Montag, 22. Mai 2017

Magicsee P3 VR360 4K Panoramakamera

Für eine Städtereise nach New York kauften wir uns letztes Jahr eine 360° Kamera, um außergewöhnliche Erinnerungen festzuhalten. Dabei handelte es sich um den Vorgänger dieser Cam mit einer geringeren Auflösung. Trotz der geringen Auflösung erhielten wir einmalige Erinnerungen an unsere Reise. Des Besondere daran erschließt sich zuhause bei der Verwendung einer virtuellen Brille, denn so fühlt man sich wieder zurückversetzt an den Ort der Aufnahme. Wir machten zum Beispiel eine Rundfahrt mit einem Sightseeing Bus und filmten dabei. Man kann sich später im Video umsehen und entdeckt Details die direkt bei der Fahrt oft nicht zu erkennen waren.

Der Lieferumfang dieser Kamera ist ziemlich umfangreich, im Vergleich zu anderen Panorama-Kameras:

* die Vollsphären-Kamera
* ein Unterwassergehäuse wie man es von Actioncams kennt
* diverses Montagematerial für die Helmmontage
* ein austauschbarer Akku
* ein USB Ladekabel
* eine Englischsprachige Kurzanleitung
* eine stabile Tasche für die Aufbewahrung

Inbetriebnahme

Theoretisch kann man die Kamera auch ohne Smartphone-App benutzen, da die Einstellungen direkt an der Kamera über das kleine Display und die vier Bedientasten eingestellt werden können. Es ist sogar die Sprache Deutsch vorhanden, was die Benutzung vereinfacht.

So lassen sich direkt an der Kamera die Auflösung der Foto- und Videoaufnahmen einstellen, das Datum, die Uhrzeit und viele andere Parameter festlegen. Es gibt Zeitraffer und zeitversetzte Aufnahmen und vieles mehr. Jedoch muss man bei direktem Auslösen über die Kamera in Kauf nehmen, dass man die Hand auf der Aufnahme sieht.

Besser lässt sich die Kamera mit der passenden App betreiben.

Die App

Es beginnt ziemlich holprig, weil die App 'Magicsee360' im Playstore nicht gefunden werden kann. Nach einer etwas längeren Suche auf der Website des Herstellers konnte ich die APK finden für deren Installation man die Sicherheitseinstellungen des Android-Smartphones übergehen muss und Apps von unbekannten Orten zulassen.

Hat man die App installiert, dann muss man die Kamera mit dem Smartphone via WLAN verbinden. Ist das erledigt, dann können die Einstellungen der Kamera über das Smartphone geändert werden, Videos und Fotos von der Kamera geladen und die Aufnahmen ausgelöst werden.

Beim Abrufen der Videos und Bilder kann man unter unterschiedlichsten Darstellungsformen, wie Panorama, Vollsphäre, etc. wählen und theoretisch die Inhalte direkt über verschiedene Plattformen teilen. Leider ist genau das ein echtes Problem bei dieser App, weil die Metadaten nicht korrekt gesetzt werden und zB. auf Facebook sowie auf Youtube keine Panorama-Darstellung erfolgt. Bei unserer letzten Kamera konnte das durch eine Verwendung einer App eines Drittanbieters oder durch das nachträgliche Einfügen von Metadaten am PC behoben werden.

Die Aufnahmen

So, wenn man nun von 4K spricht, dann denkt man sofort an super-hochauflösende Fernseher und gestochen scharfe Bilder. Das trifft auf eine Vollsphärenkamera leider nicht zu, weil sich die 4K-Auflösung auf beide Linsen aufteilt. Durch das Fischauge-Objektiv verteilen Sich die vorhandenen Bildpunkte dann auch noch auf einen viel größeren Bildausschnitt. Also wirken Aufnahmen dieser Kamera selbst mit 4K noch ein bisschen unscharf und verwaschen. Dieser Effekt verstärkt sich umso mehr, wenn die Beleuchtung schwach ist.

Im hellen Tageslicht sind die Bilder und Videos wirklich sehr gut anzusehen und detailliert genug, wenngleich sie natürlich nicht mit Full-HD Aufnahmen vergleichbar sind. Zwar hat jeder Chip eine Full-HD Auflösung, aber eben wieder auf 180° Blickwinkel vertikal und horizontal.

Bei schnellen Bewegungen sind trotz der 30fps leichtes Shadowing und Fading zu erkennen. Dabei entsteht der Effekt einer schwachen Kantenschärfe.

Speicherplatz

Ich verwende eine 32GB Class10 Micro-SD Karte, die schnell genug ist für durchgehende Aufnahmen. Da ein Foto rund 3MB Speicherplatz benötigt, kann man fast 10.000 Bilder auf einer entsprechenden Karte speichern. Für Videoaufnahmen in höchster Qualität werden 100MB/Minute belegt. Somit finden rund 320 Minuten oder mehr als 5 Stunden Videomaterial auf einer 32GB-Karte Platz. Die Kamera kann mit maximal 64GB Micro-SD Karten betrieben werden.

