Dienstag, 8. August 2017

ELE Elephone P8 Mini - klein, leicht, günstig

Größer, schneller, länger.... ein Trend der lange anhielt und sich nun endlich langsam umkehrt. Schließlich war es in letzter Zeit schon schwierig ein Telefon zu bekommen dessen Display kleiner als 5,5" ist. Natürlich hat dieser Größenwahn auch Nachteile mit sich gebracht, wie zum Beispiel größere Abmessungen, ein höheres Gewicht und Abstriche bei der Bedienbarkeit mit einer Hand.

Unsere Tochter hatte bislang auch ein Modell mit 5,5", das ideal für die Verwendung zuhause, für Unterwegs jedoch einfach zu groß und zu schwer war.  Beim Durchklicken sind wir auf das Elephone P8 Mini gestoßen. Mir gefielen dabei die technischen Daten im Bezug zum Preis und meiner Tochter die Farbe. Mit technischen Details kann sie noch nichts anfangen.

Geliefert wurde das Telefon innerhalb eines Tages.
Im Lieferumfang enthalten waren:
  • das Elephone P8 Mini
  • ein Netzteil
  • ein USB Ladekabel
  • ein SIM-Pin zum Öffnen
  • eine transparente Schutzhülle aus Silikon
  • eine Display-Schutzfolie


Technische Details:

OS: Android 7.0
CPU: MTK6750T Octa Core 1.5GHz, Mali-T860 MP2
RAM: 4GB
Speicher: 64GB 
Speichererweiterung: Mikro-TF-Karte bis zu 128GB erweitert
 Displaygröße 5,0" 
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel 
Frontkamera-Pixel: 16MP, mit Blitzlicht
Hauptkamera-Pixel: 2MP + 13MP (Doppelkamera)
Frequenzen
2G GSM: B2 / B3 / B5 / B8 (1900/1800/850/900)
3G WCDMA: B1 / B8 (2100/900)
4G FDD-LTE: B1 / B3 / B5 / B7 / B20 (2100/1800/850/2600/800)
TDD-LTE: B38 / B40 / B41 (2600/2300/2500)
SIM-Karten: 2 x Nano SIM oder Nano SIM + TF-Karte
Bluetooth Version 4.0
Abmessungen: ca. 144 x 71 x 8,1 mm
Gewicht: ca. 130 g

Look & Feel

Das ultimative Smartphone für Kids, Jugendliche und modebewusste Menschen. Es sieht aus als ob es komplett aus Aluminium gefertigt wäre. Dieser Eindruck täuscht jedoch, denn es besteht hauptsächlich aus Kunststoff und hat lediglich eine Art Blende aus Aluminium an der Rückseite. Sowohl der Kunststoff als auch das Aluminum sind farblich auf einander abgestimmt und setzen ein Statement. Meine Tochter wollte das Smartphone in rot-metallic. Es ist aber auch in blau-metallic und schwarz erhältlich, wobei schwarz eher langweilig.

An der Frontseite zieht sich das Display-Glas in leichtem Bogen an den Kanten herab. Das gibt dem Smartphone sowohl einen wertigen Touch als auch eine gute Bedienbarkeit. Die Kanten des Displays sind mit schwarzem Kunststoff eingefasst, was dem Display vermutlich einen besseren Schutz gegen seitliche Stöße gibt.

Sowohl über als auch unter dem Display sind relativ große Überhänge, die das Smartphone vergrößern. Unter dem Display befinden sich die Steuertasten mit einer etwas eigenwilligen Belegung. Die linke Taste öffnet die Konfiguration des Home-Screens, die mittlere ist die HOME-Taste die bei langem Druck auch die aktiven Apps zeigt und die rechte Taste führt zurück. Erkennbar gemacht werden die Tasten durch silberfarbene Symbole.

Grundsätzlich fühlt sich das Telefon sehr gut an in der Hand. Es ist durch den hohen Kunststoffanteil leicht und eher warm. Der Fingerprint-Sensor an der Rückseite des Telefons ist gut platziert, leicht erreichbar und man berührt dabei die Kameralinsen nicht, wie bei manchen anderen Modellen. 

Anschlüsse & Bedienung

Die üblichen Möglichkeiten bei China-Smartphones. Geladen wird das Smartphone über einen Micro-USB Anschluss neben dem sich auch gleich der Kopfhörer-Anschluss und der Lautsprecher befindet. Somit ist alles Nötige an der Unterkante. 

An der rechten Seite ist der Power-Knopf und die Wippe für die Lautstärkenregelung und links befindet sich der Schacht für die SIM-Karten. Dort kann man entweder zwei Nano-SIM-Karten oder alternativ eine Nano-SIM und eine TF-Karte einlegen. Mit zwei SIM-Karten hat man die Möglichkeit für Telefongespräche und SMS eine Wertkarte zu nützen und für die Datennutzung einen Datenvertrag abzuschließen. Auf diese Weise kann man wesentlich günstiger kombinieren, als wenn man einen Telefonvertrag mit Datenvolumen nimmt. Da das Telefon über 64GB Speicher verfügt, ist es auch nicht notwendig eine zusätzliche Speicherkarte einzulegen.

Der Touchscreen reagiert präzise und erfasst bis zu 5 Berührungen gleichzeitig. Eingaben werden gut erkannt und man kann das Telefon auch mit einer Hand sehr gut bedienen. 

Betriebssystem

Das ist mein erstes Smartphone mit komplett unverändertem Android Betriebssystem. Im Normalfall verändern Hersteller das Betriebssystem und ergänzen es mit eigenen Apps, die sich in den meisten Fällen nicht löschen lassen und oft die Hardware des Smartphones belasten.

In diesem Gerät ist ein Android 7.0 Nougat vorinstalliert, das sich vorbildlich verhält. Es bootet sehr schnell, läuft flüssig und man bekommt zu keiner Zeit Rätsel mit der Bedienung aufgegeben. Einfach konfigurierbar und schon ab Werk sehr effizient im Umgang mit der Energie.

Kameras

Eine Besonderheit des Ele P8 Mini ist die mit 16 MP auflösende Front-Kamera (Selfie-Cam) die sogar über einen Selfie-Blitz verfügt. Die Bilder dieser Kamera sind sehr gut, scharf und mit einer hohen Farbtreue, vor allem bei natürlichem Licht. 

Die Hauptkamera an der Rückseite ist eine Dual-Kamera mit 13MP und 2MP sowie einem Xenon-Blitz. Was genau der tiefere Sinn der zweiten Linse ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Sie wird aber scheinbar für das Aufnehmen von Bildern mit Blur-Effekt verwendet. Bei gutem Licht sind die Aufnahmen sehr gut und lassen über die geringere Auflösung im vergleich mit der Frontkamera leicht hinweg sehen. Bei schwachem Licht werden die Bilder schon mal ein bisschen grobkörnig und weisen auch eine leichte
Unschärfe auf. 

