Donnerstag, 23. November 2017

DEMU INSTONE 3D Drucker

Auch auf die Gefahr hin, dass mich jetzt auch noch die letzten meiner Freunde für absolut verrückt halten, muss ich hier mal sagen, dass ich mir diesen 3D Drucker nur gekauft habe, um damit für nächstes Halloween die ultimativen Gruseleffekte und einzigartige Kostüme zu gestalten.

Ich persönlich werde das Gerät weder für Modellbau noch für die Prototypen-Entwicklung verwenden, obwohl ich nach den ersten Anwendungen davon überzeugt bin, dass dies sicher problemlos funktionieren würde.

Die Lieferung erfolgte schnell und die Verpackung war ausreichend
geschützt, damit auch auf dem Transportweg nichts kaputt ging. Im Lieferumfang war alles Nötige, damit man gleich mal mit ein paar Test-Prints loslegen kann.

Ein Quick Start Guide in Englisch erleichtert dabei den Start. Mit Bildern und etwas Text wird man durch die Inbetriebnahme geführt. Dies dauerte bei mir etwa 15 Minuten, bis alle Verpackungsmaterialien und Schutzteile entfernt und die Elemente richtig appliziert waren.

Etwas mehr Zeit beanspruchte die korrekte Ausrichtung der beheizten Platte, weil diese für einen korrekten Druck natürlich entsprechend waagerecht zur Extruder-Düse sitzen sollte. Sie wird mit vier Stellschrauben an der Unterseite justiert. Wenn das mal passiert ist, sollte es aber auch in nächster Zeit nicht mehr nötig sein. Ein entsprechendes Justierungsprogramm ist über das Display zu wählen.

Dann musste ich noch das Filament einführen und auf dem Display die Vorheizfunktion aktivieren, da die Extruder-Düse nach einiger Zeit in den Standby Modus geht.

Im Quickstart-Guide stand, dass man die Glasplatte auf die beheizte Trägerplatte aufkleben soll. Ich denke, dass dies ein Fehler in der Übersetzung ist und habe das mal nicht gemacht. Das Drucken funktioniert perfekt und ich glaube, dass es nicht besonders gescheit wäre die Glasplatte im Gerät festzukleben.

Als nächstes versuchte ich die Software, die auf der mitgelieferten SD-Karte gespeichert ist, auf meinem Windows 10 PC zu installieren. Die Installation ging problemlos, aber die Software ließ sich nicht starten. Ich kontaktierte daraufhin den Anbieter mit der Bitte um eine Lösung. In kürzester Zeit erhielt ich den Tipp, dass man die Software mit Administratorrechten installieren und mit eben diesen Rechten starten sollte (das funktioniert durch einen Rechtsklick auf die Datei und Auswählen des Punktes "mit Administratorrechten starten") Nachdem ich das gemacht habe, ließ sich die Software starten.

Diese ist notwendig, hab ich mir von meinem Freund erklären lassen, damit die druckerspezifischen Einstellungen richtig sind. Jeder Drucker hat unterschiedliche Arbeitshöhen, -breiten und -tiefen und auch andere Parameter bei der Filament-Temperatur und der Vorschubgeschwindigkeit im Extruder.

Nachdem die Installation erfolgreich war, und wir etwas mühsam die Sprache von Chinesisch auf Englisch änderten (auf dem Bild sieht man den Menüpunkt und das entsprechende Tastenkürzel dafür) importierte ich ein 3D Modell, das ich mir zuvor auf Thingiverse.com herunter geladen hatte. Zum Ausprobieren lud ich einen Wireframe Skull, in der Hoffnung, dass dieser halbwegs schnell erstellt sein würde. Erst mal in die Instone3D Software geladen und als entsprechendes GCode-File gespeichert, bekommt man bereits in der Software eine ungefähre Zeitangabe für die Dauer der Produktion, sowie Angaben zum Filament-Verbrauch.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Übertragung über WiFi bislang überhaupt nicht probierte, weil es mit der SD-Karte so problemlos geht, dass mir das komfortabel genug ist. Ich speicherte einfach das GCode File auf die SD-Karte und legte diese auf der Seite des Druckers ein.

Da der Drucker an der Oberseite ein Touch-Display besitzt, kann man dort ganz einfach das File auswählen und drucken. Davor muss man allerdings noch den Preheat Punkt anwählen und die Transportplatte sowie die Düse vorheizen, da beides vermutlich im Standby sein wird.

Sobald man das File für den 3D Druck ausgewählt hat geht es los. Der Drucker macht das was er soll und ist dabei nicht zu laut. Da er in einem geschlossenen Gehäuse eingebaut ist, befinden sich an der Rückseite zwei Lüfter die das Gerät mit Luft zur Kühlung versorgen. Diese machen natürlich Geräusche, wie auch die Motoren für die Armbewegung. Aber man kann daneben konzentriert arbeiten und bekommt durch die Geräuschkulisse auch nicht sofort einen Tinnitus.

Ob der Drucker nun im Vergleich zu anderen schnell oder langsam ist , kann ich nicht sagen, weil mir
die Vergleichswerte fehlen, aber ich kann zumindest sagen, dass das Ergebnis sehr gut verarbeitet aussieht und die Oberfläche wirklich sauber gelungen ist.

Von dem Wireframe Skull kann ich auch noch ein Video während der Verarbeitung einstellen. Da habe ich ein paar Sekunden lang mitgefilmt um zu Zeigen wie der Drucker arbeitet.



Alles in Allem muss ich sagen, dass dieser Drucker ziemlich professionell aussieht, für die ersten Versuche wirklich gute Druckergebnisse liefert und dabei auch nicht zu laut ist. Auch die Tatsache, dass er gleich zu Beginn fast 48 Stunden lang durchgehend gedruckt hat und noch immer läuft spricht für die Qualität des Geräts. Das erwarte ich mir zu diesem Preis aber auch, schließlich ist er dafür ja gemacht.

5 von 5 Sternen



Freitag, 17. November 2017

Austrian Airlines Economy vs. Business Class

Ich wollte immer schon einen Vergleich zwischen zwei Buchungsklassen auf der gleichen Strecke anstellen, was bislang leider immer an den Kosten für die Business Class scheiterte. Der Aufpreis für ist doch recht ordentlich, wenn man davon ausgeht, dass es bisher meist nur zwei Klassen (Economy / Business) gab. Mittlerweile werden die Optionen auf vielen Strecken durch eine dazwischen eingeführte Premium Economy Class erweitert. Diese Punktet vor allem durch höheren Sitzkomfort und ein etwas erweitertes Angebot.