FAZIT

Auch wenn diese Kameras noch nicht zu 100% ausgereift sind, ist es eine wunderbare Möglichkeit besondere Aufnahmen von Feiern oder bei Städtereisen zumachen, die einen erweiterten Blickwinkel zulassen. In einigen Jahren wird 360° Fotografie und Filmen zum Standard gehören. Bis dahin liefert diese Kamera aber bereits eine sehr gute Möglichkeit für spezielle Aufnahmen und einzigartige Erinnerungen. und das bekommt man auch noch zu einem vernünftigen Preis. Das Besondere an dieser Kamera ist dann neben der Auflösung auch noch das unterwassertaugliche Sportgehäuse mit dem man die Kamera so gut wie überall bedenkenlos verwenden kann.

5 von 5 Sternen



Donnerstag, 18. Mai 2017

iO4 720p Mini-DLP Beamer von iOWCHOW

Möglicherweise ist euch ja schon aufgefallen, dass ich derzeit massiv in der Vorbereitung der diesjährigen Halloween-Deko stecke, und im Zuge dessen unzählige Projektoren kaufe und ausprobieren.

Warum?
Die letzten Jahre bauten wir diverse Deko-Elemente selbst und versuchten immer wieder etwas Neues zu bringen und kommen nun leider zu dem Punkt, wo wir alle die Dinge nicht mehr lagern können. Also muss ein neuer Ansatz her .Der größte Teil der Deko wird dieses Jahr aus digitaler Dekoration bestehen. Dabei werden in den Fenstern des Hauses Gruselszenen gezeigt, im Garten auf ein 3D-Modell Szenen projiziert und wahrscheinlich ein kleiner "Grusel-Parcours" aufgebaut.

Der Vorteil der digitalen Deko ist, das man die Projektoren leicht verstauen kann, und es nur noch ein paar Leinwände und Spezialstoffe braucht. Natürlich haben Digitale Dekos auch einen Nachteil....den Preis, denn die Projektoren sind zwar schon sehr günstig zu bekommen, aber geschenkt sind sie auch nicht.

So und jetzt zu diesem Mini-Beamer, der mit Abstand das teuerste Modell in meiner Projektor-Sammlung ist. Und gleich vorweg kann ich sagen, dass dieser Beamer auch jeden Cent wert ist.

Lieferumfang

Schon die Box in der dieses Gerät geliefert wird, ist derart klein, dass manches größere Smartphone darin Platzangst bekommen würde. Darin ist dann auch noch eine Menge Zubehör hoch professionell geschlichtet (ich glaube nicht, dass man das jemals wieder verpackt bekommt, wenn man alles raus genommen hat).

* der Mini-Beamer mit schöner glänzender Oberfläche
* eine Fernbedienung, die vermutlich über Bluetooth verbunden wird (inkl. 2 AAA-Batterien)
* ein Dreibeinstativ
* ein Netzteil mit USB Typ-C Anschluss und EU sowie UK Stecker-Aufsatz
* ein USB Typ-C Ladekabel mit 120cm Länge
* ein HDMI-Kabel mit 100cm Länge
* eine englischsprachige Betriebsanleitung

Somit bekommt man alles mitgeliefert was benötigt wird, um den Projektor zu verwenden.

Die Anschlüsse

Trotz der ultrakompakten Bauweise ist alles da was man braucht. Mehr als die Möglichkeiten aufzuzählen braucht es hier nicht, sie sprechen für sich.

* WLAN
* USB
* HDMI
* Audio-Out
* USB Typ-C für die Stromversorgung


Los geht´s

Netzteil mit dem EU-Aufsatz versehen, Typ-C Kabel am Netzteil und am Projektor anstecken. Fertig.Natürlich kann man, so wie ich auch gleich das Dreibeinstativ anbringen und die Batterien in die Fernbedienung einlegen. Vor allem die Fernbedienung sollte man unbedingt verwenden, weil sich der Mini-Beamer sonst nämlich nicht wirklich bedienen lässt. Er hat zwar an der Oberseite Touch-Tasten für die Lautstärke (-) und (+) sowie einen Menü-Button, aber das wird an Betracht der Funktions-Fülle dieses Geräts etwas schwierig mit der Bedienung, wenn man die Fernbedienung nicht hätte.


Seitlich am Projektor befindet sich der Taster zum Einschalten. Lange drücken und los geht´s.
Das Erlebnis beginnt mit einem geführten Setup bei dem man gleich zu Beginn die Fernbedienung verbinden muss. Dazu muss man auf der FB nur die (-) und (+) Tasten gleichzeitig drücken, der Rest geht automatisch. Sobald die Fernbedienung gekoppelt ist wird man nach der Wunschsprache gefragt. Hier wählte ich Deutsch aus und konnte gleich feststellen, dass die Programmierer der Beamer-Software Fans des Google-Translators waren, denn die Deutsche Übersetzung ist teilweise etwas holprig. Da der größte Teil der Bedienung aber ohnehin über Icons und Symbole geht stört das überhaupt nicht.

Im nächsten Schritt wurden mir sämtliche WLAN Netzwerke der näheren Umgebung angezeigt und ich konnte meines wählen. Da die Fernbedienung über eine "Air-Mouse" verfügt, ist die Eingabe von Passwörtern usw. verhältnismäßig komfortabel. Diesen Schritt könnte man überspringen, wird aber nicht umhin kommen, wenn man Netflix oder Amazon Prime streamen will.