Beide Kameras reagieren sehr schnell und sind in weniger als 2 Sekunden aus dem Standby erwacht. So entgeht einem kein Schnappschuss mehr. Auch die Qualität der Vdeoaufzeichnung ist durchaus überzeugend.
Der zuvor erwähnte Blur-Effekt ist jedoch eher ein spaßiges Gimmick, als ein wirklich ernst zu nehmendes Feature. Hier wird scheinbar immer der Bildmittelpunkt scharf gestellt und das Bilder der zweiten Kamera so über das gut aufgelöste Bild gelegt, dass letztendlich die Ränder verschwommen dargestellt werden. Im Gegensatz zu anderen Handymodellen, die diesen Effekt softwareseitig lösen, kann man hier nun nicht auf ein Objekt fokussieren, sondern hat immer die Bildmitte scharf. Zudem wirkt es sehr eigenartig, dass die Ränder des Übergangs zwischen scharf und unscharf hart abgegrenzt und nicht fließend sind. So wirkt das Ergebnis wenig überzeugend.

Display

Also mit der Auflösung und der Farbdarstellung des Displays bin ich sehr zufrieden. Hier kann das günstige P8 Mini durchaus mit Geräten in viel höheren Preisklassen mithalten. Auch bei schnellen Bildwechseln neigt die Anzeige kaum zu Schlieren und Fading, was dann selbst das Ansehen von Filmen auf dem kleinen Display zur Freude macht.

Dafür ist es übrigens auch sehr praktisch, dass sich das Telefon auch bei starker Belastung nicht übermäßig erwärmt. 

Wer übrigens sehr Grafik lastige Games spielen möchte, wird mit dem Telefon nicht ganz glücklich werden, denn dafür ist die Leistung des Grafikchips dann doch ein Wenig zu schwach. Gamer suchen jedoch ohnehin eher High-End statt Low-Budget.

Empfangsqualität

Weil ich im Vorfeld in einigen Reviews von Empfangsproblemen dieses Telefons gelesen habe, legte ich besonderes Augenmerk darauf. Schließlich kann ich es nicht brauchen, dass unsere Tochter auf Grund schlechten Empfangs womöglich nicht zuhause anrufen kann, wenn sie mal was braucht. 

Und ich kann nur sagen, dass ich die Kritik nicht nachvollziehen kann. Dieses Gerät, das ich hier habe hat sowohl im Handy-Netz als auch über WLAN eine ausgezeichnete Empfangsleistung und zeigte zu keiner Zeit an verschiedenen Orten mit teils wirklich schlechterem Empfang irgendwelche Probleme.

Auch der Ton und das Mikrofon sind ausgezeichnet und man versteht seinen Gesprächspartner ebenso perfekt wie man verstanden wird. 

FAZIT

Zu einem vernünftigen Preis bekommt man mit dem Ele P8 Mini ein durchaus solides Smartphone mit gut auflösenden Kameras, einem ordentlichen Display, guter Prozessorleistung und fast schon riesigen 4GB RAM und 64GB Speicher. Zudem sieht es chic aus und vermittelt einen sehr wertigen Eindruck. So lässt sich der Umstand verschmerzen, dass das Gehäuse vorwiegend aus Plastik gefertigt ist, weil man das kaum sieht und es dem Gesamtgewicht durchaus einträglich ist. Die Tatsache, dass das Smartphone mit Stock-Android 7.0 ausgeliefert wird ist fast schon ein Highlight für mich, weil man das so bei kaum einem anderen Hersteller bekommt.  

Somit handelt es sich bei dem Ele P8 Mini um ein leistungsstarkes, grundsolides Stück Technik zu einem mehr als fairen Preis, bei dem man endlich auch ein etwas kleineres Display als die derzeit üblichen 5,5" bekommt. Bei durchschnittlicher Nutzung kommt man mit dem Akku weit über einen Tag, und wenn man die mobilen Daten deaktiviert hat und nur Mobilfunk und das WLAN aktiviert hat schaffte es das Gerät mit ein knapp 2 Stunden Telefonie, ein paar WhatsApp Nachrichten und etwas Internetsurfen sogar 6 Tage mit nur einer Akkuladung. 

5 von 5 Sternen


Freitag, 4. August 2017

WiMiUS LED Beamer

Auch wenn ich mittlerweile von unseren Freunden und Nachbarn belächelt werde kann ich es nicht lassen Projektoren auszuprobieren. Das liegt daran, dass ich auf der Sucher nach der perfekten Halloween-Deko bin und daher für bestimmte Anwendungsfälle unterschiedliche Beamer brauche. Jetzt habe ich dann auch schön langsam die Grenze des Möglichen erreicht....vor allem finanziell, weil durch die Anschaffung von derartigen Geräten ganz schön ins Geld geht. Selbst wenn sie im Zuge von Aktionen und Deals gekauft werden. Weshalb ich auch schon so viele verschiedene Modelle besitze, denn leider sind die meisten Deals auf 1 Stück beschränkt. Außerdem hätte ich ohnehin nicht genug Geld mir alle gleichzeitig zu kaufen.

So und nun zu diesem Modell.

Dieser Beamer von WiMiUS hat unter dem etwas weniger wertig wirkenden Gehäuse die gleiche Technik stecken wie zig andere China Modelle. Und ebenso wie bei den anderen Modellen wirbt das Modell im Titel mit 1080p und gibt gleichzeitig eine Auflösung von 1280x800 an. Und genau das ist das Problem vieler Anbieter, weil die 1080p im Titel zur fälschlichen Annahme führen, dass es sich um einen Full HD Beamer handeln würde. NEIN, das ist dieser Beamer nicht, was nicht zwangsläufig heißen muss, dass er schlecht ist, aber eben nicht Full HD. Der Projektor kann lediglich ein Full HD Eingangssignal verarbeiten, was vermutlich der Grund für die Angabe ist.

Geliefert wurde er wirklich schnell, aber da hätte ich mir auch nichts Anderes erwartet, da er unter Prime verkauft wurde.

Der Lieferumfang ist recht ordentlich:

* der Beamer natürlich
* eine IR Fernbedienung (ohne Batterien)
* ein HDMI-Kabel
* ein VGA-Kabel
* ein AV-Kabel
* eine Englischsprachige Bedienungsanleitung, die größtenteils verständlich verfasst ist.
* ein Tüchlein um die Linse zu reinigen

Anschlüsse

Dieser Beamer ist vielseitig verwendbar, weil er alle notwendigen Anschlüsse besitzt. So kann man fast jedes Gerät anschließen, oder aber den Beamer autark betreiben.

* HDMI
* VGA
* AV
* RGB
* USB
* SD-Karten-Slot

Falls man den Beamer also ohne zusätzliche Signalquelle verwenden möchte, dann kann man Bild- oder Video-Files auf USB oder SD-Karte speichern, und diese dann direkt auf dem Projektor wiedergeben.

Einrichtung

Das geht schnell, weil der Projektor auch nicht besonders viel Konfiguration braucht. Aufstellen (vorzugsweise direkt gegenüber der Projektionswand) und gegebenenfalls eine Keystone-Korrektur durchführen. Der entsprechende Regler befindet sich an der Rückseite des Beamers und braucht eher feinfühlige Finger.

Helligkeit, Kontrast und Farbe lassen sich ebenso wie die Schärfe über das Bildmenü anpassen, wobei die Anpassung dann nicht wirklich große Unterschiede hervorbringt.

Bild

Wie nicht anders zu erwarten war, ist das Bild vergleichbar mit anderen Modellen dieser Preisklasse. Es ist nicht schlecht, für User mit hohen Ansprüchen oder eine Leidenschaft für Actionfilme aber vermutlich nicht perfekt.

Die Auflösung ist wie bereits erwähnt "nur" 1280x800 und damit nicht Full HD. Das merkt man vor allem bei größeren Bilddiagonalen starkt, weil das Bild natürlich pixelig wird, je größer man es auseinander zieht.

Mit der Helligkeit komme ich gut zurecht, weil der Einsatz des Beamers hauptsächlich bei völliger Dunkelheit passiert. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass die angegebene Helligkeit in Lumen nicht wirklich das wiedergibt, was der Projektor zu leisten vermag. Ich finde, dass das Bild doch eher dunkler ist und man daher für den Einsatz in einem schlecht verdunkelten Raum definitiv ein helleres Modell brauchen wird.

Das LCD Panel hingegen ist relativ gut. Beil schnellen Bildwechseln ist zwar  eine Schlierenbildung zu erkennen, die Reaktionszeit ist aber dennoch gut und dem Preis des Projektors entsprechend. Denn gerade beim Panel findet man die größten Unterschiede zwischen günstigeren und teureren Modellen. So fällt bei Actionfilmen wo zB. ein brennendes Auto durch das nächtlich schwarze Bild fliegt auf, dass der helle Schein der Flammen leichte Schlieren zieht und es ein Fading gibt.

Der Kontrast ist relativ gut und auch schwarz ist ein sehr dunkles grau.

Ton

Natürlich ist der eingebaute Lautsprecher nur als Notlösung zu gebrauchen, aber er ist vorhanden und für Präsentationen in einem kleinen Raum auch durchaus geeignet. Möchte man vernünftigen Sound, so sollte man den Ton dann doch lieber über einen Verstärker laufen lassen. Dafür ist der Audio Ausgang über Cinch geeignet, wenn man Dateien direkt am Projektor wiedergibt.

Bedienung

Einfach und unkompliziert lässt sich der Beamer bedienen. Sowohl über die Tasten am Gerät, die einem bei der Navigation durch Dateien auf einem USB Stick oder einer SD-Karte dann doch einiges Kopfzerbrechen bereiten, oder über die Fernbedienung mit dem man absolut problemlos navigiert und steuert.

Das einfache Betriebssystem des Beamers ist vollkommen ausreichend für alles was man im Normalfall benötigt. Lediglich eine Option Streamingdienste anzusteuern findet man hier nicht, weil sowohl WLAN als auch ein notwendiges Android-basiertes Betriebssystem fehlen. Aber das darf man sich zu diesem Preis sowieso nicht erwarten.

FAZIT

Dieser Projektor ist ein absolutes Basismodell von dem man sich ein Wunder erwarten darf. Sucht man einen Beamer der in wenig abgedunkelten Räumen kräftige und farbintensive Bilder an die Wand zaubert, dann wird man von diesem Gerät enttäuscht sein. Ebenso sollte man für Bilddiagonalen von mehr als 2,5m auf ein Gerät mit einer höheren Auflösung zurück greifen, denn dann wird das Bild definitiv zu unscharf, um überzeugend zu sein.

Anschlüsse besitzt der Beamer ausreichend und für jede Anwendung. Außerdem ist das Gerät meiner Ansicht nach für den Einsatz bei Präsentationen ebenso gut geeignet wie für den Fußballabend in großer Runde. Hier ist auch der nicht unangenehm laute Lüfter ein wichtiger Faktur, den man zwar hört aber nicht vorrangig wahrnimmt, außer bei Drama- und Romantikfilmen in denen es eher ruhig zugeht.

Aus meiner Sicht also ein recht gutes Angebot. Nur wegen der schwächeren Lichtleitung und der in dieser Preisklasse zwar üblichen, aber trotzdem nicht sonderlich guten Auflösung hat mich der Beamer nicht völlig überzeugt.

4 von 5 Sternen


Montag, 31. Juli 2017

OUKITEL K6000 Plus Android Smartphone mit 5,5" Display

Erst vor Kurzen schrieb ich eine Bewertung eines anderen OUKITEL Modells, dem K10000 Pro. Nun könnte der Eindruck entstehen, dass ich wie wild neue Smartphones kaufe, weil ich nun schon wieder eines hier präsentiere. Dieser Eindruck ist auch nicht ganz falsch. Nachdem wir mit dem K10000 nämlich recht gute Erfahrungen machten, es unserem Sohn allerdings zu schwer und zu dick ist, brauchten wir einen anderen Ersatz für sein, mit 3 Jahren bereits etwas in die Jahre gekommenen Marken-Smartphones.
Nun überzeugten mich die Spezifikationen des K10000 Pro durchwegs, und nur das Gewicht und die Abmessungen waren ein Kritikpunkt für unseren Sohn, also entschieden wir uns für ein Modell, das dem bereits bekannten sehr ähnlich ist.

Ich bestellte das OUKITEL K6000 Plus mit 5,5" Display und leistungsstarkem Akku, und bekam dieses Phone schnell über Amazon geliefert.

