Dienstag, 12. Januar 2016

Philips Senseo Kaffeemaschine HD7817/19 und 7870/60 Twist

Meine Schwiegermutter brauchte einen Ersatz für ihre dahinscheidende Nespresso-Maschine.

Die Anforderungen waren:

  • einfache Bedienung.
  • günstigere Kaffeeportionen, da ein Lungo bei Nespresso bereits fast 40 Cent kostet.
  • kurz/lang Vorwahl für die Wassermenge.
  • 2 Tasse auf einmal.


Also kaufte ich diese Senseo Maschinen im Angebot. Die Twist für meine Schwiegermutter und die einfachere Maschine für mich im Büro wo ich im Moment eine Siebträger-Maschine einsetze.

Die Senseo HD7817/19 ist das günstigste Modell am Markt

Die Ausführung ist einfach und die komplette Maschine aus Kunststoff, selbst das Tropfgitter. Es gibt drei Tasten an der Front-Seite. Einen Power-Button sowie Tasten für eine und zwei Tassen.

Im Lieferumfang enthalten waren die Maschine mit großen Wasserbehälter und einem etwa 1 m langen Kabel, sowie zwei Padhaltern für jeweils ein und zwei Pads. Außerdem ist natürlich eine Betriebsanleitung dabei und in unserem Fall war auch ein Gutschein für 200 Gratis-Pads in der Box.

+ der Wasserbehälter ist relativ groß und wird an der Hinterseite abgenommen
+ es gibt zwei Tassengrößen zur Vorwahl
+ der Wasserduchlauf lässt sich stoppen, was mir sehr wichtig ist weil ich gerne stärkeren Kaffee trinke

- die Aufheizphase ist bei dieser Maschine recht lang

Philips Senseo HD7817/19

Die Senseo 7870/60 Twist ist etwas aufwendiger

Bei der Twist sind ein paar zusätzliche Features vorhanden die recht praktisch sind. So kann neben der Anzahl an Tassen auch die Füllmenge vorgewählt werden. Das passiert über ein beleuchtetes Touchfeld. Zudem gibt es eine Entkalkungsanzeige. 

+ Über das Touch-Bedienfeld kann die Kaffeemenge sowie die Tassen-Anzahl gewählt werden.
+ Es gibt eine Entkalkungsanzeige
+ Der an der Seite angebrachte Wassertank lässt sich leicht befüllen, sogar ohne ihn aus der Maschine zu nehmen.
+ Bei niedrigem Wasserstand blinkt die Anzeige.
+ Die Tropftasse lässt sich leicht aus der Maschine nehmen, entleeren und reinigen.

+/- jede Bedienung wird mit einem Piepton quittiert, was nicht unbedingt notwendig wäre

Philips Senseo HD7870/60 Twist

Für beide Modell gilt:


+ Die Inbetriebnahme ging schnell und problemlos.
+ Die Bedienung ist sehr einfach.
+ Die Elemente der Maschinen sind sehr gut zu reinigen.
+ Es gibt bereits Pad verschiedenster bekannter Hersteller wie Saeco, Lavazza, Jacobs, etc.
+ Die Pads sind kompostierbar.

+/- Der Pumpendruck ist etwas gering wodurch sich eine etwas geringere Crema bildet.
+/- Der Kaffee - wir verwenden 'Jacobs Caffé Crema Intenso' Pads - ist nicht so kräftig wie die gleiche Bohne aus dem Saeco Vollautomaten. Das liegt vermutlich an dem geringeren Pumpendruck un der geringeren Temperatur. Verwendet man zwei Pads für eine Tasse, bekommt man ein mit dem Vollautomaten vergleichbares Ergebnis.

+/- Da die Maschine das Wasser zuvor wie ein Wasserkocher aufheizen dürfte statt einen Durchlauferhitzer zu verwenden, braucht man etwas Geduld, wenn man mehrere Kaffees am Stück machen will.

Alles in Allen sind es sehr funktionelle Maschinen die einen ordentlichen Kaffee herstellen. Dabei sollte man immer darauf achten, dass die Pads richtig herum im Träger liegen, da sonst der Kaffee etwas dünner wird.

Der Kaffee:

Sehr angenehm finde ich dabei, dass nun auch namhafte Kaffeehersteller ihre verschiedenen Röstungen in Kapseln oder Pads verpacken, damit die Benützer solcher Maschinen Kaffee auch abseits von den Eigenmarken genießen können.

Letztes Jahr im Februar schenkten wir meiner Schwiegermutter eine Senseo um ihre alte George Cloney-Maschine zu ersetzen. Dazu bekam sie eine umfangreiche Grundausstattung an Kaffeepads direkt vom Hersteller mit dem S am Anfang. Schnell wurde klar, dass die Original-Röstungen nicht unbedingt unseren Geschmack trafen. Der Caffé Crema Intenso von Jacobs traf da schon viel mehr unseren Geschmack, obwohl ich zugeben muss, dass die Röstung schon ziemlich intensiv ist.

Nun versuchten wir mal den Lavazza Caffè Crema Dolce, da wir diesen bereits in Form von Bohnenkaffe in unserem Vollautomaten verwenden. Geschmacklich ist die Pad-Variante durchaus mit den Bohnen vergleichbar. Lediglich der höhere Pumpendruck des Vollautomaten verschafft dem Espresso dort eine bessere Crema. Das ist aber Systembedingt bei den Pad-Maschinen eben etwas anders.

Der Lavazza ist für uns ideal:

+ trotz der etwas weniger intensiven Röstung bietet der Crema Dolce ein schönes Aroma
+ im Gegensatz zum Crema Classico sind die Bitterstoffe nochmals reduziert
+ auch in der Pad Maschine gibt es eine kräftige, wenn auch nicht allzu dicke Crema
+ gutes Preis/Leistung Verhältnis, denn im Vergleich ist der Lavazza meist günstiger als die original Senseo-Pads

Im Vergleich zum Kaffee des Kapselpioniers, für den George wirbt, würde ich sagen, dass dieser hier geschmacklich am ehesten zwischen Volluto und Linizio Lungo angesiedelt ist.

Lavazza Caffè Crema Dolce 12er Pack (12 x 111 g)

4 von 5 Sternen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen