Sonntag, 23. August 2015

Flug mit Airberlin nach Burgas (Bulgarien)

Nun sind wir bereits öfter mit FlyNiki und der Airberlin geflogen und hatten immer recht gute Erfahrungen gemacht. Daher versuchte ich auch bei der Buchung des heurigen Pauschalurlaubs einen Flug mit einer dieser Airlines zu bekommen. Natürlich hätte ich auch die größeren Fluglinien ins Auge gefasst, aber die chartert heute kein Reiseveranstalter mehr. Dafür sind sie einfach zu teuer.

Der diesjährige Flug in unser Urlaubsland Bulgarien wurde von Niki durchgeführt. Obwohl hier die Grenzen schon stark verschwimmen, da die Maschine für den Rückflug eine Airberlin-Maschine mit entsprechender deutscher Besatzung war.

Der Check In

Früher fuhren wir gerne am Vorabend schon zum Flughafen um den Vorabend Check In zu nützen. So kam schon am Vorabend Urlaubsstimmung auf und wir mussten am Abreisetag keine Koffer schleppen und hatten bereits unsere Boarding-Pässe in der Tasche.

Mittlerweile ist das mit dem Vorabend Check In ein Extra, das mit 8,- Euro pro Ticket zu Buche schlägt. Für unsere vier Tickets wären das also immerhin 32,- Euro gewesen. Also verzichteten wir diesmal darauf.

Die Alternative war ein Web Check In, den man bereits ab 30 Stunden vor dem Abflug durchführen kann. Dazu öffnete ich die Seite von Airberlin und gab in der entsprechenden Rubrik die Vorgangsnummer unserer Reise und die vier Reisenden Personen an. Obwohl es 6 Uhr Früh und noch fast 24 Stunden vor dem Abflug war, waren bereits fast 50% der Sitzplätze reserviert.
Nachdem ich die Wunsch-Plätze und die Zahl der Gepäckstücke angegeben hatte wurden die Boarding-Pässe erstellt. Diese können nun entweder per Mail aufs Handy geschickt werden oder per PDF als druckbare Version erstellt werden.
Eigentlich wollte ich die Handy-Version wählen. Das ging aber leider nicht, da hier jeder Reisende über ein eigenes Handy verfügen muss, und ich eigentlich nicht gewillt war die Smartphones der Kinder in den Urlaub mitzunehmen. So musste ich eine Druckvariante wählen und ließ mir die Pässe per Mail schicken, um sie neben der gedruckten Variante auch noch in einer elektronischen Variante bei mir zu haben.

Nach einer kurzen Internet-Recherche fand ich heraus, dass man bei erfolgreichem Web Check In die Gepäckstücke am Flughafen nur noch am Package Drop Off Schalter abgeben muss und dann bereits in den Sicherheitsbereich gehen kann. Was nicht klar ersichtlich war, war wo dieser ominöse Schalter wäre. Weder auf der Seite von Airberlin noch auf der des Vienna International Airports gab es entsprechende Informationen dazu. Nach einem Anruf bei der Hotline von Airberlin, die zum Ortstarif zu erreichen ist, wusste ich dann, dass es sich bei dem Package Drop Off Schalter um einen normalen Schalter der Airline handelt.

Package Drop Off

Vom Mazur-Parkplatz kommend, kamen wir bereits ziemlich spät am Terminal 1 des Flughafens an und erschraken gleich einmal als wir sahen wie voll die Halle war. Urlauber wohin das Auge blickte, un das schon um 5:30 in der Früh.

Zum Glück hatten wir ja bereits den Web Check In gemacht und mussten nur noch unserer Koffer loswerden. Da nicht ersichtlich war wo das passieren könnte ging ich zu einem der Check In Schalter und bekam die gewünschte Info. "Der Package Drop Off ist die lange Schlange dort drüben! Stellen Sie sich einfach in der Reihe an."

