Mittwoch, 20. Mai 2015

Aroma Diffusor

Letztens ist wieder etwas lustiges bei uns hereingeschneit. Der Patuoxun Aroma Diffusor, oder auch die Wunderlampe die man nicht reiben muss. Im ersten Moment fragte ich mich, was wir damit anfangen sollten, schließlich bin ich ein Mann und duftende Nebel sind mir genauso suspekt wie eine saisonale Raumdeko. Meine Frau konnte mir allerdings auf die Sprünge helfen, denn sie meinte, dass solche Vernebler gerne auf Entbindungsstationen und Kinderstationen im Krankenhaus eingesetzt werden, um dort für angenehme Gerüche zu sorgen. Und natürlich sei es auch nicht das Schlechteste, wenn es zuhause angenehm riecht :-)

Gut nun wusste ich, was man prinzipiell mit der Wunderlampe anfangen könnte. Also widmete ich mich dem guten Stück etwas genauer. Beim Auspacken fiel mir gleich auf, dass bei diesem Produkt scheinbar viel Wert auf das Design, die Verarbeitung und nicht zuletzt eben die Verpackung gelegt wurde. Der Diffusor steht gut eingebettet in gestanztem und gefaltetem Karton, was mir schon aus Gründen der Umweltbelastung sympatisch ist. Es wird nämlich weitgehend auf Kunststoff bei der Verpackung verzichtet. Nur eine dünne Folie schützt das Gerät.

Im Lieferumfang enthalten sind:

* der Aroma Diffusor im Wunderlampen-Design
* ein Netzteil für 220V
* ein Messbecher zum Befüllen
* eine Anleitung in Englischer Sprache sowie eine bebilderte Kurzanleitung

Grundsätzlich muss man kein Techniker sein, um diesen Diffusor in Betrieb zu nehmen und bis auf die Tastenbelegung ist auch alles ohne Bedienungsanleitung durchaus klar. Das Prinzip nach dem dieser Diffusor arbeitet ist eigentlich schon hinlänglich bekannt. Im Inneren arbeitet ein kleiner Ultraschall-Vernebler, der das Wasser fein zerstäubt und so einen Nebel erzeugt. Das kannte ich schon von unserer Nebelschale, die wir vor etwa 15 Jahren im Wohnzimmer stehen hatten, damals noch ohne wechselnde LED-Beleuchtung. Zusätzlich arbeitet in der kleinen Wunderlampe ein kleiner Ventilator, der den Nebel dann dazu bringt, sich durch die obere Öffnung des Diffusors aus dem Staub zu machen. Durch das Ausblasen des Nebels entsteht ein Effekt, wie die Befreiung des Flaschengeistes durch Aladin.

Den Aroma Diffusor kann man durch eine kurze Drehbewegung gegen den Uhrzeigersinn öffnen. Dann lässt sich die Oberseite abnehmen. Darunter befindet sich die 'Nebelkammer' die wiederum durch einen Deckel geschützt wird. Das ist notwendig, da bei Ultraschall-Verneblern normalerweise neben Nebel auch eine Menge hüpfende Wassertropfen emporsteigen. Die würden dann ziemlich schnell die komplette Umgebung des Gerätes bedecken.

Hat man den nächsten Deckel auch noch geöffnet, dann findet man den eigentlichen Wasserbehälter mit dem Ultraschall-Vernebler. Dort darf man maximal 140 ml Wasser einfüllen, da sonst das Wasser überlaufen würde. Ich begnügte mich bei meinem ersten Versuch mit 80 ml Wasser und drei Tropfen eines ätherischen Öls das nach Blutorange riecht. Dann schloss ich die Wunderlampe. Steckte sie an - was ich eigentlich vorher machen hätte sollen, den das Kabel lässt sich relativ schwierig in den Diffusor einstecken, wenn man ihn wegen des eingefüllten Wassers nicht mehr kippen sollte - und schaltete den Diffusor ein.

Es dauerte nur etwa fünf Sekunden bis der dünne Nebelstreifen aus der Öffnung der Lampe drang. Und gleich darauf verbreitete sich Blutorangenduft in unserem Wohnzimmer. Das funktioniert richtig gut. Obwohl ich nicht glaube, dass die knapp 15 ml, die durch den Diffusor pro Stunde in die Raumluft gebracht werden, all Luftbefeuchtung gewertet werden dürfen. Aroma Diffusor ist als Bezeichnung also eher passend als Luftbefeuchter.

Es gibt übrigens zwei Nebel-Modi dir über die M-Taste am Gerät ausgewählt werden können (AUS -Modus 1- Modus 2- AUS). Entweder läuft der Diffusor im Dauerbetrieb, dann vernebelt er etwa 15 ml pro Stunde, oder man lässt ihn alle drei Minuten für eine Minute Pausieren, dann verlängert sich die Betriebsdauer mit einer Füllung entsprechend. Reicht eine Füllung im Dauerbetrieb etwa für 9 Stunden, so ist im Intervallbetrieb mit etwa 11 Stunden zu rechnen.

Die LED-Beleuchtung kann über die L-Taste geregelt werden. So gibt es neben einem kontinuierlichen Farbwechsel auch die Farben rot, grün und blau sowie Mischungen rot/blau, blau/grün, rot/grün und natürlich die Möglichkeit die LED auszuschalten. Was man leider nicht ausschalten kann sind die Betriebs-LED im unteren Bereich der Wunderlampe. Die Leuchten nämlich, wenn der Diffusor angesteckt ist immer rot und wenn er in Betrieb ist zusätzlich blau (blinkend im Intervall-Modus und dauerhaft leuchtend im Dauerbetrieb). Die hätte man gut auch auf der Rückseite anbringen können, wo das Kabel in den Diffusor kommt.

Alles in Allem ist das ein richtig guter Aroma-Vernebler mit nur einem kleinen Schönheitsfehler, der Betriebs-LED an der Vorderseite.

Patuoxun® Aroma Diffusor.

5 von 5 Sternen

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