Im Lieferumfang enthalten waren:

* das K6000 Plus
* eine transparente Silikon-Hülle
* ein Displayschutz
* ein Micro-USB Ladekabel
* ein USB 2 Micro-USB Adapter
* ein Netzteil, das bis max. 12V mit 2A lädt, also 24 Watt Ausgangsleistung hat
* eine Nadel für den SIM Schacht
* ein paar Garantiekarten und eine Kurzanleitung


Eine kurze Übersicht über die technischen Daten:

CPU: Mediatek MT6750 - 4 x 1,3 Ghz + 4 x 1,0 Ghz
Grafikchip: Mali-T860
RAM: 4 GB
Speicher: 64 GB (um 128GB durch Micro-SD Karte erweiterbar - Hybridspeicher)
Akkukapazität: 6080 mAh (nicht wechselbar)
Display: 1920 x 1080, 5,5 Zoll
Betriebssystem: 7.0 Nougat
Hauptkamera: 16 MP
Frontkamera: 8 MP (Selfie-Cam)
SIM: Dual SIM (nano) / Single SIM (nano) + Micro-SD Karte
LTE Kanäle: 1/3/7/8/20
Frequenzen: 2G: GSM 850/900/1800/1900MHz 3G: WCDMA 900/2100MHz 4G: FDD-LTE 800/900/1800/2100/2600MHz
Bluetooth: V4.0 mit A2DP
Gewicht: 211 g
Abmessungen: 157 x 76mm
Dicke: 9,6 mm
Fingerabdruck-Sensor: JA, im Home-Button integriert

Der erste Eindruck:

Es ist klar, dass es sich bei diesem Smartphone definitiv nicht um ein sogenanntes Flagship handelt. Schließlich muss es schon noch Unterschiede zwischen einem Handy für knapp 200 Euro und einem mindestens vier mal so teurem Smartphone geben muss. Dennoch ist es mit Sicherheit nicht schlecht. Vor allem weil im Moment kein all zu großer Vorteil in den aktuellsten Chips liegt. Klar, sie sind schneller, aber nicht so viel schneller, wie es der Aufpreis für die Zusatzleistung erfordern würde.
Lediglich mit der Größe muss man sich mal abfinden. Die Bedienung mit einer Hand ist nicht einmal für Menschen mit besonders großen Händen möglich, weil man bei der Bedienung mit dem Daumen zwangsläufig mit dem Handballen auf das Display drückt. Für meinen Sohn wäre eine Handhabung mit nur einer Hand sowieso undenkbar, wobei viele Jugendliche ihr Smartphone ohnehin hauptsächlich im Landscape-Modus verwenden, wo man dann immer zwei Hände für die Bedienung braucht.

Da es sich in diesem Fall, wie bereits erwähnt um ein Smartphone für einen Jugendlichen handelt sind die Anforderungen dementsprechend. Hier ist es besonders wichtig, dass das Telefon neben einem guten Prozessor für Spiele, und einer guten Grafikwiedergabe auch über gute Kameras und vor allem ausreichend Speicherplatz verfügt. Bei seinem alten Smartphone ist die Meldung über zu wenig Speicher für die Systemausführung bereits schon täglicher Standard.

Also ganz klare Anforderungen, die meiner Meinung nach von diesem Smartphone auch erfüllt werden können. Auch wenn der Prozessor ebenso wie der Grafikchip nicht ganz State of the Art ist, reicht er für die angeführten Anwendungsgebiete völlig aus.

Was mir sehr gut gefällt ist das Design des Telefons, wenn man es aus der klobigen Silikon-Hülle raus nimmt, in der es bereits ab Werk liegt. Das Gehäuse ist aus Aluminium und wird an den schmalen Seiten von zwei Kappen aus Kunststoff flankiert. Die sind nötig, damit die Funkantennen im Inneren des Gehäuses nicht völlig von der Außenwelt abgeschnitten werden.
Seitlich um das Smartphone laufen zwei polierte, leicht abgeschrägte Kanten, die dem Telefon zum Einen ein etwas edleres Aussehen verleihen und zum Anderen dafür sorgen, dass das Telefon recht gut in der Hand liegt.

Das Display ist an den Kanten etwas nach unten gezogen und leicht abgerundet. Fühlt sich gut an und ist nicht unpraktisch. Auf dem display ist gleich ab Auslieferung eine Schutzfolie angebracht. Eine weitere liegt dem Smartphone als Zubehör bei.

Die Bedienung

Soweit nichts Neues. Es ist ein 5,5" Smartphone mit Dual-SIM Slot, das bei der Bedienung keine neuen oder innovativen Wege geht. Auf der rechten Seite des Smartphones befindet sich der Power-Taster und die Wippe für die Lautstärke. an der Frontseite der klassische Home-Button mit integriertem Fingerprint Reader. Der Reader funktioniert übrigens durch auflegen des Fingers. Man muss den Finger also nicht darüber ziehen, wie es bei manchen modellen üblich war und ist. So kann man das Smartphone sehr schnell und einfach mit der Berührung des Daumens freischalten.

Links und rechts neben dem Home-Button sind die Touchbuttons für Untermenüs und zurück. Auch nicht unbekannt.

Der Touchscreen reagiert sensibel und präzise, wobei die original angebrachte Schutzfolie dabei eher etwas störend ist. Leider hat die Folie einen gewissen Bremseffekt und fühlt sich bei Wischbewegungen rau an. Außerdem haftet das Fett der Fingerkuppen sehr strak an dieser Folie und so verschmutzt das Display schnell. Entfernt man die Folie, dann ist die Haptik und Bedienung perfekt. Leider verliert man dadurch bis zu einem gewissen Teil den Schutz vor Display-Sprüngen. Ich denke, dass sich die Anschaffung eines Display-Schutzes aus gehärtetem Glas lohnen würde, obwohl ich seit Jahren auf derartigen Schutz verzichte. Aber für unseren Sohn könnte es hilfreich sein.

Anschlüsse & Verbindung

Das OUKITEL K6000 Plus kann mit zwei SIM Karten oder alternativ mit einer SIM Karte und einer Micro-SD Karte bestückt werden. Da der Flash-Speicher des Smartphones mit 64GB schon recht ordentlich ist und in den meisten Fällen auch für unseren Sohn ausreichen sollte, werden wir auf die Option mit 2 SIM Karten zurück greifen. Denn so können wir eine SIM mit einem Flatrate Datentarif und eine Prepaid-Karte für die Telefonie hinein stecken. Da die meisten Jugendlichen kaum mehr telefonieren oder SMS schreiben, aber unglaublich viel Datentransfer haben, erscheint mir diese Lösung am sinnvollsten. Schließlich sind Telefontarife mit hohem Datenvolumen oft unbezahlbar, reine Datentarife aber schon zu vernünftigen Preisen zu haben. Rein fürs Telefonieren kommt unser Sohn im Jahr zB. mit etwa 25-35 Euro Guthaben durch. Schließlich wird ja über WhatsApp oder Skype telefoniert.

Natürlich ist dieses Smartphone schnell im WLAN unterwegs und lässt sich mit anderen Endgeräten über Bluetooth 4.0 verbinden. Für die Audioübertragung steht hier auch das A2DProfil zur Verfügung.

Für Puristen bietet das Telefon an der Oberseite einen Audio-Ausgang (3,5mm Audio Jack) und für jene die lieber über Lautsprecher Musik hören, sind die Lautsprecher an der Unterseite des Telefons recht gut angebracht. Oft findet man Lautsprecher die nach Hinten abstrahlen, was ja nun überhaupt keinen Sinn macht.