Dieser Vergleich basiert aber noch auf einer Strecke, auf der es zum Zeitpunkt des Fluges noch keine Premium Economy gab. Und weil ich keine Geld-Druckmaschine besitze, buchte ich auch nicht Business, sondern versuchte mein Glück mit einem Smart-Upgrade. Wie das funktioniert erkläre ich etwas später.

Die Buchung

Nichts einfacher als das. Austrian Airlines bietet hier eine sehr komfortable Website und eine nicht minder praktische Smartphone App. Nun bin ich ein Mensch, der gerne den Überblick bewahrt, weshalb ich die Flugsuche und Buchung lieber über die Website Austrian.com durchführte. Dabei genügt es Abflughafen und Zielflughafen sowie den Reisezeitraum und die Passagierzahl anzugeben.

Die Suchergebnisse werden übersichtlich dargestellt und wie bei Flugsuchen üblich, lässt sich auf einen Blick feststellen, ob es an den umliegenden Daten eventuell günstiger Flüge gäbe.

Ich suchte nach Flügen von Wien nach Miami und wieder zurück mit einem Aufenthalt von 10 Tagen. Da die Flüge am Freitag günstiger waren als am Samstag, wählte ich die Verbindung für meine Frau und mich entsprechend aus. Der Direktflug OS97 nach Miami war ideal, da wir morgens noch Zeit hatten die Kinder zu versorgen, bevor die Großeltern die Verantwortung übernahmen, und trotzdem schon am Nachmittag in Miami landeten. Für den Rückflug wählte ich ebenfalls den Direktflug OS98, da auch hier die Flugzeit optimal war. Durch den Start am späten Nachmittag, verloren wir keine Zeit in Florida.

Sobald die gewünschten Flüge gewählt sind, muss man im nächsten Schritt die Daten der Reisenden angeben. Hier musste ich feststellen, dass das Austrian-System ziemlich resistent gegen die Eingabe der Miles&More Nummer war. Nach einigen Versuchen gab ich es auf,da das System lediglich meine Nummer akzeptierte, die meiner Frau jedoch komplett ignorierte. Ich muss jetzt mal schauen ob ich die Nummer nachtragen kann.

Nach den persönlichen Daten geht es weiter zu den Zusatzleistungen, auch als Services bezeichnet. Dort bekommt man eine detaillierte Beschreibung zu den Sitzen eines Flugzeuges mit Vorzügen und Nachteilen sowie in vielen Fällen sogar mit Kommentaren von Personen, die auf dieser Strecke bereits unterwegs waren.

Besonderes Essen brauchten wir keines, aber ein Sitzplatz mit mehr Beinfreiheit sollte es schon sein, weil ich mit 183 cm doch eher dazu tendiere mit meinen Kniescheiben an der Lehne des Sitzes der Reihe davor anzustehen. Um herauszufinden welche Sitze auf einem bestimmten Flug gut oder eher schlecht sind, empfiehlt es sich die Airline und den Flug auf Seatguru zu checken.

Für unseren Flug bot sich die Reihe 19 an, da es dort wegen des Notausgangs etwa 60cm mehr Beinfreiheit gibt. Wichtig war auch der Hinweis auf Seatguru, dass die drei Sitzplätze der Reihe 19 im Mittelgang eher unangenehm wären, da viele Passagiere den erweiterten Fußraum als Durchgang nützen würden. Und das bestätigte sich dann auf dem Flug auch, denn die drei Personen im Mittelgang wurden auf dem kompletten Flug durch andere Passagiere belästigt (eine echte Zumutung wie frech manche Leute sind), nur damit sich die anderen Passagiere zusätzliche 10 Meter Weg ersparten.

Die Sitzplatzreservierung kostete pro Person und Strecke 75,00 Euro, wobei ich sagen muss, dass es wirklich gut investiertes Geld ist, denn die Beinfreiheit in dieser Reihe ist unschlagbar. Vor allem, wenn man die Fensterplätze bucht, weil man dort auch nicht durch andere Passagiere belästigt wird (oder zumindest eher selten, wenn mal jemand eine Ausweiche benötigt). In dieser Sitzreihe konnte ich auf dem kompletten Flug mit gestreckten Beinen sitzen und hatte es wirklich bequem.

Nach der Bestätigung aller Daten sowie der Auswahl der gewünschten Zahlungsart kommt man zum Abschluss der Buchung und ist wenige Sekunden später Besitzer seiner Tickets.

Die App

Wie bereits gesagt, könnte man mit der Austrian App natürlich auch buchen. Das machte ich zwar nicht, aber ich nutze die App zum Check In und für die Speicherung der digitalen Bordkarte, was leider nicht auf allen Strecken möglich ist, denn von Wien nach Miami konnten wir die Smart-Bordkarten nutzen, auf der Strecke zurück mussten wir uns die Bordkarten nach dem Check In an einem Schalter der Airline noch ausdrucken lassen.

Die App ist sehr übersichtlich gestaltet und gibt in der Bedienung keinerlei Rätsel auf. Man findet die Bordkarte schnell und es lassen sich auch mehrere Boarding-Pässe hintereinander, durch einfaches Wischen, aufrufen. Wer schon mal die Airberlin (RIP) App nutzte, weiß warum ich das besonders hervorhebe.

Der Flug - Economy Class

So und nun komme ich endlich zum eigentlichen Thema dieses Blog-Posts.
Auf dem Flug von Wien nach Miami hatten wir die Sitzplätze 19H/K in der Notausgang-Reihe mit mehr Beinfreiheit. Da es beim Notausgang manchmal etwas kühler zu werden scheint, liegen in dieser Reihe ein Kissen und eine leichte Decke für jeden Passagier bereit. Ansonsten unterschieden sich die Sitzplätze nicht von den anderen dieser Kategorie. Gleich breit und ebenso wenig schräg zu stellen, wie die Anderen.

Der Aufpreis von 75 Euro je Sitzplatz für die Plätze dieser Reihe lohnt sich auf jeden Fall, und ich kann nur jedem, der über 178 cm groß ist, wärmstens empfehlen sich die Plätze bei der Buchung zu sichern, solange es sie noch gibt, denn die sind wirklich sehr beliebt bei den Passagieren.

Die Beinfreiheit auf den normalen Sitzen der Economy ist durch den Sitzabstand von nur 76,8 cm eher gering, sogar im Vergleich mit anderen Airlines. In den meisten Fällen sind 31" (79,4 cm) üblich, was auch nicht besonders viel ist, aber immerhin um 2,5 cm mehr.

Wie gesagt, kann ich das nun für diesen Flug nicht wirklich bewerten, weil wir ja auf sehr komfortablen Plätzen saßen.

Das Boarding war unkompliziert und sehr gut organisiert. Die Reihen wurden entsprechend gruppiert aufgerufen und es kam zu keinerlei Wartezeiten. Unsere Sitzplätze waren bequem und unterschieden sich ein wenig von den Standard-Sitzen, da das Tischchen in der Armlehne integriert war, welche sich dadurch nicht klappen ließ. Das ist jedoch meiner Meinung nach keine Einschränkung beim Sitzkomfort.

Das Entertainmentsystem, basierend auf einem 7" Tablet (Touchscreen) bot alles, was man sich für einen Langstreckenflug wünschen kann, damit einem die Zeit nicht zu lange wird. Aktuelle Filme, die es zu diesem Zeitpunkt teilweise noch nicht einmal zu leihen gab, waren in der Liste vorhanden. Das System war einfach und intuitiv zu bedienen. Da wir allerdings einen etwas größeren Sitzabstand hatten, war natürlich das Bild im Verhältnis etwas kleiner für uns. Ein Umstand den ich gerne in Kauf nahm.

Da es eine leichte Verzögerung vor dem Start gab, wurde bereits zu diesem Zeitpunkt Wasser, Apfelsaft und Orangensaft gereicht. Das finde ich sehr freundlich, weil ich in letzter Zeit doch einige Male mit unterschiedlichen Airlines unterwegs war, und dieser Service durchaus nicht zum Standard gehört.

Wenige Minuten später, nachdem der Steigflug beendet war, machten die FlugbegleiterInnen den ersten Durchgang mit Getränken. Diese sind auf der Langstrecke noch inklusive. Gleich danach gab es kleine Knabbereien, und um die Mittagszeit wurde alternativ Hühnercurry oder vegetarische Pasta gereicht. Gut erhitzt, geschmacklich vollkommen OK und auch nett präsentiert, selbst auf kleinstem Raum.

In regelmäßigen Abständen kamen FlugbegleiterInnen durch, um wieder Getränke zu bringen. Stets freundlich und fürsorglich, so dass wir uns wirklich wohl fühlten an Bord dieser Boeing 767-300.

Zwischendurch gab es wieder einmal Knabbergebäck oder Süßes, und etwa eine Stunde vor der Landung, also nach etwa 9,5 Flugstunden wurde als kleine Mahlzeit ein üppiges Sandwich gereicht. Wie das schmeckte kann ich nicht sagen, da ich alles andere als ein Sandwich-Typ bin :-)

Die knapp 11 Stunden Reisezeit vergingen sprichwörtlich wie im Flug und wir kamen verhältnismäßig entspannt am Flughafen Miami an. Die Economy Class der Austrian Airlines ist absolut empfehlenswert und meiner Ansicht nach den geringen Aufpreis gegenüber einer British Airways vollkommen wert. Zum Einen erhält man dafür einen Direktflug ohne umzusteigen und damit natürlich auch eine kürzere Reisedauer, zum Anderen finde ich, dass die Freundlichkeit der FlugbegleiterInnen auf Austrian Flügen wesentlich größer ist als bei BA und früher bei der Airberlin. Fly Niki hatte längere Zeit auch sehr freundliches Personal, was vermutlich durch die dauerhaft angespannte Situation und die Vertragsquerelen etwas gelitten hat.

Der Flug - Business Class

Wie bereits erwähnt nutzen wir die Option des Smart-Upgrade. Hier kann man nach der Buchung optional angeben, welchen Betrag man bereit währe u bezahlen, um von der Economy auf die Business Class upzugraden. Dabei muss einem klar sein, dass es schon einige Personen gibt, die diese Angebot nutzen möchten, weshalb man mit dem Mindestgebot das man abgeben kann, vermutlich kein Upgrade bekommen wird. Der oder die MeistbieterIn erhält den Zuschlag.

Ich gab meine finanzielle Schmerzgrenze für beide Tickets direkt nach der Buchung an (wohl gemerkt nur für den Rückflug, da dies ein Übernachtflug war) und bekam vom System den Hinweis, dass im Falle einer Upgrade-Möglichkeit ein Mail geschickt würde in dem ich noch die Möglichkeit hätte zu wählen, ob ich das Upgrade nun machen will oder nicht.

Diese Information war falsch, denn als das Mail mit der Info über das mögliche Upgrade kam, stand darin, dass das Upgrade bereits fix gebucht wäre und die neue Rechnung wurde auch gleich geschickt. Für uns war das kein Problem, denn wir wollten das Upgrade auch wirklich machen.

An der Stelle wollte ich ursprünglich, als ich die Idee zu diesem Klassenvergleich hatte über die Unterschiede schreiben. Aber leider muss ich sagen, dass dies fast unmöglich ist, weil die beiden Reiseklassen de facto nicht mit einander vergleichbar sind. Die Unterschiede sind wie Tag und Nacht. Trotzdem werde ich es versuchen die Vorteile in aller Kürze zu zeigen.

Security Check

Schon beim betreten des Flughafens profitiert man von seinem Business Class Ticket, denn mit dem entsprechenden Boarding-Pass kann man die Business Line beim Check nutzen und spart sich somit sicher je nach Andrang am Flughafen zwischen 10 und 30 Minuten Wartezeit vor den Schleusen.

Business Lounge

Am Flughafen hat man die Möglichkeit als Passagier der Business Class auch die Business Lounge zu nutzen. Diese hat nun einige Vorzüge. So hat man dort mal einen gemütlichen Platz zum Sitzen, WLAN, ausreichend Steckdosen, USB-Steckdosen und so weiter. Gut, da gibt es kaum mehr Unterschiede zu normalen Wartezonen, da die meisten Flughäfen für alle Passagier entsprechende Standards anbieten.

Der wirkliche Unterschied liegt in der Verköstigung, denn in der Business Lounge gab es Getränke beginnend mit Wasser, über Kaffe, Softdrinks, Bier bis hin zu Mixgetränken und Whiskey & Co. ebenso kostenlos wie ein zwar überschaubares, aber nicht minder köstliches Speisenangebot am Buffet. Suppen, Brötchen, Hauptgerichte und Desserts wie Kuchen und Plundergebäck wurden kostenlos angeboten.

Für Kinder gab es eine Kinderecke mit digitaler Unterhalten und Filmen aber auch klassischen Spielmöglichkeiten.

Sobald der Flug bereit für das Boarding ist wird das durchgesagt, und man kann sich zum nahe gelegenen Gate begeben.

Boarding

Wer kennt das nicht, wenn sich schon eine halbe Stunde vor dem Aufruf die ersten Schlangen am Gate bilden, da die meisten Passagiere denken, dass der Flug ansonsten ohne sie stattfinden würde. Da hilft es dann auch nicht mehr, wenn die Aufforderung des Personals über den Lautsprecher darum bittet, nach Reihen getrennt einzusteigen, damit die hinteren Reihen zuerst hinein kommen, und alles ein bisschen flotter geht.

