Sonntag, 23. August 2015

Der Mazur Parkplatz am Flughafen Wien Schwechat

Gemeinsam mit meiner Frau reiste ich bereits oft mit dem Flugzeug. Da wir gerne mit dem eigenen Auto zum Flughafen fahren, brauchten wir natürlich immer eine Parkmöglichkeit für den Wagen.

Naturgemäß ist das Parken am Flughafen fast so teuer wie der Flug selbst. Je näher man am Terminal parkt, umso tiefer muss man dafür in die Tasche greifen. Das war schon immer so und hat sich auch in letzter Zeit nicht verändert. Da die Parkhäuser 3+4 die direkt am Terminal liegen exorbitant teuer sind - für zwei Wochen muss man 270,- Euro bezahlen - kommen eigentlich nur zwei Parkplätze wirklich in Frage. Da ist zum einen der Parkplatz C der ein paar Gehminuten vom Terminal 3 entfernt liegt und für zwei Wochen etwa 140,- Euro kostet und der MAZUR Parkplatz, der am Rande des Flughafen in der nähe des VIP-Terminals liegt. Dort muss man für zwei Wochen mit etwa 106,- Euro rechnen.

Da der MAZUR Parkplatz zu Fuß nicht zu erreichen ist, ist in der Parkgebühr der Bustransfer vom Parkplatz zum Terminal 3 enthalten.

Der Abflug

Unser Flug ging diesmal um 6:30 und wir hatten daher geplant erst im Flughafen zu frühstücken um damit zuhause keine Zeit zu verschwenden. Daher schauten wir, dass wir zeitgerecht zuhause weg fuhren, um dann entsprechend früh am Flughafen anzukommen.

Um 4:35 kamen wir am MAZUR Parkplatz an und erhielten von der Infotafel die Anweisung einen Parkplatz in Reihe 29 zu suchen. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass in dieser Reihe kein Platz mehr frei war. Dafür ein paar Reihen weiter vorne. Also stellten wir unser Auto in Reihe 25 ab. Es hätte auch viele Parkplätze in den vorderen Reihen gegeben die wir aber wegen der schlechten Beleuchtung des Platzes erst sahen als wir mit unseren Koffern auf dem Weg zur Bushaltestelle waren.

Bereits um 4:50 kamen wir an der Bushaltestelle an, an der um 5 Uhr ein Bus Richtung Terminal gehen sollte. Da der Bus allerdings erst kurz nach unserer Ankunft am Parkplatz abfuhr, konnten wir bereits mit zehn Minuten Verspätung rechnen. Dazu kam, dass nicht alle Fluggäste im vorigen Bus Platz fanden und auf den nächsten warten mussten. Da der Bus im 30-Minuten-Takt fährt ist das eine ziemliche Verzögerung.

Wir versuchten also mit unseren Kindern halbwegs in Pole-Position zu stehen, da wir vermutlich unseren Flieger nicht bekommen würden, wenn wir in dem um zehn Minuten verspäteten Bus keinen Platz bekämen und daher statt um 5 Uhr erst um 5:40 in Richtung Flughafen abfahren könnten.

Das Gedränge das daraufhin im Bus vorherrschte sucht seinesgleichen. Da die meisten Gäste relativ große Koffer dabei hatten, herrschte ein absolutes Chaos im Bus. Die darauf folgenden zehn Minuten Fahrzeit wurden zur Härteprüfung vor allem für die Kleinsten. Kinder wurden fast erdrückt von Gepäckstücken und schwitzenden Urlaubern.

So kamen wir um 5:30 am Flughafen an und mussten, weil die Station des Busses am letzten Eck des Terminal 3 ist, erst mal am Flughafen entlang zurück zum Terminal 1 gehen.

Dort angekommen erwartete uns der Zweite Dämpfer des Tages. Die Check In Halle. Darüber berichte ich aber in einem eigenen Beitrag.

Die Ankunft

Bei unserer Ankunft nach dem Urlaub verhielt es sich dann ziemlich ähnlich. Wir traten aus der Ankunftshalle des Terminal 3 und suchten am Busterminal einmal nach dem richtigen Steig. Die Anzeige meldete Bussteig 1, also gingen wir bis ans vorderste Ende. Dort standen bereits wieder einige Passagiere die auf den Bus warteten. Da wir wussten, dass es oft eng wird stellten wir uns knapp zum Randstein. So etwas mag ich normalerweise nicht, da man damit einerseits die Fahrgäste am Aussteigen hindert und andererseits eine Behinderung für den Fahrer bei Einfahren in die Station darstellt.
Allerdings war es eine gute Entscheiden, denn auch mit diesem Bus konnten nicht alle Wartenden mitfahren. Dafür ist er einfach zu klein dimensioniert. Wenn es also einen Änderungsvorschlag gibt, dann kann es nur eine Verdoppelung der Fahrzeuge und eine entsprechende Halbierung der Wartezeit sein.

Die Fahrt zum Parkplatz dauerte auf Grund der Route etwas länger als die Fahrt zum Flughafen. Dort angekommen kämpften wir uns aus dem Bus und zu unserem Auto durch.

Bei Ausfahren aus dem Parkplatz mussten wir dann noch eine Hürde nehmen, denn die meisten Autofahrer kommen mit der Spurführung beim Ausfahrtsschranken nicht zurecht. Dort befindet sich nämlich eine Nebenspur an der man zum Bezahlen des Tickets halten kann, wenn man nicht mit Kreditkarte direkt am Schranken zahlen will. Da nur wenige Autofahrer gut genug fahren können um ihr Auto ordentlich auf einem Standstreifen abzustellen, kam es dort noch einmal zu Verzögerungen bis wir endlich aus dem Parkplatz hinaus kamen.

Nach diesem Erlebnis ist nun klar, dass wir in Zukunft entweder mit dem Flughafentaxi fahren werden, oder unser Auto am Parkplatz C des Flughafens abstellen werden. Denn die Gehwege vom Parkplatz C sind nun kaum mehr länger als die Weg die man in Summe beim Mazur zurück legt und der Aufpreis von etwas mehr als 30 Euro für zwei Wochen lässt sich dann auch noch verschmerzen.

2 von 5 Sternen

1 Kommentar:

  1. Hallo,
    ich bin früher auch sehr gerne selbst mit dem Auto zum Flughafen gefahren, aber wie du bereits oben erwähnt hast, sind die Preise für die unterschiedlichen Parkplätze wirklich enorm hoch. Den MAZUR Parkplatz kannte ich übrigens noch nicht. Seit ich jetzt in Wien wohne und dadurch auch mein Auto verkauft habe, habe ich bei meiner letzten Reise zum ersten Mal ein Flughafentaxi benutzt, da mir das fahren mit Bus oder S-Bahn usw. etwas zu umständlich ist. Ich habe beim Flughafentaxi zuerst die Befürchtung gehabt, dass es relativ teuer werden wird. Ich habe mir das Taxi über airport-taxi-wien.wien organisiert und war vom Preis mehr als überrascht. Nur 24€ für den Transfer. Wie ich finde ein richtig super Preis. Für alle die in Wien oder Umgebung wohnen sicher eine super Alternative zu den teuren Parkplätzen.

    LG Daniel

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