Der vermutlich wichtigste Anschluss ist der Micro-USB Ladestecker. Ich weiß nicht, warum hier nicht auf den neueren Typ-C Standard zurück gegriffen wurde.

Akku

Dieses Smartphone überzeugt durch einen üppigen Akku, der sich natürlich auf das Gesamtgewicht des Telefons niederschlägt. Der Akku hat eine Kapazität von riesigen 6.000 mAh und ist damit etwa doppelt so groß wie bei den meisten aktuellen Flagships der bekannten Markenhersteller.

Oukitel legt dem K6000 Plus ein Ladegerät mit max. 24 Watt Ausgangsleistung bei. Hier wird dann mit 12V bei 2A geladen. Dadurch kann man das Telefon innerhalb von ca. 75-85 Minuten voll aufladen, wenn der Akku wirklich nahezu leer ist. Das wird jedoch nicht so oft vorkommen, daher denke ich, dass eine Ladezeit von knapp 60 Minuten in den meisten Fällen realistisch ist, weil der Akku nur bis ca. 96% mit voller Leistung befüllt wird und dann die Leistung zum Schutz des Akkus zurück gedreht wird.

Aber das ist schon wirklich toll, dass dieses Smartphone nach maximal 1,5 Stunden Ladedauer wieder für mindesten 48 Stunden bei intensiver Nutzung in Betrieb sein kann. Schaltet man das recht strenge Akku-Management ein, dann sind durchaus locker drei Tage ohne aufladen möglich, aber wozu sollte das gut sein, wenn der Akku in etwas mehr als einer Stunde sowieso wieder vollständig geladen ist.

Das Betriebssystem

Im Oukitel K6000 Plus arbeitet schon ab Werk ein Android 7.0 Nougat in einer kaum veränderten Version. Der Anbieter belastet das Telefon mit weitaus weniger Malware und unnötigem Ballast als viele andere Hersteller.

Außerdem meine ich, im Vergleich mit dem K10000 Pro eine aktuellere Version des Android Betriebssystems drauf zu haben. So wurde ich bereits beim ersten Einschalten des Smartphones aufgefordert eine Aktualisierung durchzuführen. Over the Air ohne zusätzliche Konfiguration und so weiter. Auch das ist nicht bei allen China-Anbietern so einfach.

Interessanter Weise sind auch in diesem OS teilweise Sektionen gar nicht übersetzt und bei anderen finden sich kleine Übersetzungsfehler wie "noch 30 Munuten bis voll geladen"

Ansonsten gibt es nicht viel darüber zu sagen, weil man Android mag oder eben nicht. Es läuft wie gewünscht und es ließen sich alle App, die wir normaler Weise installiert haben, problemlos installieren und einrichten.

Die Kameras

Ein sehr wichtiger Punkt bei einem Smartphone für Jugendliche ist die Qualität der Kameras. Schnell bereit muss sie sein und die Bilder müssen scharf, intensiv und gut aufgelöst sein.

Die Frontkamera, oder Selfie-Cam wie sie auch oft genannt wird, bietet bei guten Lichtverhältnissen bereits Bilder die Smartphones anderer Hersteller mit der Rückkamera nicht zustande bringen. Erst wenn die Lichtverhältnisse wirklich schwach werden, wie zum Beispiel in einem dunklen Club mit nur spärlichem Weißlichtanteil, werden die Aufnahmen pixelig und wirken leicht verschwommen. Außerdem lässt sich im Selfie-Modus die "Beauty-Einstellung" anpassen, bei der rund um den zentralen, quadratischen Bildausschnitt das Bildmotiv weich gezeichnet wird.

War ich mit der Frontkamera zufrieden, so gerate ich bei der Hauptkamera
fast ins Schwärmen. Die Bilder sind ausgezeichnet, wenn es eine ausreichende Umgebungsbeleuchtung gibt. Die Schärfe ist großartig und die hohe Auflösung ist nicht nur ein interpolierter Wert, sonder wirkt sich wirklich auf die Detailtreue der Bilder aus. Hier kann man wirklich rein zoomen und erkennt immer noch Details. Die Kamera ist nach 2,8 Sekunden bereit für Aufnahmen und macht im Automatik-Modus sehr gute Aufnahmen. Im pro-Modus kann man dann den Weißabgleich selbst steuern, den ISO Wert einstellen und die Helligkeit verändern.

Viel mehr Möglichkeiten bieten die beiden Kameras ab Werk nicht, können aber wie bei jedem anderen Smartphone durch zusätzliche Apps von Drittanbietern um diverse Funktionalitäten erweitert werden.

Das Display

Groß, scharf, bunt, hell! Das man auf einem Smartphone mit dieser Display-Diagonale gut sieht liegt auf der Hand. Vor allem wenn das Panel mit 1080p auflöst. Klar gibt es auch schon höher auflösende Anzeigen und natürlich auch solche mit OLED und Co. Aber braucht man das auch?

Bei meinem alten S5 ging leider das Display kaputt. Ein Ersatzteil wäre schon beinahe so teuer gekommen wie dieses Telefon komplett. Da drängt sich mir dann doch die Frage auf ob ein derart teuere Display-Panel sinnvoll ist, wenn doch gerade das Display die größte Schwachstelle an einem Smartphone ist.

Bei dieser Anzeige kann ich auf jeden Fall nichts Negatives finden, denn die Auflösung ist gut, die Lichtverteilung ausgezeichnet und das LCD-Panel reagiert auch vernünftig schnell, sodass sich bei Filmen mit viel Action und schnellen Bewegungen kaum Schlieren ind er Bewegung erkennen lassen. Schwarz ist schwarz und das Display wird auch bei stundenlangem Youtube-Schauen nicht übermäßig heiß.

FAZIT

Wie immer steht und fällt die Meinung über ein Produkt mit dem Verhältnis zwischen Preis und Leistung. und gerade hier denke ich, dass das OUKITEL K6000 Plus am ehesten punkten kann, denn der Preis ist an Betracht der sehr guten Gesamtleistung sehr vernünftig. So zahlt es sich eigentlich nicht aus eine Vertragsbindung bei einem Telefon-Provider einzugehen, nur um ein ein Smartphone zu kommen, denn meist zahlt man für Verträge mit Smartphone zwischen 15- und 40 Euro mehr als bei einem ungebundenen Handyfreien Vertrag. Selbst wenn der Aufpreis nur 15 Euro beträgt und man eine Bindung von nur 24 Monaten hat, würde man für den Aufpreis schon fast zwei dieser Smartphones bekommen. Also jedes Jahr eines. Rechnet man dann auch noch die Versicherung ein, die man sinnvoller Weise für ein teuere Vertragshandy abschließt, dann kann eigentlich nur noch das Prestige für eine Entscheidung zum Vertragshandy führen.