Wer Business Class fliegt macht sich darum keine Gedanken, denn hier hat man Priority Boarding. Das bedeutet, dass man direkt nach dem Flugpersonal und den Personen mit Handicap in die Maschine einsteigen darf und bereits auf seinem Platz sitzt, wenn die Passagiere der Economy einsteigen.

Sitzkomfort

Vermutlich der größte Unterschied wird im Sitzkomfort zu finden sein, da jeder Platz in der Business Class über unglaublich viel Beinfreiheit und eine nahezu waagrechten Liegeposition des Sitzes verfügt.

Die Sitze lassen sich elektrisch in der Position verstellen und verfügen über
eine Verstellung der Festigkeit der Sitzfläche sowie der Rückenlehne durch Ablassen oder Einblasen von Luft. So lässt sich der Sitzkomfort individuell anpassen und vor allem in liegender Position ist es sehr angenehm, wenn man die Polster etwas weicher stellen kann.

Neben der absoluten Position lässt sich auch das Beinteil alleine hochfahren, damit man in der Relaxe-Position des Sitzes die Beine etwas entlasten kann. Neben diesen Annehmlichkeiten sind natürlich auch die größere Sitzbreite und der Abstand zum Sitznachbarn erwähnenswert. Zudem verfügt jeder Sitz über individuelle Ambient-Beleuchtung und Leselichter. Steckdosen für jegliche Art von Anschluss verstehen sich fast von selbst. Ein Polster und eine angenehme Decke runden das Sitzangebot ab.

Auf dem Flug von Miami nach Wien saßen 20 Gäste in der Business Class. Die vier Sitzplätze der 6. Reihe waren dem Flugpersonal vorbehalten, da auch die irgendwo schlafen müssen.

Wie bereits gesagt lässt sich der Sitz in eine völlige Liegeposition fahren. Leider bedeutet das noch lange nicht, dass man hier auch schlafen kann. Mir persönlich fällt es ziemlich schwer in einem Flugzeug Schlaf zu finden. Jedoch ist es trotzdem kein Vergleich mit einem Nachtflug in sitzender Position, denn selbst wenn ich nicht wirklich schlafen konnte, war ich doch viel erholter als nach unserem Flug von NYC nach Wien bei dem wir im Sitzen zu schlafen versuchten.
Meiner Frau ging es ein Wenig besser, da sie für etwas mehr als 2 Stunden richtig schlafen konnte und dadurch noch etwas erholter war als ich.


Entertainment

Obwohl das Angebot das Gleiche ist wie in der Economy Class, gibt es dennoch Unterschiede. Die Größe des Bildschirms ist für den geringen Abstand fast schon riesenhaft. Ich glaube es handelt sich um ein 17" Gerät, also um knapp 30 cm mehr Diagonale als ein paar reihen weiter hinten. Auch die Einstellung der Helligkeit war etwas komfortabler. Ansonsten hat man die gleichen Optionen wie in der Economy.



Verpflegung

Und nun komme ich zum zweiten maßgeblichen Unterschied der Klassen. Die Verpflegung an Bord der Business Class einer Austrian Airlines Maschine ist nicht einmal im Ansatz vergleichbar mit jener in der Economy. Wobei ich doch der Meinung bin, dass es hier von Fluglinie zu Fluglinie schon auch noch Unterschiede im Service gibt.

Der Flug begann wie schon dert Hinflug mit Wasser, Apfel- oder Orangensaft. Der Unterschied lag hier lediglich darn, dass die Getränke im Glas statt im Plastikbecher gereicht wurden. Ist ja nicht so viel um.

Kurz nach dem Start gingen die FlugbegleiterInnen mit dem Getränkewagen durch und wir gönnten uns ein Glas Champagner. Natürlich ebenso im Preis inbegriffen wie alle Softdrinks, drei unterschiedliche Biere und zehn ausgezeichnete Weine aus der Bouteille. Natürlich wurden auch hier Knabbereien serviert, nur eben in gehobenerem Ambiente mit hochwertigerem Mix.

Dass der Champagner im Wasserglas serviert wurde, lag vermutlich an den etwas unruhigeren Wetterbedingungen und den damit verbundenen Turbulenzen. Da lässt sich ein Wasserglas wesentlich einfacher in die Haltenetze des Sitzes einspannen als ein Glas mit Stil.

Kurz nach dem Start der Maschine ging der Koch durch die Sitzreihen und nahm die Bestellungen für das Dinner sowie die Vorbestellung für das Frühstück auf. Alleine die Tatsache, dass man sich sein Frühstück nach dem Baukastenprinzip zusammen stellen kann ist toll, dass dann auch noch wirklich ausgezeichnete Rohstoffe für die Speisen verwendet werden hebt die Qualität zusätzlich.

Für das Dinner wählten meine Frau und ich das Filet vom
Wolfsbarsch mit Linsen auf Püree und ein Rinderfilet an Spargel mit gebratenem Polenta. Davor entschied ich mich für die Kürbisschaumsuppe und meine Gattin für den Ceasar Salad. beides wurde mit dem Servierwagen gebracht und erst bei "Tisch" angerichtet.

Der Wolfsbarsch war ausgezeichnet gebraten und die Linsen sowie das Püree ausgezeichnet abgeschmeckt. Ebenso verhielt es sich mit dem Rinderfilet das, obwohl ich mein Fleisch lieber medium-rear mag, auch medium ausgezeichnet schmeckte und besonders zart war. Die grünen Spargel waren knackig und die Polenteschnitte fein und gut gewürzt.


Nicht nur, dass die Speisen wirklich ausgezeichnet schmeckten, war auch die Größe der Portionen wesentlich größer als in der Economy Class. So wäre ich eigentlich nach dem Steak bereits satt gewesen, wenn da nicht die Flugbegleiterin mit dem Servierwagen durchgekommen wäre. denn so konnte ich nicht mehr nein sagen, zu den frisch angerichteten Desserts.

Die wahre Dekadenz zeigte sich dann in der Kaffee-Karte der Business Class. Bekommt man in der Economy beispielsweise einen mittelmäßig kräftigen Kaffee mit optionalem Obers im Pappbecher gereicht, so stehen in der Business der AUA 10 verschiedene Kaffee-Kreationen zu Wahl von denen eine besser klingt als die andere. Diese Kreationen werden dann auch wirklich frisch vor Ort zubereitet und im Stile eines Wiener Kaffeehauses serviert.

Zu diesem Zeitpunkt mussten wir schon über das Angebot der Business schmunzeln, weil wir meinten, dass dies fast schon etwas übertrieben wäre. Das geht weit über Komfort hinaus und lässt sich schon als Luxus einstufen. Dafür bezahlt man allerdings auch, wenn man diese Klasse bucht. Es ist ja schließlich nicht geschenkt.