Hat man das Netzwerk verbunden, ist die Einrichtung auch schon fertig. Zuerst suchte ich am Projektor noch nach einer Möglichkeit den Fokus oder die Keystone-Korrektur vorzunehmen. Gebraucht hab ich sie nicht, weil das Bild bereits von Anfang an passte. in meiner Naivität war mir nicht ganz klar warum. Erst als ich auf der Fernbedienung die Taste "AF" entdecke wurde mir klar, dass es eine automatische Einstellung von Fokus und Keystone gibt. Einfacher geht es wirklich nicht mehr.

Die Bedienung

So klein dieser Beamer auch ist, so hochwertig ist seine Ausstattung und das Bedienkonzept. Klar, ohne Fernbedienung geht nichts, aber mit dem kleinen Steuerelement geht alles einfach von der Hand. Grund dafür ist sicher auch, dass der Projektor nicht mr irgendeiner Firmware sondern mit einem Betriebssystem auf Android-Basis ausgestattet ist.

Der Hauptbildschirm ist bunt und sehr einfach gehalten. So kann man mit der Wippe oder der Air-Mouse schnell zu Quellen navigieren, Medien wählen oder Apps öffnen. Außerdem wird angezeigt welche Verbindungen bestehen und wie die Verbindungsqualität ist und auch der Akkustand wird angezeigt. Moment, Akkustand? Ja wirklich, dieser Beamer hat einen eingebauten Akku mit dem er in den ersten Testläufen jeweils fast 2,5 Stunden ohne Netzteil durchgehalten hat. Also ein Fußballmatch oder ein Film ohne Stromversorgung ist drin. Und das macht diesen Beamer wirklich zu einem mobilen Projektor.

Die Auswahl von Quellen und Medien ist ebenso einfach wie das Abrufen von Inhalten direkt über das Internet. In wenigen Minuten war Netflix aktualisiert und verbunden. Ebenso einfach klappte es mit Prime Video. Echt cool.

Zusätzliche Apps lassen sich leicht über den App-Manager ohne Account installieren und können natürlich auch über den Google Playstore bezogen werden, wobei man dann einen Google-Account besitzen oder anlegen muss. Im Prinzip lässt sich der Beamer wie ein Tablet verwenden.

Der Ton

Was erwartet man sich von einem eingebauten Lautsprecher in einem Mini-Projektor? Hoffentlich nicht zuviel, denn mal ehrlich: wer ordentlichen Sound will, muss einen externen Lautsprecher über den Audio-Anschluss verbinden. Und das nicht nur bei dem kleinen Beamer, sondern bei jedem Projektor, weil so gut wie keiner einen guten Klang bietet.

Aber der Ton ist ziemlich laut, wenn man auf maximale Lautstärke geht und reicht völlig, um den Fußballkommentator bei einem improvisierten Semipublic-Viewing mit 10 Leuten noch verstehen zu können. Dass dabei der Sound nicht wirklich prickelnd ist und wie aus dem Lautsprecher eines Smartphones klingt sollte man in diesem Fall vernachlässigen können. Einfach einen mobilen Lautsprecher anschließen und fertig.

Was beim Klang auch sofort auffällt ist, dass der Lüfter zwar präsent, aber durchaus erträglich laut ist. Sobald Ton vom Lautsprecher kommt, wird das Lüftergeräusch so gut wie vollständig übertönt.

Das Bild

Was gibt es Wichtigeres bei einem Beamer als das Bild? Nichts!
Und das Bild ist bei diesem Projektor schon fast übernatürlich gut und kann locker mit größeren und auch teureren Projektoren mithalten (man muss natürlich immer im Blick behalten, dass es sich um ein Gerät in der Größe einer Powerbank handelt).

Die Bildauflösung ist 720p und übertrifft alleine damit schon den größten Teil der am Markt befindlichen Mini-Beamer, die meist nur 800x480 auflösen. Klar ist, dass auch dieser Beamer ein 1080p Signal verarbeiten kann. Wie bei anderen, die diese Auflösung angeben, kann er den Eingang zwar verarbeiten, rechnet das Bild aber auf die geringere Anzahl an Bildpunkten herunter. Aber wie gesagt: 720p ! und die sind echt.

Bei der Helligkeit war ich echt überrascht. Auf der Fernbedienung gibt es eine Taste für die Auswahl zweier Helligkeitsstufen. Im Akkubetrieb konnte ich die heller Stufe nicht wählen. Aber auch in der dunkleren Stufe ist das Bild selbst in nicht abgedunkelten Räumen gut zu erkennen. Bei Tageslicht im Raum bekommt man ein sehr gutes und helles Bild in der helleren Einstellung. Unter allen bislang getesteten Projektoren ist dieser mit Abstand der hellste gewesen.

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Lüftergeräusch / Lautsprecher

Mit der Bildschärfe bin ich ebenfalls mehr als zufrieden. Selbst ohne spezielle Leinwand ist das Bild sehr gut und hat bis zum äußeren Rand eine gute Kantenschärfe. Die Einstellung der Schärfe erfolgt ebenso wie die Keystone-Korrektur automatisch, nur durch einen Druck auf den "AF" Button der Fernbedienung. Dazu wird ein Raster eingeblendet und vom Projektor erkannt. Das funktioniert selbst bei schräger Projektion an eine Zimmerdecke, bei der das Bild trapezförmig sein muss damit die Proportionen stimmen.