Dieses Phone hat auf jeden Fall alles was ein Teenager von seinem Telefon erwartet: Ordentliche Prozessorgeschwindigkeit, gute Grafikleistung mit wirklich sehr gutem Display, unglaublich viel Akku Power mit 6.000 mAh und extrem schneller Ladung und nicht zuletzt zwei ausgezeichnete Kameras, die zwar bei geringerer Lichtstärke etwas an Qualität verliere, dafür aber schnell bereit sind und bei normalem Licht Spitzenfotos machen. Das man bei dem Telefon eine Speichererweiterung oder eine zweite SIM Karte für einen Datentarif (oder natürlich eine zweite Rufnummer für privat und geschäftlich) einlegen könnte ist sicher auch kein Nachteil.

Also der Preis stimmt und die Leistung auch. Für unseren Sohn haben wir damit den perfekten Ersatz für sein geliebtes, aber in die Jahre gekommenes Smartphone gefunden.

5 von 5 Sternen

Globmall ABOX Raspberry Pi 3 Starter-Set

Den Raspberry Pi brauche ich an dieser Stelle wohl nicht bewerten, da dieser ohnehin in der aktuellen Standard-Version geliefert, und nicht von diesem Anbieter hergestellt wird. Wichtig ist nur, dass es sich um einen echten Pi3 und nicht um einen Nachbau handelt.

Das Besondere an diesem Set ist vielmehr die Ausstattung durch
die es möglich wird, den Pi3 innerhalb weniger Minuten einsatzbereit zu machen.
Die Lieferung erfolgte schnell und in einem schönen Karton verpackt. Das ist recht praktisch, wenn man diese Set zB. als Geschenk für einen Technik begeisterten Menschen verwenden möchte, denn durch das edle Aussehen ist das Set dafür gut geeignet.

Im Lieferumfang waren:
* ein Raspberry Pi 3 (originalverpackt)
* ein speziell für dieses Modell abgestimmte Gehäuse
* ein Netzteil mit Schalter
* eine Micro-SD-Karte mit 32GB und vorinstalliertem OS (Raspbian)
* ein HDMI Kabel
* eine Englische Kurzanleitung
* ein USB Card-Reader (den benötigt man, wenn man auf einem PC ein OS für den Pi auf die Karte spielen möchte)

Zu den verwendeten Materialien und zu Qualität des Netzteils kann ich nicht viel sagen. Es wirkt alles recht hochwertig, passt zusammen und funktioniert. Wie lange das Netzteil mitmachen wird,
werde ich wohl erst im Laufe der Zeit sagen können. Grundsätzlich ist die "Installation" recht einfach zu bewerkstelligen. Micro_SD-Karte an der Unterseite des Pi einlegen, den Pi in das geöffnete Gehäuse einsetzen und das Gehäuse schließen. Dann muss nur noch das Netzteil am Micro-SUB Anschluss angesteckt, eingesteckt und eingeschaltet werden. Das war es im Großen und Ganzen.

Bei der beiliegenden SD-Karte bin ich mir nicht ganz sicher, ob es
sich hier wirklich um ein Original handelt. Allerdings habe ich die Vermutung nur deshalb, weil ich vor einiger Zeit mal vergleichbare Karten direkt in China bestellte und sich diese von den originalen nur durch einen etwas schwammigeren Aufdruck, der weniger erhaben war als beim Original unterschieden. Ich denke mal, dass es schon ok ist so lange es funktioniert. Das Netzteil liefert ausreichend und stabil Power und hat einen Kippschalter (was ich so auch noch nicht gesehen habe) über den man den Pi ein- und ausschalten kann.

Die Einrichtung meines Pi habe ich einem Kollegen von mir überlassen, da wir den kleinen Rechner für ein Präsentationsdisplay benötigen. Hier wird im Wesentlichen nur eine Foto-Show über einen Browser wiedergegeben. Dazu braucht es WLan und den Browser. Es ist also eher ein digitaler Bilderrahmen mit 75" Diagonale.

Mein Kollege brauchte knapp 8 Minuten bis alles soweit konfiguriert war, dass wir auf dem Display die Inhalten sehen konnten. Den Pi im Gehäuse klebten wir dann mit Doppelklebeband an die Rückseite des Fernsehers.

Für diese Anwendung ist der kleine Rechner perfekt geeignet. Was wir nach dem Messe-Einsatz noch ausprobieren werden ist, in wie weit sich der Pi als Mediacenter mit Kodi eignet. Dazu werde ich sicher noch ein Update schreiben, obwohl es sich dabei ja eher um die Leistung des Pi handelt und nicht um das Zubehör.

Dieses Set ist auf jeden Fall sehr gut zum Starten mit dem Pi geeignet, weil alles dabei ist was man benötigt und weil es neben einer schönen Verpackung dann auch noch recht gut verarbeitet zu sein scheint. Der Preis ist auch OK, wenn man bedenkt, dass ja ein Original Raspberry Pi 3 dabei ist und der Verkäufer diesen ja auch kaufen muss. Hier sind die Preise selbst bei einer Großabnahme nahezu überall gleich. So zahlt man also für das Gehäuse, das schaltbare Netzteil, die 32GB Karte, das HDMI-Kabel und das Lesegerät etwa 28 Euro, was etwas günstiger ist als bei derzeitiger einzelner Bestellung der Komponenten. Zudem hat man alles beisammen und muss sich Raspbian nicht runterladen. Der Preis, der vom Händler als Stattpreis angegeben wird ist dann doch eher aus dem Reich der Märchen und Mythen, denn der hat mit den verwendeten Komponenten nicht mal im Entferntesten was zu tun.

Das Set ist aber komplett, der Preis ist fair und die Qualität schein gut zu sein. Zudem ist wirklich ein RPi3 Original enthalten, also stimmt bei dem Angebot alles.

5 von 5 Sternen



Dienstag, 25. Juli 2017

OUKITEL K10000 Pro - Der smarte Ziegelstein

Wenn man es nicht selbst sieht, kann man es eigentlich kaum glauben, dass es ein Smartphone mit diesen Abmessungen gibt. Dieses Ding ist unglaublich groß und dementsprechend schwer, dass der Vergleich mit einem Ziegelstein zwar natürlich übertrieben, aber nicht ganz vond er Hand zu weisen ist.

Warum ich mir so ein Telefon zugelegt habe hat in Wirklichkeit auch nur einen einzigen Grund: die schier unglaublich lange Akkulaufzeit.