Abschließend möchte ich noch ein Foto vom Frühstück zeigen, das ebenso wie alle anderen Speisen und Getränke hochwertig, geschmacklich ausgezeichnet und wirklich schön und ansprechend präsentiert wurde.

So wird man gerne geweckt, nachdem man sich auf den Liegesitzen entspannt hat.
Der richtige Start in den Tag mit Ei, Speck, Schinken und Gebäck.



Die Crew

An dieser Stelle muss ich der Austrian Airlines ein großes Lob aussprechen, da wir bei dieser Airline die bislang freundlichsten Mitarbeiter erlebten. Egal ob am Flughafen, am Gate, in der Economy oder in der Business Class, überall waren die MitarberiterInnen freundlich, zuvorkommend und meist ehrlich nett.

In der Business Class waren Sie dann noch um einen Tick bemühter und erschienen noch freundlicher. das mag auch daran liegen, dass Sie in dieser Klasse viel weniger Passagiere zu versorgen haben als die Kolleginnen und Kollegen in der Economy.

Unser Team war auf jeden Fall lustig und super nett und wir fühlten uns rundum wohl und gut aufgehoben. Dazu wäre es nicht mal nötig gewesen unsere Tischchen mit Tüchern zu bedecken oder zwischendurch heiße Tücher für das Gesicht zu verteilen :-)


FAZIT

So und nun die Gretchenfrage: Lohnt sich der Aufpreis für die Business Class wirklich?

Diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten, da es auch davon abhängig ist welchen Zweck die Reise erfüllt, und wie das Programm an den Folgetagen ist. So sind wir nach Florida geflogen um dort Urlaub zu machen. Daher war es uns beim Hinflug auch egal ob wir etwas müder ankommen, weil wir danach 10 Tage zur Erholung hatten. Somit war auf dieser Route Wien-Miami die Economy Class völlig ausreichend. Wenngleich ich mit Sicherheit keinen Langstreckenflug mehr auf einem Standard-Economy Sitz bestreiten werden, denn das ist nahezu unerträglich mit längeren Beinen.

Beim Rückflug musste ich darauf achten, dass wir 12 Stunden nach der Landung wieder fit für die Arbeit, für langwierige Meetings und den ganz normalen Familien-Stress waren. Hier muss ich zugeben, dass der Komfort in der Business Class einen besonderen Charm hat, da man wirklich erheblich mehr Erholung bekommt und daher wesentlich fitter ist (mal vom Jetlag abgesehen...wer dafür anfällig ist hat es ohnehin schwer).

Mein Empfehlung ist daher nach Möglichkeit Business Class zu buchen, wenn man danach geschäftliche Termine wahrnehmen muss, und keine Chance auf Erholung hat, denn ein Economy Flug ist anstregend und auf der Langstrecke durchaus eine Belastung. Neben dem Sitzkomfort ist das Service und die Verpflegung ein wesentlicher Wohlfühlfaktor, den man nur genießen kann.

Sollte die Business Class preislich unerreichbar erscheinen, dann besteht noch immer die Möglichkeit eines Notausgang-Sitzplatzes in der Economy, damit man zumindest ein bisschen erholter ankommt. Und rein aus Gründen des Sitzkomforts werden vermutlich die Premium Economy Sitzen auch eine Alternative sein. Das möchte ich bei meinem nächsten Langstreckenflug mal ausprobieren, so es dann auf dieser Strecke eine entsprechende Option gibt.

Lange rede kurzer Sinn: Die Business Class ist einen Aufpreis wert, und jeder muss für sich selbst bestimmen welchen :-) Für mich wären 1.200 Euro pro Person und Strecke (also 4.800 Aufpreis) zuviel gewesen. Durch die Smart-Upgrade-Option kamen wir aber in den Genuss, der es uns für zukünftige Flüge sicher schwerer macht wieder auf Economy Plätzen zu buchen. Denn wer ein Mal in der Business Class der Austrian Airlines geflogen ist, wird vermutlich nicht mehr viel Freude an geringeren Klassen finden.

Freitag, 22. September 2017

IMATE - Fitness Training durch elektrische Impulse

Eine gute Figur und definierte Muskulatur gehören heute schon fast dazu, und damit auch die Probleme für Leute wie mich mit leichten bis mittel schweren Figurproblemen. Permanente Diäten und regelmäßiges Training sind für mich somit Alltag. Und genau aus diesem Grund suche ich immer nach Alternativen die es mir ein wenig erleichtern.

Nun habe ich schon oft im TV solche Geräte gesehen und dachte
mir, dass es eventuell wirklich helfen könnte. Über die diversen Shopping-Kanäle werden derartige Geräte allerdings ziemlich teuer angeboten weshalb ich mich für dieses Set entschieden habe. Geliefert wurde das Set schnell und in einer präsentablen Schachten verpackt.

Im Lieferumfang enthalten waren:

3 x elektrische Impulsgeber
3 x USB Ladekabel
2 x schmale Pads
1 x Bauchmuskel-Pad
1 x Betriebsanleitung in Englischer Sprache

Die Impulsgeber lud ich erstmal an normalen USB Netzteilen auf bevor ich sie das erste Mal benutzte. Der Ladevorgang dauerte etwa 30 Minuten. Allerdings denke ich, dass die Akkus etwa halb voll waren. Nach vielen Anwendungen sind die Akkus noch immer nicht leer geworden, daher weiß ich nicht wie lange es dauert vollständig entleerte Akkus zu laden. Aber ich denke, dass es in etwa eine Stunde dauern wird.

Die Anwendung der elektrischen Stimulation ist denkbar einfach. Man muss dazu lediglich die kleinen Impulsgeber auf die Kontaktflächen aufklippen und die Flächen auf die zu trainierenden Bereiche aufkleben. Das geht durch die stark klebenden Silikonpolster.

Man klebt also den Bauchtrainer auf den Bauch und drück lange die Taste in der Mitte des Impulsgebers. Danach drückt man die Plustaste um die Intensität zu wählen. Es gibt 15 Stufen. Nachdem die Stärke eingestellt wurde läuft das Trainingsprogramm für rund 20 Minuten.

Während des Trainings werden die Impulse in unterschiedlichen Stärken und Puls-Mustern abgegeben und verursachen dadurch Muskelkontraktionen. Diese Kontraktionen sollen dafür sorgen, dass die Muskeln gestärkt werden ohne, dass man sich selbst dafür anstrengen müsste.

So nun könnte man denken, dass es die ideale Trainingsmethode ist, aber es gibt auch hier Pros und Kontras.