Auch schnelle Bewegungen und Bildsequenzen bereiten dem verwendeten DLP-Panel keine großen Probleme. Ich konnte auch bei Action-Sequenzen mit Explosionen und schnellen Bildfolgen kaum Fading oder verschwimmen des Bildes erkennen. Nur bei meinem Testvideo (eine Aufnahme tanzender Heilsarmee-Spendensammler in der 5th Avenue in NYC) zeigt ein leichtes Fading bei schnelleren Übergängen zwischen dunkel und hell.

Zudem ist der Kontrast wirklich sehr gut und Schwarz wirkt auch wirklich wie Schwarz ohne, wie bei vielen anderen Geräten, ins dunkle Grau zu verschwimmen.

Die mögliche Bilddiagonale entspricht in etwa der Entfernung des Beamers von der Wand. Bis zu einem Abstand von 3,5m war das Bild noch brauchbar, wenn auch schon etwas schwach aufgelöst. Aber schließlich hatte das Bild dann auch schon eine Diagonale von knapp 3,5m. Begnügt man sich mit 200-250 cm Diagonale, dann ist das Bild ausgezeichnet.

FAZIT

Auch wenn ich es bei der Bestellung nicht zu hoffen gewagt hätte, hat sich dieser Mini-Beamer als bester Projektor in unserem Haushalt herausgestellt. Eigentlich wollte ich das Gerät nur zum Ausprobieren bestellen um dann festzustellen, dass es nicht unseren Ansprüchen gerecht werden würde. Jetzt kann ich den Projektor auf keinen Fall zurück senden, weil ich ihn einfach nicht mehr hergeben möchte. Schon alleine wegen der Tatsache, dass wir damit einfach eine Urlaubsfoto oder -videoshow machen und den Projektor dazu einfach zu Freunden oder Verwandten mitnehmen können. Das alleine ist Grund genug den nicht ganz unerheblichen Kaufpreis in Kauf zu nehmen und das Gerät zu behalten.

Wir hatten den Beamer bei meinen Eltern mit um ihnen die neusten Fotos und Videos von den Kindern zu zeigen. Einfach auf einer freien weißen Wand, ohne Leinwand, ohne Verdunklung und ohne Netzteil. Aufstellen, einschalten und abspielen. Für Filme zwischendurch, für ein Fußballmatch auf der großen Leinwand im Garten oder eben als superportabler Projektor zum Präsentieren ist der Beamer einfach eine Wucht. Nicht zuletzt wegen des eingebauten Akkus, der eine netzunabhängige Nutzung erlaubt.

Mit einem sehr gut aufgelösten Bild ohne merkbares Fading und mit sehr guter Kantenschärfe sowie mit hoher Helligkeit und sehr gutem Bildkontrast ist der Beamer mehr als nur ein Spielzeug, sondern durchaus auch für die tägliche Verwendung im privaten Cineasten-Umfeld geeignet. Hier hilft natürlich auch die gute Bedienbarkeit des auf Android basierenden Betriebssystems und die ausgezeichnet reagierende Fernbedienung.

Aus diesen Blickwinkeln auch jeden Cent des nicht ganz billigen Kaufpreises wert!  Ich bin von diesem Mini-Beamer überzeugt und finde, dass man ihn absolut empfehlen kann.

5 von 5 Sternen


Terra Master F2-220 NAS mit 2 SATA-Einschüben

Ich muss zugeben, dass ich früher (und damit meine ich noch vor der Jahrtausendwende) absolut darauf versessen war mein Netzwerk komplett selbst zu verwalten und damals hatte ich sogar privat mehrere Rechner und einen Server im Windows-Home-Netzwerk. Doch im Laufe der Jahre ändern sich die Anforderungen. Vor allem die Verbreitung von Tablets und Smartphones sowie die massive Einbindung von Cloud-Spaces hatte großen Einfluss auf die schrittweise Reduktion der Server-Hardware in unserem Haushalt. Spätestens als unser Windows Homeserver, den wir mit 4 Stück 2TB Harddisks im Raid5 betrieben, aus unerfindlichen Gründen Teile der Daten zerstörte, verlagerte ich unsere Daten fix auf einen Cloudspeicher. Die Hoffnung keine Daten mehr zu verlieren überwog hier der Angst, dass unsere Daten im WWW von jedem gelesen werden könnten.

Allerdings hat die Cloud auch einen Nachteil, denn die Transferraten steigen dadurch extrem an. Vor allem, wenn wird Urlaubsfilme oder ähnliches ansehen, und die Aufnahmen nicht komprimiert gestreamt werden, sondern bei Bedarf komplett herunter geladen werden müssen. Hier ist eine lokale Lösung durchaus zu bevorzugen. Also warum keine Kombination verwenden?

Da wir nun so ziemlich auf die Sicherheit der Cloud vertrauen und nur eine lokale Lösung mit Standard-Datensicherheit für schnellen Datenzugriff brauchen, reicht mir ein NAS mit 2 Laufwerken, damit wir ein Raid0 einrichten können.

Das Terra Master NAS bot sich an, weil der Preis ok ist und die
Bewertungen wirklich gut sind. Die Lieferung erfolgte flott wie immer.

Geliefert wurde das NAS in einem stabilen Karton in dem neben dem NAS auch noch ein Netzteil mit EU-Stecker, ein zusätzlicher UK-Stecker, ein Netzwerkkabel, die Schrauben für die Befestigung von 3,5" oder 2,5" Festplatten und ein Kreuzschraubendreher.