Aber mal von Vorne. Meine Frau und ich besitzen beide ein Samsung S8 und sind höchst zufrieden damit. Bei halbwegs vernünftiger Nutzung kommen wir etwa 18-24 Stunden mit einer Akkuladung durch, wobei wir relativ viele Mails und Nachrichten erhalten, lesen und beantworten, jedoch keine Spiele spielen und selten bis gar nicht Videos streamen. Ein bisschen Telefonieren und fertig. Jetzt sind zwei Tage schon ein ganz brauchbarer Wert, weil man ja ohnehin immer wieder zwischendurch wo aufladen kann und das Mitnehmen einer Power Bank für den energetischen Notfall auch ganz OK ist.
Somit hätten wir im Prinzip keinen Bedarf für eine Power Bank mit der man telefonieren kann. Aber wir brauchten für einen USA Aufenthalt ein Smartphone, das unlocked war, weil wir uns für unseren Aufenthalt eine US SIM Karte mit unlimited Data und unlimited Calls nach Europa kauften. Das war wesentlich billiger als ein Roaming-Pakte unseres Providers. Da unsere S8 beide gesperrt sind, konnten wir sie leider in den USA nicht verwenden und unsere alten Smartphones waren leider technisch schon so rückständig, dass nicht einmal die Navi-App flüssig lief. Also musste ein günstiges, freies Smartphone mit großem Akku und halbwegs vernünftigen Leistungsdaten her.

Unsere Wahl fiel auf das Monster unter den smarten Telefoniegeräten. Das OUKITEL K10000 Pro

Die Daten des Geräts lesen sich gleichermaßen beeindruckend wie erschreckend :-)

Mit Kantenlängen von 161,7 x 77,8 mm und einer Dicke von 14,5 mm erklärt sich der Vergleich mit einem Ziegelstein schon fast. Wirft man einen Blick auf das Gewicht des K10000 Pro, dann wird alles klar, denn dieser smarte Stein wiegt knapp 300g, und das obwohl das Telefon hauptsächlich aus Kunststoff gefertigt ist. Wenn das Gehäuse dann noch aus Aluminum wäre, dann würde es einem vermutlich die Hose runter ziehen, wenn man sich das Teil in die Gesäßtasche steckt. Somit könnte man schon mal festhalten, dass dieses Telefon vermutlich keinen Preis in der Kategorie Miniaturisierung gewinnen wird. Auch die Portabilität ist bei anderen Modellen wesentlich besser, schließlich würde man in der Kubatur dieses Modells fast 2,3 Samsung S8 unterbringen.

Es gibt natürlich auch einen Grund für diese enormen Maße: den Akku. Ich muss zugeben, dass ich es nicht sicher weiß, aber ich denke, dass es derzeit kein Smartphone auf dem Markt gibt, das es mit dem Akku des K10000 Pro aufnehmen kann, denn dieser ist unglaubliche 10.100 mAh groß und hat damit fast die 3,5 bis 4-fache Kapazität marktüblichen Smartphones. Selbst wenn das Batteriemanagement des Betriebssystems nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen würde, sollte die durchschnittliche Nutzungsdauer im Vergleich mit einem herkömmlichen Phone zumindest 3 mal so lange sein. Vermutlich ist der Faktor sogar noch etwas höher. In unserem fall heißt das etwa 6 Tage ohne aufzuladen.

Wie sind die Daten nun zusammen gefasst?

Abmessungen: 77,8 x 161,7 x 14,5mm
Gewicht: 292g
Gehäuse: Kunststoff
Display: Gorilla Glass 5,5" LCD IPS mit 1080x1920 Pixel
Prozessor: MediaTek MT6750T (4x 1,5GHz ARM_A53 Cortex / 4x 1,0GHz ARM-A53 Cortex)
Grafik GPU: ARM Mali-T860 MP2
RAM: 3GB
Flash: 32GB (ca. 3-4GB für das OS)
Slots: alternativ 2 x Nano-SIM / 1 x Nano-SIM + 1 x Micro-SD
Sicherheit: Fingerprint Scanner auf der Rückseite unter der Kamera
Rückkamera: 13Mp
Frontkamera: 5Mp
Netzwerk: 2G/3G/4G LTE / WLAN bis 802.11n / Bluetooth 4.0
Akku: Li-Ion mit 10.100 mAh
OS: Android 7.0 Nougat



Lieferumfang

Der Hersteller zeigt schon mit dem Lieferumfang, dass die Käuferschicht auf die er mit diesem Modell abzielt nicht die Hippen und Trendigen, sondern eher die Pragmatischen und Soliden KäuferInnen sind. Hat man bei anderen Modellen Kopfhörer von Markenherstellern und miniaturisierte Ladegeräte dabei, so findet man bei diesem Smartphone eher das Bauleiter-Equipment.

In der durchaus schicken und sehr großen Box enthalten sind:

  • das OUKITEL K10000 Pro Smartphone
  • eine Silikonhülle
  • ein bereits angebrachter Displayschutz
  • eine weitere Displayschutz-Folie
  • und noch eine Displayschutz aus gehärtetem Glas
  • ein USB to Micro-USB Adapter
  • ein Micro-USB Ladekabel mit besonders langem Stecker (den man auch braucht, weil mit einem normalen Stecker wegen des enorm dicken Gehäuses kein Kontakt zustande kommt)
  • ein 2A USB Ladegerät
  • eine Gürteltasche aus Kunstleder
Vor allem die Gürteltasche erinnert mich stark an die Bauleiter und Architekten aus Amerikanischen Filmen, die ihr überdimensionales aber nahezu unzerstörbares Telefon in der Tasche am Gürtel tragen. 

Betriebssystem

Wie in der Liste angeführt ist ein nur geringfügig gebrandetes Android 7.0 installiert. Der Vorteil vom Stock-System liegt ganz klar in der sehr schlanken und unbelasteten Ausführung. So finden sich kaum unnötigen Apps (Malware) auf dem Telefon, die bei anderen Anbietern oft massig vorhanden und teilweise nicht deinstallierbar sind.

Android 7.0 läuft gut und schnell auf diesem Telefon, wenngleich der komplette Systemboot des ausgeschalteten Smartphones rund 45 Sekunden benötigt.
So richtig schnell geht es bei der Kamera. Aus dem Standby ist sie in nur 3:09 Sekunden bereit zum Aufnehmen. So entgeht einem kaum ein Schnappschuss. Hier scheitert man dann eher bei Langzeitaufnahmen von Schulaufführungen, weil die Kraft im arm vermutlich schneller verfliegt als der Akku des Smartphones leer werden kann.