Pro:
+ Man kann die Anwendung abends auf der Couch machen und nebenher gemütlich ein Buch lesen oder fernsehen.
+ Die Muskelkontraktionen führen wirklich dazu, dass es eine Art Trainingseffekt gibt. Allerdings braucht es dafür etwas Zeit. Je nachdem wie stark ausgeprägt die Bauchmuskulatur ist.
+ An USB aufladbar und einfach anzuwenden

Kontra:
- Abhängig davon an welchen Stellen man die Reize setzt, kann es schon ziemlich unangenehm werden. Meine Frau machte es an der Innenseite der Oberschenkel und sprach davon, dass es gewisse Ähnlichkeit hatte mit leichten Wehen bei einer Geburt. Die elektrischen Impulse stechen teilweise wie heiße Nadeln.
- Hat man zu stark ausgeprägte Fettpölsterchen über der Muskulatur ist der Trainingseffekt gering bis nicht vorhanden.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass es ein Impulstraining nur dann sinnvoll ist, wenn man bereits über eine ausgeprägte Muskulatur verfügt, denn dann schlägt das Training besonders gut an. So konnte ich beobachten, dass das Bauchmuskeltraining an meinem Oberbauch stärker fühlbar und auch viel effektiver war als am Unterbauch, wo ich etwas mehr Speck über den Muskeln habe.

Also meine ich, dass dieses Trainingsgerät durchaus sinnvoll ist, wenn man bereits über ein gewisses Grundniveau an Muskulatur verfügt. Personen die hoffen, dass sie mit diesem Trainer ohne Anstrengung zu tollen Bauchmuskeln kommen und Fett abbauen, werden vermutlich enttäuscht werden. Jene die ohnehin bereits regelmäßiges Bauchmuskeltraining betreiben erhalten mit diesem Set eine Unterstützung für die positive Entwicklung des Muskelaufbaus.

4 von 5 Sternen


Dienstag, 8. August 2017

ELE Elephone P8 Mini - klein, leicht, günstig

Größer, schneller, länger.... ein Trend der lange anhielt und sich nun endlich langsam umkehrt. Schließlich war es in letzter Zeit schon schwierig ein Telefon zu bekommen dessen Display kleiner als 5,5" ist. Natürlich hat dieser Größenwahn auch Nachteile mit sich gebracht, wie zum Beispiel größere Abmessungen, ein höheres Gewicht und Abstriche bei der Bedienbarkeit mit einer Hand.

Unsere Tochter hatte bislang auch ein Modell mit 5,5", das ideal für die Verwendung zuhause, für Unterwegs jedoch einfach zu groß und zu schwer war.  Beim Durchklicken sind wir auf das Elephone P8 Mini gestoßen. Mir gefielen dabei die technischen Daten im Bezug zum Preis und meiner Tochter die Farbe. Mit technischen Details kann sie noch nichts anfangen.

Geliefert wurde das Telefon innerhalb eines Tages.
Im Lieferumfang enthalten waren:
  • das Elephone P8 Mini
  • ein Netzteil
  • ein USB Ladekabel
  • ein SIM-Pin zum Öffnen
  • eine transparente Schutzhülle aus Silikon
  • eine Display-Schutzfolie


Technische Details:

OS: Android 7.0
CPU: MTK6750T Octa Core 1.5GHz, Mali-T860 MP2
RAM: 4GB
Speicher: 64GB 
Speichererweiterung: Mikro-TF-Karte bis zu 128GB erweitert
 Displaygröße 5,0" 
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel 
Frontkamera-Pixel: 16MP, mit Blitzlicht
Hauptkamera-Pixel: 2MP + 13MP (Doppelkamera)
Frequenzen
2G GSM: B2 / B3 / B5 / B8 (1900/1800/850/900)
3G WCDMA: B1 / B8 (2100/900)
4G FDD-LTE: B1 / B3 / B5 / B7 / B20 (2100/1800/850/2600/800)
TDD-LTE: B38 / B40 / B41 (2600/2300/2500)
SIM-Karten: 2 x Nano SIM oder Nano SIM + TF-Karte
Bluetooth Version 4.0
Abmessungen: ca. 144 x 71 x 8,1 mm
Gewicht: ca. 130 g

Look & Feel

Das ultimative Smartphone für Kids, Jugendliche und modebewusste Menschen. Es sieht aus als ob es komplett aus Aluminium gefertigt wäre. Dieser Eindruck täuscht jedoch, denn es besteht hauptsächlich aus Kunststoff und hat lediglich eine Art Blende aus Aluminium an der Rückseite. Sowohl der Kunststoff als auch das Aluminum sind farblich auf einander abgestimmt und setzen ein Statement. Meine Tochter wollte das Smartphone in rot-metallic. Es ist aber auch in blau-metallic und schwarz erhältlich, wobei schwarz eher langweilig.

An der Frontseite zieht sich das Display-Glas in leichtem Bogen an den Kanten herab. Das gibt dem Smartphone sowohl einen wertigen Touch als auch eine gute Bedienbarkeit. Die Kanten des Displays sind mit schwarzem Kunststoff eingefasst, was dem Display vermutlich einen besseren Schutz gegen seitliche Stöße gibt.

Sowohl über als auch unter dem Display sind relativ große Überhänge, die das Smartphone vergrößern. Unter dem Display befinden sich die Steuertasten mit einer etwas eigenwilligen Belegung. Die linke Taste öffnet die Konfiguration des Home-Screens, die mittlere ist die HOME-Taste die bei langem Druck auch die aktiven Apps zeigt und die rechte Taste führt zurück. Erkennbar gemacht werden die Tasten durch silberfarbene Symbole.

Grundsätzlich fühlt sich das Telefon sehr gut an in der Hand. Es ist durch den hohen Kunststoffanteil leicht und eher warm. Der Fingerprint-Sensor an der Rückseite des Telefons ist gut platziert, leicht erreichbar und man berührt dabei die Kameralinsen nicht, wie bei manchen anderen Modellen. 

Anschlüsse & Bedienung

Die üblichen Möglichkeiten bei China-Smartphones. Geladen wird das Smartphone über einen Micro-USB Anschluss neben dem sich auch gleich der Kopfhörer-Anschluss und der Lautsprecher befindet. Somit ist alles Nötige an der Unterkante. 

An der rechten Seite ist der Power-Knopf und die Wippe für die Lautstärkenregelung und links befindet sich der Schacht für die SIM-Karten. Dort kann man entweder zwei Nano-SIM-Karten oder alternativ eine Nano-SIM und eine TF-Karte einlegen. Mit zwei SIM-Karten hat man die Möglichkeit für Telefongespräche und SMS eine Wertkarte zu nützen und für die Datennutzung einen Datenvertrag abzuschließen. Auf diese Weise kann man wesentlich günstiger kombinieren, als wenn man einen Telefonvertrag mit Datenvolumen nimmt. Da das Telefon über 64GB Speicher verfügt, ist es auch nicht notwendig eine zusätzliche Speicherkarte einzulegen.