Einrichtung

Wie bereits im Titel erwähnt ist das Setup des NAS absolut Dummy-Sicher. Zuerst muss man die beiden HDD-Docks aus dem NAS nehmen (einfach entriegeln und raus ziehen) und darin die HDDs (3,5" oder 2,5" SATA) befestigen. Durch die Schraublöcher an der Unterseite der Käfige kann man hier schon mal nichts falsch machen.

Die Kurzanleitung, die dem Paket beiliegt enthält lediglich einen Link zur Website des Hersteller. Dort kam ich anfangs gleich mal auf die chinesische Website. Rechts oben lässt sich die Sprache umstellen (auch Deutsch ist vorhanden). Der Link zur Videoanleitung ist übrigens sinnlos, weil dort nur ein Marketing-Clip läuft der erklärt was das Teil alles kann, aber nicht wie man es einrichtet. Also ging ich auf die Hauptseite des Herstellers und klickte dort auf Support. Dort kann man dann für das NAS die Software downloaden mit dem man im lokalen Netzwerk nach dem NAS suchen kann. Sobald man dieses gefunden hat, kann man mit der Einrichtung beginnen. Dazu wird  man auf das Webinterface des NAS geleitet wo man nach Auswahl der Sprache und Eingabe der gewünschten Credentials loslegen kann.

Hinweis: verwendet man bereits gebrauchte Festplatten (wie ich zum Testen - 2 x 250GB HDD), dann muss man das NAS ohne Festplatten starten, damit es gefunden werden kann. Erst wenn man sich mit dem NAS verbindet, darf man die Festplatten einschieben.

Durch den Einrichtungsvorgang inklusive Aktualisierung des NAS-OS wird man Schritt für Schritt durchgeführt. Es werden die Festplatten überprüft. Man kann auswählen unter welchem Modus das NAS betrieben wird, woraufhin schlussendlich die Formatierung der Festplatten durchgeführt wird.

Hinweis: Sobald die Formatierung der Platten gestartet ist (dauert je nach Größe der Platten bis zu einer Stunde - die 250GB Platten waren in 4 Minuten fertig) wird das NAS in den Anmeldebildschirm versetzt und erfordert die Eingabe der Credentials. Hier ist unter Benutzername der Name des NAS schon vorausgefüllt. Das ist aber nicht der Benutzername, diesen hat man bei der Einrichtung vergeben. Irgendwie bin ich über diesen Umstand gestolpert :-)

Verwendung

As simple as it can be! Über das Webinterface des NAS kann man Konfigurationen ändern,
Funktionen aktivieren und deaktivieren und natürlich Files up- und downloaden.

Es lässt sich DynDNS einstellen und aktivieren und der Remotezugriff über TNAS.online einrichten und überwachen. So hat man auch von unterwegs aus Zugriff auf seine eigene Cloud.

Es stehen unterschiedliche Apps zur Verfügung, die eine vielseitige Verwendung des NAS erlauben. So hat man folgende Optionen:

  • WordPress Server
  • Sugar CRM
  • Apache Tomcat
  • Node.js
  • Aria2
  • DLNA-Multimedia-Server
  • Net2FTP
  • Gluster Dateisystem
  • Gcc build tools
  • SVN Server
  • Java Virtual Machine
  • Plex Mediaserver
  • Dropbox Sync
  • Clam Antivirus
  • Media Server (UPnP)
  • Mail-Server
  • MySQL Server
  • iTunes Server
Über die Einrichtung der verschiedenen Dienste schreibe ich hier nicht, weil ich sie vorerst nicht verwenden werde. Vielleicht später mal.

Konfiguration

Es ist wirklich alles da was man für den Betrieb braucht.
  • Benutzer
  • Benutzergruppen
  • Ordnerfreigaben
  • Netzwerkdienste
  • Speicher-Manager
  • uvm.

Geschwindigkeit

So ich muss zugeben, dass ich keine Tools zum Testen der Übertragungsgeschwindigkeit habe. Benchmark-Tests überlasse ich anderen. Aber natürlich habe ich auch meine eigenen Erfahrungen gemacht und kann sagen, dass ich mit der Geschwindigkeit absolut zufrieden bin. So wurden beispielsweise 588 Dateien mit insgesamt 911MB innerhalb von 3 Minuten und 2 Sekunden auf das NAS übertragen. Das ist schon ganz OK wie ich finde. Vor allem an Betracht der Anzahl an Files.

Eine einzelne Datei mit 3,2GB brauchte 4 Minuten und 33 Sekunden. Das ginge vermutlich schneller, 

FAZIT

Für meine Zwecke absolut ausreichend und preislich vollkommen OK, vor allem weil die Einrichtung einfach und leicht zu erledigen war und es umfassende Konfigurationsmöglichkeiten gibt.

5 von 5 Sternen


Mittwoch, 19. April 2017

Joyhero LCD Mini Projektor

OK, mal ganz ehrlich: Wenn man sich einen Beamer zulegt mit dem man täglich schaut, sozusagen als Ersatz für den Fernseher, oder wenn man ein Gerät mit höchster Auflösung und optimalem Bild möchte, dann sollte man auf jeden Fall zu einem teureren und hochwertigeren Modell greifen.