Sonst gibt es über das OS nicht viel zu sagen, außer dass die Übersetzung selbst heute noch immer nicht verbessert wurde. Der Akku ist noch immer in "13 Munuten" vollständig geladen und bei den Systemeinstellungen herrscht ein heilloses Wirrwarr zwischen teils mäßigen Deutschen Übersetzungen und Englischen Texten. Ich muss ehrlich sagen, dass ich definitiv ein Freund der Englischen Textausgabe bin, da diese weitaus weniger anstrengend zu lesen ist als die Deunglische Variante mit Chinesischen Spezialausdrücken

Die Handhabung

OK, was soll man sich von diesem Riesenteil erwarten? Einhändige Bedienung gehört nicht zu den großen Pros dieses Phones, außer man hat Pranken wie Sly Stalone und selbst der wird vermutlich einen zu kurzen Daumen haben um mit einer Hand halten und tippen zu können.

Rein von der Nutzung des OS her ist es selbsterklärend und intuitiv. Man bekommt zu keiner Zeit eine unlösbare Aufgabe bei der Konfiguration oder Nutzung des Geräts. Da muss ich sagen, dass ich mit dem S8 weitaus häufiger an die Grenzen stoße und mich anhand der Suchfunktion durch die Einstellungen kämpfe.

Egal welche Apps ich zu installieren versuchte, es gab mit keiner ein Kompatibilitätsproblem. So funktionierte die Navi-App ebenso wie Fitness Apps fürs Laufen, Liegestütze und Co. Jedoch mus sich sagen, dass ich mit diesem Telefon am Arm nicht laufen gehen möchte. Danach könnte ich den Arm vermutlich nicht mehr bewegen.

Leistung im Betrieb

Wie gesagt spiele ich nicht auf meinem Smartphone, also kann ich dazu nichts sagen, aber ich verwende es zum Navigieren und zeitweise zum Streamen von Filmen. Beides nutzten wir auf unserer Reise, weil wir in unserem Leihwagen kein Navi hatten. Hier ist noch besonder anzumerken, dass wir im Hochsommer unterwegs waren und das K10000 Pro dementsprechend großer Hitze in direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt war.

Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass das Gerät durch die enorme Hitzeentwicklung gebremst würde oder gar ausfallen könnte. Auch das hatten wir bei früheren Modellen schon gesehen. Das Gerät navigierte zuverlässig und machte auch beim Streamen eine gute Figur. Keine Ruckler und ein sehr gut aufgelöstes Bild sind mir sehr wichtig, und das Telefon konnte mich hier völlig überzeugen.

Erstaunlich war auch, dass der Akku trotz des täglich etwa 3 Stunden dauernden Einsatzes als Navi immer noch länger als 3 Tage durchgehalten hätte. Wir luden jedoch den Akku am 3. Tag im hotel auf, damit er für die nächste Etappe wieder geladen war. Ich bin mir fast sicher, dass der Akku es nochmal einen halben Tag geschafft hätte. Ein richtiges Monster eben.

Die Kameras

Nicht ganz unerheblich ist heutzutage auch die Leistung der Kameras. Wie üblich bei China-Handys sind die Kameras nun nicht State of the Art, aber diese sind zumindest wirklich nicht schlecht. Die Rückkamera liefert bei Tageslicht sehr scharf und absolut farbechte Bilder und kann selbst bei schlechten Lichtverhältnissen noch mit detailtreue und ordentlicher Kantenschärfe überzeugen. Auch der Blitz der Rückkamera ist sehr gut und ermöglicht bei geringster Helligkeit gestochen scharfe Bilder mit einem leicht erhöhten Blauanteil.

Auch Videos kann man in sehr guter Qualität aufnehmen, obwohl es hier manchmal ein bisschen mit dem Autofokus hakt. Vermutlich kauft man sich dieses Handy aber ohnehin nicht wegen der tollen Kamera, weil es schon eher weit entfernt von einem Lifestyle Smartphone ist.

Die Frontkamera, oder Selfie-Cam wie sie manche nennen, braucht für gute Bilder auch eine vernünftige Beleuchtung. Wobei die Bilder dieser Kamera meiner Meinung nach noch viel stärker in den Blaubereich tendieren, was bei Selfies dazu führt, dass man manchmal etwas kränklich aussieht. Sobald das Licht schlechter wird sind die Bilder der Frontkamera schnell etwas verschwommen und an den Kanten der Farbübergänge unscharf.

Beiden Kameras fehlt jegliche zusätzliche Funktionalität, die man bei einigen anderen Smartphone-Modellen schon ab Werk bekommt. Aber das kann man ja mit zusätzlichen Apps durchaus nachrüsten.

FAZIT

Für mich ist dieses Smartphone definitiv kein Alltagshandy, weil
ich einfach was kleineres, schmäleres, leichteres brauche. Aber wer so etwas sucht, der nimmt sich ohnehin kein K10000 Pro. Wenn es nach Tim Taylor, dem Heimwerkerkönig ginge, dann wäre das ein echtes "Männerhandy" für große Hände, das etwas aushält und bei dem man sich nicht jeden Tag darüber Gedanken machen muss, dass es an die nächste Ladestation muss.

Ja es ist groß. Ja es ist schwer. Und nein, es ist nicht chic.

+ Aber es hält bei normaler Nutzung eine Arbeitswoche durch ohne ein Ladegerät zu verlangen.
+ Es hat ein großes, gut lesbares Display, das auch bei Hitze und direkter Sonneneinstrahlung noch gut funktioniert.
+ Es ist schnell und durchaus zeitgemäß.
+ Man hat nicht das Gefühl, dass es gleich auseinander fällt, wenn man es mal etwas weniger sanft behandelt.
+ Die Kameras sind für ein china-Smartphone sehr gut und gut geeignet um zB. den Baufortschritt auf Baustellen festzuhalten.
+ Es hat 32GB Rom und braucht daher nicht unbedingt eine Speichererweiterung. Trotzdem kann man keine Micro-SD Karte mit bis zu 64GB einlegen.
+ Wenn man die Micro-SD Karte nicht benötigt, kann man 2 SIM Karten einlegen. So hätte man die Möglichkeiten einen günstigen Internet-Flat-Tarif für die Daten und zB. eine Wertkarte oder einen billigen Telefontarif fürs Telefonieren zu verwenden. Oder man hat eine Firmennummer und eine Privatnummer gleichzeitig im Smartphone. Oder so wie bei uns, eine Auslands-SIM und die Heim-SIM, damit man billig im ausland surfen und telefonieren kann und trotzdem über die eigene Nummer erreichbar ist.

- Es ist schwer.
- Es ist groß.
- Es passt kein normales Micro-USB Kabel, weil der Stecker extra lang sein muss.

Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass dieses Telefon einen unglaublich großen Akku besitzt.
Und gerade wegen der einzigartigen Vorzüge, die letztendlich ja auch ausschlaggebend waren für den Kauf, fällt die Bewertung trotz der Unhandlichkeit und des Gewichts positiv aus.

5 von 5 Sternen