Erst jetzt wurde mir klar, dass nahezu alle Passagiere der Frühflüge bereits online eingecheckt hatten und nur noch ihren Koffer abgeben wollten. Die wenigen Passagiere die noch nicht eingecheckt hatten konnten sich an zwei Schaltern anstellen und waren in kürzester Zeit abgefertigt. All jene die bereits Boarding Pässe hatten mussten darauf warten, dass ihr Gepäck an drei Schaltern abgefertigt wurde. So standen wir eine halbe Stunde lang an nur um unsere beiden Koffer auf das Band zu stellen.

Das ist schon unglaublich, dass es nicht möglich ist zumindest fünf oder sechs Schalter für die Abfertigung des Urlauberstromes zu öffnen. So hatten wir nämlich nach der Verzögerung auf dem Parkplatz und der zweiten Verzögerung beim Package Drop Off nun keine Zeit mehr für einen Kaffee, geschweige denn für ein Frühstück.

Der Flug

Am Flug selbst gab es nichts auszusetzen. War es früher noch üblich ein Frühstück an Bord zu bekommen, so gibt es seit einigen Jahren ja nur noch Snacks. Umso überraschender war es, dass wir beim Hinflug sogar einen Schokomuffin zum Kaffee und beim Rückflug ein Schinkensandwich (zwei halbe Toastbrote gefüllt mit einem Blatt Schinken einer Tomate und einem Blatt Salat) bekamen.

Für die Kinder gab es außerdem ein 4-Gewinnt Spiel beim Hinflug ein Malbuch mit Buntstiften für den Rückflug. Auch die obligatorischen Tageszeitungen hielt man für uns bereit.

Die Crew war wie immer freundlich und bemüht und die Piloten brachten die Charter-Urlauber zum Klatschen. Auch die Tatsache, dass direkt nach dem Aufsetzen am Boden bereits die ersten Passagiere aufstehen um ihr Handgepäck aus den Fächern zu nehmen, damit sie mit diesem dann möglichst oft andere Passagiere am Kopf treffen bevor sie aussteigen dürfen, gleicht sich von Flug zu Flug.

Die Einreise

Am Flughafen in Burgas klappte alles reibungslos. Der Flughafen dürfte in den letzten Jahren neu gebaut wurden sein. Direkt daneben liegt das Alte Terminal und verfällt langsam. Die Passkontrolle ist nicht so aufwendig wie sie bei Reisen nach Tunesien, Ägypten oder in die Türkei sind. In der gut klimatisierten Ankunftshalle gibt es kostenloses WLAN und das Gepäck war bereit wenige Minuten nach der Landung auf dem Gepäckband.

Die Ausreise

Auch bei der Ausreise am Flughafen lief alles so reibungslos wie bei der Einreise. Lediglich die Mitarbeiter an den Check In Schaltern waren etwas langsam in der Abfertigung. Allerdings könnte das auch systembedingt gewesen sein, da die Kofferbänder für den Abtransport des Gepäcks etwas träge reagierten.

Der Duty-Free-Shop in Burgas ist im Übrigen schlichtweg eine Frechheit. Sämtliche Artikel kosten dort wesentlich mehr als im freien Handel bei uns. Teilweise lagen die Preise für Parfums um bis zu 100% über den Preisen des österreichischen Duty-Free Shops und dann noch mal über den Preisen auf Amazon (obwohl dieser Shop bei Körperpflege nicht zu den günstigsten zählt).

Wenn die Geschichte mit der Gepäckabgabe nach einem Web Check In noch etwas flüssiger liefe und man auch an Flughäfen wie Burgas (Bulgarien) einen Web Check In machen könnte, dann wäre das Service fast perfekt. Natürlich schmerzt es auch etwas, dass trotz gesunkener Treibstoffpreise die Tickets nicht günstiger wurden und auch sämtliche Leistungen außer dem Sitzplatz extra zu bezahlen sind.

Hätten wir wie früher am Vorabend eingecheckt und alle vier ein Frühstück bzw. bei der Rückreise ein Essen an Bord genossen, dann hätten wir zusätzliche Kosten in der Höhe von über 140,- Euro gehabt. Also 35,- Euro pro Person. Leistungen die vor sechs  Jahren trotz günstigerer Ticketpreise noch kostenlos waren.

4 von 5 Sternen


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