Aber für diesen Preis ist der Beamer einfach eine Wucht. Er ist wirklich den Preis wert, könnte sogar noch teurer sein für die Leistung.

Im Lieferumfang waren neben dem Beamer ein Netzkabel, ein AV-Anschlusskabel und eine Vielzahl an Betriebsanleitungen in unterschiedlichen Sprachen (natürlich auch in Deutsch), sowie eine IR-Fernbedienung.

Die Bedienung

Das Gerät kann auch ohne Fernbedienung bedient werden, da die benötigten Tasten an der Oberseite des Beamers fast vollständig vorhanden sind. Schaltet man den Projektor ein, so braucht er mal ein paar Sekunden Bedenkzeit bis der Lüfter und die Leuchte erwachen. Dann ist er innerhalb weniger Sekunden im Main-Screen auf dem man auswählen kann was man anzeigen möchte. Dort kann man sowohl die Quelle als auch die Medienart wählen sowie die Einstellungen vornehmen. In der Grundeinstellung erwachte unser Modell immer im USB-Modus, egal ob eine Quelle angeschlossen war oder nicht. über die "Source"-Taste kann man dann aber schnell zwischen USB / SD-Karte / HDMI / VGA / AV-Video In auswählen.

Im USB Modus gibt es Überkategorien für Film, Bilder, Musik und Texte (was auch immer hier für Texte angezeigt werden können). Geht man in die jeweiligen Sub-Menüs, so kann man dort innerhalb der Ordnerstruktur die entsprechenden Files öffnen. MKV, MP4, AVI und WMV bereiteten dem Beamer keine Probleme. Bei den Fotos hatte ich nur JPG probiert, weil wir keine anderen Bildformate verwenden.

Die Anschlüsse

Neben einem HDMI und AV-Eingang gibt es einen VGA-Eingang sowie zwei USB-Anschlüsse und einen SD-Karten-Slot. Von USB und SD Karte können die Inhalte direkt abgerufen werden. Leider merkt man ab und zu, dass die Prozessorleistung des eingebauten Boards an der unteren Leistungsgrenze angesiedelt ist. Wenn man eine Slideshow von hoch aufgelösten Fotos direkt von USB macht, dann sind die Übergänge teilweise holprig und brauchen länger als bei schnelleren Geräten.

Trotzdem bietet der Beamer eine Vielzahl von Eingängen und kann somit eigentlich für jeden Verwendungszweck herhalten. Ein HDMI-Eingang heißt übrigens nicht automatisch, dass der Projektor eine HD-Auflösung (1920x1080) besitzt, die liegt nämlich bei 800x480. Es bedeutet nur, dass der Beamer ein entsprechendes Eingangssignal verarbeiten kann. Echte HD-Beamer sind wesentlich teurer.

Die Bildqualität

Hierauf werden vermutlich die meisten Kaufentscheidungen begründet. Man muss natürlich sagen, dass es einen Grund gibt warum es Beamer gibt die leicht das Zehnfache und mehr des Kaufpreises dieses Beamer kosten. Der Name alleine ist es bei diesen Geräten dann doch nicht. Kein Mensch würde über 1000 Euro ausgeben, wenn man die gleiche Qualität bei einem China-Modell zu einem viel geringeren Preis bekommen würde.

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Die Auflösung ist mit 800 x 480 nicht besonders, denn wie bereits erwähnt darf man sich nicht verwirren lassen von der Angabe auf Amazon. Die 1080p bezeichnet natürlich nur die unterstützte Eingangsauflösung, nicht aber die native Darstellung an der Linse. Trotzdem ist das Bild für die Gegebenheiten recht gut. Die Farben sind durchaus als natürlich und realitätsnah einzustufen. Allerdings ist die Helligkeit nicht wirklich besonders hoch (2000 Lumen würde ich mal nicht bestätigen, auch wenn ich kein Messgerät dafür habe) und die Kontraste sind auch eher mäßig. Schwarz ist eher ein sehr dunkles Grau. Über soclhe Kleinigkeiten kann man an Betracht des Preises aber gerne hinweg sehen. Wie bei anderen günstigen Modellen kommt auch dieser Projektor mit schnelle Bildsequenzen nicht so gut zurecht, da es starkes Fading gibt und sich viele Schlieren bilden.

Die Linse lässt sich recht gut einstellen und hat zwei Rändelräder hinter einander für Fokus und Keystone-Korrektur. So kann man den Projektor gut platzieren und bekommt ein durchaus scharfes Bild auch auf größere Entfernungen. Bei einer Entfernung von ca. 3 Metern war die Bilddiagonale ca. 180 cm und das Bild noch ausreichend hell und scharf (wenn der Raum verdunkelt und keine Beleuchtung eingeschaltet ist). Bei Tageslicht oder in einem beleuchteten Raum wirkt das Bild auf die Entfernung dann eher verwaschen, weil der Projektor die notwendige Lichtstärke nicht zusammen bringt.

FAZIT

Wir verwenden den Beamer für gelegentliche Fußball-Abende auf der großen Leinwand und für unsere Dekorationen zu Halloween und zu Weihnachten. Und für beide Zwecke ist er sehr gut geeignet. Vor allem der vergleichsweise leise Lüfter (im vergleich zu anderen Billigmodellen) und die natürliche Farbdarstellung hebt diesen Beamer unter den vier Modellen die wir bereits zu Deko-Zwecken besitzen, zum TOP-Beamer heraus. Mit dem Gerät macht es Spaß auch mal einen Film anzusehen, weil der Lüfter auch in leisen Sequenzen nicht überpräsent und das Bild wie gesagt ausreichend gut ist.