Der Touchscreen reagiert präzise und erfasst bis zu 5 Berührungen gleichzeitig. Eingaben werden gut erkannt und man kann das Telefon auch mit einer Hand sehr gut bedienen. 

Betriebssystem

Das ist mein erstes Smartphone mit komplett unverändertem Android Betriebssystem. Im Normalfall verändern Hersteller das Betriebssystem und ergänzen es mit eigenen Apps, die sich in den meisten Fällen nicht löschen lassen und oft die Hardware des Smartphones belasten.

In diesem Gerät ist ein Android 7.0 Nougat vorinstalliert, das sich vorbildlich verhält. Es bootet sehr schnell, läuft flüssig und man bekommt zu keiner Zeit Rätsel mit der Bedienung aufgegeben. Einfach konfigurierbar und schon ab Werk sehr effizient im Umgang mit der Energie.

Kameras

Eine Besonderheit des Ele P8 Mini ist die mit 16 MP auflösende Front-Kamera (Selfie-Cam) die sogar über einen Selfie-Blitz verfügt. Die Bilder dieser Kamera sind sehr gut, scharf und mit einer hohen Farbtreue, vor allem bei natürlichem Licht. 

Die Hauptkamera an der Rückseite ist eine Dual-Kamera mit 13MP und 2MP sowie einem Xenon-Blitz. Was genau der tiefere Sinn der zweiten Linse ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Sie wird aber scheinbar für das Aufnehmen von Bildern mit Blur-Effekt verwendet. Bei gutem Licht sind die Aufnahmen sehr gut und lassen über die geringere Auflösung im vergleich mit der Frontkamera leicht hinweg sehen. Bei schwachem Licht werden die Bilder schon mal ein bisschen grobkörnig und weisen auch eine leichte
Unschärfe auf. 

Beide Kameras reagieren sehr schnell und sind in weniger als 2 Sekunden aus dem Standby erwacht. So entgeht einem kein Schnappschuss mehr. Auch die Qualität der Vdeoaufzeichnung ist durchaus überzeugend.
Der zuvor erwähnte Blur-Effekt ist jedoch eher ein spaßiges Gimmick, als ein wirklich ernst zu nehmendes Feature. Hier wird scheinbar immer der Bildmittelpunkt scharf gestellt und das Bilder der zweiten Kamera so über das gut aufgelöste Bild gelegt, dass letztendlich die Ränder verschwommen dargestellt werden. Im Gegensatz zu anderen Handymodellen, die diesen Effekt softwareseitig lösen, kann man hier nun nicht auf ein Objekt fokussieren, sondern hat immer die Bildmitte scharf. Zudem wirkt es sehr eigenartig, dass die Ränder des Übergangs zwischen scharf und unscharf hart abgegrenzt und nicht fließend sind. So wirkt das Ergebnis wenig überzeugend.

Display

Also mit der Auflösung und der Farbdarstellung des Displays bin ich sehr zufrieden. Hier kann das günstige P8 Mini durchaus mit Geräten in viel höheren Preisklassen mithalten. Auch bei schnellen Bildwechseln neigt die Anzeige kaum zu Schlieren und Fading, was dann selbst das Ansehen von Filmen auf dem kleinen Display zur Freude macht.

Dafür ist es übrigens auch sehr praktisch, dass sich das Telefon auch bei starker Belastung nicht übermäßig erwärmt. 

Wer übrigens sehr Grafik lastige Games spielen möchte, wird mit dem Telefon nicht ganz glücklich werden, denn dafür ist die Leistung des Grafikchips dann doch ein Wenig zu schwach. Gamer suchen jedoch ohnehin eher High-End statt Low-Budget.

Empfangsqualität

Weil ich im Vorfeld in einigen Reviews von Empfangsproblemen dieses Telefons gelesen habe, legte ich besonderes Augenmerk darauf. Schließlich kann ich es nicht brauchen, dass unsere Tochter auf Grund schlechten Empfangs womöglich nicht zuhause anrufen kann, wenn sie mal was braucht. 

Und ich kann nur sagen, dass ich die Kritik nicht nachvollziehen kann. Dieses Gerät, das ich hier habe hat sowohl im Handy-Netz als auch über WLAN eine ausgezeichnete Empfangsleistung und zeigte zu keiner Zeit an verschiedenen Orten mit teils wirklich schlechterem Empfang irgendwelche Probleme.

Auch der Ton und das Mikrofon sind ausgezeichnet und man versteht seinen Gesprächspartner ebenso perfekt wie man verstanden wird. 

FAZIT

Zu einem vernünftigen Preis bekommt man mit dem Ele P8 Mini ein durchaus solides Smartphone mit gut auflösenden Kameras, einem ordentlichen Display, guter Prozessorleistung und fast schon riesigen 4GB RAM und 64GB Speicher. Zudem sieht es chic aus und vermittelt einen sehr wertigen Eindruck. So lässt sich der Umstand verschmerzen, dass das Gehäuse vorwiegend aus Plastik gefertigt ist, weil man das kaum sieht und es dem Gesamtgewicht durchaus einträglich ist. Die Tatsache, dass das Smartphone mit Stock-Android 7.0 ausgeliefert wird ist fast schon ein Highlight für mich, weil man das so bei kaum einem anderen Hersteller bekommt.  

Somit handelt es sich bei dem Ele P8 Mini um ein leistungsstarkes, grundsolides Stück Technik zu einem mehr als fairen Preis, bei dem man endlich auch ein etwas kleineres Display als die derzeit üblichen 5,5" bekommt. Bei durchschnittlicher Nutzung kommt man mit dem Akku weit über einen Tag, und wenn man die mobilen Daten deaktiviert hat und nur Mobilfunk und das WLAN aktiviert hat schaffte es das Gerät mit ein knapp 2 Stunden Telefonie, ein paar WhatsApp Nachrichten und etwas Internetsurfen sogar 6 Tage mit nur einer Akkuladung. 

5 von 5 Sternen


Freitag, 4. August 2017

WiMiUS LED Beamer

Auch wenn ich mittlerweile von unseren Freunden und Nachbarn belächelt werde kann ich es nicht lassen Projektoren auszuprobieren. Das liegt daran, dass ich auf der Sucher nach der perfekten Halloween-Deko bin und daher für bestimmte Anwendungsfälle unterschiedliche Beamer brauche. Jetzt habe ich dann auch schön langsam die Grenze des Möglichen erreicht....vor allem finanziell, weil durch die Anschaffung von derartigen Geräten ganz schön ins Geld geht. Selbst wenn sie im Zuge von Aktionen und Deals gekauft werden. Weshalb ich auch schon so viele verschiedene Modelle besitze, denn leider sind die meisten Deals auf 1 Stück beschränkt. Außerdem hätte ich ohnehin nicht genug Geld mir alle gleichzeitig zu kaufen.

