Mittwoch, 20. April 2016

AUSDOM Dash Cam mit Bewegungserkennung und IR Beleuchtung.

Ich persönlich verwende keine Dash-Cams aus Gründen die ich am Ende der Rezension angebe. Trotzdem probierte ich diese Kamera natürlich aus, wenn ich sie schon bei mir auf dem Tisch habe. Vor allem wenn das Fahrzeug auf Privatgrund abgestellt ist, eignet sich die Cam perfekt.

Geliefert wurde sie in einer kleinen, attraktiven Schachtel die sich auch perfekt zum Verschenken eignet.

Im Lieferumfang enthalten waren:

* die Dash-Cam
* ein Adapter für den Zigarettenanzünder
* ca. 1,5 m langes Micro-USB Kabel
* eine Saugfuß-Halterung für die Windschutzscheibe
* eine englischsprachige Betriebsanleitung

Die Inbetriebnahme war absolut problemlos, allerdings musste ich die Kamera erst mal ordentlich aufladen. Das dauerte ca. 2,5 Stunden. Dann schaltete ich die Kamera ein ohne eine SD Karte eingelegt zu haben. So wird die Aufnahme nicht aktiviert und man kann die Einstellungen vornehmen.

Beim Einschalten aktiviert sich der Bildschirm. Die Menüführung hat man schnell auch ohne Anleitung raus und kann bald die Sprach auf Deutsch umstellen. Dadurch wird es leichter zu konfigurieren.

Die Einstellung der aktuellen Uhrzeit und des Datums sind Must-Haves für die Aufzeichnung (sonst macht es ja keinen Sinn). Dann kann man noch einstellen wie groß die Dateien werden sollen, und wie häufig alte Dateien überschrieben werden dürfen. Natürlich kann man die Qualität der Aufzeichnung ebenfalls einstellen. Durch die Bewegungserkennung werden Aufnahmen getriggert, wenn sich das Fahrzeug in Bewegung befindet. Über den G-Sensor kann dann auch eine Unfallerkennung erfolgen.

Nach der Konfiguration schaltete ich die Cam ab und legte eine SD Karte ein. Im Prinzip reichen für eine Aufzeichnung der letzten Minuten Karten mit 2-4 GB alles Andere wäre schon fast verschwenderisch: Die Kamera erkannte allerdings bis zu 64 GB.

Die Bildqualität ist ausgezeichnet. ich konnte neben den Kennzeichen der Autos auch problemlos die Straßennamen an den Hausnummernschildern lesen und dementsprechend auch Details entnehmen die später vielleicht von Nutzen sein könnten. Nebenbei wird der Ton aus dem Innenraum aufgenommen und man hört sehr genau, wenn ein Blinker betätigt wird, oder Schalter gedrückt werden. Auch kann man dadurch nachher sehr gut beweisen ob die Musik im Innenraum zu laut war oder nicht.

Umgekehrt montiert kann man mit der Kamera übrigens auch sehr gut den Innenraum eines Busses oder Taxis überwachen, was seitens des Datenschutzes sogar erlaubt wäre. Auch für Ausbildungsfahrten beim Führerschein kann das Mitfilmen recht vernünftig sein.

Ein besonders praktisches Feature ist die Bewegungserkennung und die damit verbundene Auslösung der Kamera. So kann man Individuen filmen die sich in der Nähe des geparkten Fahrzeugs aufhalten. Wenn also Vandalen am Werk sind hat man so zumindest einen Video-Hinweis auf mögliche Täter. Für Nachtaufnahmen gibt es eine integrierte Infrarotbeleuchtung. Die genügt aber wirklich nur im direkten Umfeld des Wagens.

Rein technisch ist dieses Produkt wirklich überzeugend. Liefert sehr gute Bilder und Videos und hat eine gute Tonqualität. Dazu ist die Benutzung kinderleicht. Wenn da nicht die Frage nach dem Datenschutz auf der Straße wäre.

Abschließend muss gesagt sein, dass die Verwendung einer Dash Cam in Österreich und Deutschland in einer rechtlichen Grauzone erfolgt. Die Verwendung solcher Kameras wird laut Datenschutzbehörde als eine „systematische, fortlaufende Feststellung von Ereignissen, die ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Person betreffen“ ausgelegt, und ist aus diesem Grund als eine Videoüberwachung nach dem Datenschutzgesetz zu qualifizieren.

So und nun ist eine Videoüberwachung im öffentlichen Bereich leider aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erlaubt - jedoch auch nicht dezidiert verboten wenn man die Aufnahmen Dritten nicht zugänglich macht. Auch werden Aufzeichnungen vor Gericht nicht generell als Beweis zugelassen. Hier kann es in Ausnahmefällen allerdings zu einer Zulassung als Beweismittel kommen, wenngleich man damit riskiert, dass man im Anschluss ein eigenes Verfahren wegen Verletzung des Datenschutzes am Hals hat, weil man ja seine Aufnahmen Dritten zeigt. Außerdem ist nicht gesagt, dass die Auslegung der Rechtslage durch das Gericht der eigenen entspricht. Also kann der Videobeweis dann umgekehrt zu einer Belastung der eignen Person führen.

Dieses Produkt erhielt ich zu Testzwecken vergünstigt zur Verfügung gestellt. Meine Meinung und die Wertung blieben davon aber unbeeinflusst.


AUSDOM AD260 HD Auto Dash Cam
5 von 5 Sternen

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