Auch wenn die Helligkeit etwas zu wünschen übrig lässt und auch der Kontrast und die Auflösung ebenfalls durchaus bessern sein könnten, muss man dem Beamer zugestehen, dass er für diesen Preis ein absolut preiswertes Angebot ist, denn die Leistung übertraf vor allem in Punkto Laufruhe und Farbtreue meine Erwartungen absolut.

5 von 5 Preis-Werte Sterne


Razorri E5200-M Vakuumiergerät

Natürlich ist es mir als leidenschaftlichen Hobby-Koch nicht entgangen, dass es einen Trend zum Sous-vide Kochen, also das Garen unter Vakuum gibt. Doch wollte ich dieses Folienschweißgerät eigentlich aus einem anderen Grund, nämlich zum platzsparenden Verwahren von Lebensmitteln, wenn ich wieder eine große Menge vorkoche und zum portionsweisen Erwärmen einfriere. Vor wenigen Monaten erhielt ich ein Vakuum-Schweißgerät zum Testen und habe mich sehr schnell daran gewöhnt. Das 'alte' Gerät hatte allerdings um zwei Funktionalitäten weniger als dieses hier, daher bestellte ich mir dieses Gerät und gab das alte in der Verwandtschaft weiter.

Grundsätzlich ist die Idee des Vakuumierens und Verschweißens nichts neues und auch schon in der Küche meiner Eltern im vorigen Jahrtausend durchaus gebräuchlich gewesen. Dazwischen wurde diese Art der Verpackung durch wiederverwendbare Plastikdosen aller Arten abgelöst. Die Plastikdosen haben auch ihren Charme, weil man sie nach einer Reinigung im Geschirrspüler mehrfach wieder verwenden kann. Allerdings sind sie meiner Ansicht nach für das Einlagern im Gefrierschrank nicht geeignet, da sich auf den Lebensmitteln schnell Gefrierbrand bildet, wenn sie nicht unter Vakuum eingefroren werden. Dabei tritt die in den Lebensmitteln enthaltene Feuchtigkeit an die Oberfläche und es bilden sich Eiskristalle.

Durch das Sous-vide-Garen, die im Privatbereich relativ neue Art des Garens unter Vakuum, erleben Vakuum-Folienschweißgeräte derzeit einen wahren Boom, und verbreiten sich nun auch wieder mehr in privaten Haushalten.

Dieses Gerät wurde in einem stabilen Karton geliefert und es lagen dem Schweißgerät auch noch eine Betriebsanleitung (Englisch), ein kurzer Schlauch für die Verwendung mit Vakuum-Dosen und ein paar Folienbeutel sowie eine Folienrolle bei. Damit kann man gleich loslegen. Ich hatte allerdings bereits eine große Zahl unterschiedlich großer Folienbeutel zuhause.

Die Bedienung

Hier gibt es keine Rätsel, auch wenn man die Bedienungsanleitung nicht liest. Es gibt an der Oberseite ein paar Sensortasten (sehr praktisch, weil diese nicht so schnell kaputt gehen wie die normal verwendeten Mikroschalter) für die Auswahl ob man ein starkes (normal) oder schwaches (gentle) Vakuum erzeugen, trockene (dry) oder feuchte (moist) Lebensmittel einschweißen oder einfach nur einschweißen (seal) bzw. unter Vakuum einschweißen (vac seal) will. Möchte man den Vorgang abbrechen gibt es eine Stop Taste.

Um Lebensmittel einzuschweißen muss man diese nun in einen geeigneten Beutel füllen, den Beutel dann in das Schweißgerät einlegen und den Deckel fest schließen bis er einrastet. Möchte man lediglich den Beutel verschweißen, dann genügt ein Druck auf die linke Taste 'Seal only' wodurch nur eine Schweißnaht erzeugt und der Beutel verschlossen wird. Während des Versiegelns leuchtet eine LED, die auf den aktiven Vorgang hinweist. Damit man eine Folie einlegen kann muss man die Verschlüsse des Geräts an den Seiten lösen und um die Folie zu fixieren drückt man einfach den Deckel fest auf das Gerät (es sind zwei kleine Hände aufgeklebt, die zeigen wo man am besten drücken sollte).

Möchte man die Luft aus entsprechenden Vakuum-Dosen absaugen, so liegt dafür ein spezieller Schlauch bei. Wird dieser verwendet, befindet sich die Bedientaste im gleich hinter dem Anschluss für den Schlauch im Inneren des Geräts. Für diesen Vorgang gibt es keine Vorwahl ob stark/schwach oder trocken/feucht, da man die Dosen ohnehin nicht so voll füllen kann, dass Flüssigkeit durch den Schlauch in das Gerät gesaugt würde. 