So und nun zu diesem Modell.

Dieser Beamer von WiMiUS hat unter dem etwas weniger wertig wirkenden Gehäuse die gleiche Technik stecken wie zig andere China Modelle. Und ebenso wie bei den anderen Modellen wirbt das Modell im Titel mit 1080p und gibt gleichzeitig eine Auflösung von 1280x800 an. Und genau das ist das Problem vieler Anbieter, weil die 1080p im Titel zur fälschlichen Annahme führen, dass es sich um einen Full HD Beamer handeln würde. NEIN, das ist dieser Beamer nicht, was nicht zwangsläufig heißen muss, dass er schlecht ist, aber eben nicht Full HD. Der Projektor kann lediglich ein Full HD Eingangssignal verarbeiten, was vermutlich der Grund für die Angabe ist.

Geliefert wurde er wirklich schnell, aber da hätte ich mir auch nichts Anderes erwartet, da er unter Prime verkauft wurde.

Der Lieferumfang ist recht ordentlich:

* der Beamer natürlich
* eine IR Fernbedienung (ohne Batterien)
* ein HDMI-Kabel
* ein VGA-Kabel
* ein AV-Kabel
* eine Englischsprachige Bedienungsanleitung, die größtenteils verständlich verfasst ist.
* ein Tüchlein um die Linse zu reinigen

Anschlüsse

Dieser Beamer ist vielseitig verwendbar, weil er alle notwendigen Anschlüsse besitzt. So kann man fast jedes Gerät anschließen, oder aber den Beamer autark betreiben.

* HDMI
* VGA
* AV
* RGB
* USB
* SD-Karten-Slot

Falls man den Beamer also ohne zusätzliche Signalquelle verwenden möchte, dann kann man Bild- oder Video-Files auf USB oder SD-Karte speichern, und diese dann direkt auf dem Projektor wiedergeben.

Einrichtung

Das geht schnell, weil der Projektor auch nicht besonders viel Konfiguration braucht. Aufstellen (vorzugsweise direkt gegenüber der Projektionswand) und gegebenenfalls eine Keystone-Korrektur durchführen. Der entsprechende Regler befindet sich an der Rückseite des Beamers und braucht eher feinfühlige Finger.

Helligkeit, Kontrast und Farbe lassen sich ebenso wie die Schärfe über das Bildmenü anpassen, wobei die Anpassung dann nicht wirklich große Unterschiede hervorbringt.

Bild

Wie nicht anders zu erwarten war, ist das Bild vergleichbar mit anderen Modellen dieser Preisklasse. Es ist nicht schlecht, für User mit hohen Ansprüchen oder eine Leidenschaft für Actionfilme aber vermutlich nicht perfekt.

Die Auflösung ist wie bereits erwähnt "nur" 1280x800 und damit nicht Full HD. Das merkt man vor allem bei größeren Bilddiagonalen starkt, weil das Bild natürlich pixelig wird, je größer man es auseinander zieht.

Mit der Helligkeit komme ich gut zurecht, weil der Einsatz des Beamers hauptsächlich bei völliger Dunkelheit passiert. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass die angegebene Helligkeit in Lumen nicht wirklich das wiedergibt, was der Projektor zu leisten vermag. Ich finde, dass das Bild doch eher dunkler ist und man daher für den Einsatz in einem schlecht verdunkelten Raum definitiv ein helleres Modell brauchen wird.

Das LCD Panel hingegen ist relativ gut. Beil schnellen Bildwechseln ist zwar  eine Schlierenbildung zu erkennen, die Reaktionszeit ist aber dennoch gut und dem Preis des Projektors entsprechend. Denn gerade beim Panel findet man die größten Unterschiede zwischen günstigeren und teureren Modellen. So fällt bei Actionfilmen wo zB. ein brennendes Auto durch das nächtlich schwarze Bild fliegt auf, dass der helle Schein der Flammen leichte Schlieren zieht und es ein Fading gibt.

Der Kontrast ist relativ gut und auch schwarz ist ein sehr dunkles grau.

Ton

Natürlich ist der eingebaute Lautsprecher nur als Notlösung zu gebrauchen, aber er ist vorhanden und für Präsentationen in einem kleinen Raum auch durchaus geeignet. Möchte man vernünftigen Sound, so sollte man den Ton dann doch lieber über einen Verstärker laufen lassen. Dafür ist der Audio Ausgang über Cinch geeignet, wenn man Dateien direkt am Projektor wiedergibt.

Bedienung

Einfach und unkompliziert lässt sich der Beamer bedienen. Sowohl über die Tasten am Gerät, die einem bei der Navigation durch Dateien auf einem USB Stick oder einer SD-Karte dann doch einiges Kopfzerbrechen bereiten, oder über die Fernbedienung mit dem man absolut problemlos navigiert und steuert.

Das einfache Betriebssystem des Beamers ist vollkommen ausreichend für alles was man im Normalfall benötigt. Lediglich eine Option Streamingdienste anzusteuern findet man hier nicht, weil sowohl WLAN als auch ein notwendiges Android-basiertes Betriebssystem fehlen. Aber das darf man sich zu diesem Preis sowieso nicht erwarten.

FAZIT

Dieser Projektor ist ein absolutes Basismodell von dem man sich ein Wunder erwarten darf. Sucht man einen Beamer der in wenig abgedunkelten Räumen kräftige und farbintensive Bilder an die Wand zaubert, dann wird man von diesem Gerät enttäuscht sein. Ebenso sollte man für Bilddiagonalen von mehr als 2,5m auf ein Gerät mit einer höheren Auflösung zurück greifen, denn dann wird das Bild definitiv zu unscharf, um überzeugend zu sein.

Anschlüsse besitzt der Beamer ausreichend und für jede Anwendung. Außerdem ist das Gerät meiner Ansicht nach für den Einsatz bei Präsentationen ebenso gut geeignet wie für den Fußballabend in großer Runde. Hier ist auch der nicht unangenehm laute Lüfter ein wichtiger Faktur, den man zwar hört aber nicht vorrangig wahrnimmt, außer bei Drama- und Romantikfilmen in denen es eher ruhig zugeht.

Aus meiner Sicht also ein recht gutes Angebot. Nur wegen der schwächeren Lichtleitung und der in dieser Preisklasse zwar üblichen, aber trotzdem nicht sonderlich guten Auflösung hat mich der Beamer nicht völlig überzeugt.

4 von 5 Sternen