatte ich diesen Eindruck. Bei unterschiedlichen Aufstellorten lagen die Abweichungen sogar teilweise wesentlich höher. Also musste sich die Smart Weight hier besonders beweisen.

Grundsätzlich zeigte die Waage das gleiche Gewicht an, welches auch unsere analoge Waage nach korrekter Nullstellung anzeigte. Somit kann ich schon mal sagen, dass diese Waage ein korrektes, oder zumindest reproduzierbares, Messergebnis beim Gewicht liefert.

Unterschiedliche Personen testeten die Waage an unterschiedlichen Orten in unterschiedlichen Stockwerken und Räumen des Hauses bei unterschiedlicher Raumtemperatur. Und jetzt kommt die Überraschung: Es gab in unserem Fall KEIN EINZIGES abweichendes Ergebnis. Nicht mal um 100 g zeigte die Waage mehr oder weniger an als an anderen Orten. Damit ist eines klar geworden, nämlich dass diese Waage eine funktionierende Tarierung besitzt. Dazu muss mann jedoch die Waage einschalten (sich also kurz drauf stellen) und wieder runter gehen. Dann stellt sich die Waage auf ihren aktuellen Ort ein und setzt sich ohne Belastung auf 0. Die Messung danach war immer korrekt.

Und ob die Analyse-Messungen stimmen oder nicht, das kann euch vermutlich nicht mal ein Arzt sagen, da es hier immer auf die angewandte Messmethode ankommt. Eine wirklich korrekte Fettmessung wird wohl nicht ohne eine Bestimmung der Dicke eurer Bauchschwarte auskommen, wie sie Ärzte gerne machen :-)

FAZIT

Für die tägliche Gewichtskontrolle mit integrierter Körperanalyse ist diese Waage perfekt geeignet, da es ja eigentlich nicht um die absoluten Werte sondern um die Veränderungen zur vorherigen Messung geht. Das schafft sie dann auch noch zu einem vernünftigen Preis und mit recht schickem Aussehen. Dass man dieses Aussehen mit einem etwas gesteigerten Reinigungsaufwand büßt wird vermutlich jedem klar sein, der irgend etwas mit schwarzen Hochglanzflächen in seinem Besitz hat.


Smart Weigh SBS500 Körperfett-digital-Präzisionswaage mit Hartglas-Wiegefläche, Erkennung von acht Benutzern und 200 kg Gewicht Kapazität, misst Gewicht, Körperfett, Wasser, Muskel-und Knochenmasse

5 von 5 Sternen

1 Kommentar:

  1. Danke für die ausführliche Beschreibung dieser Waage, habe leider sehr zugenommen und nun heisst es Sport und FDH. Und eben auch regelmässige Gewichtskontrolle und hierfür ist sie bestens geeignet.

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