Der Vorgang

Also grundsätzlich klappt das mit dem Vakuum sehr gut. Allerdings muss ich sagen, dass ich
zwischen 'gentle' und 'normal' kaum einen unterschied feststellen konnte. Füllt man Kekse (oder wie auf dem Bild zu sehen Brot) in den Beutel, so wird trotz sanfter Stufe so stark abgesaugt, dass die Kekse brechen (aber sie zerbröseln zumindest nicht völlig) und das Brot ziemlich deformiert wird. Beim Brot macht es aber einen Unterschied wie viele Scheiben man einschweißt. Denn bei 5 Scheiben Brot erkennt man den Unterschied dann doch stark, weil hier bei normaler Stufe nur noch ein klumpen übrig bleibt und bei der schwachen Stufe das Brot noch als solches erkennbar ist. Da wir Brot meist in Schieben schneiden und dann unter Vakuum einfrieren um es lange schimmelfrei zuhalten ist das für uns ziemlich wichtig.

FAZIT

Wie gesagt haben wir das Vakuum-Prinzip schon ziemlich verinnerlicht. So werden bei uns alle Tiefkühlprodukte gleich portionsweise aufgeteilt und eingefroren, da unsere Kids sich oft selbst was ins Backrohr schieben und die verbleibenden Lebensmittel schnell im Tiefkühler unter Gefrierbrand leiden und dann nur noch entsorgt werden können. Egal ob halbe Pizza (unsere Kinder essen meist nur eine halbe Pizza und der Rest landet sonst im Müll), Fischstäbchen, Fleischbällchen, Brot oder ähnliches, fast alles wird bei uns bereits unter Vakuum eingefroren, sogar fertige Schinken-Käse-Toast frieren wir ein, damit sich die Kinder einfach einen rausnehmen und in den Plattengriller legen können.

Das Gerät selbst liefert eine gute Bedienung und sorgt schnell und nicht zu laut für ein ordentliches Vakuum in den Beuteln die es nach dem Absaugen sehr gut verschließt. Auch nach längerer Zeit lässt die Schweißnaht nicht nach, wie es bei manchen Geräten der Fall ist. Somit ist dieses Gerät eine absolute Empfehlung.

5 von 5 Sternen


Freitag, 24. Februar 2017

Essensbehälter zum Vorkochen und Einlagern

Da es immer schwerer wird täglich Zeit zum Kochen zu finden, mussten wir ein bisschen umdenken, um unseren Kindern dennoch gesundes Essen auftischen zu können. Sowohl meine Frau als auch ich sind berufstätig und unsere Kinder würden sich jeden Tag einen Tiefkühlpizza in den Ofen schieben, wenn wir nicht gegensteuern würden.

So mussten wir also einen Weg finden um Speisen zu portionieren und einzufrieren, damit diese dann von unseren Kindern bei Bedarf in der Mikrowelle erwärmt werden können. Natürlich ist mir klar, dass das Kochen in der Mikrowelle auch nicht das Gelbe vom Ei ist, aber es ist noch immer besser als Fertigmahlzeiten aufzutischen.

Neben einem Vakuumiergerät bestellten wir uns auch dieses Box-Set, da es für uns entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Plastikdosen (die man auf Partys kauft) hat.

+ Es gibt eine Unterteilung in drei Abschnitte. So kann Fleisch von Gemüse und Beilagen wie Reis
getrennt hinein gegeben werden.

+ Die Boxen sind frostsicher und für den Tiefkühler geeignet (das sind die Tupper-Teile zwar meistens auch, aber man sollte sie nicht direkt aus dem TK ni die Mikro stellen)

+ Wie gesagt sind die Boxen mikrowellen-geegignet (Tupper_Teile verformen sich gerne in der Mikrowelle)

+ Die schwarzen Boxen nehmen keine Farbe von Speisen an (schon mal Gulasch in einer transparenten Tupperdose erwärmt?)

+ Sie lassen sich in der Spülmaschine reinigen (Ja die anderen auch, aber auch hier verformen sich die Teile gerne mal nach öfterem Waschen)

+ Der Preis ist überzeugend niedrig

Wenn wir vorkochen, dann sind das gleich größere Mengen. Somit hilft es uns wenig, wenn wir nur einm paar Boxen zur Verfügung haben. Mit drei dieser Sets haben wir nun 36 Boxen von denen wir 30 zum Einfrieren und 6 für die Jause in der Schule verwenden. Zum gleichen Preis bekommt man etwa 3-4 Tupperboxen.

Auch für die Jause sind die Boxen sehr gut geeignet, weil sich die verschiedenen Dinge wie Obst und Gemüse gut trennen lassen. Außerdem sind kleine Becher dabei, die wir gerne für Pudding oder Joghurt verwenden.

Unsere Kinder benützen die Boxen auch wenn wir mal gemeinsam
einen Film zuhause sehen. Dann wird wie im Kino die Käsesauce in ein Abteil der Box gefüllt und in die anderen beiden kommen Taco-Chips. Das Ganze geht dann für 60 Sekunden in die Mikrowelle und schon haben wir kinotaugliche Taco-Chips mit warmer Käsesauce.

Mittlerweile haben wir die Boxen seit einiger Zeit in Verwendung und einzelne Boxen davon auch schon mehrere Male wiederverwendet (einfrieren im TK - auftauen - erwärmen in der Mikrowelle - spülen in der Maschine) ohne Abnutzungserscheinungen, Verformungen oder andere Probleme. Daher bin ich mit dem Kauf absolut zufrieden und kann diese Boxen bedenkenlos weiterempfehlen.



5 von 5 Sternen